• Joe Bonamassa - Driving Towards The Daylight

    Joe Bonamassa 

    - Driving Towards The Daylight

    Es dauert lange fünf Minuten bis zum ersten erlösenden Gitarreninferno. Und auch bei diesem Album werden die Jünger des Gniedelgottes und Bluesrock-Adepten wieder in Scharen die langen Mähnen schütteln und die blassen Arme zum Luftgitarrensolo recken. Garantiert. mehr…

  • All The Young - 'Welcome Home'

    All The Young - Welcome Home

    Als Rückkehr der Gitarrenmusik in die UK-Radiolandschaft wird dieses Debüt bereits gehypt. Der unbedingte Wille zum großen Hymnus ist da, doch zum Kaliber der Manic Street Preachers fehlen dem Quartett die überbordenden Melodien – und ein paar Themen jenseits der Rockklischees. mehr…

  • The Temper Trap - 'The Temper Trap'

    The Temper Trap - The Temper Trap

    Auf ihrem zweiten Werk bleiben die Australier beim Breitwand-Sound, packen aber kräftiger zu. Stylishe Produktion, klingelnde Gitarren, schmatzende Synthies – aber auch wieder Knabenchorgesänge. Tut ein bisschen größer, als es ist. mehr…

  • Soulsavers - 'The Light And The Dead Sea'

    Soulsavers - The Light And The Dead…

    David Gahan ist der Schmerzensmann: Seit 20 Jahren hören wir von Sucht, Selbstmord und Seelenpein. In Liedern und Zeitungen verhandelt der Sänger von Depeche Mode stellvertretend das Drama des Lebendigseins – mit einer Bühnenpersönlichkeit, die wohl an allem leidet, doch auf eine stolze, dunkle Art. Gahan kämpft mit Gott wie einst Jakob am Jabbok. Rich […] mehr…

  • Fehlfarben - 'Xenophonie'

    Fehlfarben - Xenophonie

    Mit „Monarchie und Alltag“ haben sie Musikgeschichte geschrieben (und nicht gemacht). Sie sind anders geblieben, haben sich Mitte der 80er-Jahre eine Atempause gegönnt und kamen knietief im Dispo zurück. Seitdem geht es nicht mehr so recht voran mit den Fehlfarben, und jeder weiß, woran das liegt: „Das Frühwerk am Hals wie ein Mühlstein“, heißt es […] mehr…

  • Cornershop - 'Urban Turban - The Shingles Club'

    Cornershop - Urban Turban – The Shingles…

    Londons Multikultiverweser machen zehn Lieder mit zehn Künstlern, darunter Celeste, SoKo und Lorraine. HipHop, 70s-Funk, Elektro-Soul, indischer Gesang zu WahWah-Bässen: Welterklärungsversuch mit urbanem Turban. (Amble Play/Cargo) mehr…

  • Cold Specks

    Cold Specks - I Predict A Graceful Expulsion

    Es schien, als sei das Gut-Singen-Können mit Alison Moyet und Pat Benatar irgendwann in den 80er-Jahren verschwunden; als Kriterium im Popdiskurs taugte es sowieso nicht. Doch die große Stimme erlebt in diesen Tagen eine Renaissance. Ob vor Pathos wackelnd wie bei Beth Ditto, von Kunst und Understatement gesättigt wie bei Julia Holter – oder eben […] mehr…

  • Filmposter 'Ausgerechnet Sibirien'

    Ausgerechnet Sibirien - Regie: Ralf Huettner

    Eine skurrile Reise zu sich selbst steht in Huettners („Die Musterknaben“) neuem Film nach dem Erfolg mit „Vincent will meer“ wieder im Mittelpunkt. Matthias­ Bleuel (Joachim Król), Logistiker einer Leverkusener Modeversandfirma, den gerade seine Frau (Katja Riemann) verlassen hat, soll in einer Filiale im sibirischen Kemerovo ein neues Abrechnungssystem installieren. Die ebenso dralle wie grelle […] mehr…

  • Spain - 'The Soul Of Spain'

    Spain - The Soul Of Spain

    Das wahrscheinlich bekannteste Lied der Band Spain findet sich auf einem Album von Johnny Cash. Rick Rubin hatte dem Alten „Spiritual“ für „Unchained“ ans Herz gelegt, und dieser hatte das ironisch gebrochene Schwermutsstück in alttestamentarischer Weise vorgetragen. Mit dem sogenannten Slowcore der Kalifornier hatte das freilich wenig zu tun. Nach elf Jahren Studioabstinenz folgt jetzt […] mehr…

  • Me And My Drummer - 'The Hawk, The Beak, The Prey'

    Me And My Drummer - The Hawk, The Beak, The…

    Die Sängerin/Pianistin Charlotte Brandi und ihr Drummer Matze Pröllochs inszenieren ihre Lieder mit Piano und Schlagzeug, aber auch weiten Synthie-Sounds, sakralen Chor-Arrangements und feinen Ornamenten. Sehr gutes Debüt auf halbem Weg zwischen Beach House und Florence And The Machine. mehr…

  • Here We Go Magic - 'A Different Ship'

    Here We Go Magic   - A Different Ship

    Im vergangenen  Jahr veröffentlichte Luke Temple ein schönes Soloalbum titels „Don’t Act Like You Don’t Care“ und offenbarte sich als Spezialist für 70s-inspiriertes Songwriting und Meister der Atmosphäre. Auf den Alben seines Projekts Here We Go Magic präsentierte er – zunächst im Alleingang, dann mit Unterstützung einer richtigen Band – den klassischen Pop der Sechziger […] mehr…

  • Garbage - 'Not Your Kind Of People'

    Garbage - Not Your Kind Of People

    „Love makes you desperate and feeling a fool/ Love makes you useless and love makes you cruel“, nörgelt Shirley Manson, während eine Jahrmarktsorgel einen schwindelig spielt und ein zuckender Synthie Stakkatogitarren und ein aufstampfendes Schlagzeug durcheinanderbringt. „I Hate Love“ könnte auch ein übrig gebliebener Garbage-Song aus den 1990ern sein. Hinter einer süßlichen Popmelodie lauern einmal […] mehr…

  • Jan Delay & Disko No. 1 - 'Hamburg Brennt'

    Jan Delay - Hamburg brennt!!

    Das nennt man dann wohl Großraumdisko: 15.000 Leute kamen im August 2011 zur Hamburger Trabrennbahn, um mit Jan Delay & Disko No. 1 den Abschluss einer triumphalen Tournee zu feiern. Es ist noch hell, aber auf der Bühne ist vom ersten Moment an tiefste Nacht, das suggeriert nicht nur die große Lightshow. Der Zeremonienmeister fährt […] mehr…

  • Best Coast - 'The Only Place'

    Best Coast - The Only Place

    Die Kalifornier Bethany Cosentino und Bobb Bruno spielen mal rumpelnden Garage-Rock, mal luftigen Psychedelic-Pop, mal Zeitlupen-Country im Stil der Cowboy Junkies. Und das Schönste daran: Niemals wird einem dabei langweilig. mehr…

  • Beach House - 'Bloom'

    Beach House - Bloom

    „Eine Blüte ist vergänglich, eine flüchtige Vision des Lebens in aller Intensität und Farbenpracht, wunderschön – wenn auch nur für einen Moment“, erklärt Victoria Legrand, die Sängerin und Keyboarderin von Beach House, den Titel ihres vierten Albums. Das ist nicht neu und sicher richtig, trotzdem zerbricht man sich den Kopf, mit welcher Sorte Blüten man […] mehr…

  • Gossip

    Gossip - A Joyful Noise

    Immer schön in Bewegung bleiben: Vom zickigen Bass in „Melody Emergency“, der die Platte eröffnet, über das funky-soulige „Horns“ bis zum in Watte verpackten Synthie-Flimmern in „Love In A Foreign Place“ – kaum ein Song auf „A Joyful Noise“, der nicht auf die Tanzfläche drängt. Das Gossip-Album „Music For Men“ (2009) erweist sich im Nachhinein […] mehr…

  • Ben Folds Five

    Ben Folds Five - Do It Anyway

    Nach zwölfjähriger Trennung sind die drei von Ben Folds Five wieder vereint, haben ein neues Album aufgenommen und hauen im ersten Track „Do It Anyway“ bereits ordentlich in die Tasten. Die erste neue gemeinsame Aufnahme seit 1999 und dem Album „The Unauthorized Biography Of Reinhold Messner“ treibt den Hörer ohne Atempause durch 4.22 Minuten. „Do […] mehr…

  • Die Toten Hosen

    Die Toten Hosen - Ballast der Republik

    Die langweilige Frage, ob das noch Punkrock ist, sparen wir uns jetzt mal, und schauen einfach auf die Songs. Von denen gibt es auf dem neuen Doppelalbum zum 30-jährigen Bandjubiläum viele – 16 eigene und 15 Coverversionen haben Die Toten Hosen zusammengetragen. Es war kein leichtes Unterfangen (wie man in unserer April-Titelgeschichte lesen konnte), aber […] mehr…

  • Spinner's Monthly Mixtape April

    Diverse - Spinner’s April Monthly Mixtape

    Jahr für Jahr ist es der April, der es offensichtlich vorwieglich als seine Aufgabe ansieht, ein großes Hin und Her zu veranstalten und einen von sommerlichen Hochphasen unwillkürlich in den tiefsten Winter zu stoßen – und andersherum. Alte Volksweisheiten beweisen das genau wie der tägliche Wetterbericht und vor allen Dingen die eigene Stimmung, die in […] mehr…

  • Tomboy

    Tomboy - Regie: Céline Sciamma

    Was für einem leidvollen Druck jene Frauen ausgesetzt sind, die sich wie ein Mann fühlen, zeigte Hilary Swank mit ihrer Oscar-Rolle im Gender-Drama „Boys Don’t Cry“. Die französische Regisseurin Sciamma thematisiert in ihrer Story jedoch keine Krisenerfahrung, sondern ein noch unschuldiges Spiel mit Identitäten. Laure (Zoé Héran) ist zehn, als sie in den Sommerferien mit […] mehr…