• Magnetic Fields

    Magnetic Fields

    - Love At The Bottom Of The Sea

    Vor zwei Jahren erschien „Strange Powers“, eine Dokumentation über Stephin Merritt, in der der Magnetic-Fields-Liedkünstler unter anderem Auskunft über seine Arbeitsbedingungen gibt. Die meisten seiner Songs schreibe er in dunklen Schwulenbars, während er der wummernden Discomusik lausche, sagt er. In seinen mit Geschlechterrollen spielenden Texten konnte man diese Umgebung durchaus manchmal heraushören, musikalisch setzte der […] mehr…

  • The Jezabels

    The Jezabels - Prisoner

    Natürlich stehen The Jezabels auf der „NME“-Liste der 100 neuen Bands, die man 2012 hören muss. Und auch der „Trierische Volksfreund“ hat schon vom „Geheimtipp vom anderen Ende der Welt“ gehört, empfiehlt seinen Lesern deren „Jazz-Blues-Soul-Mix“. Das mit dem Jazz, Blues und Soul ist selbstverständlich Blödsinn. Auch wenn sich die Band aus Sydney darum bemüht, […] mehr…

  • Die Eiserne Lady

    Die Eiserne Lady - Regie: Phyllida Lloyd

    Ja, sie ist wieder einmal brillant. Sie ist Margaret Thatcher. Meryl Streep, Oscar-Gewinnerin und Rekordnominierte, hat hier einen kaum zu übertreffenden Auftritt. Und das ist fast ein bisschen schade. Denn Regisseurin Lloyd („Mamma Mia“) hat es verpasst, um sie herum einen großen Kinofilm zu schaffen. Zu konventionell ist die Inszenierung, zu sehr konzentriert auf Streep […] mehr…

  • Dry The River

    Dry The River - Shallow Bed

    Die BBC kürte das Londoner Quintett Dry The River zum „Sound of 2012“, wir sahen es genauso: Die Band um Sänger Peter Liddle bringt auf ihrem Debüt „Shallow Bed“ viel von dem zusammen, was man derzeit an Musik gut leiden kann – und kreiert daraus einen eigenen, überraschenden und stellenweise ergreifenden Klang. Im Alleingang wäre […] mehr…

  • Tom Liwa

    Tom Liwa - Goldrausch

    Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll mit dem Lob auf diese bitterschönen Lieder. Vielleicht bei dem empfindlichen Stück namens „Yoyo“, zu dem Tom Liwa den Text nicht singt, sondern einspricht, seine Ukulele so klar klingen lässt, als ob sie eine Harfe wäre; eine Geschichte erzählt, die vom Ende eines Sommers kündet und dem […] mehr…

  • The Ting Tings

    The Ting Tings - Sounds From Nowheresville

    So einprägsam wie ihr Bandname, so simpel – euphemistisch könnte man auch sagen: eingängig –, wirken die Elektro-Popsongs des britischen Styler-Duos. Natürlich sollte man das alles nicht wirklich ernst nehmen, was uns Katie White und Jules De Martino auf „Sounds From Nowheresville“ kredenzen. Ernsthaftigkeit wiegt im Pop ja sowieso ungefähr so viel wie ein Plektrum. […] mehr…

  • Lisa Hannigan

    Lisa Hannigan - Passenger

    Die Irin – lange als Zweitstimme für ihren Landsmann Damien Rice unterwegs –  will mal Kettenraucherin gewesen sein.  Spuren von blauem Dunst findet man jetzt nur noch im übertragenen Sinne, in diesem herb-zarten Timbre auf ihrem zweiten Solo-Album. Joe Henry vertraute dieser Stimme so blind, dass er sie nicht daheim in Pasadena mit bewährter Musikercrew […] mehr…

  • The Cranberries

    The Cranberries - Roses

    Dass die Cranberries nach zehn Jahren doch noch ein neues Album machen, ist nicht überraschend – kein Mitglied der irischen Band hat solistisch Nennenswertes hinbekommen, auch nicht Dolores O’Riordan. Und wenn vier oder fünf Leute zusammen eine gute Chemie entwickeln, ist das ein glücklicher Zufall, der fürs Leben reichen kann. „Roses“, das insgesamt sechste Werk, […] mehr…

  • Lambchop

    Lambchop – Mr. M

    VÖ: 24. Februar 2012 mehr…

  • Young Adult

    Young Adult - Regie: Jason Reitman

    Ein desillusionierendes Porträt entwirft Reitman („Up In The Air“) in seinem Gegenentwurf einer romantischen Komödie, der die bittere Erkenntnis nach gescheiterten Träumen aufzeigt. Mavis (Charlize Theron) lernt man schwer verkatert am Morgen in ihrem kleinen Apartment kennen, wo sie mit ihrem Hündchen lebt. Sie ist geschieden und hat es nur zur Ghostwriterin einer Jugendbuch-Reihe gebracht. […] mehr…

  • New Multitudes

    Diverse - New Multitudes

    Das Archiv von Woody Guthrie gibt immer noch viel her, wenn Tochter Nora einmal Einlass gewährt hat. 14 Jahre nach der Erstbegehung durch das transatlantische Tandem Billy Bragg & Wilco („Mermaid Avenue“, demnächst als Deluxe-Ausgabe), durfte sich nun Jay Farrar aufmachen, nach Vorlagen und Fragmenten zu fahnden. Dem Son-Volt-Chef schlossen sich Will Johnson (Centro-Matic), Anders […] mehr…

  • Ups..

    Cursive - „The Sun And The Moon“

    „I’m Gemini“ ist das nun siebte Studioalbum von Cursive und erzählt die Geschichte von Cassius und Pollock, Zwillinge, die bei der Geburt getrennt wurden, einzeln aufgewachsen sind und sich nun das erste Mal treffen. Das klassische „Doppeltes Lottchen“-Motiv also, allerdings anders als bei Kästner nun mit deutlich mehr Gitarren, Schlagzeug und Gesang. „The Sun And […] mehr…

  • Tindersticks

    Tindersticks - The Something Rain

    Im Herbst vor 19 Jahren erschien das erste Album der Tindersticks, in einem Jahr von großen Platten die großartigste: Szenen zwischen Boudoir und Schlafzimmer, Zigaretten und Brandy, Songs mit Piano und Orgel und akustischer Gitarre und Violine, in denen nie die Sonne schien, eine Atmosphäre zwischen Lord Byron, Oscar Wilde und Shelagh Delaney, das Genuschel […] mehr…

  • Of Montreal

    Of Montreal - Paralytic Stalks

    Kevin Barnes scheint sich, wie schon so oft, einiges vorgenommen zu haben. „Paralytic Stalks“ erweckt den Eindruck, als wollte der exzentrische Sänger und Multiinstrumentalist von Of Montreal den Bowieesken Glamrock vergangener Tage wieder zum Glitzern bringen, indem er schneller und öfter die Stilrichtung wechselt, tiefer in die eigene Seele schaut, sich noch theatralischer als sonst […] mehr…

  • Deichkind

    Deichkind - Befehl von ganz unten

    „Wir tanzen um den Feuerberg aus lodernden CDs/ Die Netzwerke sind scharf gestellt in unseren WGs/ Dort fahr’n wir die Systeme hoch und rippen uns in Rage/ 99 Cent für ’nen Track verpuffen in der Blase“: Deichkind sind Punks im ursprünglichen anarcho-krawalligen Sinn – die Zusammenarbeit mit den legendären Slime auf dem ersten Album seit […] mehr…

  • Speech Debelle - Freedom Of Speech

    Heute wird ja jede Rap-Platte gleich als Statement darüber gelesen, wie es um den HipHop im Allgemeinen gerade so bestellt ist (was wiederum nur Leute interessiert, die sich gar nicht für HipHop interessieren). Wenn es nun also nach dem zweiten Album der 28-jährigen Londoner Rapperin Speech Debelle geht, dann – ist HipHop im Jahr 2012 […] mehr…

  • Ringo

    Ringo Starr - Ringo 2012

    Er ist 71. Ein Alter, in dem Cash sein überlebensgroßes, dem Tode abgerungenes Spätwerk vollendet hatte. McCartney, zwei Jahre jünger, färbt seit einiger Zeit seine Haare, musste den Jahren auch stimmlich Tribut zollen, schwingt sich aber immer wieder zu erinnerungswürdigen Songs auf. Und Ringo? Der sieht aus wie seit Jahrzehnten (er tönte ja schon als […] mehr…

  • Kettcar - Zwischen den Runden

    Das geht ja gut los. Der erste Song heißt „Rettung“, er handelt von einem Typen, der seiner betrunkenen Freun- din Essen aus dem Haar pult. „Es ist nicht nur das, was man fühlt/ Nicht was man voller Sehnsucht sucht/ Liebe ist das, was man tut.“ Am Ende bleibt nicht das Bild des Elends zurück, sondern […] mehr…

  • Shearwater

    Shearwater - Animal Joy

    Nicht alle Texaner sind intellektuelle Geisterfahrer, nicht alle Gutmenschen Langweiler. Und nicht jedes üppiger produzierte Album ist eine unappetitliche Breitseite klanglicher Fettmacher. Gegen solche Klischees musizieren Shearwater, 1999 von Will Sheff als Nebenprojekt von Okkervil River gegründet, seit jeher an. Nicht um ein Grad beugt sich die Band aus Austin der Behauptung, Authentizität gehe stets […] mehr…

  • Ups..

    Marius Neset - Golden Xplosion

    Der interessanteste Brit-Fusionjazz verdankt sich derzeit Skandinaviern. Schuld daran ist der englische Pianist Django Bates. Er unterrichtet in Kopenhagen, gründete dort StoRMChaser und kam so mit dem Saxofonisten Marius Neset (Norwegen) und Schlagzeuger Anton Eger (Schweden – beide JazzKamikaze, People Are Machines) zusammen. Fehlt nur noch der in London lebende dänische Bassist Jasper Hoiby (Phronesis). […] mehr…