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    Sandy Denny

    - The North Star Grassman And The Ravens

    Solo-Debüt der Folk-Sängerin nach der Fotheringay-Zeit Es waren zweifellos nicht kommerzielle Erwägungen, die Sandy Denny zum Entschluss führten, das Fotheringay-Projekt schon bald nach der Debüt-LP als gescheitert zu betrachten und eine Solo-Karriere zu beginnen. Das Ego der männlichen Kollegen in dieser Band empfand sie wohl doch als beträchtliches Hemmnis für ihre Songschreiber-Ambitionen. Von ihr geschätzte […] mehr…

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    Donovan - Sunshine Superman

    Psychedelische Anklänge und Studio-Effekte auf dem Klassiker Während Bob Dylan auf dem Newport Festival 1965 seine Gitarre an einen Verstärker anzuschließen wagte, debütierte der Kollege Donovan dort mit seinem Hit „Catch The Wind“ – für die Veranstalter damals eine entschieden genehmere Darbietung als der elektrifizierte Krach, über den sich Pete Seeger empörte. Seiner Folk-Vergangenheit wollte […] mehr…

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    16 Horsepower - Yours, Truly

    Letzter Gruß aus der Hölle: ein Doppel-Album mit Raritäten Das war eine andere, lange versunkene Ära, in der ein Major-Label wie A&M es wagte, einer sehr ausgeflippten Kapelle wie Captain Beefheart und seiner Magic Band das spektakuläre Single-Debüt zu finanzieren. Dieselbe Firma war noch 1995 so waghalsig, das unter keinerlei Mainstream-Verdacht stehende Ensemble 16 Horsepower […] mehr…

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    Jackson Browne - The Legendary 1976 Chicago Broadcast

    Epochales Konzert aus dem Jahr 1976, nun endlich auf CD Am Abend des 6. November 1976 gab Jackson Browne nach langer Pause ein Konzert für die „Soundstage“-Fernseh-Reihe. Sechs Tage später erschien „The Pretender“, das von Jon Landau produzierte Album. Während der Aufnahmen, im März desselben Jahres, hatte sich Brownes labile Frau Phyllis das Leben genommen. […] mehr…

  • Rufus Wainwright House Of Rufus Cover

    Rufus Wainwright - House Of Rufus

    Anlass für „House Of Rufus“ war eine gleichnamige fünfteilige Retrospektive im Londoner Royal Opera House. Sie trug den Untertitel „Five Nights Of Velvet, Glamour And Guilt“. Und wie könnte man das Werk dieses vielleicht größten, sicher größenwahnsinnigsten Songwriters seiner Generation besser zusammenfassen? Neben den um Bonusstücke erweiterten Studioalben – dem aus der Zeit gefallenen Debüt, […] mehr…

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    Terri Lyne Carrington - The Mosaic Project

    Das verwirrende Booklet sollte man beiseitelegen – und staunen, wie gut dieses musikalische Mosaik gelungen ist. Terri kann als gelegentlich singende Schlagzeugerin (Hancock, Shorter, Jarreau) auf viele Kontakte zurückgreifen: Mit fast allen fürs dezidiert weibliche Projekt angeheuerten Frauen hat sie schon gespielt. Obwohl in den Arrangements viel Raffinesse steckt, bleiben die 14 Songs eingängig – […] mehr…

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    Alborosie - 2 Times Revolution

    Der Italiener mit Wohnsitz Jamaika ruft die doppelte Revolution aus, mit M16-Gitarre auf dem Cover und einer eigenen Form von jamaikanischem Gospel, die er Jahspel nennt. Mit dieser hat er dem jamaikanischen Dancehall einen neuen Input verschafft, indem er Tradition und Moderne verknüpft und seine Vorliebe für Roots-Reggae in die Neuzeit überträgt. Er lässt Italien, […] mehr…

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    Addis Acoustic Project - En La Imaginación

    Sílvia Pérez Cruz & Javier Colina Trio ****¿ Die 28-Jährige aus Gerona singt kubanische Klassiker mit einem wunderbar delikaten Sopran: Mal zittert sie wie feines Espenlaub, lehnt sich hauchend in die unauffällige und doch sehr präsente Bassbegleitung Colinas hinein, variiert die Dynamik innerhalb eines einzigen Wortes meisterhaft. Sie kann aber auch resolut mit unbekümmertem Scatten […] mehr…

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    The Waterboys - An Appointment With Mr. Yeats

    Und so singt er vom Vollmond im März, von Nachrichten für das Orakel von Delphi, von weißen Vögeln und dem Lake Isle Of Innisfree, von der Zeit, bevor es die Erde gab, von einem irischen Flieger, der seinen Tod vorhersieht, und dem letzten Lied der Elfe. Mike Scott ist ein Spinner und Schrat, der fast […] mehr…

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    Laura Marling - A Creature I Don’t Know

    Leicht sepiafarben, kupferstichig und altklug war ihre Kunst schon immer. Laura Marling musste nie durch den Coming-of-Age-Quatsch waten, sondern klang gleich wie nach einem Marsch durch Tennessee, Appalachen und West Midlands, wie eine Magierin à la Sandy Denny und Joni Mitchell. Weise, vernarbt, windschön. Was an der letzten Platte trotzdem noch zu gediegen und formelhaft […] mehr…

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    Wingenfelder: Wingenfelder - Besser zu zweit

    Die Ex-Fury-Brüder singen von den Sorgen ihrer Generation. Zu keiner Zeit sind Männer so unzufrieden wie in den Jahren zwischen 40 und 50, fanden US-Forscher heraus. Der Rücken zwackt, Haare auf dem Kopf werden weniger, dafür sprießen sie ungestutzt aus Nase und Ohren. Kinder aus dem Haus, Ehen im Leerlauf, auf die Sinn- folgt meist […] mehr…

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    Ry Cooder - Pull Up Some Dust And…

    Der Gitarren-Ethnologe hat wieder große Protestsongs parat. Das späte Coming-Out des 64-jährigen Gitarren-Ethnologen aus Los Angeles als Agit-Pop-Historiker überzeugt schon seit dem famosen Konzeptwerk „My Name Is Buddy“. Dabei muss man Cooders Kulturpessimismus nicht teilen, um große Freude auch am neuen Album zu haben. Denn dieser Zeigefinger animiert auch zum Lachen. Nichts zu lachen haben […] mehr…

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    Bombay Bicycle Club - A Different Kind Of Fix

    Die Briten orientieren sich um und machen tollen Dreampop. Wieder alles anders beim Bombay Bicycle Club: Die Londoner wenden sich mit ihrem dritten Album vom leisen Barden-Folk des letztjährigen zweiten Albums, „Flaws“, ab und machen eine neugierige New-Wave-Dreampop-Platte. Schon als man die neue Single, „Shuffle“, gehört hatte, wusste man, dass kein Weg zurückführt. Das elektronisch […] mehr…

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    Butcher Boy - Helping Hands

    John Blain Hunt gelingen wieder aus der Zeit gefallene Klassiker. Der Sommer, so ist allenthalben zu hören, trägt in diesem Jahr ein Lumpenkostüm und existiert ohnehin nur, um den Winter zu vermissen. Aber auch so brauchen wir unsere Begleitlieder für die mittleren und schweren Zeiten (also immer). Butcher Boy aus Glasgow sind da ein zuverlässiger […] mehr…

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    Gillian Welch - The Harrow & The Harvest

    Die Songschreiberin reduziert ihre große Kunst auf den Akustik-Kern. Acht Jahre. Altstars leisten sich solche Veröffentlichungspausen, um noch mal die Erwartungshaltung der Gemeinde zu kitzeln. Gillian Welch, bald 44, hat seit 1996 gerade mal vier Alben gemacht (die freilich ein Genre mitdefinierten). Und kann es sich doch schon leisten, allein ihrer Muse zu folgen. Mit […] mehr…

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    Portugal. The Man - In The Mountain In The…

    Austarierter Dreampop: Die Alaskaner haben weiterhin einen Lauf. Seit sechs Jahren haben Portugal. The Man einen Lauf. Schon das sechste Album liegt nun vor, das ist so sehr die alte Schule wie die Musik der Alaskaner ohnehin. Man muss diesen großen Output wohl eher als einen großen Jam verstehen – natürlich ist nicht alles kontrolliertes […] mehr…

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    Beirut - The Rip Tide

    Sympathische Dudelmusik von Zach Condon – mit Ukulele! Die alten Trendnasen hatten mal wieder recht: Die Ukulele kommt zurück! Jetzt sogar die, die gar nicht so lange weg war – die Ukulele von Zach Condon, dem kleinen Träumer, der 2006 alle mit seinem herrlichen Album „Gulag Orkestar“ überraschte. Im Zimmerchen in New Mexico hatte er […] mehr…

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    Richmond Fontaine - The High Country

    Willy Vlautin entwirft eine nuancenreiche Americana-Geschichte. Was so klingt wie die trivialste aller Schundliteratur-Romanzen, entpuppt sich auf „The High Country“ als ergreifende Beziehungsstudie: Zwischen der Angestellten eines Auto-Ersatzteillagers und einem Mechaniker entspinnt sich eine zarte Liebe. Willy Vlautin, Sänger und Songschreiber von Richmond Fontaine, hat diese Geschichte im rauen Milieu von Portland angesiedelt. 2006 erschien […] mehr…

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    Tinariwen - Tassili

    Staubtrockener Wüstenblues mit prominenter Unterstützung Ohne Zweifel seit Jahren der größte musikalische Exportschlager der südlichen Sahara: der knochentrockene Desert-Blues von Tinariwen, der schon weitaus bekanntere Kollegen wie Carlos Santana, Robert Plant oder auch die Rolling Stones in seinen Bann zog. Für ihr neues Werk hat sich die 1982 in einem libyschen Militärcamp gegründete Tuareg-Truppe prominente […] mehr…

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    Boy - Mutual Friends

    Zwei Freundinnen überraschen mit bezaubernden Popsongs. Sehr irreführend, dieser Name eines deutschen Popduos. Man erwartet unweigerlich ein überwiegend in Schwulenkreisen beliebtes Dance-Projekt. Dann auch noch dieser scheinbar belanglose Albumtitel … Bis einem aufgeht: Genau, die „Mutual Friends“, die gemeinsamen Freunde – das sind die Songs von Valeska Steiner und Sonja Glass (ja, Boy sind Girls!), […] mehr…