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    Jesse Sykes And The Sweet Herafter

    - Marble Son

    Versöhnt Versponnenheit mit Kunstfertigkeit und Stilbrüchen Der Gesang dieser Frau klingt ähnlich geschlechtslos wie einst das Gezeter von Thalia Zedek bei Come – und Jes- se Sykes versteht es überhaupt, sich den Anstrich des Androgynen zu geben, obwohl sie erkennbar eine (sehr hübsche) Frau ist. Sie singt Lyrik zwischen Sensibilität und Mystik, oft am Anfang […] mehr…

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    Gavin Friday - Catholic

    Arthouse-Kopfkino des irischen Soundtrackkomponisten Fionan Hanvey alias Gavin Friday, Gründungsmitglied der Virgin Prunes, Gelegenheitsschauspieler, Maler, Kumpel von Bono und Soundtrackkomponist, hat 16 Jahre nach „Shag Tobacco“ wieder ein Soloalbum aufgenommen. Für „Catholic“ hat sich der irische Sänger die Dienste des erfahrenen Produzenten Ken Thomas gesichert, der bereits Platten von Throbbing Gristle oder den Cocteau Twins […] mehr…

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    Brent Cash - How Strange It Seems

    Neuer orchestraler Pop vom Burt Bacharach des 21. Jahrhunderts All das, was zu Brent Cash gesagt werden muss, haben wir schon gesagt, als 2008 „How Will I Know That I’m Awake“ erschien. Weil aber zu wenige zuhörten und das Album kein Bestseller wurde, wiederholen wir uns: Keiner richtet Popkostbarkeiten derzeit so hübsch verpackt an wie […] mehr…

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    The Cars - Move Like This

    New-Wave-Pop, der so tut, als wäre nichts gewesen Ist das ein Irrtum? Ist das wirklich eine neue Platte der Cars? Eliott Easton spielt in Nummern wie „Sad Song“ doch exakt die gleiche Ra-ta-ta-ta-Achtelnoten-Gitarre, die er immer spielt. Greg Hawkes lässt seine Synthies in Stücken wie „Blue Tip“ die altbekannten Gegenmelodien quaken. David Robinsons Schlagzeug tritt […] mehr…

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    Broilers - Santa Muerte

    Punkrock, Reggae, Ska und Folk: Die Düsseldorfer geben alles. Das könnten gute Zeiten werden: Die Broilers aus Düsseldorf veröffentlichen ihr neues Album in Kooperation mit JKP, dem Label der Toten Hosen, das sich in Zukunft offenbar auch um das Management der Band kümmert. Hosen-Produzent Vincent Sorg hat mit dem Quintett nun das dazu passende Album […] mehr…

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    Joy Denalane - Maureen

    Ein allzu perfektes der großen deutschen Soulsängerin Sorry, Joy. Ich weiß: Dieses Studioalbum ist Dir wichtig. Es ist Dein persönlichstes, nachdem Du zuvor eher die Liebesdramen anderer beobachtet und analysiert hast. In Deinem Leben ist nun viel passiert, dass Du hier verarbeiten musstest. Dank Dir und Max Herre gibt es jetzt die Bezeichnungen „Ex-Ex-Frau“ und […] mehr…

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    The Wave Pictures - Beer In The Breakers

    Die britischste aller britischen Bands – und zurzeit die beste Es regnet viel auf den Platten der Wave Pictures. Nicht nur deshalb sind sie zurzeit die beste und britischste aller britischen Bands. Ihre Songs schwelgen in Nostalgie wie die der Kinks, sind naseweis wie die der Smiths und kokettieren mit den Topoi des klassischen Rock’n’Roll […] mehr…

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    Nik Freitas - Saturday Night Underwater

    Der virtuose Multiinstrumentalist nähert sich dem Softrock an. Conor Oberst, Maria Taylor, Azure Ray, Rilo Kiley: Alle wollen Nik Freitas. Seit vier, fünf Jahren gehört der in Los Angeles lebende Multiinstrumentalist zur erweiterten Saddle-Creek- und Team-Love-Familie, spielt seine eigenen Lieder und die der anderen. Gut so! Freitas ist ein famoser Musiker. Auf seinem neuen Album […] mehr…

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    The Sea And Cake - The Moonlight Butterfly

    Fein geflochtene Arrangements, manchmal fast unerträglich leicht Kein Schmetterling, sondern die Bleistiftskizze eines Elefanten ziert das Cover der neuen Platte von The Sea And Cake. Und tatsächlich beschreibt dieses Bildnis am besten die beiden Pole, zwischen denen sich die Band bewegt: Es ist eine leichte und zugleich schwere Kunst. Auf „The Moonlight Butterfly“ wachsen die […] mehr…

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    Tune-Yards - Whokill

    Die Einfrauband bedient sich bei Weltmusik, HipHop und Jazz. Fürs erste Tune-Yards-Album sang die kanadische Songwriterin Merrill Garbus ihre Songs zu Ukulele und trashigen Beats in ein Diktiergerät und überspielte die Aufnahmen zur anschließenden Verbreitung auf Kassetten. Das war nicht – wie man meinen könnte – in grauer LoFi-Vorzeit, sondern 2009. „Bird-Brains“ wurde schließlich in […] mehr…

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    An Horse - Walls

    Quirlige bis herzlich sehnende Popsongs vom australischen Duo Schon das Debüt von An Horse war erfreulich: Das australische Duo kreierte aus Drums und E-Gitarre einen Prä-Grunge-90s-Indie-Punk-Rock, der ganz ohne Allüren und übertriebene Attitüden auskam. Vielmehr war das Album durchzogen von einer warmherzig-freundlichen Melancholie – ein bisschen teenage angst, aber ohne Neurosen, ein bisschen shoegazing, aber […] mehr…

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    Poly Styrene - Generation Indigo

    Nach 30 Jahren ein verblüffend gutes Album der Punksängerin Poly Styrene war die Sängerin der britischen Band X-Ray-Spex, die Ende der 70er-Jahre die Punk-Bewegung mit den Hymnen „Oh Bondage Up Yours“ und „Identity“ bereicherte. Aus vollem Hals schrie sie damals zur energisch federnden Musik: „Bind me, tie me, chain me to the wall/ I wanna […] mehr…

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    Heather Nova - 300 Days At The Sea

    Die Songschreiberin erinnert sich an ihre Kindheit auf dem Meer. Heather Nova ist ein glücklicher Mensch – ein Umstand, den man in ihrem Berufsfeld eher selten findet. Doch müssen glückliche Menschen unbedingt Musik machen? Können die nicht einfach nur glücklich sein? Andererseits tischen einem Bono, Geldof & Co ständig ihr humanitäres Sendungsbewusstsein auf, Verzweiflung ist […] mehr…

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    Susanne SundfØr - The Brothel

    Die Norwegerin musiziert fernab vom Pop-Mainstream. Sie solle doch erst mal lernen, ihr Instrument richtig zu spielen, sagte ihr die Klavierlehrerin, als die kleine Susanne stolz mit ihrer ersten Eigenkomposition vorstellig wurde. Schon früh war also klar: Dieses helle Mädchen aus einem norwegischen Hafenstädtchen mit dem schönen Namen Haugesund wird sich kaum damit begnügen, beflissen […] mehr…

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    O’Death - Outside

    Weniger stürmische, aber sehr berührende, morbide Folksongs Der Song „O‘Death“ ist ein Folk-Klassiker aus den Appalachen. Im Soundtrack von „O Bro- ther, Where Art Thou“ wird er von Ralph Stanley gesungen, bekannter und süffiger ist allerdings die Version der Folk-Psychedeliker Kaleidoscope, die sich auf eine Bearbeitung von John Reedy bezieht. Wem mindestens zwei dieser Namen […] mehr…

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    Friendly Fires - Pala

    Die Indiediscotänzer gehen etwas zu sehr auf Nummer sicher. „Eiland“, Aldous Huxleys letzter Roman, bildet das Gegenstück zur dystopischen und weitaus bekannteren „Schönen neuen Welt“. Die Möglichkeit einer paradiesischen Insel nannte der britische Schriftsteller seinerzeit Pala, was seine Landsleute Ed MacFarlane, Jack Savidge und Edd Gibson zum Titel ihres neuen, gemeinsam mit Paul Epworth produzierten […] mehr…

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    Thurston Moore - Demolished Thoughts

    Schöner Folk des Sonic-Youth-Kopfes, von Beck produziert Sagen wir’s doch mal, wie’s ist: Man hat Thurston Moore nie für seine Lieder geliebt. Was seine Stücke mit und ohne Sonic Youth so faszinierend macht, sind Haltung und Sound. Ist das Erbe des Punk, die Coolness des Nerds, das Zusammenspiel der Gitarren, die Improvisation, der Grad der […] mehr…

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    Art Brut - Brilliant! Tragic!

    Alles gut: Eddie Argos witzelt weiter, gern auch ohne Pointen. Die Welt gerät aus dem Ruder, mit jedem Tag mehr. Nie mehr wird sie so sein wie vorher, nie mehr so wie vor dem 11. März. Dann aber schaut man aus dem Fenster, genau auf einen Baum, dessen Knospen gerade sprießen, legt ein neues Art […] mehr…

  • Booker T Jones The Road From Memphis Cover

    Booker T. Jones – The Road From Memphis

    Booker T. zelebriert den Memphis-Vibe, klingt aber nie altbacken. Die Straße raus aus Memphis, sie hatte den Wahlkalifornier 2009 für sein Co- meback doch wieder in den Süden geführt, auf die andere Seite von Alabama. Für „Potato Hole“ gabs gleich einen Grammy als „Best Pop Instrumental Album“, dabei wurde doch auch so schweinisch gerockt, wie […] mehr…

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    Scott Matthew - Gallantry’s Favorite Son

    Der schwermütige Songwriter erweitert sein Stilrepertoire. Ist es Scott Matthew manchmal unangenehm, sich mit seinen Liedern so zu entblößen? Den Songwriter-Topos vom leidgeprüften Schmerzensmann erfüllt der Australier ja ohne Einschränkung – mit einer anrührenden, aber manchmal arg ehrlichen Art. Die Karrieren von Sängern wie Matthew sind stets Entwicklungsromane, in deren Verlauf der Protagonist seiner Depression […] mehr…