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    Israel Vibration

    - Reggae Knights

    Nach einigen ruhigen Jahren meldet sich ein übrig gebliebenes Vocal-Harmony-Duo als Israel Vibration zurück, das sich alte Haudegen wie die ehemaligen Roots-Radics-Musiker, Dean Frazer und Robbie Shakespeare ins Sunpower-Studio von Jimmy Cliff eingeladen hat. Entwickelt die CD im ersten Teil noch einen harmonischen musikalischen Zauber, der mit spirituellen Botschaften und gepflegtem laid back Roots-Reggae glänzt, […] mehr…

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    Akron/Family - S/T II: The Cosmic Birth…

    Noch mehr heldenhafter Gitarrenkrach. Nach fünf Jahren Pause kommen Eleventh Dream Day mit ihrem zehnten Album, das wirklich keinen Wunsch unerfüllt lässt. Rick Rizzo changiert wieder auf unnachahmliche Art zwischen „Zuma“ und „Zen Arcade“, Janet Beveridge setzt den lieblichen Kontrapunkt. „A string of mostly first takes tracked in one session with few overdubs“ – direkt, […] mehr…

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    Ron Sexsmith - Long Player Late Bloomer

    Der formidable Songschreiber entwirft mit Produzent Bob Rock einen kräftigen Country-Rock-Sound. Seine neue Platte, sagt Ron Sexsmith, sei sein Action-Movie. Nach einigen ausländischen Autorenfilmen gehe es jetzt um großes Kino, sogar alle Stunts habe er selbst gemacht. Haha! Man hört die lapidare Selbstironie des Kanadiers gleich mit. Seit zehn Jahren gilt er nicht zuletzt wegen […] mehr…

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    White Lies - Ritual

    Die Briten lassen sich von Alan Moulder zu sehr herunterkühlen. Gerade noch einmal „Death“ gehört, um sich zu erinnern, zu welch großen Songs die White Lies fähig sind. Und um zu merken, dass sie schon damals einen Guilty-pleasure-Beigeschmack hatten. Die Keyboards zu käsig, Harry Mc-Veigh zu dramatisch – und diese Texte! „I love the quite […] mehr…

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    Munk - The Bird And The Beat

    Internationaler Frühschoppen der Tanzmusik Mathias Modica alias Munk, der zuletzt Die Sterne mit „24/7“ auf den Dancefloor hievte, holt sich augenscheinlich gern weibliche Gäste ins Haus. War auf dem Vorgängerwerk „Cloudbuster“ noch die bezaubernde italienische Schauspielerin Asia Argento zu hören, sind es auf dem neuen, mittlerweile dritten Album gleich zwölf Sängerinnen aus acht Ländern, die […] mehr…

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    Destroyer - Kaputt

    Popmusik, wie man sie tatsächlich noch nicht gehört hat! Leuchtend weiß ist diese Platte. Zur Abwechslung mal nicht von Kokain und Sneakersohlen, sondern vom Weiß der Anzüge, die man beim Hören oder Machen dieser Musik tragen muss. Vom Weiß der Wolken, in denen die himmlischen Szenarien der Songs womöglich spielen. Vom Weiß der Laken, durch […] mehr…

  • James Blake - James Blake

    Dem DJ-Wunderkind gelingt ein erstaunliches Pop-Mash-up. Das Beste an James Blake ist seine Jugend. Oder besser: das Erstaunlichste. Gerecht kann es jedenfalls nicht sein, wenn jemand mit 21 bereits ein derartiges Talent, eine solch souveräne Könnerschaft beweist wie der britische Produzent und Musiker. Blake wuchs mit Soul und R&B auf, spielt Klavier, seit er sechs […] mehr…

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    The Blow Monkeys - Staring At The Sea

    Dr. Robert kann es noch: sensibler Pop und feine Arrangements 1986 galt Blue-Eyed Soul als Synonym für Britpop, und die Blow Monkeys feierten mit „Digging Your Scene“ ihren weltweit größten Hit. Ähnlich wie sein Buddy Paul Weller, dem er solo leider später auch in Sachen Dadrock nacheiferte, verknüpfte Sänger Dr. Robert politisches Bewusstsein mit eleganter […] mehr…

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    Gretchen Peters - Circus Girl

    Manchmal markanter, manchmal banaler Nashville-Mainstream Kann man machen: Der Name der jetzt auch schon 53-jährigen Gretchen Peters ist hierzulande bisher in der Regel nur jenen verschrobenen Menschen bekannt, die gern die Songwriter-Credits des gehobenen Nashville-Mainstreams zwischen Trisha Yearwood („On A Bus To St. Cloud“) und Patty Loveless („You Don’t Even Know Who I Am“) studieren. […] mehr…

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    Heidi Spencer And The Rare Birds - Under Streetlight Glow

    Windschiefer Country und Songwriter-Folk aus Milwaukee Heidi Spencer aus Milwaukee sagt offenbar solchen Menschen etwas, die sich mit der US-amerikanischen Indie-Kurzfilmszene auskennen, aber wer tut das schon? Wenn Spencer ihre Filme macht wie ihre Musik, sind sie nicht künstlich, sondern echt, nicht glitzernd, sondern ein bisschen zerkratzt – und sie spielen im richtigen amerikanischen Leben, […] mehr…

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    Kraan - Diamonds

    Seltsam schlaffer Jazzrock, der nichts Radikales mehr hat Komisch, dass viele Menschen Kraan für eine Krautrock-Band halten. Sicher, „Sarahs Ritt durch den Schwarzwald“ und ein, zwei weitere frühe Stücke besitzen die für das Genre typische psychedelische Radikalität. Doch Helmut Hattler und die Gebrüder Wolbrandt waren von Anfang an mehr am Groove des Jazzrock interessiert. Schnell […] mehr…

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    Wanda Jackson - The Party Ain’t Over

    Jack White begräbt die Rockabilly-Queen unter irrwitzigen Sounds. Die Sause geht also noch weiter für die 73-jährige Rockabilly-Queen aus Oklahoma. Schade nur, dass Wanda Jackson auf ihrer eigenen Party zu oft nicht die Hauptattraktion sein darf. Die Verantwortung dafür trägt zweifellos der Mann, der die Veranstaltung in seinem Studio in Nashville ausrichten durfte. Offenbar noch […] mehr…

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    Wye Oak - Civilians

    Das Duo aus Baltimore pflegt die Tradition des Andersseins. Ruhe, bitte: Zu Beginn des neuen Albums von Wye Oak erhebt sich eine gezupfte Gitarre aus einem Stimmenwirrwarr, bis nur noch Stille bleibt. Das Lied ist wie ein Eingang in die Klangwelt des Duos aus Baltimore. Minimale Ablenkung, maximale Aufmerksamkeit – manchmal bauen Jenn Wasner und […] mehr…

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    Tim Neuhaus - The Cabinet

    Detailverliebter Songwriter-Pop, der Effekte und Klischees meidet Der musikalische Kern ist meist nur noch ein winziger Teil der Wertschöpfungskette. Ebenso wichtig, nein, anscheinend wichtiger: die grelle Inszenierung von Interpret und Output und der Trommelwirbel in den Medien bei jedem einzelnen kreativen Pups. Der nächste Schritt: Popstar-AGs mit Shareholdern, die über die geplante strategisch-künstlerische „Neuerfindung“ befinden, […] mehr…

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    Carl Norén - Owls

    Der Frontmann von Sugarplum Fairy verirrt sich auf Solopfaden. Wenn selbst ernannte Rock’n’Roller ihre empfindsamen Seiten entdecken, kann es schnell peinlich werden. Dabei ist der Auftakt gar nicht so übel: „Tired Of Running Pt. 1“, dessen zweiter Teil am Ende das Album in einen sanften Klammergriff nimmt, kommt mit einem treibenden Basslauf relativ funky und […] mehr…

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    Beady Eye - Different Gear, Still Speeding

    Liam Gallaghers Triumph: vorhersehbar und doch überraschend! Es ist schon Ironie: „The Roller“, die erste offiziell kommerzielle Single des Demokratie-Versuchs der Herren Liam Gallagher, Gem Archer, Andy Bell und Chris Sharrock, gibt sich wie eine typische Nummer des abtrünnigen Bruders Noel. Ein bisschen „Half The World Away“, ein bisschen mehr John Lennons „Instant Karma“. Natürlich: […] mehr…

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    Keren Ann - 101

    Etwas weniger ätherische, immer noch faszinierende Liebeslieder Keren Ann Zeidel kann man sich gut in einem Horrorfilm vorstellen – wie sie durch finstere leere Zimmer läuft und dabei immer wieder ruft: „Ist da jemand?“ Auch die Songs der in Israel geborenen, in den Niederlanden aufgewachsenen und in Paris erfolgreich gewordenen Sängerin werden oft von einer […] mehr…

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    Nathaniel Rateliff - In Memory Of Loss

    Das wunderbare Debüt eines beinharten Romantikers Bevor seine Mutter ihm nach dem frühen Tod des Vaters die ersten Gitarrenakkorde zeigte, setzte sich der ganz junge Nathaniel Rateliff gern die Kopfhörer auf, ließ die alte Led-Zep-Kassette laufen und trommelte am Schlagzeug „When The Levee Breaks“ und „Misty Mountain Hop“ mit. Die Musik auf seinem erstaunlichen Debüt […] mehr…

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    Wire - Red Barked Tree

    Die Post-Punk-Pioniere haben alles überlebt, ohne sich zu ändern. Wenn die grauen Männer in die Stadt kommen, gehe ich niemals hin. Gang Of Four, Monks, Sonics, Television, Pixies, Dinosaur Jr. – alle wieder da, aber alle besser aufgehoben im Kopf oder im Herzen. Reunion-Konzerte dieser Bands, und seien sie auch noch so rührend, verraten uns […] mehr…

  • Beatsteaks - Boombox

    Ein vielseitiges, wieder sehr energisches Werk der Berliner Wie man hört, haben die Musiker der Beatsteaks sehr unterschiedliche musikalische Vorlieben, weshalb ein Album immer eine Art Kompromiss der Geschmäcker sei. Zudem komponieren in dieser Band nicht nur die Gitarristen, sogar der Schlagzeuger schreibt mit und erweitert den kreativen Pool. Man bewundert die Berliner ja schon […] mehr…