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    Keren Ann

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    Etwas weniger ätherische, immer noch faszinierende Liebeslieder Keren Ann Zeidel kann man sich gut in einem Horrorfilm vorstellen – wie sie durch finstere leere Zimmer läuft und dabei immer wieder ruft: „Ist da jemand?“ Auch die Songs der in Israel geborenen, in den Niederlanden aufgewachsenen und in Paris erfolgreich gewordenen Sängerin werden oft von einer […] mehr…

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    Nathaniel Rateliff - In Memory Of Loss

    Das wunderbare Debüt eines beinharten Romantikers Bevor seine Mutter ihm nach dem frühen Tod des Vaters die ersten Gitarrenakkorde zeigte, setzte sich der ganz junge Nathaniel Rateliff gern die Kopfhörer auf, ließ die alte Led-Zep-Kassette laufen und trommelte am Schlagzeug „When The Levee Breaks“ und „Misty Mountain Hop“ mit. Die Musik auf seinem erstaunlichen Debüt […] mehr…

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    Wire - Red Barked Tree

    Die Post-Punk-Pioniere haben alles überlebt, ohne sich zu ändern. Wenn die grauen Männer in die Stadt kommen, gehe ich niemals hin. Gang Of Four, Monks, Sonics, Television, Pixies, Dinosaur Jr. – alle wieder da, aber alle besser aufgehoben im Kopf oder im Herzen. Reunion-Konzerte dieser Bands, und seien sie auch noch so rührend, verraten uns […] mehr…

  • Beatsteaks - Boombox

    Ein vielseitiges, wieder sehr energisches Werk der Berliner Wie man hört, haben die Musiker der Beatsteaks sehr unterschiedliche musikalische Vorlieben, weshalb ein Album immer eine Art Kompromiss der Geschmäcker sei. Zudem komponieren in dieser Band nicht nur die Gitarristen, sogar der Schlagzeuger schreibt mit und erweitert den kreativen Pool. Man bewundert die Berliner ja schon […] mehr…

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    Bruce Cockburn - Small Source Of Comfort

    Geglücktes Spätwerk des kanadischen Songdichters Der viertbeste Songdichter Kanadas ist in bestechender Verfassung: Zwischen Witz und Wehmut, Hohn und Wut schwanken auch diesmal seine Songs, ergänzt durch einige Instrumentalstücke. „My name is Richard Nixon, only now I am a girl/ Now you can call me Rose“, ätzt der einst sehr ernsthafte Barde. Die gewohnte Zeitkritik […] mehr…

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    Bobby Bazini - Better In Time

    Soulig-leichtgewichtiger Songwriter-Pop aus Kanada Unnützes Wissen gefällig? Bitte schön: „Better In Time“, das Debüt des kanadischen Songschreibers Bobby Bazini, hat in den englischsprachigen Charts Quebecs sowohl Rufus Wainwright als auch Justin Bieber hinter sich gelassen. Ob die Plattenfirma mit so einem Informationsschnipsel Bazinis viele Talente vorführen will? Ein bisschen Teenieschwarm, ein bisschen Songpoet? Möglich wär’s. […] mehr…

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    Buffalo Tom - Skins

    Wilde Jungsmusik, die leider eher keine neuen Fans gewinnen wird Das ist Jungsmusik, herrliche, himmelstürmende und zärtliche Jungsmusik. Musik, bei der es ums Boxen und Kämpfen geht. Bei der man schon etwas Bizeps im T-Shirt-Ärmel braucht, um die Gitarre exakt so schlagen zu können, wie es sein muss, damit der Zauber beginnt. Musik, die es […] mehr…

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    Bright Eyes - The People’s Key

    Conor Oberst verkleidet sein Trio als fantastische Pop-Band. Conor Oberst hat es sich zwar mit den Bright Eyes schon in einigen musikalischen Ecken gemütlich gemacht, mit dem Pop hat er aber noch nie so richtig gekuschelt. Bis jetzt. Denn das Album „The People’s Key“, das möglicherweise das letzte Bright-Eyes-Album sein könnte, kommt einer Pop-Platte ziemlich […] mehr…

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    The Vaccines - What Did You Expect From…

    Alles für den Moment: Mitreißender britischer Gitarren-Pop Natürlich werden auch die Vaccines weder den Weltfrieden bringen noch eine nachhaltige Veränderung musikalischer Ausdrucksmöglichkeiten erwirken – aber wen interessiert das schon? „What Did You Expect From The Vaccines?“ ist eine relativ einfach zu beantwortende Frage: genau jenen britischen Gitarren-Pop, bei dem es absolut keine Rolle spielt, was […] mehr…

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    The Low Anthem - Smart Flesh

    Eine atemberaubende Reise durch Raum und Topografie: Die Amerikaner legen ein Klangkunstwerk vor. Wenn die vierköpfige, missratene Kinderschar bei der Silberhochzeit der Eltern ihr einstudiertes Lied vorträgt – das würde so aussehen wie der jüngste Auftritt der Gruppe The Low Anthem in der Letterman-Show. Mitte Januar war das, sie spielten „Ghost Woman Blues“: Sänger Ben […] mehr…

  • R.E.M. - Collapse Into Now

    R.E.M. - Collapse Into Now

    Auf ihrem 15. Album spielen R.E.M. einen mutigen Mix aus Uptempo-Rock und zeitlos schönen Balladen. mehr…

  • Rumer - Seasons Of My Soul

    Rumer - Seasons Of My Soul

    Ja, es ist Muzak. Der Sound geht süffig und sämig ins Ohr. Er ist als gefällige Partykulisse nützlich und als Kaufanreiz im Supermarkt. Wir wühlen hier aber definitiv nicht im Gut-&-Günstig-Fach, sondern bei den Luxusartikeln. Bei aller Easy-Listening-Schwerelosigkeit hat die 31-jährige Engländerin, zu Hause von TV-Star Jools Holland massiv protegiert, nämlich immer auch wohlig-resonante Wärme […] mehr…

  • True Grit Poster

    Im Kino: True Grit - Regie: Ethan und Joel Coen

    Nichts ist so anachronistisch wie der Western. Das älteste Genre der Filmgeschichte hat das Kino zu Beginn des 20. Jahrhunderts entscheidend vorangetrieben. Als Frühwestern bezeichnet man heute allerdings die Produktionen der 30er- und 40er -Jahre. Dann kamen die Edelwestern der 50er Jahre in Cinemascope und die Revolution­ des Italowesterns in den Sechzigern. Es folgten die […] mehr…

  • Monkey Wrench Gang von Edward Abbey

    Edward Abbey - Die Monkey Wrench Gang

    Ein kulturpessimistischer Chirurg, eine jüdische Bronx-Amazone, ein naturschwär­-mer­ischer Mormone und ein ausgemusterter, weil 1/4-verrückter Green Beret mit ehemaligem Einsatzgebiet Vietnam – das ist die Monkey Wrench Gang, die sich eher zufällig zusammenfindet, um den Südwesten der USA mit spektakulären Sabotage-Akten in den einstigen Naturzustand zurückzusprengen. Die vier haben kein wirkliches Konzept, sie sind gute amerikanische […] mehr…

  • The Rural Alberta Advantage

    The Rural Alberta Advantage - Stamps

    Die Labelmates von Coner Oberst veröffentlichen am 04. März ihr zweites Album „Departing“. Nun gibt es den Vorabsong „Stamps“ samt Video. Wer musikalisch oft durch Omaha streift und z. B. die Herren von The Good Life im Plattenschrank stehen hat, sollte sich auch für dieses Trio begeistern können. Hier wie dort findet sich der Reiz […] mehr…

  • Lykke Li - Wounded Rhymes

    Lykke Li - Wounded Rhymes

    In ihrem wunderbaren Debüt „Youth Novels“ stampfte Lykke Li 2008 kindlich-frühreif auf und sang zu minimalistischen Elektropopsongs mit süßem schwedischen Akzent putzig-schöne Melodien. Doch seither wurden ihr alles Niedliche, Kindliche und auch der schwedische Akzent ausgetrieben. „Youth Knows No Pain“ heißt der passende Song dazu, der „Wounded Rhymes“ eröffnet  – den zweiten Teil des Soundtracks […] mehr…

  • Gil Scott-Heron & Jamie XX - 'We're New Here'

    Gil Scott-Heron & Jamie XX - We’re New Here

    Man sollte sich gar nicht erst angewöhnen, diese Platte in direkte Konkurrenz zu „I’m New Here“ von Gil Scott-Heron zu stellen. Letztgenannte war und ist nun einmal ein Meisterwerk, das würde- wie kraftvolle Album eines greisen Straßenpoeten, der nach über einem Jahrzehnt mit verschiedenen Haftstrafen wieder zu alter Kraft zurückfindet – mit Hilfe von XL-Recordings-Chef […] mehr…

  • Bruno Mars - Doo-Wops & Hooligans

    Bruno Mars - Doo-Wops & Hooligans

    Kaufhaus-Pop, die 196ste: „Es ist besser, wenn du es nicht verstehst; hör einfach zu und hab eine gute Zeit“, lautet die Gebrauchsanweisung, die Bruno Mars seinem Debüt gratis beigefügt hat. Spaß haben auf Kommando also. Versuchen wir es einmal. „Grenade“ beginnt mit Keyboard-Geplinker, ein gigantisches Trommelfeuer setzt ein. Raffiniertes Schlagwerk – das haben die Macher […] mehr…

  • 127 Hours Plakat

    Im Kino: 127 Hours - Regie: Danny Boyle

    Wozu der Überlebenswille einen Menschen treiben kann: Aron Ralston stürzte im April 2003 in eine Bergspalte, als er durch den Blue John Canyon im Südwesten von Utah kletterte. Der Felsbrocken, der beim Sprung nachgegeben hatte, klemmte ihm am Boden den rechten Arm ein. Fünf Tage lang versuchte er sich zu befreien. Schließlich brach er sich […] mehr…

  • The King's Speech Poster

    The King’s Speech - Regie: Tom Hooper

    Die englische Königsfamilie ist immer für eine kuriose Geschichte gut. Tom Hooper hat eine gefunden, die wie ihr Protagonist nur eine Fußnote darstellt, daraus mit hinreißenden Pointen aber ein tief menschliches Drama inszeniert. Prinz Albert (Colin Firth), der jüngste Sohn von George V. (Michael Gambon), ist heute allenfalls noch als Vater von Elizabeth II. bekannt. […] mehr…

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