• Ups..

    Erdmöbel

    - Krokus

    Lethargie, Lust und Lakonie: Allergrößter Pop-Impressionismus Sprechende Namen, besserwisserische Gefühle, Wörter aus dem falschen Kanon, die im exakt richtigen Song landen. Lieder wie Fotos, auf denen man eminent wichtige Dinge erkennt, die man im Vorbeiweg nur verschwommen gesehen hatte. Musik, die ebenso gut der Blauaugen-Soul einer besonders genialen Rheindampfer-Band sein könnte wie ein unbekanntes Beatles-Album […] mehr…

  • Ups..

    Black Crowes - Croweology

    Halbherzig bis ausgefranst: Akustische Versionen alter Songs Zum 20. Geburtstag ihres Debüts „Shake Your Moneymaker“ schenken die Black Crowes ihren Fans diese akustische Retrospektive mit 20 Songs. Echten Anhängern dürfte das Repertoire dieser Werkschau allerdings kaum schmecken, treiben Chris Robinson und Co. routiniert bis leidlich inspiriert doch überwiegend altgediente Schlachtrösser aus den ersten vier Alben […] mehr…

  • Ups..

    Get Cape. Wear Cape. Fly - Get Cape. Wear Cape. Fly

    Indie-Pop zwischen Big Beats und politischem Bewusstsein Kaum hat sich Sam Duckworth in „Hand Me Downs“ zur Akustikgitarre im Kreis gedreht und davon gesungen, wie er mal schneller rannte als seine eigenen Füße, da überholt er sich mit „Collapsing Cities“ schon wieder selbst. Und als man schon taumelt angesichts dieses Mash-up aus Big Beats, Britpop […] mehr…

  • Ups..

    Mavis Staples - You Are Not Alone

    Jeff Tweedy half der großen Sängerin bei ihrem Gospel-Album. Diese Zusammenarbeit mag in der Luft gelegen haben, schließlich kommen beide aus Chicago. Und doch staunt man kurz, dass Jeff Tweedy als Produzent von „You Are Not Alone“ firmiert, während Mavis Staples‘ Studiopakt mit dem Westküstler Ry Cooder auf dem vorzüglichen „We’ll Never Turn Back“ (2007) […] mehr…

  • Ups..

    Goo Goo Dolls - Something For The Rest Of…

    Plakative Mainstreamtheatralik ohne große Überraschungen Der Erfolg sprach einst für sie, und er kam nicht über Nacht. 1986 in Buffalo, New York gegründet, 1998 ein Riesen-Hit mit „Iris“, mehrere Grammy-Nominierungen, Auftritte bei Nickelodeon und in der Sesamstraße. „Something For The Rest Of Us“ ist nun schon das neunte Studioalbum. Leider ist es so berechnend und […] mehr…

  • Ups..

    Serj Tankian - Imperfect Harmonies

    Der ehrgeizige Spagat zwischen den Genres gelingt nur bedingt. Man kommt nicht vorbei an System Of A Down. Der aberwitzige Metal der US-Amerikaner überwindet die engen Grenzen des Genres, ist irre und lustig und wegen der politischen Inhalte todernst zugleich. Serj Tankian ist zudem ein guter Übersetzer, der die atemlosen Riffs und paranoiden Tempiwechsel um […] mehr…

  • Ups..

    Mary Chapin Carpenter - The Age Of Miracles

    (Manchmal zu) geschmackvolle Qualitätsarbeit aus Nashville Wenn in den Credits Ärzten besonders gedankt wird, ist in der Regel Einschneidendes passiert. Mehr noch: Mary Chapin Carpenter klassifiziert es gar als „Wunder“, dass sie eine Lungenembolie, die sie nach ihrem letzten Album „The Calling“ erlitt, überleben konnte. Weshalb die 52-jährige Songschreiberin aus New Jersey fürs neue Werk […] mehr…

  • Ups..

    Brisa Roché - All Right Now

    Etwas zu homogene Popsongs mit Neo-Hippie-Ansatz Brisa Roché lebt als Amerikanerin in Paris, ihr drittes Album hat sie allerdings in ihrer kalifornischen Heimat aufgenommen. Man hört in jedem Moment, dass „All Right Now“ zusammen mit einer festen Band entstand. Die 14 Stücke wirken sehr kompakt, und es „rockt“ auf eine feminine Weise Der Vorgänger „Takes“ […] mehr…

  • Ups..

    Martina Topley Bird - Some Place Simple

    Radikal reduzierte Songs der britischen Diva mit der Kratzstimme Flüchtige Küsse, an die man sich lebenslang erinnert. Eine Diva, ungeschminkt. Das dritte Soloalbum der Kratzstimme von Trickys „Maxinquaye“ ist ein Songbook der etwas anderen Art und eine Abkehr vom Trip-Hop-Blues der Alben „Quixotic“ und „The Blue God“ – auch wenn wir hier viele Tracks wiedertreffen. […] mehr…

  • Ups..

    Hurts - Happiness

    Stilsichere Synthie-Balladen, konsequent in Schwarz-Weiß Wer kürzlich seine Platten von Gazebo oder Alphaville aus der Sammlung aussortiert und auf dem Flohmarkt verscherbelt hat, sollte hier nicht weiterlesen. Denn Hurts knüpfen direkt da an, wo Disco Lento irgendwann in den 80er-Jahren aufgehört hat. Die auf Italo- und Euro-Disco zurückgreifenden Synthie-Balladen des Duos aus Manchester reanimieren das […] mehr…

  • Ups..

    Junip - Fields

    José González bringt mit Junip Folk und Elektronik zusammen. Der Schwede José González hat zwei hübsche Songwriterplatten gemacht, bei denen die üblichen Referenzen purzelten: Nick Drake, Elliot Smith, Mark Kozelek. Doch er coverte auch The Knife und Massive Attack und sang für Zero 7 und Plan B. Nun gehen die Folk- und die Elektronik-Leidenschaft zusammen. […] mehr…

  • Ups..

    Marc Cohn - Listening Booth: 1970

    Fundamentalistische Cover-Versionen von Cohns Herzensliedern Der Chirurg verhinderte bloß den Tod, als er Marc Cohn vor fünf Jahren die Kugel eines Kriminellen aus dem Kopf holte. Das echte Leben rettet sich der Songwriter jetzt selbst. Nach Jahren fieberhafter Arbeit reist er mit seinem neuen Album in einem Akt der musikalischen Selbsttherapie zurück ins Jahr 1970. […] mehr…

  • Ups..

    Philip Selway - Familial

    Der Radiohead-Schlagzeuger reüssiert als feiner Songschreiber Schrecksekunde für jede Band: Der Schlagzeuger betritt den Proberaum und sagt: „Ich habe da diesen Song geschrieben …“ Philip Selway dagegen, der personifizierte Hintergrund von Radiohead und laut „Gigwise“ sechsundzwanzigbester Drummer aller Zeiten, tut einfach so, als hätte er sich die letzten 24 Jahre als Songwriter verdingt – und […] mehr…

  • Ups..

    Isobel Campbell & Mark Lanegan - Hawk

    Die Schöne und das Biest erkunden das Bob-Dylan-Land. Der eine knurrt und brummt. Die andere summt und flüstert. Diese Stimmen – die eine gehört Mark Lanegan, die andere Isobel Campbell – scheinen Welten voneinander entfernt. Dennoch besingen sie in der zeitlos schönen Ballade „Come Undone“, die von tragisch intonierenden Streichern und einem bibbernden Klavier zusammengehalten […] mehr…

  • Ups..

    Mark Olson - Many Colored Kite

    Fantastische Folk-Songs mit Jolie Holland und Vashti Bunyan Wenn ich’s recht verstanden habe, dann war Mark Olson drauf und dran, seine ganze Tatkraft der Einrichtung eines Geologie-Museums zu widmen. Bis doch noch Kunde kam, dass eine Plattenfirma den „Many Colored Kite“ steigen lassen wollte. Woraufhin er Mineralien wieder Mineralien sein ließ und seine neue Liebste […] mehr…

  • Ups..

    John Mellencamp - No Better Than This

    Countryfolk-Gebrauchsstoff, von T Bone Burnett ins Heute geholt Ein „Früher war alles besser!“ kann niemand einfach so durchwinken. Und wenn Mellencamp ein 55 Jahre altes Ampex-601-Monotonbandgerät (175 Dollar, bei Ebay) an musikhistorisch bedeutsame Orte schleppt und mit einigen Freunden vor dem Mikro einen auf gute, alte Zeiten macht, entsteht ja nicht automatisch große Kunst. Diese […] mehr…

  • Class of 2010

    V.A. - Stereogum – Class of 2010

    Wenn es um zumeist legale MP3-Downloads geht, ist man auf der Website von Stereogum gut aufgehoben – zumindest wenn man ein neugieriges Auge auf vornehmlich britische und amerikanische Indiemusik hat. Nun haben die Macher von Stereogum eine Art Download-Mixtape zusammengestellt und unter dem Namen „Class of 2010“ die aus Redaktionssicht 40 besten Newcomerbands des laufenden […] mehr…

  • Lloyd Cole - Broken Record

    Lloyd Cole - Broken Record

    Da ist sie wieder, dieStimme der Selbstbezichtigung, des Zweifels, der Vergeblichkeit. „Maybe I’m not built for these times …“ „Maybe I don’t know how to live …“ Und jawohl: „Not that I had that much dignity left anyway/Nor could I feign great surprise when she finally walked away.“ So beginnt diese Platte. Aber merkwürdig: Je […] mehr…

  • Earl Greyhound

    Earl Greyhound - Ghost And The Whitness

    Man muss das mögen. Aber wer gerne Hendrix-Frisuren anschaut (die in diesem Fall von der Bassistin getragen wird), wer auf Soli aus den 70ern steht und sich diese in gut abgehangener Mischung mit bluesrock- und grunge-inspirierten Riffs vorstellen kann, der kommt bei diesem Trio aus Brooklyn voll auf seine Kosten. Earl Greyhound haben vor einigen […] mehr…