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    Flying Lotus

    - Do The Astral Plane

    Den „Hendrix seiner Generation“ hat BBC-1-Fachfrau Mary Ann Hobbs Flying Lotus genannt, und dieses zweite, aufwendig arrangierte Album „Cosmogramma“ gibt ihr recht: Was hier passiert, geschieht jenseits von Songs und Tracks, ist der Versuch, mit Klängen das Universum zu malen. Das klingt naturgemäß psychedelisch, fragmentarisch und ist sicher nicht jedermanns Sache – wie die Stücke […] mehr…

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    The Hold Steady - „Heaven Is Whenever“

    Ärmel hochkrempeln. Schwitzen. Und jeden Akkord abfeuern, als ginge es gerade bei diesem um den Eintrag in die Rock-Annalen. The Hold Steady sind Musikarbeiter im besten Sinne. Fokussiert, leidenschaftlich und kompromisslos. Jeder Song brennt mit der Hitze des Mittachtziger-Postpunk, ist melodisch ausgefeilt, rhythmisch ambitioniert und raffiniert entworfen. „Ich werde nicht jünger, aber vielleicht kann ich […] mehr…

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    Galaxie 500 - „On Fire“, „Today“ und „Live“

    Heute nennt man solche verschlurften, verhallten Gitarenkreisel zum Beispiel „Dream Pop“; Ende der 80er-Jahre verstand man Galaxie 500 vor allem in der Tradition von Velvet Underground, bloß merkwürdig friedlich und schläfrig. Sänger und Gitarrist Dean Wareham machte nie einen Hehl aus seiner Bewunderung für Lou Reed, und dessen Gniedelei ahmte er kunstvoll nach. Sein Gesang […] mehr…

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    CocoRosie - Lemonade (Grey Oceans)

    Am vergangenen Freitag erschien das neue Album der Casady-Schwestern. Kollege Brüggemeyer zeigte sich in seiner Rezension schwer begeistert, vergab vier Sterne und konstatierte im Angesicht von Stilvielfalt und Reife: „Man könnte sagen, CocoRosie sind erwachsen geworden. Hätte man vor sechs Jahren auch nicht für möglich gehalten.“ Wer bei dieser Einschätzung Angst bekommt, der höre sich […] mehr…

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    Kristof Schreuf - „Bourgeois With Guitar“

    In den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts war „My Generation“ von The Who eine beliebte Kampfansage der Jungen gegen die Alten: „Why don’t you all fade away/ Don’t try to dig what we all say.“ Der Sänger und Gitarrist Kristof Schreuf singt diesen aufrührerischen Text jetzt zur getragenen Melodie des Lagerfeuer-Klassikers „Scarborough Fair“ – a cappella […] mehr…

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    Heavy Rain - Game des Monats

    Aus verschiedenen Perspektiven erlebt man im neuen Spiel von David Cage eine düstere Kriminalgeschichte. Der „Origami Killer“ entführt Kinder und sperrt sie in Verließe, in denen sie bei starkem Regen ertrinken. Mit dem Vater des aktuell entführten Kindes sowie einem FBI-Profiler, einem Privatdetektiv und anderen versucht der Spieler, den Kidnapper zu schnappen, bevor es zu […] mehr…

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    Bioshock 2

    Nachdem man sich im ersten „Bioshock“-Teil vor den brachialen „Big Daddys“ in Acht nehmen musste, ist der Spieler diesmal selber einer. Setting bleibt die versunkene Stadt Rapture, die abermals mit einem Stilmix aus Jules-Verne-Science-Fiction und Art-Deco fasziniert. Trotzdem gilt es, aus der Stadt zu entkommen und sich mit einem Minenbohrer sowie aufrüstbaren Waffen und Spezialfähigkeiten […] mehr…

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    Endless Ocean: Der Ruf des Meeres

    Zwar gibt es auch im Ozean ein Spielziel – irgendwelche Schätze wollen geborgen werden -, aber eigentlich liegt die Stärke von „Endless Ocean“ darin, dass es den Spieler aus dem Alltag entführt, in eine Welt voll Anmut und Ruhe. Bei Tauchgängen auf der ganzen Welt gibt es vom Seepferdchen bis zum Tigerhai mehrere hundert verschiedene […] mehr…

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    Nick Kent – Apathy For The Devil - Kumpan der Idole

    Die Auflage der traditionsreichen wöchentlichen Pop-Postille „New Musical Express“ war auf 63 000 geschrumpft, der Eignerverlag IPC verhängte ein Ultimatum. Binnen zwölf Ausgaben musste das schwindsüchtige Blatt in die Gewinnzone bugsiert werden, andernfalls drohte die Einstellung. Es war Anfang 1972, die Konkurrenz vom „Melody Maker“ bediente bereits erfolgreich eine Klientel, die „pofaced musical virtuosity“ goutierte […] mehr…

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    Randy L. Schmidt – Karen Carpenter – Little Girl Blue

    Noch eine Krankengeschichte, noch eine psychologische Studie auf wackligem Fundament. Schmidt recherchierte gründlich, bietet hundert Zeugen auf, von denen fast alle die Sängerin mit der kristallklaren Diktion persönlich kannten. Betroffenheit und Erklärungsnot allenthalben, unzureichende Antworten auf Fragen nach Ursachen der Anorexie oder nach den Auswirkungen des körperlichen Verfalls auf Karens Stimme. Die Fotos sprechen dagegen […] mehr…

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    Helen Chase – Magazine – A Biography

    Die schiere Intensität ihrer ersten, epochalen Single „Shot By Both Sides“ überwältigt noch heute, die Umstände, die zum Verlust der Tapes führten, bleiben ungeklärt. Helen Chase hält sich damit auch nicht lange auf, verwendet dafür viele Seiten auf die prekäre Band-Chemie, die einzelnen Mitglieder sowie deren musikalische Potenz. Sowie auf das gut dokumentierte Rezeptionsparadoxon: erst […] mehr…

  • Dee Dee Ramone - Poison Heart - Surviving The Ramones

    Dee Dee Ramone – Poison Heart: Surviving The Ramones

    Wer die Ramones in guter Erinnerung behalten möchte, und sei es nur als Comicfiguren oder Two-Chord-Clowns, sollte von der Lektüre dieser Biografie besser absehen. Was Brother Dee Dee seiner Aufschreiberin Veronica Kofman diktierte, suhlt sich in so gedankenarmnihilistischer Selbstvernachlässigung, dass kaum Mitleid aufkommen mag. Drogen und Dreck bestimmten den Alltag, vor, während und nach seiner […] mehr…

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    Ned Beauman – Flieg, Hitler, Flieg! - von

    Der 1985 geborene Beauman, Experte für Comics und Graphic Novels, hat sich an seinen ersten Roman gewagt: „Flieg, Hitler, flieg!“, das im Original erst im August erscheint, ist ein rasantes literarisches Debüt geworden, in dem es um Faustkämpfe, Homosexualität, nationalsozialistische Devotionalien und um letzten Endes todbringende, dem esoterischen Hitlerismus schmeichelnde Käfer geht. Im Zentrum steht […] mehr…

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    William S. Burroughs, Jack Kerouac – Und die Nilpferde kochten in ihren Becken

    Burroughs und Kerouac waren Dichter in Wartestellung, als sich 1945 innerhalb ihrer losen New Yorker Studentenclique ein veritabler Mord ereignete. Luden Carr, ein bisexueller Jüngling, hatte genug von den Avancen und Nachstellungen seines schwulen Kumpels David Kammerer und erstach ihn im Suff. Der „Columbia-Mord“ wurde später interpretiert als Gründungsritual, das „die Beats gebar“. Das ist […] mehr…

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    Thomas Brasch – Filme

    Der 2001 verstorbene Brasch war nicht nur ein begnadeter Schriftsteller und Übersetzer, sondern auch ein engagierter Filmemacher. Er trat mit dem Anspruch an, „die Verhältnisse zu ändern“, wie man damals sagte. Im „Wachhalten von Wunschtraum oder Angsttraum“ erkannte er die Aufgabe der Kunst. Seinen Debütfilm „Engel aus Eisen“ (1981) inszenierte er – wie der Schauspieler […] mehr…

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    Denis Johnson – Keine Bewegung

    Denis Johnson, der sich mit jedem Roman zugleich auch ein neues Genre vornimmt, ist nun nach Drogenmilieustudie, Roadnovel, Campus-Roman, Endzeit-Science-Fiction, Western und Vietnam-Soziogramm beim klassischen Hard-boiled-Thriller gelandet. Selbstredend ist das nur eine Simulation, eine ironische Anverwandlung, und bisweilen merkt man dem Buch auch an, wie sich der Autor dafür auf die Schulter klopft, dass er […] mehr…

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    Georg Klein – Roman einer Kindheit

    Eine hoher Prozentsatz offenbar vom Krieg Versehrter tummelt sich in dem gerade mal trocken gewohnten Mietshausblock im Süddeutschen Anfang der 6Oer-Jahre: der Mann ohne Gesicht, ein Blinder, ein taubstummer Epileptiker; hinzu treten pädophile Ladenbesitzer, eine nymphomane Hausfrau, eine gewalttätige, womöglich inzüchtige Asozialenfamilie. Inmitten dieses ebenso realistischen wie komplett fantastischen Nachkriegspandämoniums versucht sich eine siebenköpfige Kinderbande […] mehr…

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    Dietmar Dath & Piwi – Deutschland macht dicht

    Der Export lahmt, die Binnennachfrage lässt zu wünschen übrig, die Arbeiter streiken. Der Kanzler beschließt nach längeren Beratungen, das Land vom Rest der Welt abzuschotten. Die Medien helfen, die Wahrnehmung der Einwohner zu verschieben, und durch eine Veränderung der Raumzeitordnung macht Deutschland dicht, wird zu einem abgeschlossenen Universum. Der Rest der Welt muss draußen bleiben. […] mehr…

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    Avatar - Pandoras Büchse

    „I’m the king of the world“, zitierte James Cameron bei seiner Dankesrede mit dem Oscar in der erhobenen Faust aus seinem Werk. Das war 1998. „Titanic“ hatte elf Trophäen gewonnen, wurde mit weltweit 1,8 Milliarden Dollar der erfolgreichste Film aller Zeiten. Ein legendärer Triumph. Doch Cameron blieb ein König ohne Reich, tauchte ab und für […] mehr…

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    Ultimate Gangster Box

    Neben dem Western gehört der Gangsterfilm zu den genuinen Motiven des amerikanischen Kinos. Schon in den 30er- und 40er-Jahren hat er Stars wie James Cagney und Edward G. Robinson hervorgebracht. Und er inspirierte den französischen und japanischen Film. Natürlich kann die Auswahl in dieser Box nicht als ultimativ gelten, sie umreißt aber exemplarisch die bedeutendsten […] mehr…