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    Johnny Dowd – Wake Up The Snakes

    Nein, der Mann muss nicht länger über Friedhöfe wandeln, um das Unter- und Abgründige seiner Neo-Southern-Gothic-Botschaft zu betonen. Eine coole Sonnenbrillen-Pose in Rot-Schwarz und ein suggestiver Titel tun’s längst auch für den späten Schlangenbeschwörer aus Ithaca, New York, der mal wieder Mord, Lügen und Missbrauch jedweder Art auftischt. Nach dem freigeistigen Rundumschlag „A Drunkard’s Masterpiece“ […] mehr…

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    Eli „Paperboy“ Reed – Come And Get It

    Ach, das es so was noch gibt! Ein bleiches Babyface aus dem Großraum Boston, das als erste Single „The Whiskey Ain’t Workin“ von Travis Tritt & Marty Stuart kauft, sich dann via Papa von Ray Charles initiieren lässt, in Clarksdale den Blues und bald auch den Spitznamen weg hat – und jetzt mal eben den […] mehr…

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    Madsen – Labyrinth

    Ein holder Knabenchor, ein paar Binsenweisheiten, gesungen über den Trümmern der Jugend, die Frage, wo es nun hingehen soll… Zu Beginn von „Labyrinth“ denkt man, Madsen hätten die Gitarren endgültig in Brand gesteckt, um über ihrer Asche im Stile der Prinzen einen Abgesang auf die Teenage-Angst anzustimmen. Doch nach etwas mehr als zwei Minuten saumseligen […] mehr…

  • The Fall - Your Future Our Clutter

    The Fall - Your Future Our Clutter

    Mark E. Smith arbeitet an der Vollendung des Rock'n'Roll mehr…

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    CocoRosie - Grey Oceans

    Die seltsamen Schwestern lassen viele Stile traumverloren ineinander fließen. mehr…

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    Kate Nash – My Best Friend Is You

    Vor drei Jahren eroberte Kate Nashs charmantes Debüt „Made Of Bricks“ überraschend die Spitze der britischen Charts. Die englische Singer-Songwriterin, der „Unser Star für Oslo“ Lena Meyer-Landrut ihren exzentrischen Akzent abgelauscht hat, überzeugte mit gutgelaunten Melodien und einem eigenwilligen Sprechgesang, den sie virtuos in den Dienst der formatradiokompatiblen Sache zu stellen vermag. Vom Erfolgsdruck, der […] mehr…

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    The National – High Violet

    Jeder einsame Mann braucht einen Regen, in den er sich stellen kann. Und wenn er keinen findet, weil das Wetter gerade viel positiver drauf ist als er – dann macht er sich sein Gewitter eben selbst, mit Donner, Blitz und peitschender Gitarre. Das ist einer der Unterschiede zwischen Sängern wie Will Oldham oder Bill Callahan […] mehr…

  • Rufus Wainwright All Days Are Nights

    Rufus Wainwright - All Days Are Nights ::…

    Mit grüblerischen Klaviersongs Inszeniert Rufus Wainwright sein Erwachsenwerden. mehr…

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    Michael Hurley & Betsy Nichols - Jocko’s Lament

    Einen Lead-Track scheint diese wunderbare 7″ EP nicht zu kennen, die Infos auf Sleeve und Label, beide von Hurley gezeichnet und ausgemalt, widersprechen sich da. Petitessen freilich, wenn sich die Platte erst mal dreht und ihren kauzigen, kargen Country-Blues freigibt, diese herben Harmonies zwischen Greis und Grazie, das ganze unverstellte, herzerwärmende Old-Timey-Flair. Leider streng limitiert. mehr…

  • Willie Nelson Country Music Artwork

    Willie Nelson – Country Music

    Eine seltsame, späte Ironie. Vor vielen Monden kehrte dieser Mann Nashville den Rücken, nachdem er eine Handvoll für andere und die Ewigkeit geschrieben hatte („Crazy“, „Nightlife“ etc.), aber in eigener Sache halbwegs gescheitert war. Um sich dann in der alten Heimat Texas als „Shotgun Willie“ ein bisschen neu erfinden zu können. Jetzt, schlappe 77 Jahre […] mehr…

  • Rufus Wainwright All Days Are Nights

    Rufus Wainwright – All Days Are Night: Songs For Lulu

    Nichts ist „einfach“, kein Augenblick ist „nur“, wenn Rufus Wainwright am Klavier sitzt. Er spielt die Tasten nämlich nicht – er trillert, rollert und bollert, präludiert und jubiliert, changiert, moduliert. Hämmert und verhaut sich, fegt übers Parkett im Cabaret, stolziert über Glas, schlurft über Gras, tändelt und händelt.Das Missverständnis sollte man also gleich ausräumen: Dass […] mehr…

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    Yoko Ono - Give Me Something (Junior Boys…

    Herrje was ist denn das? Das kanadische Elektro-Pop-Duo Junior Boys remixt Yoko Onos „Give Me Something“, und es klingt – sehr, sehr vorsichtig formuliert – interessant. Ein pingpongender Bass trudelt um das sehr exotisch ausgesprochene „Give Me Something“, dazu kommt eine Plastik-Bass-Drum und ein irgendwie beliebig wirkendes Hintergrundgebimmel. Karneval in Rio war doch schon! Dann […] mehr…

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    k.d. lang - „Recollection“

    In ihren Anmerkungen zu „Camp“ definierte Susan Sontag dieses Phänomen so: „Camp-Kunst ist häufig dekorative Kunst, die die Struktur, die von den Sinnen wahrgenommene Oberfläche, den Stil auf Kosten des Inhalts betont.“ Was sehr treffend die frühen Country-Platten von k. d. lang beschreibt. Einige waren zwar von Dave Edmunds und Country-Urgestein Owen Bradley produziert; ein […] mehr…

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    Nina Nastasia - You’re A Holy Man

    Die amerikanische Songwriterin kehrt nach zwei Jahren Funktstille Anfang Juni mit neuem Album zurück. Mal wieder in Zusammenarbeit mit Steve Albini entstand „Outlaster“. Wer den gewohnten trocken-reduzierten Albini-Sound erwartet, wird mit „You’re A Holy Man“ im besten Sinne enttäuscht. Denn hier werden klangvolle Streicher und Bläser aufgebracht, die wie Nebelwabern die dumpf dröhnenden Drums umstreifen. […] mehr…

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    The Avett Brothers - „I And Love And You“

    Für manchen Fan, der den Weg von Scott und Seth Avett schon die letzte Dekade mitgegangen ist, sind die Brüder aus North Carolina nach „I And Love And You“ so gut wie erledigt. Dabei war das Trio (mit Bassist Bob Crawford) selbst dann schon kein Fall mehr für Puristen, als es noch zur großen New-Bluegrass-Hoffnung […] mehr…

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    Hot Chip - She Wolf (Shakira Cover)

    Nanu, schon wieder ein Download aus dem Hot-Chip-Universum? Die Briten scheinen momentan einen unermüdlichen Output zu haben. „There’s a she wolf in your closet“, singen und dachten sich jetzt auch Hot Chip. Ob man ihn bzw. eher sie denn auch unbedingt rauslassen musste? Fans mögen es sicherlich spannend finden, aber wo ist der musikalische Anspruch? […] mehr…

  • Jeff Beck Emotion And Commotion Cover

    Jeff Beck - Emotion & Commotion

    Jeff habe „alles in seinen Händen“, sagt Eric. Clapton muss es wissen, schließlich gab er Beck schon bei den Yardbirds die Klinke in die Hand, bevor sie jüngst für einige Konzerte wieder zusammenfanden. Jeff Becks Karriere hat zuletzt wieder Fahrt aufgenommen. Dem „Best Rock Instrumental“-Grammy für „A Day In The Life“ (auf „Live At Ronnie […] mehr…

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    Deer Tick - „Twenty Miles“

    Immer wieder ein gute Adresse, wenn einem der Sinn nach angeschossenen aber wunderschönen Songwriter-Gesängen steht: Der Blog „I Am Fuel And You Are Friends“ – einer der persönlichen Lieblingsblogs von Nick Hornby. Diesmal dort im Angebot ein neuer Song von Deer Tick aus Providence, Rhode Island, die zuletzt 2009 mit ihrem Album „Born On A […] mehr…

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    Hot Chip feat. Bonnie Billy - „I Feel Bonnie“

    Mit „One Life Stand“ knüpften Hot Chip Anfang diesen Jahres an ihre alten Erfolge an. Die Londoner zelebrieren erneut die Verbrüderung von Techno und Pop, Indie und Dance, weigerten sich aber zu Recht alles Moderne einfach so zu aktzeptieren , verließen sich auf ihre Intuition, hinterfragten und gingen einen Stück zurück, um sich weiter zu […] mehr…

  • Ian Dury Bio

    Will Birch - Ian Dury – The Definite…

    Kriegswirren, Entbehrung, Kinderlähmung, erlittener wie erwiderter Schulterror, verzweifelte Kämpfe um Anerkennung, die beinahe schicksalhaft in Niederlagen endeten: Ian Dury war ein körperlich wie seelisch verkrüppelter Zyniker, als ihm unerwartet Gutes widerfuhr. Er machte Karriere. Beileibe keine glamouröse oder monetär befriedigende, nicht einmal eine, die den Gepeinigten mit seinem verpfuschten Leben hätte aussöhnen können. Aber er […] mehr…