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    Joanna Newsom“Have One On Me“

    Die Preisfrage zuerst: Klingt Joanna Newsoms neue Platte wie a) die überambitionierte Semesterarbeit einer Waldorfschülerin, b) ein auf authentischen Instrumenten gepicktes König-Arthur-Musical oder c) ein majestätisch geflochtener Songzyklus, der endlich alle Grenzzäune zwischen Popmusik, Volkslied und Outsider-Art zu flüssigem Pamp schmelzen lässt? Einige Missverständnisse hat die Kalifornierin ja schon vorab aus der Welt geräumt. Als […] mehr…

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    Final Fantasy XIII - Game des Monats

    Die Intervalle, in denen die Ableger dieser bereits seit Ewigkeiten bestimmenden Rollenspiel-Reihe erscheinen, haben sich merklich ausgedehnt. Schon fast vier Jahre ist es her, dass Teil zwölf in die Läden kam, damals jedoch nur für die Playstation 2 (!). Verfolgt man jetzt indes die ersten Sequenzen von „Final Fantasy XIII“, wird klar: Das Warten hat […] mehr…

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    Danny Goldberg – Unter Genies - Stets zu Diensten

    Die Namen auf dem Cover weisen schon (nicht sonderlich subtil) daraufhin, dass Danny Goldberg mit vielen Rockstars zusammengearbeitet hat – und mit einigen wohl nicht ganz so Prominenten, denn Bonnie Raitt ist prompt falsch geschrieben. Sei’s drum: Goldberg selbst, gerade 60 geworden, weiß jedenfalls Bescheid, das lässt er den Leser permanent spüren. Schon früh strebte […] mehr…

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    Craig Thompson – Blankets

    Thompson erzählt in dieser Graphic Novel von seiner Kindheit in Wisconsin, die eine reichlich verdruckste Angelegenheit gewesen ist. Seine Eltern sind Frömmler von der strikten Observanz, die auch noch die Wochenenden ihrer Söhne mit Bibelstunden und die Weihnachtsferien mit einer Reise ins Kirchen-Camp verbauen. Und wenn der kleine Craig, der schon früh die Zeichnerei als […] mehr…

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    The Very Best Of Charlie Chaplin - Special Edition

    Chaplin war der erste Superstar des Kinos. Er kassierte eine Million Dollar als Gage, sorgte auch mit ständigen Affären mit sehr jungen Frauen für öffentliche Entrüstung, gründete mit United Artists ein eigenes Studio und blieb zeitlebens ein standhafter Autorenfilmer. So umfassend deckte nie wieder jemand alle Facetten zwischen Kunst, Kommerz und Klatsch ab. Und auch […] mehr…

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    Jerrv Cotton - Start: 11.3.

    Deutschlands etatmäßige Komiker werden nicht erwachsen. Erst mit, dann im Fernsehen groß geworden, schwelgen sie unverdrossen in ihren Kindheitserinnerungen. Nach Karl May („Der Schuh des Manitu“) und Edgar Wallace („Der Wixxer“) ist mit dem schneidigen G-Man und Groschenroman-Helden Jerry Cotton ein weiterer deutscher Erfolgsmythos aus den 60er-Jahren persifliert worden. Der Ansatz bei diesen Filmen ist […] mehr…

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    Ajami - Start: 11.3.

    Nirgendwo sind die Fronten verhärteter und Meinungen gespaltener als in Nahost. Deshalb ist es bereits bemerkenswert, dass der Palästinenser Copti und der Israeli Shani gemeinsam mit Laiendarstellern einen Film gedreht haben, der alle Perspektiven auslotet. Ajami ist ein Vorort von Jaffa, wo durch einen tragischen Zufall mehrere Menschen aufeinandertreffen. Marek und Omar arbeiten illegal in […] mehr…

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    Auftrag Rache - Start: 11.3.

    Das Comeback von Mel Gibson als Schauspieler, der zuletzt im Flop „The Singing Detective“ von 2003 mitwirkte, ist gehörig gescheitert. Zwar kann man altmodische Action-Thriller, die nicht von hanebüchenen CGI-Effekten dominiert werden, durchaus zu schätzen wissen. Diese Rache- und Verschwörungsstory aber ist derart uninspiriert, dass selbst Fernsehkrimis heute spannender sind. Die Tochter des Bostoner Cops […] mehr…

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    Blind Side - Start: 18.3.

    Man muss nicht gleich argwöhnen, Hollywood honoriere seine Stars ohnehin irgendwann – wenn sie nur mal etwas anderes ausprobieren. Und Sandra Bullock ist hier als elegante Mutter Teresa, wofür sie den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung bekommen hat, zwar auch nicht gerade überragend. Aber sie passt perfekt in die Rolle, wirkt reifer, obwohl sie weiterhin […] mehr…

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    Crazy Heart - Start: 4.3.

    Der Dude ist zurück. Was Jeff Bridges in „The Big Lebowski“ allerdings völlig losgelöst als Lebenshaltung zelebrierte, verkörpert er hier brillant als Drama eines gescheiterten Mannes. Countrysänger Bad Blake ist ein Wrack. Alt, ausgebrannt, alkoholkrank und abgeschrieben. In einem klapprigen Kombi tingelt er mit seiner Gitarre durch die Provinz, spielt in Kneipen und Bowlinghallen vor […] mehr…

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    Männer, die auf Ziegen starren/Green Zone - Start: 4.3./Start: 18.3.

    Seit sieben Jahren stehen die US-Truppen in Bagdad. Auch Hollywood kommt an dem Thema nicht mehr vorbei. Und nun darf sogar gelacht werden. In „Männer, die auf Ziegen starren“ reist Lokalreporter Bob (Ewan McGregor) in den Irak, um sich so vor seiner Ex-Frau als echter Kerl zu beweisen. Dort trifft er den Haudegen Lyn (George […] mehr…

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    Warren Zevon et al. – Original Album Series

    Insgesamt 39 Mini-Box-Sets mit je fünf Alben in Spar-Ausstattung Haptiker, Archivare und Leser von Kleingedrucktem auf Plattenhüllen, aber auch Freunde des geschriebenen Wortes werden an dieser Serie keinen Gefallen finden. Von 39 Künstlern und Bands wurden je fünf Alben zu einem schmalen Päckchen zusammengefasst; die CD ist verpackt in dünnen Pappen, zu lesen sind gerade […] mehr…

  • David Bowie David Bowie Artwork

    David Bowie – David Bowie

    Schon 1966 nahm David Bowie die ersten Songs für Deram auf, darunter „The London Boys“ und „The Gravedigger“. Die Arbeiten an seinem Debüt-Album zogen sich bis ins Frühjahr 1967 hin; veröffentlicht wurde „David Bowie“ schließlich am 1. Juni 1967, jenem schicksalsträchtigen Tag, an dem auch „Sgt. Pepper“ erschien. Bowie, gerade 19 Jahre alt und laut […] mehr…

  • Frank Sinatra Ring A Ding Ding Cover

    Frank Sinatra – Ring-A-Ding-Ding!/Swing Along With Me/Sinatra At The Sands/The Concert Sinatra

    Sechs neu aufgelegte Alben aus den Jahren I960 bis ’80, zum Teil live aufgenommen. Für den ganz gewöhnlichen Pop-Fan war die Sache 1966 klar. Der hielt natürlich „I’ve Got You Under My Skin“ in der Aufnahme der Four Seasons eindeutig für den größeren Ohrwurm. Im selben Jahr brachte Frank Sinatra eben diesen Song auch auf […] mehr…

  • Sheryl Crow Tuesday Night Music Club Cover

    Sheryl Crow - Tuesday Night Music Club

    Das Debüt-Album der Crow – mit Hilfe einiger begabter Freunde Mit der Behauptung, es handle sich bei “ Tuesday Night Music Club“ um das erste Meisterwerk von Sheryl Crow, hängt sich Liner-Notes-Autor David Wild schon sehr weit aus dem Fenster. Dass ihr Name bei jedem Song im Kleingedruckten als Co-Autorin auftauchte, hatte schon seine Richtigkeit. […] mehr…

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    Big Star – No. 1 Record

    „I never travel far without a little Big Star“, reimten die Replacements 1987 in dem Song „Alex Chilton“ auf ihrem Album „Pleascd ToMeetMe“ und huldigten damit ihrem Idol so weit, dass sie die Ode als Single veröffentlichten. Der Name des besungenen Kollegen war, wie seine Band, zu der Zeit allenfalls noch einer kleinen Gemeinde von […] mehr…

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    Jason & The Scorchers – Halcyon Times

    Was war noch gleich Cow-Punk? Vor allem so ein frecher Schweinefarmersohn aus Illinois, der mit Hut und Fransen-Hemd vor einem Hank-Williams-Plakat am Hintereingang der alten Grand Ole Opry grüßte und dazu durch Dylans „Absolutely Sweet Marie“ tobte, als wäre der Leibhaftige hinter ihm her. „Fervor“ hieß 1983 die große historische Sekunde von Jason Ringenberg und […] mehr…

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    Jonsi – Go

    Jon Thor Birgisson, genannt Jonsi, wirkt wie ein sehr schüchterner, sehr zerbrechlicher Elf. Ein entrückter Ästhet, daheim in einer imaginierten Welt voller urwüchsiger Schönheit. Mit seiner Band Sigur Ros benutzt der 34-jährige Sänger und Gitarrist sogar eine eigene Kunstsprache – der Klang der Worte ist ihm wohl wichtiger als ihr Inhalt. Nach „Riceboy Sleeps“, einem […] mehr…

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    Mose Allison – The Way Of The World

    Er sei das Bindeglied zwischen Jazz und Blues, soll Ray Davies von Mose Allison geschwärmt haben. Man könnte außerdem sagen: Allison gefällt sogar Leuten, die in beiden Fächern keine Spezialisten sind. Mit versierten, aber nicht überkandidelten Soli, nachvollziehbaren Harmonien, warmherzig-spöttischer Lyrik – und einem erkennbaren Interesse an gutem Songwriting. Nach zwölf Jahren nun doch noch […] mehr…

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    Jackie Oates – Hyperboreans

    Die Britin hat keine Angst, Genregrenzen elegant zu überspringen. Bei Rachel & The Unthanks stieg sie aus, um nun allein noch weiter in die Folk-Geschichte einzutauchen. Zu Hause in Großbritannien wurde „Hyperboreans“ schon 2009 veröffentlicht und tauchte prompt in vielen Jahres-Charts auf – eine Bestätigung für Jackie Oates, dass sich Mut manchmal eben doch auszahlt. […] mehr…