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    Spoon – Transference

    „…This record is a hit“ stand im Innencover des letzten Spoon-Albums geschrieben. Und diese Einschätzung war völlig korrekt. Die Band hatte (fast) alle losen Enden ihres Oeuvres zusammengeknotet, sich adrett herausgeputzt. Die Selbstbeschreibung „The Underdog“ ließ sie vom Schönklangmeister Jon Brion produzieren und mit James-Last-Bläsern versehen. Die Platte ist ein Hit! Sehr lustig. „Ga Ga […] mehr…

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    David Byrne &: Fatboy Slim - Here Lies Love

    Ein etwas zerrupftes Disco-Musical über Imelda Marcos mehr…

  • Gorillaz - Plastic Beach

    Gorillaz - Plastic Beach

    Das dritte Gorillaz-Album lebt trotz prominenter Gäste vor allem von Damon Albarn. mehr…

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    The Chieftains feat. Rv Cooder – San Patricio

    Diese Geschichte hat es in sich. Auch wenn sie kaum im US-Geschichtsbuch steht. Erzählt sie doch von Iren in der Diaspora, die notgedrungen bei der US-Armee anheuerten, dann aber im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg (1846-48) als „San Patricio“-Bataillon ihr Leben in großer Zahl für die andere Seite ließen. Sich von englischstämmigen Offizieren demütigen lassen? Da hätten sie […] mehr…

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    Beach House – Teen Dream

    Ihr drittes Album haben Beach House in einer ehemaligen Kirche aufgenommen. Das tut nichts zur Sache – es handelte sich offenbar um ein komplett umgebautes, nun nicht mehr kirchliches Gebäude. Man möchte trotzdem gern einen Zusammenhang sehen zwischen Raum und Werk, denn es liegt etwas Sakrales über diesen Liedern. Woher kommt es? Und wie gelang […] mehr…

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    Ringo Starr – Y Not

    „Warum nicht?“, fragte sich der große Tragikomiker unter den Trommlern und antwortet – nach einem ungewohnt entschlossenen Blick in den Spiegel mit dem ersten selbstproduzierten Album seiner Karriere. Doch ohne Paule ging’s dann auch wieder nicht. McCartneys summend-wummernde Bassläufe liften den großen banalen „Peace Dream“, der Lennon im Geiste noch einmal im Amsterdamer Lotterbett liegen […] mehr…

  • Joanna Newsom - Have One On Me

    Joanna Newsom – Have One On Me - Nackig in Eden

    Die Preisfrage zuerst: Klingt Joanna Newsoms neue Platte wie a) die überambitionierte Semesterarbeit einer Waldorfschülerin, b) ein auf authentischen Instrumenten gepicktes König-Arthur-Musical oder c) ein majestätisch geflochtener Songzyklus, der endlich alle Grenzzäune zwischen Popmusik, Volkslied und Outsider-Art zu flüssigem Pamp schmelzen lässt? Einige Missverständnisse hat die Kalifornierin ja schon vorab aus der Welt geräumt. Als […] mehr…

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    Classic Cash

    1. With His Hot And Blue Guitar (1957) (5) Der unerbittliche Twang früher Sun-Sides: Boom-Chicka-Boom! 2. The Fabulous Johnny Cash (1958) (4,5) Die erste LP für Columbia, noch Country & Western, schon Pop. 3. Sings Hank Williams (1960) (4,5) Sun-Nachschlag mit Hanks brillantestem Song: „You Win Again“. 4. Now Here’s Johnny Cash (1961) (4,5) Mehr […] mehr…

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    Ein Mann, ein Buch

    Es war nicht nur ein musikalischer Coup: Auch die Fotos und Videos, die langen Schatten, bronzefarbenen Runzeln und strengen Blicke ins Irgendwo trugen dazu bei, dass Cash wieder cool wurde. Den Image-Relaunch hat der britische Fotograf Andy Earl in seinem atemberaubenden Bildband „Johnny Cash“ dokumentiert – obwohl er selbst sich nicht als nächstliegender Kandidat für […] mehr…

  • Johnny Cash  Amercian VI: Ain't No Grave Artwork

    Johnny Cash - American VI: Ain’t No Grave

    Es waren die Gospelsongs, die ihm seine Mutter einst beibrachte, über die der kleine Johnny – der uns vom Cover des letzten Teils der „American Recordings“-Reihe mit schiefen Milchzähnen anlächelt – zu Gott und zur Musik fand. Und beidem blieb er ein Leben lang treu. Drei Tage, nachdem die geliebte June im Mai 2003 von […] mehr…

  • Johnny Cash American V Artwork

    Johnny Cash - American V: A Hundred Highways

    Er wollte einfach weitermachen. So lange es irgendwie ging. Also hatte er sich – kaum war „The Man Comes Around“ im Kasten – immer wieder vor dieses Mikrofon gesetzt, obwohl er doch spätestens nach dem Tod von June geahnt haben musste, dass er die Veröffentlichung der Songs auf „A Hundred Highways“ wohl nicht mehr erleben […] mehr…

  • Johnny Cash Unearthed Artwork

    Johnny Cash - Unearthed

    Noch ein letzter Mix, dann sollte sie endlich fertig sein, die große Box, mit der sich Johnny Cash und Rick Rubin zum zehnten Jahrestag ihrer Zusammenarbeit beschenken wollten. „Du hast die CDs zum Hören noch dieses Wochenende“, versprach Rubin. Doch Cash sollte das Wochenende nicht mehr erleben. Der Fundus, aus dem das Duo für „Unearthed“ […] mehr…

  • Johnny Cash American IV

    Johnny Cash - American IV: The Man Comes…

    Alles war natürlich wieder Zeichen und Vorahnung. Die Quasi-Totenmaske des Covers. Der leere Stuhl auf der Rückseite. Nicht zuletzt der große Titelsong, an dem Cash laut Selbstauskunft so lange geschrieben hatte wie an keinem anderen. Von angeblich drei Dutzend Manuskriptseiten bibelinspiriertem Rohstoff blieben, unter anderem, Millionen singender Engel, aufgestellter Armhaare, Jungfrauen, die ihre Perücken in […] mehr…

  • Johnny Cash American III: Solitary Man Cover

    Johnny Cash - American III: Solitary Man

    Das dritte Album gilt unter Musikern gemeinhin als schwierig – warum sollte es Rick Rubin und Johnny Cash anders gehen? Zumal der Bariton des Meisters nach dem Ausbruch seiner Nervenkrankheit schon mal hörbar ins Schwanken gerät. Wenn auch nicht wirklich fällt. Arrangements und Produktion suchen auf „Solitary Man“ den Mittelweg zwischen „American Recordings“ ‚und „Unchained“. […] mehr…

  • Johnny Cash - Unchained

    Johnny Cash - Unchained

    Eine überraschende, aber naheliegende Volte: Statt Cash noch einmal allein mit Gitarre vors Mikro zu setzen, engagiert Rubin nach der erfolgreichen Arbeit an dessen „Wildflowers“-Großwerk Tom Petty und seine – mit Drummer Steve Ferrone teilerneuerten – Heartbreakers für „Unchained“. Unterstützt vom Cash-Vertrauten Marty Stuart als „The Energizer“ (so steht es im Credit), überzeugen Petty & […] mehr…

  • Johnny Cash - American Recordings

    Johnny Cash - American Recordings

    Der Mann, der damals in Reno losschoß, nur um mal jemanden sterben zu sehen, ist vom ersten Ton an wieder ganz der Alte – mit einem lässigen Remake seiner ’62er-Mörderballade „Delia’s Gone“, die es mit Anton Corbijn und Kate Moss als Video-Model sogar ins Programm der MTV-Grobkomiker Beavis & Butthead schaffte und als einziges der […] mehr…

  • Der Heimwerker

    Der Heimwerker - Mit Broadcast 2000 schafft der…

    Die 1998 erschienene Debüt-EP von Joe Steer alias Broadcast 2000 heißt „Building Blocks“, das ist ein guter Titel. Denn Joe Steer baut seine Platten wie Häuser, mit einem Fundament, zwei, drei hübsch dekorierten Stockwerken und einem Dach. In seinem Schlafzimmer in Nordlondon kompiliert Steer Klopfgeräusche zu Perkussion-Loops. Dann werden Gitarre, Bass, Ukulele, Glockenspiel und mehrstimmige […] mehr…

  • Hole - Live Through This

    Hole feat. Kurt Cobain - Asking For It

    Es ist ein komisches Gefühl, Courtney Love und Kurt Cobain zu lauschen, wie sie gemeinsam singen: „And if you live through this / I swear that I would die for you.“ Love schreit die Wort fast, spuckt sie ihrem damaligen Gatten ins Gesicht, wären Cobain im fast abwesenden Ton halb näselt und nuschelt. Manch einer […] mehr…

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    The New Pornographers - „Your Hands (Together)“

    Von Anfang an Vollgas: Mit „Your Hands (Together)“ legen die New Pornographers die Messlatte für ihr kommendes Album ganz schön hoch. „Together“ heißt es und ist ab dem 4. Mai zu haben. Verzerrte Powerchords, ein Schlagzeug, das zum Trommelfeuer wird, es geht wirklich rund. Der Mob wird toben und er tobt zu Recht. Wer mitspielen […] mehr…