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    Cibelle – Las Venus Resort Palace Hotel

    Wenn in „James Bond jagt Dr. No“ Ursula Andress den karibischen Folksong „Underneath The Mango Tree“ säuselt, kann die nukleare Bedrohung gerade noch mal abgewendet werden. Hier nicht: Der Planet ist längst explodiert, und einer seiner Brocken treibt als tropische Desperado-Insel durchs All, während Cibelle als Croonerin der Strandbar mit dem Evergreen becirct. Mit ihrer […] mehr…

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    Kristof Schreuf – Bourgeois With Guitar

    In den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts war „My Generation“ von The Who eine beliebte Kampfansage der Jungen gegen die Alten: „Why don’t you all fade away/ Don’t try to dig what we all say.“ Der Sänger und Gitarrist Kristof Schreuf singt diesen aufrührerischen Text jetzt zur getragenen Melodie des Lagerfeuer-Klassikers „Scarborough Fair“ – a cappella […] mehr…

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    Ellie Goulding - Lights

    Leider doch keine Revolution, sondern "nur" angenehmer Pop mehr…

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    Robert Francis – Before Nightfall

    Weil das Leben angeblich die besten Lieder schreibt, wollte der bescheidene Robert Francis mit dem Musikmachen warten, bis er wirklich etwas zu erzählen hatte. Mit 21 Jahren inspirierte eine gescheiterte Beziehung dann seine erste Indie-Veröffentlichung, „One By One“. Auf seinem Major-Debüt beschwört der mittlerweile 23-Jährige nun den Sehnsuchtsort Amerika, wie er so schon lange nicht […] mehr…

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    Wolf Maahn – Vereinigte Staaten

    Man klingt natürlich wie Opa, der Geschichten aus dem Brotsack erzählt aber auch ungefragt preise ich gern die Vorzüge von Alben wie „Bisse und Küsse“, „Irgendwo in Deutschland“ und „Kleine Helden“. Heute heißen die Chefs Jan Delay, Peter Fox und Xavier Naidoo, Lindenberg wird adoriert und Westernhagen geduldet jetzt also brauchte Wolf Maahn sein großes […] mehr…

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    Jamie Lidell – Compass

    Immer noch unbegreiflich, dass die Biedertypen vom Frühstücksradio vor zwei Jahren nichts mit Jamie Lidells Single „Another Day“ anfangen konnten: Derart hochmotivierten Motown-Gospel mit Vogelzwitschern, Händeklatschen und eingebauter Guten-Morgen-Botschaft bekommt man sonst nie umsonst. Schon gar nicht von einem lebendigen, gut aussehenden Jungmann im weißen Anzug. Der prinzipiell ja das Recht hätte, nach Jahren des […] mehr…

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    Johnny Dowd – Wake Up The Snakes

    Nein, der Mann muss nicht länger über Friedhöfe wandeln, um das Unter- und Abgründige seiner Neo-Southern-Gothic-Botschaft zu betonen. Eine coole Sonnenbrillen-Pose in Rot-Schwarz und ein suggestiver Titel tun’s längst auch für den späten Schlangenbeschwörer aus Ithaca, New York, der mal wieder Mord, Lügen und Missbrauch jedweder Art auftischt. Nach dem freigeistigen Rundumschlag „A Drunkard’s Masterpiece“ […] mehr…

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    Eli „Paperboy“ Reed – Come And Get It

    Ach, das es so was noch gibt! Ein bleiches Babyface aus dem Großraum Boston, das als erste Single „The Whiskey Ain’t Workin“ von Travis Tritt & Marty Stuart kauft, sich dann via Papa von Ray Charles initiieren lässt, in Clarksdale den Blues und bald auch den Spitznamen weg hat – und jetzt mal eben den […] mehr…

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    Madsen – Labyrinth

    Ein holder Knabenchor, ein paar Binsenweisheiten, gesungen über den Trümmern der Jugend, die Frage, wo es nun hingehen soll… Zu Beginn von „Labyrinth“ denkt man, Madsen hätten die Gitarren endgültig in Brand gesteckt, um über ihrer Asche im Stile der Prinzen einen Abgesang auf die Teenage-Angst anzustimmen. Doch nach etwas mehr als zwei Minuten saumseligen […] mehr…

  • The Fall - Your Future Our Clutter

    The Fall - Your Future Our Clutter

    Mark E. Smith arbeitet an der Vollendung des Rock'n'Roll mehr…

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    CocoRosie - Grey Oceans

    Die seltsamen Schwestern lassen viele Stile traumverloren ineinander fließen. mehr…

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    Kate Nash – My Best Friend Is You

    Vor drei Jahren eroberte Kate Nashs charmantes Debüt „Made Of Bricks“ überraschend die Spitze der britischen Charts. Die englische Singer-Songwriterin, der „Unser Star für Oslo“ Lena Meyer-Landrut ihren exzentrischen Akzent abgelauscht hat, überzeugte mit gutgelaunten Melodien und einem eigenwilligen Sprechgesang, den sie virtuos in den Dienst der formatradiokompatiblen Sache zu stellen vermag. Vom Erfolgsdruck, der […] mehr…

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    The National – High Violet

    Jeder einsame Mann braucht einen Regen, in den er sich stellen kann. Und wenn er keinen findet, weil das Wetter gerade viel positiver drauf ist als er – dann macht er sich sein Gewitter eben selbst, mit Donner, Blitz und peitschender Gitarre. Das ist einer der Unterschiede zwischen Sängern wie Will Oldham oder Bill Callahan […] mehr…

  • Rufus Wainwright All Days Are Nights

    Rufus Wainwright - All Days Are Nights ::…

    Mit grüblerischen Klaviersongs Inszeniert Rufus Wainwright sein Erwachsenwerden. mehr…

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    Michael Hurley & Betsy Nichols - Jocko’s Lament

    Einen Lead-Track scheint diese wunderbare 7″ EP nicht zu kennen, die Infos auf Sleeve und Label, beide von Hurley gezeichnet und ausgemalt, widersprechen sich da. Petitessen freilich, wenn sich die Platte erst mal dreht und ihren kauzigen, kargen Country-Blues freigibt, diese herben Harmonies zwischen Greis und Grazie, das ganze unverstellte, herzerwärmende Old-Timey-Flair. Leider streng limitiert. mehr…

  • Willie Nelson Country Music Artwork

    Willie Nelson – Country Music

    Eine seltsame, späte Ironie. Vor vielen Monden kehrte dieser Mann Nashville den Rücken, nachdem er eine Handvoll für andere und die Ewigkeit geschrieben hatte („Crazy“, „Nightlife“ etc.), aber in eigener Sache halbwegs gescheitert war. Um sich dann in der alten Heimat Texas als „Shotgun Willie“ ein bisschen neu erfinden zu können. Jetzt, schlappe 77 Jahre […] mehr…

  • Rufus Wainwright All Days Are Nights

    Rufus Wainwright – All Days Are Night: Songs For Lulu

    Nichts ist „einfach“, kein Augenblick ist „nur“, wenn Rufus Wainwright am Klavier sitzt. Er spielt die Tasten nämlich nicht – er trillert, rollert und bollert, präludiert und jubiliert, changiert, moduliert. Hämmert und verhaut sich, fegt übers Parkett im Cabaret, stolziert über Glas, schlurft über Gras, tändelt und händelt.Das Missverständnis sollte man also gleich ausräumen: Dass […] mehr…

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    Yoko Ono - Give Me Something (Junior Boys…

    Herrje was ist denn das? Das kanadische Elektro-Pop-Duo Junior Boys remixt Yoko Onos „Give Me Something“, und es klingt – sehr, sehr vorsichtig formuliert – interessant. Ein pingpongender Bass trudelt um das sehr exotisch ausgesprochene „Give Me Something“, dazu kommt eine Plastik-Bass-Drum und ein irgendwie beliebig wirkendes Hintergrundgebimmel. Karneval in Rio war doch schon! Dann […] mehr…

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    k.d. lang - „Recollection“

    In ihren Anmerkungen zu „Camp“ definierte Susan Sontag dieses Phänomen so: „Camp-Kunst ist häufig dekorative Kunst, die die Struktur, die von den Sinnen wahrgenommene Oberfläche, den Stil auf Kosten des Inhalts betont.“ Was sehr treffend die frühen Country-Platten von k. d. lang beschreibt. Einige waren zwar von Dave Edmunds und Country-Urgestein Owen Bradley produziert; ein […] mehr…

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    Nina Nastasia - You’re A Holy Man

    Die amerikanische Songwriterin kehrt nach zwei Jahren Funktstille Anfang Juni mit neuem Album zurück. Mal wieder in Zusammenarbeit mit Steve Albini entstand „Outlaster“. Wer den gewohnten trocken-reduzierten Albini-Sound erwartet, wird mit „You’re A Holy Man“ im besten Sinne enttäuscht. Denn hier werden klangvolle Streicher und Bläser aufgebracht, die wie Nebelwabern die dumpf dröhnenden Drums umstreifen. […] mehr…