• Ups..

    Gil Scott-Heron – l’m New Here

    - Revolutionär

    Gil Scott-Heron war einer der wichtigsten Wegbereiter des Hip-Hop. Ein poetischer Revolutionär, der bereits 1971 auf seinem Debüt „Pieces OfA Mon“erklärte: „The Revolution Will Not Be Televised“. Das passte in die Zeit der Black Panthers, doch die Lethargie und Medienabhängigkeit, die in dem Funk-Klassiker kritisiert wird, ist heute virulenter denn je. Auch Hip-Hop handelt längst […] mehr…

  • Ups..

    Black Rebel Motorcycle Club – Beat The Devil’s Tattoo

    Von dieser Platte werden vor allem ihr Anfang und ihr Ende in Erinnerung bleiben. Mit einer Beschwörungszeremonie, die einen gewaltigen, bösartigen Riff umkreist, beginnt das sechste Studioalbum des Black Rebel Motorcycle Club: „Your body’s aching, every bone is breaking/ Nothing seems to shake it, it just keeps holding on“, tönt es in dem mit einem […] mehr…

  • Ups..

    Built To Spill - There Is No Enemy

    Sie sind immer noch da (seit 1993). Sie veröffentlichen drüben immer noch über die Warner-Brüder (seit 1997). Und sie sind immer noch – ha! – Indie-Rock bzw. das, was man mal darunter verstanden hat. Da kommt selbst Doug Martsch, Chef der Genre-Institution aus Boise, Idaho, ins Grübeln. Und singt im versöhnlichen Schleicher „Nowhere Lullaby“ mit […] mehr…

  • Ups..

    Broken Bells – Broken Bells

    „It’s not too late to feel a little more alive“, geht der Text von „Vaporize“, dem zweiten Lied des Debüts der Broken Bells. Das ist wohl das Motto dieser gespannt erwarteten Kollaboration von James Mercer und Brian Burton alias Danger Mouse. Mercer ist nach eigenem Bekunden der Shins überdrüssig, Burton mag im Moment weder andere […] mehr…

  • Ups..

    Josh Rouse – El Turista

    Die sollen zu Hause bleiben und das Geld überweisen! Touri-Invasionen werden von Einheimischen, vom Aspekt der Existenzsicherung mal abgesehen, oft als Zumutung und Bedrohung ihrer Identität erlebt. Kann man verstehen – duo cappuccinos, aber pronto und so. Josh Rouse, Weltenbummler aus Nebraska, hat mit „El Turista“ gleich den ganzen musikalischen Kontext seiner neuen Heimat Spanien […] mehr…

  • Ups..

    Die Sterne – 24/7

    „Tanz den Burnout/ Tanz das Syndrom!“ Über drei Jahre haben sich Die Sterne Zeit gelassen, um mit ihrem neunten, rund um die Uhr pulsierenden Studioalbum einen Stilwechsel anzukündigen. Da er jene ästhetische Neuausrichtung nicht mittragen wollte, hat Keyboarder Richard von der Schulenburg die Band verlassen; dafür ist nun der Münchner Produzent und DJ Mathias Modica […] mehr…

  • Ups..

    Blood Red Shoes - Fire Like This

    Brightons hippes Duo verwechselt Eintönigkeit mit Intensität mehr…

  • Ups..

    Spoon – Transference

    „…This record is a hit“ stand im Innencover des letzten Spoon-Albums geschrieben. Und diese Einschätzung war völlig korrekt. Die Band hatte (fast) alle losen Enden ihres Oeuvres zusammengeknotet, sich adrett herausgeputzt. Die Selbstbeschreibung „The Underdog“ ließ sie vom Schönklangmeister Jon Brion produzieren und mit James-Last-Bläsern versehen. Die Platte ist ein Hit! Sehr lustig. „Ga Ga […] mehr…

  • Ups..

    David Byrne &: Fatboy Slim - Here Lies Love

    Ein etwas zerrupftes Disco-Musical über Imelda Marcos mehr…

  • Gorillaz - Plastic Beach

    Gorillaz - Plastic Beach

    Das dritte Gorillaz-Album lebt trotz prominenter Gäste vor allem von Damon Albarn. mehr…

  • Ups..

    The Chieftains feat. Rv Cooder – San Patricio

    Diese Geschichte hat es in sich. Auch wenn sie kaum im US-Geschichtsbuch steht. Erzählt sie doch von Iren in der Diaspora, die notgedrungen bei der US-Armee anheuerten, dann aber im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg (1846-48) als „San Patricio“-Bataillon ihr Leben in großer Zahl für die andere Seite ließen. Sich von englischstämmigen Offizieren demütigen lassen? Da hätten sie […] mehr…

  • Ups..

    Beach House – Teen Dream

    Ihr drittes Album haben Beach House in einer ehemaligen Kirche aufgenommen. Das tut nichts zur Sache – es handelte sich offenbar um ein komplett umgebautes, nun nicht mehr kirchliches Gebäude. Man möchte trotzdem gern einen Zusammenhang sehen zwischen Raum und Werk, denn es liegt etwas Sakrales über diesen Liedern. Woher kommt es? Und wie gelang […] mehr…

  • Ups..

    Ringo Starr – Y Not

    „Warum nicht?“, fragte sich der große Tragikomiker unter den Trommlern und antwortet – nach einem ungewohnt entschlossenen Blick in den Spiegel mit dem ersten selbstproduzierten Album seiner Karriere. Doch ohne Paule ging’s dann auch wieder nicht. McCartneys summend-wummernde Bassläufe liften den großen banalen „Peace Dream“, der Lennon im Geiste noch einmal im Amsterdamer Lotterbett liegen […] mehr…

  • Joanna Newsom - Have One On Me

    Joanna Newsom – Have One On Me - Nackig in Eden

    Die Preisfrage zuerst: Klingt Joanna Newsoms neue Platte wie a) die überambitionierte Semesterarbeit einer Waldorfschülerin, b) ein auf authentischen Instrumenten gepicktes König-Arthur-Musical oder c) ein majestätisch geflochtener Songzyklus, der endlich alle Grenzzäune zwischen Popmusik, Volkslied und Outsider-Art zu flüssigem Pamp schmelzen lässt? Einige Missverständnisse hat die Kalifornierin ja schon vorab aus der Welt geräumt. Als […] mehr…

  • Ups..

    Classic Cash

    1. With His Hot And Blue Guitar (1957) (5) Der unerbittliche Twang früher Sun-Sides: Boom-Chicka-Boom! 2. The Fabulous Johnny Cash (1958) (4,5) Die erste LP für Columbia, noch Country & Western, schon Pop. 3. Sings Hank Williams (1960) (4,5) Sun-Nachschlag mit Hanks brillantestem Song: „You Win Again“. 4. Now Here’s Johnny Cash (1961) (4,5) Mehr […] mehr…

  • Ups..

    Ein Mann, ein Buch

    Es war nicht nur ein musikalischer Coup: Auch die Fotos und Videos, die langen Schatten, bronzefarbenen Runzeln und strengen Blicke ins Irgendwo trugen dazu bei, dass Cash wieder cool wurde. Den Image-Relaunch hat der britische Fotograf Andy Earl in seinem atemberaubenden Bildband „Johnny Cash“ dokumentiert – obwohl er selbst sich nicht als nächstliegender Kandidat für […] mehr…

  • Johnny Cash  Amercian VI: Ain't No Grave Artwork

    Johnny Cash - American VI: Ain’t No Grave

    Es waren die Gospelsongs, die ihm seine Mutter einst beibrachte, über die der kleine Johnny – der uns vom Cover des letzten Teils der „American Recordings“-Reihe mit schiefen Milchzähnen anlächelt – zu Gott und zur Musik fand. Und beidem blieb er ein Leben lang treu. Drei Tage, nachdem die geliebte June im Mai 2003 von […] mehr…

  • Johnny Cash American V Artwork

    Johnny Cash - American V: A Hundred Highways

    Er wollte einfach weitermachen. So lange es irgendwie ging. Also hatte er sich – kaum war „The Man Comes Around“ im Kasten – immer wieder vor dieses Mikrofon gesetzt, obwohl er doch spätestens nach dem Tod von June geahnt haben musste, dass er die Veröffentlichung der Songs auf „A Hundred Highways“ wohl nicht mehr erleben […] mehr…

  • Johnny Cash Unearthed Artwork

    Johnny Cash - Unearthed

    Noch ein letzter Mix, dann sollte sie endlich fertig sein, die große Box, mit der sich Johnny Cash und Rick Rubin zum zehnten Jahrestag ihrer Zusammenarbeit beschenken wollten. „Du hast die CDs zum Hören noch dieses Wochenende“, versprach Rubin. Doch Cash sollte das Wochenende nicht mehr erleben. Der Fundus, aus dem das Duo für „Unearthed“ […] mehr…

  • Johnny Cash American IV

    Johnny Cash - American IV: The Man Comes…

    Alles war natürlich wieder Zeichen und Vorahnung. Die Quasi-Totenmaske des Covers. Der leere Stuhl auf der Rückseite. Nicht zuletzt der große Titelsong, an dem Cash laut Selbstauskunft so lange geschrieben hatte wie an keinem anderen. Von angeblich drei Dutzend Manuskriptseiten bibelinspiriertem Rohstoff blieben, unter anderem, Millionen singender Engel, aufgestellter Armhaare, Jungfrauen, die ihre Perücken in […] mehr…