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    Manfred Maurenbrecher

    - Maurenbrecher für alle

    Kollegen von Konstantin Wecker bis Heinz Rudolf Kunze feiern den verkannten Berliner Liedermacher. Der junge Manfred Maurenbrecher sah in den frühen 80er-Jahren aus wie der der junge Randy Newman, den er wie so viele Liedermacher Anfang der 80er-Jahre – Herbert Grönemeyer, Heinz Rudolf Kunze etc. – verehrte und von dem auch er musikalisch nachhaltig geprägt […] mehr…

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    Kanye West - My Beautiful Dark Twisted Fantasy

    Kanye West zeigt dem schmusefeinen Entertainer Cee Lo Green, was im HipHop alles möglich ist. Eigentlich komisch, dass schon so lange keiner mehr von HipHop-Krise gesprochen hat. Wurde früher zu Weihnachten hin gern gemacht – vielleicht nicht in einem Jahr, in dem Jay-Z bei Rock am Ring triumphierte, Eminem endlich wieder eine richtig gute Platte […] mehr…

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    Kaizers Orchestra - Violeta Violeta (Vol. 1)

    Vorhang auf für die romantische Polkarock-Tragödie in drei Akten Die Zeiten des zirzensischen Gypsy-Punk, mit dem vor zehn Jahren alles begann, sind beinahe vergessen. Kaizers Orchestra ist inzwischen zur relativ konventionellen Rockband geworden. Zwar lassen sie weiterhin osteuropäische Einflüsse in ihrer Musik erkennen, doch fügen sich diese mittlerweile bruchlos in das pompöse Klangbett. „Violeta Violeta“ […] mehr…

  • Joan As A Police Woman - The Deep Field

    Joan As Police Woman - The Deep Field

    Sexy Understatement-Soul: Joan Wassers eingängigstes Album mehr…

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    Amos Lee - Mission Bell

    Unangestrengter Folk-Soul, von Burns und Convertino produziert Amos Lee, schrieb die „New York Times“ über den ehemaligen Grundschullehrer aus Philadelphia, verströme „ein Flair, ohne dabei auszusehen, als versuche er es ein bisschen zu sehr“. Das Outfit-Urteil lässt sich abgewandelt auf seine Musik übertragen. Die Songs von Amos Lee waren schon immer irgendwie da, ohne dabei […] mehr…

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    Binoculers - Every Seaman’s Got A Favourite…

    Verwunschenes Debütalbum einer erstaunlichen Künstlerin Nadja Rüdebusch alias Binoculers auf der Bühne zuzusehen, ist ein Abenteuer. Die Hamburgerin sitzt oder steht dort inmitten von sechs, sieben Instrumenten – Gitarren, Keyboards, Glockenspiel und Basspedale – und entwirft mit Händen und Füßen (und einer Loop Station) ihre Lieder. Seit drei, vier Jahren fährt sie mit ihren Instrumenten […] mehr…

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    Elliott Murphy - Elliott Murphy

    Der Amerikaner feiert trotzig und mit milder Ironie den Rock’n’Roll. In seiner Wahlheimat Paris organisieren sie ihrem „Last Of The Rock Stars“ inzwischen hochoffiziös Ausstellungen. Was doch mehr über die Eitelkeit französischer Lokalpolitiker verrät als über Elliott Murphys Selbstwahrnehmung. Mit 61 ist der Exil-Amerikaner selbst bei großzügiger Auslegung immer noch kein Star, aber alt genug, […] mehr…

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    Social Distortion - Hard Times And Nursery Rhymes

    Zurücklehnen statt Kämpfen: Mike Ness macht es sich gemütlich. Mike Ness pflegte die Gitarre auf die Kniehöhe zu spielen, während er bärbeißig und stiernackig mit gefletschen Zähnen ins Mikro hinauf sang. Das war zumindest bis zur „White Light White Heat White Trash“-Platte so (die damals vom ahnungslosen Majorlabel zum „Newcomer-Preis“ angepriesen wurde). Dazu bellte er: […] mehr…

  • Weezer - Death To False Metal

    Gar kein Metal! Weezer werfen ihre schönsten Reste zusammen. Weezers Fronthornbrille Rivers Cuomo hat schon immer gern mit dem 80er-Jahre-Heavy-Metal kokettiert, aber das war stets eher eine Reminiszenz an die mit Twisted Sister et alii halbwegs glücklich überlebte Teenagerzeit. Die College-Nerd-Nummer mit Harvard-Abschluss, Polo-Hemd und dem ersten Preis beim Buddy-Holly-Ähnlichkeitswettbewerb und seine große Affinität zu […] mehr…

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    Per Anders - Per Anders

    Das Berliner Duo macht ganz undeutschen, romantischen Folk. Nein, bei Per Anders handelt es sich nicht um einen schwedischen Handballnationaltorwart! Allerdings: Die Musik des Duos aus Berlin-Köpenick hat durchaus etwas Skandinavisches und könnte in einer schwedischen oder finnischen Waldhütte mit Ofenrohr entstanden sein – anstatt unweit der Alten Försterei. Wir-sind-Helden-Trommler Pola Roy und Tele-Bassist Jörg […] mehr…

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    Robyn - Body Talk

    Die besten Tracks der Dance-Pop-Trilogie, jetzt auf einem Album In der klassischen Ära des Pop war es Standard, dass ein Album diverse bereits erschienene Singles zusammenfasste. Kein Möchtegern-Kunstwerk, das sich ans Feuilleton anschmiegt, sondern ein knackiges Hit-Paket zum günstigen Preis. Bei der Sängerin Robyn dürfte allerdings auch die Verwertungslogik von iTunes dafür verantwortlich sein, dass […] mehr…

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    Teitur - Let The Dog Drive Home

    Der Däne hat seine Songschreiber-Kunst noch weiter verfeinert. Hatte man Teitur Larssen schon bei der Veröffentlichung seines Debütalbums 2003 für einen fertigen Künstler gehalten, erlebte man in den folgenden Jahren einige Überraschungen. Der Sänger von den Faröer-Inseln nahm auf den Alben Nummer zwei und drei eine variantenreiche Verfeinerung vor. Schon beim zweiten Album griff der […] mehr…

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    Fujiya & Miyagi - Ventriloquizzing

    Eher halbherzige Nostalgie-Synthesizer-Sounds aus Brighton Willkommen auf dem Spielplatz der Nerds! Dort, wo große Jungs die Süße der Erinnerung schmecken. Wenn schon die Welt böse ist – der Terror!, die Wirtschaft!, die Umwelt! -, dann muss wenigstens die eigene Musik freundlich und vertraut klingen. Früher waren Gitarren der Marken Gibson oder Gretsch der ultimative Fetisch, […] mehr…

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    James Blunt - Some Kind Of Trouble

    Standardkompositionen ohne vorgetäsuchte Bedeutsamkeit Vor sechs Jahren wurde Captain James Blunt nicht nur Popstar – er brachte uns sogar das echte, wirkliche, handgemachte Lied zurück! So wollte es das Marketing, das Blunt zum echten Songwriter in einer Welt der Plastikmusik stilisierte. Allein wegen dieser schlimmen Verdrehung konnte man Blunts Musik nicht mögen. Seither Superlative. Blunt […] mehr…

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    The Legendary Pink Dots - Seconds Late For The Brighton…

    Betörend-verstörende Klanggebilde aus einer anderen Zeit Im Jahr 1982, als The Legendary Pink Dots ihr erstes Album „Brighter Now“ veröffentlichen, gewinnt Nicoles „Ein bisschen Frieden“ den Grand Prix Eurovision, Spielbergs „E. T.“ kommt in die Kinos und der erste Commodore 64 in die Elektroläden. Schon damals wollte diese seltsame Band mit ihren hochkomplexen Ideen und […] mehr…

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    British Sea Power - Valhalla Dancehall

    Zu viel: Die Briten laden zur überambitionierten Wikinger-Party. Vor dem Tod habe er keine Angst, behauptet Woody Allen. Er wolle nur nicht dabei sein, wenn es passiert. Ja, Panik ist vermutlich unnötig. Zumindest in Walhall, der mythologischen Ehrenhalle für gefallene nordische Krieger, geht es offenbar so kurzweilig zu wie in einer Großraumdisko, sobald ein Indie-DJ […] mehr…

  • Iron & Wine - Kiss Each Other Clean

    Sam Beams wohlig warmer Pop fasziniert durch die vielen Brüche. Wenn das Lo-Fi-im-Schlafzimmer-Genie sich ins Studio wagt und die maladen, zerbrechlichen Songs sich gegen große Arrangements und eine glasklare Produktion behaupten müssen, wird’s ernst. Sam Beam, der sich Iron & Wine nennt, hat diese Prüfung mit seinem letzten Album „The Shepherd’s Dog“ mit Auszeichnung bestanden. […] mehr…

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    The Decemberists - The King Is Dead

    Colin Meloy kommt bei Country-Schwof und Folk-Glorie an. Wie so viele Indie-Hoffnungen hatte man auch die Decemberists schnell aufgegeben, was im Fall der Band aus Portland ungerecht ist. Eine Handvoll guter Songs hatte Sänger und Songwriter Colin Meloy stets in seinem Wandergepäck, jedoch ging ihm eben bereits nach dem gefeierten „Picaresque“ der viel zitierte, oft […] mehr…

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    Tim Kasher - The Game Of Monogamy

    Amüsantes Erwachsenes-Theater, nur manchmal etwas zu clever Tim Kasher ist einfach nicht ausgelastet. Gewisse Themen müssen halt mal am Stück von der Seele und passen nicht so recht in seine Band (Cursive) und auch nicht mehr in seine andere (The Good Life). Dies Ding mit der Monogamie zum Beispiel. Häuslichkeit und Sesshaftwerden inklusive. Beschäftigt einen […] mehr…

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    My Chemical Romance - Danger Days – The True…

    Es gibt ein Leben nach dem Tod: Kunterbunt ist das neue Schwarz. Mit der aufgebrachten Meute, die „Gimme more! Gimme more!“ brüllt, einem mit Van-Halen- und Queen-Gitarren ausgepolsterten Song namens „Na Na Na“, einer Brandstifter-Battlehymne, die gar nicht genug kriegen kann von Drogen, Liebe und allem, was sonst noch so zum Leben dazugehört, beginnen My […] mehr…