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    SHORTCUTS

    von Jörn Schlüter Broadcast 2000 4,0 Broadcast 2000 Orchestraler Indie-Folk-Pop aus London. Joe Steer schreibt flinke Lieder, die er mit enormer Detailverliebtheit zu Kammersinfonien heranwachsen lässt. Zur akustischen Gitarre kommen u. a. Streicher-Ensemble, Ukulele, Glockenspiel und Klavier, es puckert und pickt, zirpt und fiedelt. Man denkt an die fabelhaften The Cedar aus Bath, auch an […] mehr…

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    Lightspeed Champion – Life Is Sweet! Nice To Meet You

    Wer wacht schon gern allein auf? Devonte Hynes jedenfalls nicht, wie er im sehnsüchtigen, mit Streichern verzierten „Don’t Want To Wake Up Alone“ bekennt. Der gebürtige Texaner lässt die Punk-Anklänge seiner früheren Band Test Icicles auf dem zweiten Album seines Soloprojekts Lightspeed Champion noch weiter hinter sich als auf dem Vorgängerwerk „Falling Off The Levander […] mehr…

  • Musee Mecanique - Hold This Ghost

    Musee Mecanique – Hold This Ghost

    Sanfte Mellotronharmonien füllen einen somnambulen Dreivierteltakt auf. Hier brummt ein alter Analogsynthie, dort zupft eine Akustikgitarre traurige Akkorde, da dingelt ein Glockenspiel, dort klimpert ein Klavier eine müde Melodie. Unter vielen, vielen Schichten schlummert das Kammerpop-Kleinod „Like Home“, mit dem das Album „Hold This Ghost‚beginnt. Entzückend schläfrig, als ob sie sich von einem langen Dornröschenschlaf […] mehr…

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    Alicia Keys – The Element Of Freedom

    Natürlich ist einem Alicia Keys sympathischer als alle anderen Chanteusen des US-amerikanischen R&B. Keys sang von Anfang an erdverbundener, konnte richtig Klavier spielen und ergab sich nicht dem hohlen Prahlen der Superproduzenten. Als sie ihren klassischen Soul dann um Synthie-Sounds und Pop-Verweise erweiterte, applaudierten selbst jene, die dem Wunderkind anfangs nicht recht trauen wollten. Auf […] mehr…

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    The Postmarks – Memoirs At The End Of The World

    Wenn das Ende der Welt wirklich mal so klingen sollte, dann fühlen wir uns fein dabei. Hinter dem wunderschönen Retro-Cover schenkt das Quintett aus Florida nostalgisch gestimmten Gemütern zwölf exquisite, cinemascopische Ambient-Pop-Songs. Das ist die ganz große Leinwand fürs kleine Lichtspieltheater zwischen den Ohren. Ihre delikaten Zutaten haben The Postmarks den legendären Score-Schmieden der 6Oer-Jahre […] mehr…

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    Rosanne Cash – The List

    Der schwarze Cadillac hatte Dad schon lange in den letzten Sonnenuntergang gefahren. Doch da war noch diese Liste. Mit nicht weniger als 100 essenziellen Country-Songs. Johnny Cash hatte sie 1973 ausgebrütet (die Liste, nicht die Songs), in (Für-)Sorge um seine Rosanne, die sich damals frisch von der Highschool zu ihm in den Tour-Bus gesellt hatte […] mehr…

  • Midlake - The Courage of Others

    Midlake – The Courage of Others

    Der Mann, der da zum Weltgeist betet, möchte am liebsten von der Erde verschluckt werden, um nicht mit ansehen zu müssen, wie menschliches Unvermögen die Natur zugrunde richtet. „And when the acts of man cause the ground to break open/ Oh let me inside, let me inside not to wake“, fleht Tim Smith umgeben von […] mehr…

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    SHORTCUTS von Maik Brüggemeyer

    Picastro 4,0 Become Secret Auf dem letzten Album der Band aus Toronto, „Whore Luck“, gastierten mit Xiu Xius Jamie Stewart und Owen Pallett alias Final Fantasy, der Picastro auch auf den Alben davor begleitete, zwei Pop-Avantgardisten. Für das neue Werk haben sie sich mit dem Espers-Songwriter Greg Weeks als Produzenten eher einen Traditionalisten als Beistand […] mehr…

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    Hot Chip – One Life Stand

    Um weiter zu kommen, muss man bisweilen ein Stück zurückgehen. Das neue Album von Hot Chip klingt nicht mehr nach der hemmungslosen Experimentierwut junger Brauseköpfe, sondern nach mutigem, hochemotionalem Pop. Am deutlichsten wird das im kommerziellsten Stück des Albums: „I Feel Better“ ist eine berührende Hymne an die Nacht, den Augenblick und die Liebe, gespielt […] mehr…

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    The Magnetic Fields – Realism

    Nicht nur in der Neuen Leipziger Schule hat die Kunst zum Realismus zurückgefunden. Auch der große amerikanische Songwriter Stephin Merritt hat anscheinend Gefallen an dieser wirklichkeitsbezogenen Kunstauffassung gefunden und das neue Album seines Ensembles The Magnetic Fields schlicht und einfach „Realism“ getauft. Für „Distortion“, ihr letztes Werk vor zwei Jahren, kopierten die Magnetic Fields noch […] mehr…

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    Fünf Platten für 50 Millionen Kaffeetische

    „Diamond Life“ (1984) Natürlich war schon alles da: Sade Adu klingt gleichzeitig sinnlich und kalt, die Musik erotisch und kontrolliert. „DiamondLife“ führte den (Latin-)Jazz und Soul in den Eighties-Pop ein, ist im Kern aber Gebrauchsmusik: Man legte diese Lieder auf, um sich beim Genuss edel und teuer zu fühlen. In der Londoner Cocktailbar, auf der […] mehr…

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    Suzanne Vega - „Gypsy“

    Die Kalifornierin, die es wohl in der Schuld haben dürfte, dass zahllose junge Eltern ihre Kinder Ende der 80er „Luka“ tauften, befindet sich gerade auf US-Tour, um sich auf akustische Art und Weise mit ihrem Gesamtwerk zu befassen. Das hat sie zuvor schon im Studio getan: Für ihre 4-CD-Reihe „Close-up“ spielte sie ihre liebsten Songs […] mehr…

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    Ankh: Die Verlorenen Schätze

    Bei der „Ankh“-Reihe konnte man sich bisher stets zuverlässig über kurzweiligen Adventure-Spaß freuen. Jetzt haben die Entwickler Deck 13 das Genre gewechselt und legen „Die verlorenen Schätze“ als so genanntes Suchbild-Abenteuer vor, in dem man nichts weiter tut, als versteckte Gegenstände in einem festen Bild zu suchen. Das mag zwar kurzzeitig zur Kleinkind-Unterhaltung taugen, ist […] mehr…

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    Avatar

    Vom Zauber, den James Cameron in seinem 3D-Epos verbreitet, ist beim Game wenig geblieben. Daran kann auch der Umstand nichts ändern, dass es „Avatar“ nach der kläglichen Wii-Version jetzt auch für die grafikstärkeren Konsolen PS 3 und Xbox 360 gibt. Wahlweise als Mensch oder Pandora-Bewohner Na’vi versucht der Spieler, den jeweils anderen zu vernichten. Das […] mehr…

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    Darksiders

    Das Genre des Fantasy-Gemetzels ist nicht totzukriegen. Bezeichnenderweise heißt der Held in „Darksiders“ denn auch „Krieg“. An seiner Stelle kämpfen wir uns durch einen wirren Konflikt zwischen Dämonen und Engeln. New York liegt in Schutt und Asche, die Menschheit ist verloren, immer größere Monstermaschinen versperren den Weg. Da muss „Krieg“ schon mal zu einem Taxi […] mehr…

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    Saboteur

    Seit Tarantinos „Inglourious Basterds“ wird das virtuelle Abschlachten von Nazis im größeren Stil zunehmend beliebter. Paris ist als Kulisse besonders beliebt: In „Saboteur“ ist die Hauptfigur Sean Devlin mit praktisch nichts anderem beschäftigt, als deutsche Besatzer zu eliminieren. Sein Motiv: Rache. Denn Devlins Kumpel wurde einst von einem besonders skrupellosen Hitler-Verehrer hingerichtet… „Saboteur“ zeigt Spielprinzip-Anleihen […] mehr…

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    Eels - „End Times“

    „Well, it’s a pretty bad place outside this door/ I could go out there but I don’t see what for/ And I’m happy living in the dark/ On the edge of my mind/ And it’s nobody else’s business.“ Während draußen der Weltuntergang stattfindet, die Stadt brennt und der Geruch von verkohltem Fleisch die Luft verpestet, […] mehr…

  • Peter Gabriel Scratch My Back Cover

    Peter Gabriel - Flume (Bon Iver-Cover)

    Peter Gabriel veröffentlicht Anfang März sein Cover-Album „Scratch My Back“, auf dem er Songs von alten Helden wie David Bowie, Neil Young und Lou Reed, aber auch von Acts wie Radiohead, Elbow, Arcade Fire und Bon Iver covert. Seine Arbeitsanweisung lautete dabei: „No Drums. No Guitars. Only Orchestra“. Die Story dazu kann man hier oder […] mehr…

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    Phoenix - „Fences (Delphic Remix)“

    Eine Kooperation der besonders delikaten Art ist der heutige Download des Tages absolut. Phoenix’s „Fences“ wird von den Newcomern Delphic, die schon als Vorband auf der letzten Bloc Party-Tour für Begeisterung sorgten, zu einem nicht enden wollenden, sphärisch, verträumten Tanzstück des modernen Dandys. Man kann die hippen Beine in engen Hose tanzen spüren, Champagner schmeckt […] mehr…

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    David Byrne & Fatboy Slim feat. Santigold - „Please Don’t“

    Aus dem Netz und direkt auf den Dancefloor. David Byrne hat zusammen mit Fatboy Slim ein Album um die ehemalige Firstlady und Schönheitskönigin der Philippinen, Imelda Marcos, aufgenommen. Auf „Here Lies Love“ versammelt sich neben der im Stück „Please Don’t“ mitwirkenden Santigold eine wahre Phalanx an illustren Gästen. „Please Don’t“ geht definitiv in die Beine, […] mehr…