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    Stakkato der Geistesblitze

    Wer gerade mit dem Rauchen aufhören will, sollte sich das nicht antun: Jean-Luc Godard pafft seine Zigarre derart beiläufig, als bildete der Tabak den Treibstoff für sein Gehirn. Gelegentlich nimmt er ein Buch aus dem Regal, tippt – gern mit nacktem Oberkörper – auf seiner Schreibmaschine, die sich dann dank Zwischenspeicher auf der Tonspur verselbstständigt. […] mehr…

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    OSS 117 – Der Spion, der sich liebte

    Hubert Bonisseur De La Bath blieb im Schatten von James Bond – trotz Dutzender Romane und sieben Filmen von 1956 bis 1970. Diese Parodie mit Jean Dujardin war 2006 in Frankreich jedoch ein Hit, eine Fortsetzung ist angekündigt. Optisch ein Supermann, aber ebenso ein- wie ungebildet, soll der Agent 1955 die Suezkrise lösen. Amüsant umgesetzt […] mehr…

  • Star Trek

    Star Trek

    Abrams („Lost“) ist es gelungen, das Universum der „Enterprise“ neu zu definieren, ohne dass es ihm ein Trekkie übelnahm. Sein Prequel schossmit Warp-Geschwindigkeit an die Spitze der Kinostarts und ist der erfolgreichste der elf „Star Trek“-Filme. Der junge Kirk (Chris Pine) ist hier ein hitziger Raufbold, auch Spock(Zachary Quinto) geradezu temperamentvoll. Von der Kneipenschlägerei bis […] mehr…

  • State Of Play

    State Of Play

    Ein angeblicher Selbstmord, der einen aufstrebenden Politiker (Ben Affleck) in die Klatschpresse bringt, ein ominöser Killer und ein so unwirscher wie unnachgiebiger Zeitungsreporter vom alten Schlag (Russell Crowe): Regisseur Macdonald („Der letzte König von Schottland“) setzt für seinen Polit-Thriller vertraute Elemente zusammen, macht aber alles richtig. Spannend sind neben dem Komplott in Washington auch die […] mehr…

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    Transformers 2

    80 Millionen Dollar Gewinnbeteiligung soll Bay für den ersten Teil kassiert haben. Aber auch bei etwas weniger hätte er sicher noch einen Spielzeugfilm nachgeschoben. In der Fortsetzung gilt das Branchengesetz: noch mehr Roboter, größere Effekte, knalligere Action, kinderfreundlicher Witz und jugendfreie Pinup-Posen von Megan Fox. Shia LaBeouf bemüht sich als „Indiana Jones“ für die Game-Generation, […] mehr…

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    Passion & Poetrv: The Ballad Of Sam Peckinpah - Teufel im Leib

    Mit seinen Meisterwerken „The Wild Bunch“ (1969), „Straw Dogs“ (1971) und „Pat Garrett And Billy The Kid“ (1973) verdiente sich Sam Peckinpah den Ruf als „Picasso of violence“. In Mike Siegels fundierter Dokumentation sagt der zeitlebens immer umstrittene Regisseur, der seine Schauspieler mit sadistischen Tricks zu Höchstleistungen trieb, am Set betrunken war, die Crew beschimpfte […] mehr…

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    Jennifer’s Body - Start: 5.11.

    Megan Fox wird momentan als Hollywoods heißeste Versuchung vermarktet. An ihrer „Transformers“-Rolle liegt es nicht, die war eher eine Plattform, damit sie sich gezielt mit schlüpfrigen Sprüchen ins Gespräch bringen kann. Es gibt aufregendere, schönere Schauspielerinnen, aber auch genügend Männer, die in ihrem Blick die lockenden Signale der Venusfalle zu sehen glauben. Das Luder spielt […] mehr…

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    This Is Love - Start: 19.11.

    Nach seinem Drama „Der freie Wille“ über einen Vergewaltiger lässt Glasner wieder extreme Schicksale aufeinanderprallen. Die Berliner Kommissarin Maggie (Corinna Harfouch) verhört Chris (Jens Albinus), der mit seinem Auto absichtlich in einen Lastwagen gerast ist. Zudem liegt in seiner Wohnung ein toter Mann und ist ein vietnamesisches Mädchen verschwunden. Er und sein Freund Holger (Jürgen […] mehr…

  • Hachiko

    Hachiko - Start: 12.1.

    Wer bei einem Welpen nicht gerührt ist, hat kein Herz, könnte man meinen. Dennoch gibt es kaum manipulativeren Kitsch im Kino, als Menschen mit Hundeblicken zu erweichen. Dies droht auch durch den kleinen Akita, der in Japan in eine Kiste gesteckt wird und nach Flug- und Zugreise auf dem malerischen Bahnhof des amerikanischen Vororts Bedridge […] mehr…

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    Der Informant - Start: 5.11.

    Er fühle sich wie 0014. „Weil ich doppelt so schlau bin wie 007“, meint Marc Whitacre (Matt Damon). Und wahrlich: Für das labyrinthische Manöver, mit dem der biedere Manager eines Agrarkonzerns über Jahre seinen Arbeitgeber, FBI und Justiz manipuliert hat, muss man sehr gerissen, ziemlich naiv oder beides zugleich sein. Anfangs behauptet er, es gäbe […] mehr…

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    Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte - Start: 12.11.

    Dies ist kein Film zur Wirtschaftskrise. Die Krise ist nur der Höhepunkt des Systems, das Michael Moore in seinen Filmen vom Niedergang der Autoindustrie („Roger & Me“) über die Waffenlobby („Bowling For Columbine“) bis zum Geschäft mit der Gesundheit („Sicko“) schon immer auf- und angegriffen hat. Insofern ist der Crash der Finanzmärkte ein Geschenk für […] mehr…

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    Dinosaur Jr. – München, Muffathalle - Dionysische Entladung

    Der Umstieg von den Beatles-Remasters auf die alten Dinosaur Jr.-Platten hat den Ohren nicht gut getan. Zumal sich ihre Wirkung natürlich erst mit zunehmender Lautstärke einstellt, wenn die Gitarren sich durch die Ohren ins Hirn fräsen und der Rhythmus einen in den Grundfesten seiner Post-Pubertät erschüttert. Welchen Song man da hernimmt, ist eigentlich fast egal, […] mehr…

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    Element Of Crime – München, Atomic Cafe - Pirouetten ohne Politik

    Nur Verlosungsgewinner, Journalisten und andere Glückspilze haben Zutritt, das sorgt an der Stahltür für Missvergnügen. Element Of Crime im Atomic Cafe, das ist natürlich etwas Besonderes. Für gewöhnlich spielen die Berliner vor weit mehr als 200 Menschen. Dabei sind das ja eigentlich schon viel zu viele. Jeder stört irgendwie, wenn man dieser Musik lauschen will, […] mehr…

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    D-Funk – Funk, Disco & Boogie Grooves From Germany 1972 – 2002

    Der gute Pop-Geschmack hat schon immer eine große Rolle beim kleinen Marina-Label gespielt. Seit 1993 veröffentlichen die Hamburger Musik für Liebhaber, von den reichen Gitarrenmelodien der Pearlfishers über die 2000er Hoffnungsträger Paulabis zur jüngsten Compilation-Reihe „The In-Kraut“. Artwork, Linernotes, Musik – hier ist alles vom Feinsten, wenn auch ab und zu mal etwas allzu geschmäcklerisch. […] mehr…

  • Big Star - Keep An Eye On The Sky

    Big Star – Keep An Eye On The Sky - Verglühte Nova

    Die Geschichte beginnt nicht mit Alex Chiltons Nr. 1-Hit „The Letter“, sondern mit Chris Beils „Psychedelic Stuff“. Als Hommage an die Beatles des psychedelischen Jahres 1967 war das fast ein förmliches Bewerbungsschreiben, das er an Apple hätte schicken können. Wieso Chilton, der Sänger der Box Tops, der mit „I Must Be The Devil“ einen kleinen […] mehr…

  • Genesis - Genesis Live

    Genesis - Live 1973-2007/Genesis Live/Seconds Out/Three Sides…

    Der letzte Alben-Karton in der Reihe der Luxus-Editionen Es ist geradezu herzergreifend, dass in dem Karton eine Rippe frei gelassen wurde für „Live Over Europe 2007“ – ein Zettel weist daraufhin, dass diese Aufnahme nicht inbegriffen ist. Unerschrockene Bewunderer der Band haben das Album freilich längst in der Sammlung. Wie auch alle anderen Live-Alben von […] mehr…

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    Madness – One Step Beyond

    Irvine Welsh, der einen Aufsatz zu dieser Schmuck-Edition schrieb, geht es wie den meisten Bewunderern von Madness: Man solle nicht zu zerebral und ernsthaft werden, denn wenn der „heavy heavy monster sound“ erklinge, dann zählten nur noch der watschelnde Ska-Beat und ein paar Insignien wie die Hush Puppies und die Fred-Perry-Hemden. Nun stammt Welsh aus […] mehr…

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    Procol Harum – All This And More…

    Im selben Jahr gegründet wie Fairport Convention, gibt es von Procol Hamm fast so viele verschiedene Besetzungen wie von den immer noch aktiven Folk-Rockern, nämlich 23 – sagt zumindest der in den Liner Notes abgedruckte Familienstammbaum, der alle Umbesetzungen aus vier Jahrzehnten dokumentiert. Patrick Humphries hat offenbar immer den großen Durchblick behalten, und darum kann […] mehr…

  • Rod Stewart - The Rod Stewart Sessions 1971-1998

    Rod Stewart - The Rod Stewart Sessions 1971-1998

    Outtakes und Alternativ-Versionen von recht gemischter Güte mehr…

  • David Bowie - David Bowie

    David Bowie – David Bowie

    Auch diese Jubel-Edition lässt Bowie wie aus einer Blechbüchse erklingen, in der er durch das Weltall fliegt. Verhallt und schundig, durchschossen von Mundharmonika-Attacken, frühem Rock’n’Roll und steilen Experimenten, ist „David Bowie“ (später „Space Odd/’ty“genannt) die Platte eines Epigonen – und eines Genies. Zu enervierendem Gedudel mit Zeitkolorit wie „Unwashed And Somewhat Slightly Dazed“ und entzückender […] mehr…