• Simon Joyner - Out Into The Snow

    Simon Joyner – Out Into The Snow

    Simon Joyner, der große Unbekannte aus Nebraska, hat eine neue Platte gemacht, und sie ist sehr gut. Joyner hat eine narrative Souveränität, die manche mit der Leonard Cohens vergleichen. Und es stimmt ja – Joyner ist enorm präsent, verliert sich nicht in angsf oder emo, sondern steht als Erzähler über den Dingen. Die Musik dazu […] mehr…

  • Yoko Ono Plastic Ono Band - Between My Head And The Sky

    Yoko Ono Plastic Ono Band – Between My Head And The Sky

    Erst ganz am Ende, in Song Nummer 15, verrät Yoko Ono, warum sie die Plastic Ono Band reformiert und dieses wunderbare Album aufgenommen hat: In dem 20 Sekunden kurzen Stück schlägt die Witwe John Lennons einfach nur lautstark auf ein Blech und sagt ganz ruhig: „It’s me. I’m alive.“ Knapper und treffender kann man das […] mehr…

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    Bernd Begemann & Die Befreiung – Ich erkläre diese Krise für beendet

    Jochen Distelmeyer, der laut Eigenaussage als „Bernd Begemann-Imitator auf dem Weg zu sich selbst“ begann, wird heute groß im Feuilleton besprochen, während das einstige Vorbild unaufhörlich durch die kleinen Clubs der Republik tingelt. Aber da ist er auch richtig aufgehoben. Weil seine Lieder nicht in der Schreibstube gehört werden wollen, sondern Körperkontakt brauchen. Begemann ist […] mehr…

  • Forro In The Dark - Light A Candle

    Forro In The Dark – Light A Candle

    „National Geographic“ hat ein Musiklabel gegründet und geht damit gleich in den Untergrund von NYC. Im Nublu, dem angesagten Club von Downtown Manhattan sorgen vier von David Byrne hofierte Exilanten aus dem trockenen brasilianischen Nordosten für Steppen-Staub auf der Tanzfläche. Raubeinige Rhythmen aus Zabumba-Trommel und Triangel fundieren Soli auf einer Indio-Flöte, punkige Surfgitarren und bekiffte […] mehr…

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    The Shin – Black Sea Fire

    Das Schwarze Meer sei das „bunteste der Welt“, sagen sie und setzen die Behauptung in die Tat um. Mit einer Gästeschar aus Bulgarien, der Ukraine, der Türkei und Moldawien musizieren die georgischen Kosmopoliten – und ergründen in einem atemberaubenden und doch großartig stimmigen Hybrid aus Fusion-Jazz und Folk die Verwandtschaften zwischen balkanischer und kaukasischer Polyphonie, […] mehr…

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    Spiro – Lightbox

    Das legendäre Penguin Cafe Orchestra dürfte nach Jahrzehnten nun endlich seinen legitimen Nachfolger gefunden haben. Spiro nennt sich das Quartett, das auf Peter Gabriels Hausmarke Real World mit „Lightbox“ ein Werk vorlegt, das aus northumbrischen Tunes, traditionellen Hornpipes und Folksongs die Essenz herauszieht und zu kreisenden Minimalismen verdichtet – nicht via Computer, sondern ausschließlich handgemacht […] mehr…

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    Bassekou Kouyate – I Speak Fula

    Der Rebell bricht zu neuen Ufern auf: Mit seinem elektrifizierten Spießlauten-Quartett und Gästen wie Ali Farka Toures Sohn Vieux rockt der Mann aus dem malischen Segu den Niger. Intensive, pentatonische Melodien, trabende Groove-Geflechte und die packende Stimme von Bassekous Gattin Amy Dicko, der „Tina Turner Malis“, machen mal wieder den geografischen Anspruch auf die Wurzel […] mehr…

  • Rain Machine - Rain Machine

    Rain Machine – Rain Machine

    Nun hat sich TV On The Radio-Sänger Kyp Malone hinter der Soundwand seines Bandkollegen und Produzenten Dave Sitek hervorgewagt. Rain Machine ist sein Soloprojekt, und das Album gleichen Namens ist um vieles roher, spontaner, simpler, lyrisch direkter als das prächtig polierte letzte TV On the Radio-Meisterwerk „Dear Science“. Und genau das ist die Stärke dieser […] mehr…

  • Dudeman - V.I.P. vs. R.I.P.

    Dudeman – V.I.P. vs. R.I.P.

    Ein Duo aus München, das bei seinen Support-Auftritten für Dinosaur Jr. und Jello Biafra ob seiner massiven Wucht allerlei erstaunte Gesichter hinterließ. Sind die wirklich nur zu zweit? Sind sie. Auch auf ihrem ersten Album entzünden Sänger/Gitarrist Tom Snively IM und Schlagzeuger Flo Schanze Hardcore-Punk-Furor in Minimalbesetzung. Und zwischendrin lässt Snively, der zuvor schon unter […] mehr…

  • Alec Ounsworth - Mo Beauty

    Alec Ounsworth – Mo Beauty

    Clap Your Hands Say Yeah haben nach ihrem zweiten, bei Publikum und Kritikern nicht mehr ganz so erfolgreichen Album „Some Loud Thunder“ erst mal eine Pause eingelegt. Sänger Alec Ounsworth ging daraufhin nach New Orleans, um mit verdienten Session-Musikern wie Ex-Meters-Bassist George Porter Jr. und Mardi-Gras-Veteran AI „Carnival Time“ Johnson sein Solodebüt aufzunehmen, vom ersten […] mehr…

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    Megafaun – Gather, Form & Fly

    Zunächst sind Megafaun aus Wisconsin eine weitere vintage Americana-Band. Dreistimmige Gesänge wie von Crosby, Still & Nash, Banjo, schimmernde Akustikgitarren, bärtige Männer, die wie amish people aussehen: Die Zutaten sind bekannt. Die Brüder Brad und Phil Cook hatten mit ihrem Trommler Joe Westerlund bis vor einiger Zeit eine Band mit Justin Vernon, den die Welt […] mehr…

  • Mark Eitzel - Klamath

    Mark Eitzel – Klamath

    Er hatte mal zwei Platten mit dem American Music Club auf Virgin veröffentlicht, und 1997 nahm er ein Album mit seinem Freund Peter Bück auf “ West “ sollte Mark Eitzel berühmt machen, war aber sehr enttäuschend, und irgendwie kam seine Karriere danach gar nicht mehr in Gang. Auf seinen Solo-Platten kultivierte er dieselbe Eigenart […] mehr…

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    The Phenomenal Handclap Band – The Phenomenal Handclap Band

    Hochinfektiöser Funk – und tatsächlich ein phänomenales Debüt Hippie-Funk, Indie-Soul, Psychedelic-Funk – nennt es, wie Ihr wollt. Klar ist nur, dass dieser Groove nie aufhört, die Rhythmussektion alle Hände voll zu tun hat, zwischenzeitlich eine Carlos Santana verehrende Gitarre erklingt und der Bass derart unermüdlich durch dieses Debütalbum hüpft, dass keine noch so tanzunwillige Hüfte […] mehr…

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    The Flaming Lips – Embryonic

    Die kunterbunten Kindergeburtstage, die Wayne Coyne mit seinen Flaming Lips in den vergangenen Jahren auf den Konzertbühnen dieser Welt feierte, werden jetzt wohl noch skurriler wirken. Lang anhaltender Konfetti-Regen und ein Sänger, der in einer riesigen durchsichtigen Plastikkugel gutgelaunt durchs Publikum kullert, passen einfach nicht zu einem so bösen Album wie „Embryonic“. Nach der Trilogie […] mehr…

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    Mark Eitzel - Klamath

    Er hatte mal zwei Platten mit dem American Music Club auf Virgin veröffentlicht, und 1997 nahm er ein Album mit seinem Freund Peter Buck auf – „West“ sollte Mark Eitzel berühmt machen, war aber sehr enttäuschend, und irgendwie kam seine Karriere danach gar nicht mehr in Gang. Auf seinen Solo-Platten kultivierte er dieselbe Eigenart wie […] mehr…

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    The Phenomenal Handclap Band - The Phenomenal Handclap Band

    Hippie-Funk, Indie-Soul, Psychedelic-Funk – nennt es, wie Ihr wollt. Klar ist nur, dass dieser Groove nie aufhört, die Rhythmussektion alle Hände voll zu tun hat, zwischenzeitlich eine Carlos Santana verehrende Gitarre erklingt und der Bass derart unermüdlich durch dieses Debütalbum hüpft, dass keine noch so tanzunwillige Hüfte ungerührt bleibt. Die Phenomenal Handclap Band – namentlich […] mehr…

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    Megafaun - Gather, Form & Fly

    Zunächst sind Megafaun aus Wisconsin eine weitere vintage Americana-Band. Dreistimmige Gesänge wie von Crosby, Still & Nash, Banjo, schimmernde Akustikgitarren, bärtige Männer, die wie amish people aussehen: Die Zutaten sind bekannt. Die Brüder Brad und Phil Cook hatten mit ihrem Trommler Joe Westerlund bis vor einiger Zeit eine Band mit Justin Vernon, den die Welt […] mehr…

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    Pearl Jam – Backspacer

    Die ersten Minuten verheißen noch nichts Großes. „Gonna See My Friend“ reimt desire auf retire, mantra“artig wiederholt Eddie Vedder im Refrain den Songtitel, die Gitarren bratzen dazu auf altbekannte Weise. Am Ende waren bei Pearl Jam die schnelleren (Punk“)Rocksongs nie die, an die man sich jahrelang erinnert. Doch dann gelingen der Band bei ihrem neunten […] mehr…

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    The Black Crowes - Before The Frost … Until…

    Man sieht einem guten Handwerker gern bei der Arbeit zu. Vermutlich weil er ein Prinzip der Zeitlosigkeit verkörpert, das uns mit der eigenen Sterblichkeit versöhnt. Er wendet Kulturtechniken an, die viele Generationen älter sind und älter werden als er selbst, in seiner Person offenbart sich gelingende Tradition und somit eines kleines Stückchen Transzendenz im Profanen. […] mehr…

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    Hope Sandoval & The Warm Inventions - Through The Devil Softly

    Narkotisierende, eher akustisch angelegte Folk-SongsZeit ist ja immer relativ. Aber besonders ist sie das für Hope Sandoval. Herrje, was sind schon Jahre! 13 sind inzwischen ins Land gegangen seit dem letzten Mazzy Star-Album „Among My Swan“, und jetzt soll tatsächlich ein neues so gut wie fertig sein, auch wenn sie immer noch „keine Ahnung“ habe, […] mehr…