• Ups..

    The Flaming Lips

    - Embryonic

    Die kunterbunten Kindergeburtstage, die Wayne Coyne mit seinen Flaming Lips in den vergangenen Jahren auf den Konzertbühnen dieser Welt feierte, werden jetzt wohl noch skurriler wirken. Lang anhaltender Konfetti-Regen und ein Sänger, der in einer riesigen durchsichtigen Plastikkugel gutgelaunt durchs Publikum kullert, passen einfach nicht zu einem so bösen Album wie „Embryonic“. Nach der Trilogie […] mehr…

  • Ups..

    Patricia Kaas - Kabaret – Live

    Das genaue Konzept dieses Programms bleibt auch nach Ansicht rätselhaft: Die Kaas singt Lieder der großen Diven, zuvörderst also aus den 30er und 40er Jahren – das stimmt insofern nicht ganz, als ja auch die Diven vor allem Lieder andere Diven sangen und ein Chanson von Hildegard Knef natürlich nicht in die avisierte Ära passt. […] mehr…

  • Ups..

    Abba

    Als sie 1978 nach Japan reisten, hatten sie eine weniger gute Platte („Abba – The Album“) hinter und eine weniger gute („Voulez-Vous“) vor sich. England war erobert worden, Amerika leistete Widerstand. Am Flughafen (die Herren schoben das Gepäck selbst) wurden sie von Claqueuren und einer offiziellen Delegation begrüßt. Auch das Fernsehen wollte gleich ein paar […] mehr…

  • Ups..

    Tropico 3

    Es muss nicht immer gleich die ganze Welt sein. Eine Insel in der Karibik tut es auch. Als El Presidente regiert man in „Tropico 3“ eine Bananenrepublik und versucht seine Macht bzw. sein Schweizer Bankkonto nach und nach auszubauen. Dafür muss der Spieler seine Untertanen bei Laune halten, gute Reden halten und die richtigen Gebäude […] mehr…

  • Ups..

    Heroes Over Europe

    Ein Flugzeug-Simulator der weniger spektakulären Sorte. Aber für Genre-Einsteiger recht gut geeignet. Einmal den Joystick nach hinten geschoben, schon ist man in der Luft und kann Jagd auf alles Gerät machen, was die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg so hergab. Die ersten Missionen sind bisweilen etwas eintönig, doch die späteren machen dann richtig Spaß. Verpackt ist […] mehr…

  • Ups..

    FiFa 10

    Wenig Neues beim ewigen Kampf der Fußball-Simulationen. „Fifa 10“ bietet ebenso dürftige Fortschritte wie der praktisch gleichzeitig veröffentlichte Dauerkonkurrent „Pro Evolution Soccer 10“. Bei Präzision, Taktik und Steuerung hat „Fifa“ klar das Nachsehen, dafür hat man hier wie üblich sämtliche Originalnamen. In den Konsolenversionen nehmen sich die beiden grafisch wenig. Am PC ist „Fifa 10“ […] mehr…

  • Ups..

    Schummel-Mario

    Lange Zeit hielt man den Raubkopierer für eine Spezies, die sich ausschließlich an PC-Produkten zu schaffen macht. Was einfach zu begründen ist. Schließlich sind die schwer zu ergründenden Software-Tiefen ein ideales Terrain für ambitionierte Hacker, die sich ihre Wege auch durch verbotene Gebiete bahnen und ihre Karten dann bereitwillig auf Seiten wie gamecopyworld.com der Allgemeinheit […] mehr…

  • Ups..

    Colin McRae: Dirt 2

    Das vorzeitige Ableben des britischen Rallye-Weltmeisters von 1995, Colin McRae, ist an Tragik kaum zu überbieten. Er stürzte vor zwei Jahren mit seinem Hubschrauber ab und riss seinen Sohn, dessen Schulfreund und einen Kumpel mit in den Tod. Seit 1998 war McRae Namensgeber für eine Reihe der besten Autorenn-Simulationen. „Dirt 2“ ist der erste Teil, […] mehr…

  • Ups..

    Phil Sutcliffe – Queen

    Bei den „Crown Kings of Rock“, wie Sutcliffe sie nennt, ist eine „illustrated history“ durchaus angebracht. Es gibt zwar viele Geschichten zu erzählen, doch sagen die Bilder hier fast noch mehr: der Stolz in Freddie Mercurys Gesicht, die freudige Anspannung von Brian May auf der Bühne, die kritische Zurückhaltung John Deacons, der Schalk im Nacken […] mehr…

  • Marianne Faithfull & David Dalton Memories Cover

    Marianne Faithfull & David Dalton - Memories

    Offensichtlich hat Marianne Faithfull einen Mitteilungsdrang, für den Alben-Veröffentlichungen nicht ausreichen. Ihre „Memories“ erzählt sie behäbig wie eine alte Dame, die saturiert im Lehnstuhl sitzt und ihr Leben überdenkt. Zwischen den obligatorischen Erinnerungen an Mick und Keith, John und Paul, Heroinabhängigkeit, Krebs und Gesundung, lässt sie auch ein paar katastrophale musikalische Fehleinschätzungen einfließen (Dylans „Time […] mehr…

  • Barney Hoskins / Tom Waits - Ein Leben am Straßenrand

    Barney Hoskins – Tom Waits: Ein Leben am Straßenrand

    Auch der renommierte Journalist Hoskyns hat mit dem bekannten Waits-Biografie-Problem zu kämpfen: Der Songschreiber lehnt alle Anfragen ab, bittet Weggefährten, sich nicht zu äußern – und sitzt also mit Gattin Kathleen Brennan in einer Art Trutzburg gegen die Entblößung seines Lebens. Dabei hält Hoskyns ohnehin die gebotene Distanz, wenn er Kunst und Künstler analysiert. Etliche […] mehr…

  • Ups..

    Louis P. Masur – Born To Run

    Der Geschichtsprofessor ist (laut Untertitel) „Bruce Springsteens Vision von Amerika“ auf der Spur – und er macht keine halben Sachen: Louis P. Masur zerlegt „Born To Run“ in seine Einzelteile und setzt es wieder zusammen. Vieles ist bekannt – die quälend lange Zeit, die Springsteen im Studio verbrachte, die verschiedenen Versionen der Stücke -, doch […] mehr…

  • Ups..

    Maxim Biller – Der gebrauchte Jude - Schlechtes Gewissen

    Der kleine Maxim kam ins kalte Deutschland, weil seine Eltern aus Prag vor den Kommunisten geflohen waren. Sie wohnten im besonders kalten und regnerischen Hamburg, und Maxims Vater hatte einige komische Brüder, und der Junge war immer so blass. Außerdem war er in eine jüdische Familie geboren worden. Zwar waren seine Eltern nicht gläubig, doch […] mehr…

  • Dave Marsh  Bruce Springsteen Buchcover

    Dave Marsh – Bruce Springsteen - Von Tourneen und Träumen

    Nach all den gemeinsamen Jahren macht Dave Marsh aus seiner Bewunderung für Bruce Springsteen keinen Hehl mehr, das wäre ja auch albern. Er begegnete ihm einst als Journalist, ist aber längst zum Freund geworden und seit langem mit Springsteens Managerin verheiratet. Sein Bildband, der noch einmal kompakt die E Street Band-Geschichte zusammenfasst und sich ausführlich […] mehr…

  • Ups..

    Harry Rowohlt – Gottes Segen und Rotfront

    Aber nein, liebe „FAZ“, mit den Briefwechseln von Marx, Schiller oder gar, wir falten die Hände zum Gebet, Goethe kann es dieses Epistolarium natürlich nicht aufnehmen. Zum Glück nicht. Nachdem ich meinen Namen im Register freundlicherweise nicht gefunden hatte, lasen sich die „Nicht weggeschmissenen Briefe II“ in einer Rasanz durch, dass ich lange überlegen musste, […] mehr…

  • Ups..

    Gudrun Ensslin und Bernward Vesper – Notstandsgesetze von Deiner Hand

    Der mustergültig edierte Band versammelt die Briefe des Paares nach ihrer Trennung 1968. Bald darauf brennen in Frankfurt zwei Kaufhäuser, und Ensslin wird inhaftiert. Das Buch ist ein zeitgeschichtliches Dokument ersten Ranges, obwohl sich die beiden linken Frontkämpfer hier vor allem über ihre gescheiterte Beziehung und den gemeinsamen Sohn Felix verständigen – dabei offenbaren sie […] mehr…

  • Ups..

    Jamiri – Arsenicum Album

    Jamiri kultiviert wieder seine Leidenschaften: durch den Tag dümpeln, sich langweilen, zu viel trinken und ein bisschen herumkritzeln. Am Ende eines Comic-Strips liegt er zufrieden auf dem Rücken, das PC-Zeichenbrett auf dem Bauch, und das Bild darauf zeigt eben dieses letzte Panel des Strips: „Reiner Zufall, dass genau das mein Job war.“ Seine Fotos kontuierenden […] mehr…

  • Ups..

    Pier Paolo Pasolini und Paolo Di Paolo – Die lange Straße aus Sand - Die lange Straße aus Sand

    Pasolini war bereits ein berühmter und wegen seiner bekannt gewordenen Homosexualität auch berüchtigter Schriftsteller, als er 1959 von der Illustrierten „Successo“ den Auftrag bekam, die Küste zwischen San Remo und Triest abzuklappern, um die gewandelten Urlaubsgewohnheiten im prosperierenden Italien festzuhalten. Die Städte und Strände werden voller, internationaler, die ausländischen Urlauber hinterlassen ihre Markierungen in Mode, […] mehr…

  • Ups..

    David Wagner – Vier Äpfel

    Einer dieser Romane, die dem Feuilleton genauso nahe stehen wie der eigenen Gattung. Es gibt keinen Plot, der der Rede wert wäre, es geht vielmehr um die erstaunte, fast schon wieder ursprüngliche Wahrnehmung des ganz Bekannten und seine adäquate, sachgemäße Aufhebung in Sprache. Wagner sucht sich den profansten Ort aus, den man sich nur denken […] mehr…

  • Nick Cave - Der Tod des Bunnv Munro

    Nick Cave - Der Tod des Bunny Munro

    Eine tiefschwarze Ballade auf Romanlänge. — Nick Cave erzählt souverän und mit großer Geste. mehr…