• Ups..

    The Bookhouse Boys – Shoot You Down

    Man muss zuerst über den Berg des mählich schwellenden Intros und pompös brausenden Chors von „Mercy Me“, um in den Genuss des Titelsongs dieser 10″-EP zu kommen. Eine freilich zumutbare Strapaze, denn von da an schwelgt die vielköpfige Formation aus London in einer Atmosphäre aus geisterhaftem Twang, wehklagenden Trompeten und drohendem Dröhnen. David Lynch hätte […] mehr…

  • Ups..

    Alela Diane & Alina Hardin – Alela & Alina

    Auf der Bühne assistiert Alina schüchtern abseits, auf dieser 1O“-EP duettieren die Freundinnen paritätisch an Gitarren und Mikrofon. Sechs Tracks bieten Raum für zages Picking und zauberhafte Harmonies, zur einen Hälfte Eigenkompositionen romantischer Natur, zur anderen leis-beseelte, pastorale Versionen der Traditionais „Bowling Green“ und „Matty Groves“ sowie eine innig empfundene von Townes Van Zandts lichtscheuem, […] mehr…

  • Savoy Grand - Accident Book

    Savoy Grand – Accident Book

    Die Stille wird oft unterschätzt in der Popmusik. Wer nämlich viel Platz lässt zwischen Tönen und Veröffentlichungen, kommt schnell in Genieverdacht. Große Meister der Stille sind die Briten Savoy Grand, deren Songs sich in Zeitlupe zu großer Grandezza entwickeln können. Seit ihrem letzten Lebenszeichen sind bereits vier Jahre vergangen. ^Accident Book“ beginnt nun, als wäre […] mehr…

  • Marcy Playground - Leaving Wonderland...In A Fit Of Rage

    Marcy Playground – Leaving Wonderland…In A Fit Of Rage

    Zwölf Jahre ist der Hit „Sex And Candy“ schon alt, von Marcy Playground hat man seitdem nicht viel gehört. In letzter Zeit kümmerte sich Sänger und Songschreiber John Wozniak vor allem um sein Studio, doch nun hat er auch mal wieder etwas Eigenes produziert. Das vierte MP-Album klingt allerdings, als wären keine zwölf Tage vergangen […] mehr…

  • Ups..

    The Rumble Strips – Welcome To The Walk Alone

    „Featuring 11 compositions“, wird auf dem Cover angepriesen, als wäre das eine Leistung und keine Selbstverständlichkeit. Tatsächlich kann Charlie Waller aber auch stolz sein auf das zweite Album seiner Rumble Strips. Von Soul und Bläsern haben sich die Briten weitgehend verabschiedet, ihr emphatischer Gitarrenpop verlässt sich jetzt auf eingängige Melodien, Wallers aufgewühlten Gesang und die […] mehr…

  • Ups..

    The Busters – Waking The Dead

    Die zehn Badener, seit 22 Jahren im Geschäft, haben mit ihrem Ska-Pop einen neuen Fan gewonnen, der sich bei „Waking The Deacl“ gleich nützlich macht: Die Schauspielerin Katharina Wackernagel singt bei einigen Songs mit, unter anderem bei „Resiste“ (so heißt auch Jonas Groschs Film, für den die Busters am Soundtrack mitarbeiteten) und bei der fidelen […] mehr…

  • Ups..

    Ich+lch – Gute Reise

    Die Arbeitsteilung funktioniert: Adel Tawil geht auf Tournee, Annette Humpe puzzelt derweil im Studio weiter. So gibt es jetzt schon das dritte Album des unfassbar erfolgreichen Duos, das sich natürlich nicht weit weg bewegt vom bekannten Konzept: Liebeslieder mit angenehmen Beats, getragen von Tawils sentimentalem Gesang. Er meint es immer sehr, sehr ernst und muss […] mehr…

  • Kurt Vile - Childish Prodigy

    Der schnarrende Sprechgesang von Kurt Vile erinnert bisweilen an Lou Reed, doch brodelt in dem Songschreiber aus Philadelphia zu viel Wut, als dass er wirklich cool klinge könnte. Wenn er im bedrohlichen „Dead Alive“ brüsk „Let’s try and have a good time“ vorschlägt, weiß man schon: Das wird nichts. Viles spröder Indie-Rock bleibt trotzdem spannend, […] mehr…

  • Ups..

    Billy Clyro – Only Revolutions

    Von Fanfaren begrüßt marschieren sie im Stechschritt ein. Nachdem Biffy Clyro vor zwei Jahren von ihrem „Puzzle“ 250 000 Exemplare verkauft haben, besteht für die Schotten auf dem Nachfolger „Only Revolutions“ kein Grund zum Leisetreten. Großspuriger, mit noch weiter ausholenden Gitarren, noch vollmundigeren „Wow-wowwow“-Mitsingchören als in „The Captain“ kann man ein Album kaum eröffnen. War […] mehr…

  • Ups..

    Brandi Carlilc – Give Up The Ghost

    Als Brandi Carlile vor zwei Jahren in den USA mit dem Album „The Story“ Aufmerksamkeit erregte, sahen sie viele als Kuriosum. Da war diese übermächtige Stimme, die aus manchen Refrains herausbrach wie ein Unwetter, es war eine Schau. Man dachte an Melissa Ethridge, die zu ihrer Zeit etwas Ähnliches auslöste. Es ist wahr, dass Carlile […] mehr…

  • Ups..

    Jaqee – Kokoo Gin

    Das Cover erinnert an Grace Jones und zeigt mit der Torte im Gesicht schon den naiv-fröhlichen Charakter der Sängerin, die in Uganda geboren und in Schweden aufgewachsen ist. Ihr mittlerweile drittes Album nähert sich dem Reggae mehr an als ihre Vorgänger. Dabei kokettiert sie als nomadischer Freigeist, der sie von Haus aus ist, nur mit […] mehr…

  • Ups..

    The Senior Allstars – Hazard

    Die Münsteraner Instrumentalisten spielen, was sie selbst gern hören, verbinden mit leichter Hand Jazz und Reggae, Dub mit Ska und strotzen dabei vor Musikalität. Das klingt nach Easy Listening, hat aber Ecken und Kanten, eignet sich gleichermaßen zum Tanzen wie bei der Arbeit, zum Zuhören und Relaxen. Als fände sich Bert Kämpfert mit den Shadows […] mehr…

  • Ups..

    King Tubby & The Clancy Eccles All Stars – Sound System International DubLP

    3,5 wohl niemand hatte bislang Kenntnis von diesen obskuren frühen Dubarbeiten eines King Tubby, der die Songs von Produzentenlegende Clancy Eccles zu einem Album zusammenfasste. Tubbys Handschrift wird hier schon erkennbar: Seine Vorliebe, Songs auf die wesentlichen Elemente Drum und Bass runter zu strippen, Gesangparts nur gelegentlich ein- und auszublenden, und somit eine eigene Kunstform […] mehr…

  • Ups..

    Lee „Scratch“ Perry & Adrian Sherwood – Dubsetter

    Das kongeniale Duo hat für seine Dub-Reise alte Black Ark-Riddims, neue Sounds und viele Überraschungen eingepackt und lädt von Jamaika nach Indien, über Afrika nach Brasilien ein. Sie entführen in eine Welt der Schamanen, in der man wie in Trance Wolfs- und Kriegsgeheul, Geige und Melodika, Cello, sphärische Bläsersätze und ein Füllhorn an fremdländischen Details […] mehr…

  • Ups..

    Molina and Johnson – Molina and Johnson

    Selbst vom Blues ist nur ein Skelett übrig. Ein knochiges Riff‘ und eine singende Säge jammern, das Aufnahmeband rauscht, und Edgar Allen Poes Rabe flattert „Nimmer mehr“ flüsternd vorüber und verdunkelt den Himmel der LoFi-Tragödie „All Gone, All Gone“, die um die Vergeblichkeit allen Bemühens und von der Einsamkeit weiß, die einen am Ende erwartet. […] mehr…

  • Ups..

    Eamon McGrath – 12 Songs Of Whiskey And Light

    Der Albumtitel lasst zugegebenermaßen schon Schlimmes vermuten, doch trotzdem ist man nicht vorbereitet auf den Moment, in dem der kanadische füll time Trunkenbold und half time Songwriter Eamon McGrath seine Stimme eher erbricht als erhebt. „God is dead and l’m okay“ rülpst er zu Barpiano und klingt dabei wie eine partytaugliche Tom-Waits-Imitation von Ryan Adams. […] mehr…

  • Ups..

    Norah Jones – The Fall

    Er war nur zu verständlich, dieser ungläubige und fast verschüchterte Blick, mit dem sie 2003 im Blitzlichtgewitter der Weltpresse stand – mit ihren acht Grammys im Arm. Ausgerechnet sie, die leicht verhuscht wirkende Tochter von Sitar-Guru Ravi Shankar sollte gleich mit ihrem Debüt „Come Away With Me“die kränkelnde Musikszene im Alleingang aus ihrer Sinnkrise erlösen? […] mehr…

  • Lyle Lovett -  Natural Forces

    Lyle Lovett – Natural Forces

    Das ging ja fixer, als zuletzt geunkt (siehe RS 5/09). Nur gut sechs Monate liegt seine erste Live-Visite nach gefühlten 60 Jahren zurück, die in kleiner Besetzung ein altes Album seiner großen Band verkaufen sollte. Was auf kuriose Weise einer Karriere entsprach, die hier zuletzt nicht mehr wirklich stattfand. Gerade mal für seine Verhältnisse schlappe […] mehr…

  • Julian Casablancas - Phrazes For The Young

    Julian Casablancas – Phrazes For The Young

    „Phrases And Philosophies For The Use Of The Young“ ist ein Nebenwerk des Dichters und Hasardeurs Oscar Wilde. Eine Sammlung von Sinnsprüchen wider die restriktive Moral des viktorianischen Englands. In Anlehnung an Wilde posiert Julian Casablancas nun auf dem Cover seines ersten Solo-Albums als moderner Dandy mit Grammophon und Hund. Frei nach dem Wilde-Motto: „In […] mehr…

  • screw the RIAA

    The Killers - Live From The Royal Albert…

    Der pompöse Rahmen passt perfekt zu den Killers, denen man in jeder Sekunde ansieht, dass sie unbedingt beeindrucken wollen. Das gelingt Brandon Flowers bei diesem Auftritt vom Juli 2009 allerdings am besten, wenn er seine Ambitionen kurz vergisst und sich richtig in die Songs hineingräbt, beim akustischen Beginn von „Sam’s Town“ etwa, wenn er mal […] mehr…