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    Sting - Live In Berlin

    Im Herbst brachte Sting seine alten Songs mit dem Royal Philharmonic Orchestra auf die Bühne – die DVD zeigt, wie gut er noch immer ist. Im Herbst 1985 überlegte ich mit Freunden, welche Platte die beste des Jahres sei. Manche griffen zu „Brothers In Arms“, ich langte nach „Little Creatures“ von den Talking Heads. Die […] mehr…

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    Daniel Kahn & The Painted Bird - Lost Causes

    Frei nach Bertold Brecht nennt der US-amerikanische Wahlberliner seine Musik „Verfremdungsklezmer“ und meint damit, dass er sich zwar mit der jüdischen Tradition befasst, diese aber kommentiert und ihrer üblichen Einbettung beraubt. Mit seiner seit 2005 bestehenden Combo Painted Bird gelingt ihm das auf verstörende Art und Weise: Die Klezmerinstrumentation mit Klarinette und Akkordeon wird punkrockig […] mehr…

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    Diverse - You’ll Never Know (18 Caribou…

    Neben den heute etablierten Labels wie Studio One und Treasure Isle dokumentierte auch die kleine Caribou-Firma die politische Unabhängigkeit Jamaikas 1962 und die Aufbruchsstimmung im Ska. Dada Tewari gründete das Label bereits Mitte der 50er-Jahre, was bei einigen R&B-Einflüssen, Mento- und Calypso-Spielweisen deutlich wird. Dada, ein reicher Jamaikaner indischer Abstammung, bezahlte die Musiker, die später […] mehr…

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    Gwilym Simcock

    Lisa Bassenge +++¿ Die zahlreichen Coverversionen auf „Nur fort“ sind eine einzige Provokation für jeden Musiker, der sich schon mal gefragt hat, wie er sich verführerisches Fremdmaterial überzeugend aneignen soll. Ob Knef („In dieser Stadt“), Lindenberg oder Witt („Kosmetik“): Die Melodien hören sich an, als hätten sie ein Leben lang darauf gewartet, von Lisa Bassenge […] mehr…

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    Manfred Maurenbrecher - Maurenbrecher für alle

    Kollegen von Konstantin Wecker bis Heinz Rudolf Kunze feiern den verkannten Berliner Liedermacher. Der junge Manfred Maurenbrecher sah in den frühen 80er-Jahren aus wie der der junge Randy Newman, den er wie so viele Liedermacher Anfang der 80er-Jahre – Herbert Grönemeyer, Heinz Rudolf Kunze etc. – verehrte und von dem auch er musikalisch nachhaltig geprägt […] mehr…

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    Kanye West - My Beautiful Dark Twisted Fantasy

    Kanye West zeigt dem schmusefeinen Entertainer Cee Lo Green, was im HipHop alles möglich ist. Eigentlich komisch, dass schon so lange keiner mehr von HipHop-Krise gesprochen hat. Wurde früher zu Weihnachten hin gern gemacht – vielleicht nicht in einem Jahr, in dem Jay-Z bei Rock am Ring triumphierte, Eminem endlich wieder eine richtig gute Platte […] mehr…

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    Kaizers Orchestra - Violeta Violeta (Vol. 1)

    Vorhang auf für die romantische Polkarock-Tragödie in drei Akten Die Zeiten des zirzensischen Gypsy-Punk, mit dem vor zehn Jahren alles begann, sind beinahe vergessen. Kaizers Orchestra ist inzwischen zur relativ konventionellen Rockband geworden. Zwar lassen sie weiterhin osteuropäische Einflüsse in ihrer Musik erkennen, doch fügen sich diese mittlerweile bruchlos in das pompöse Klangbett. „Violeta Violeta“ […] mehr…

  • Joan As A Police Woman - The Deep Field

    Joan As Police Woman - The Deep Field

    Sexy Understatement-Soul: Joan Wassers eingängigstes Album mehr…

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    Amos Lee - Mission Bell

    Unangestrengter Folk-Soul, von Burns und Convertino produziert Amos Lee, schrieb die „New York Times“ über den ehemaligen Grundschullehrer aus Philadelphia, verströme „ein Flair, ohne dabei auszusehen, als versuche er es ein bisschen zu sehr“. Das Outfit-Urteil lässt sich abgewandelt auf seine Musik übertragen. Die Songs von Amos Lee waren schon immer irgendwie da, ohne dabei […] mehr…

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    Binoculers - Every Seaman’s Got A Favourite…

    Verwunschenes Debütalbum einer erstaunlichen Künstlerin Nadja Rüdebusch alias Binoculers auf der Bühne zuzusehen, ist ein Abenteuer. Die Hamburgerin sitzt oder steht dort inmitten von sechs, sieben Instrumenten – Gitarren, Keyboards, Glockenspiel und Basspedale – und entwirft mit Händen und Füßen (und einer Loop Station) ihre Lieder. Seit drei, vier Jahren fährt sie mit ihren Instrumenten […] mehr…

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    Elliott Murphy - Elliott Murphy

    Der Amerikaner feiert trotzig und mit milder Ironie den Rock’n’Roll. In seiner Wahlheimat Paris organisieren sie ihrem „Last Of The Rock Stars“ inzwischen hochoffiziös Ausstellungen. Was doch mehr über die Eitelkeit französischer Lokalpolitiker verrät als über Elliott Murphys Selbstwahrnehmung. Mit 61 ist der Exil-Amerikaner selbst bei großzügiger Auslegung immer noch kein Star, aber alt genug, […] mehr…

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    Social Distortion - Hard Times And Nursery Rhymes

    Zurücklehnen statt Kämpfen: Mike Ness macht es sich gemütlich. Mike Ness pflegte die Gitarre auf die Kniehöhe zu spielen, während er bärbeißig und stiernackig mit gefletschen Zähnen ins Mikro hinauf sang. Das war zumindest bis zur „White Light White Heat White Trash“-Platte so (die damals vom ahnungslosen Majorlabel zum „Newcomer-Preis“ angepriesen wurde). Dazu bellte er: […] mehr…

  • Weezer - Death To False Metal

    Gar kein Metal! Weezer werfen ihre schönsten Reste zusammen. Weezers Fronthornbrille Rivers Cuomo hat schon immer gern mit dem 80er-Jahre-Heavy-Metal kokettiert, aber das war stets eher eine Reminiszenz an die mit Twisted Sister et alii halbwegs glücklich überlebte Teenagerzeit. Die College-Nerd-Nummer mit Harvard-Abschluss, Polo-Hemd und dem ersten Preis beim Buddy-Holly-Ähnlichkeitswettbewerb und seine große Affinität zu […] mehr…

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    Per Anders - Per Anders

    Das Berliner Duo macht ganz undeutschen, romantischen Folk. Nein, bei Per Anders handelt es sich nicht um einen schwedischen Handballnationaltorwart! Allerdings: Die Musik des Duos aus Berlin-Köpenick hat durchaus etwas Skandinavisches und könnte in einer schwedischen oder finnischen Waldhütte mit Ofenrohr entstanden sein – anstatt unweit der Alten Försterei. Wir-sind-Helden-Trommler Pola Roy und Tele-Bassist Jörg […] mehr…

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    Robyn - Body Talk

    Die besten Tracks der Dance-Pop-Trilogie, jetzt auf einem Album In der klassischen Ära des Pop war es Standard, dass ein Album diverse bereits erschienene Singles zusammenfasste. Kein Möchtegern-Kunstwerk, das sich ans Feuilleton anschmiegt, sondern ein knackiges Hit-Paket zum günstigen Preis. Bei der Sängerin Robyn dürfte allerdings auch die Verwertungslogik von iTunes dafür verantwortlich sein, dass […] mehr…

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    Teitur - Let The Dog Drive Home

    Der Däne hat seine Songschreiber-Kunst noch weiter verfeinert. Hatte man Teitur Larssen schon bei der Veröffentlichung seines Debütalbums 2003 für einen fertigen Künstler gehalten, erlebte man in den folgenden Jahren einige Überraschungen. Der Sänger von den Faröer-Inseln nahm auf den Alben Nummer zwei und drei eine variantenreiche Verfeinerung vor. Schon beim zweiten Album griff der […] mehr…

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    Fujiya & Miyagi - Ventriloquizzing

    Eher halbherzige Nostalgie-Synthesizer-Sounds aus Brighton Willkommen auf dem Spielplatz der Nerds! Dort, wo große Jungs die Süße der Erinnerung schmecken. Wenn schon die Welt böse ist – der Terror!, die Wirtschaft!, die Umwelt! -, dann muss wenigstens die eigene Musik freundlich und vertraut klingen. Früher waren Gitarren der Marken Gibson oder Gretsch der ultimative Fetisch, […] mehr…

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    James Blunt - Some Kind Of Trouble

    Standardkompositionen ohne vorgetäsuchte Bedeutsamkeit Vor sechs Jahren wurde Captain James Blunt nicht nur Popstar – er brachte uns sogar das echte, wirkliche, handgemachte Lied zurück! So wollte es das Marketing, das Blunt zum echten Songwriter in einer Welt der Plastikmusik stilisierte. Allein wegen dieser schlimmen Verdrehung konnte man Blunts Musik nicht mögen. Seither Superlative. Blunt […] mehr…

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    The Legendary Pink Dots - Seconds Late For The Brighton…

    Betörend-verstörende Klanggebilde aus einer anderen Zeit Im Jahr 1982, als The Legendary Pink Dots ihr erstes Album „Brighter Now“ veröffentlichen, gewinnt Nicoles „Ein bisschen Frieden“ den Grand Prix Eurovision, Spielbergs „E. T.“ kommt in die Kinos und der erste Commodore 64 in die Elektroläden. Schon damals wollte diese seltsame Band mit ihren hochkomplexen Ideen und […] mehr…