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    Mit gnadenlosem Spott demontieren die Coens die keile Welt eines Ehemannes.

    - Kein Rabbi hilft

    Der routinemäßige Gesundheitscheck beim Arzt verläuft noch bestens. Alles ist in Ordnung bei Larry Gopnik (Michael Stuhlbarg), jüdischer Physikprofessor, verheiratet, zwei Kinder im Teenageralter. Der Hypochonder kann durchatmen, und das sollte er auch, denn unmittelbar danach prasseln die Hiobsbotschaften auf ihn ein. In ihrer Komödie entfesseln Ethan und Joel Coen mit alttestamentarischer Wucht eine groteske […] mehr…

  • In meinem Himmel

    In meinem Himmel

    „Der Herr der Ringe“ war ein monumentaler Dreiteiler, sein „King Kong“-Remake immerhin noch fast drei Stunden lang. Gemessen daran ist nun Peter Jacksons Verfilmung des Bestsellers von Alice Sebold ein kleiner, geradezu intimer Film. Die 14jährige Susie (Saoirse Ronan) hat in einem Vorort von Pennsylvania die üblichen Pubertätsprobleme. Doch plötzlich wird sie aus dem Leben […] mehr…

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    Ein russischer Sommer

    Leo Tolstoi, Autor von „Krieg und Frieden“ und „Anna Karenina“, ist in Russland noch heute ein Nationalheiliger. Der amerikanische Regisseur Michael Hoffman („Restoration“) will mit der Verfilmung des Romans von Jay Parini sein Denkmal nicht umstürzen, aber etwas daran rütteln. Der junge Valentin (James McAvoy) wird 1910 der neue Privatsekretär des kranken Tolstoi (Christopher Plummer). […] mehr…

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    Das Kabinett des Dr. Parnassus - Requiem für einen Traum/Start: 7.1.

    Wie die Genies Orson Welles und Stanley Kubrick gehört Terry Gilliam zu den ganz großen Verrückten unter den Regisseuren. Seine Kämpfe mit Produzenten, Budgets und anderen Widrigkeiten nehmen an Schicksalhaftigkeit längst biblische Ausmaße an. Von „Brazil“ gibt es drei Schnittfassungen, weil die klaustrophobische Satire dem Studio anfangs zu düster war. „Die Abenteuer des Baron Münchhausen“ […] mehr…

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    Mit drei Konzerten verabschiedeten die Rude Boys sich von ihrem Publikum. - North Face-freie Zone

    „Hey, wo willst du hin?“ Der Schwarzmarkt-Händler an der Londoner U-Bahn-Station Hammersmith versucht, letzte Tickets für die ausverkauften finalen Specials-Shows loszuwerden. „Na, tanzen, Mann!“ Wie alle anderen hat sich der angesprochene Skinhead seine Karte im Vorverkauf gesichert. Wie er tanzen wird an diesem Abend! 28 Jahre hat er auf seine „Jungs“ warten müssen, und nun […] mehr…

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    The Rationals – Think Rational

    Eine der obskureren Bands in der „Nuggets „-Retrospektive von Lenny Kaye waren die Rationais aus Ann Arbor, die es einige Jahre vor den Stooges und MC5 dort zu beträchtlicher Popularität brachten. Dass sie auf der berühmtem Kollektion von „Artyfacts From The First Psychedelic Era“ ausgerechnet mit einer ziemlich notengetreu musizierten und auch den Sound sklavisch […] mehr…

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    SHORTCUTS

    von Arne Willander Paul Weller 4,5 Paul Weller (Deluxe Edition) Das letzte jugendbewegte Album von Paul Weller, bevor er dem Dad-Rock ein ledriges Gesicht gab. Enttäuscht von der Ablehnung des letzten Style Council-Albums, zog er eine Weile mit dem Paul Weller Movement umher, bevor 1992 dieses eklektische Meisterwerk erschien: R&B und Britpop, Curtis Mayfield und […] mehr…

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    Love – Love Lost

    Wer 1968 von seiner Plattenfirma enttäuscht zu dem neuen von Bob Krasnow und Tommy Li-Puma gegründeten Start-up-Unternehmen Blue Thumb Records wechselte, hatte bisweilen bald die böse Ahnung, vom Regen in die Traufe geraten zu sein. Erst bei A&M und dann bei Buddah, wechselte beispielsweise Captain Beefheart nach dem „Strictly Personal“-Intermezzo – nicht nur ein kommerzielles […] mehr…

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    Neil Diamond – The Early Songs Of Neil Diamond

    Von Songschreibern, die als Angestellte eines Musikverlags für ein monatlich fixes Entgelt (zuzüglich Renten-, Krankenkassen-und Pflegeversicherungs-Beiträge?) in ihr Büro gehen, um dort an den möglich nächsten Hits zu tüfteln, hat man schon lange nichts mehr gehört. Dabei war das noch zu Zeiten von Brill-Building-Mogul Don Kirshner bekanntlich ein ehrenwertes Gewerbe. Auch Neil Diamond ging dem […] mehr…

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    Dollv Parton – Dolly

    Probleme mit zu viel Alkohol, viel zu vielen Cheeseburgern oder um einiges härteren (chemischen) Substanzen gehören nicht erst seit Leadbelly, Elvis oder George Jones zur peripheren Folklore populärer Musik. Andererseits durfte man schon als ziemlich befremdlich empfinden, wie die Firma RCA das Schaffen der Country-Sängerin Dolly Parton nach ihrem Ausscheiden aus dem Unternehmen würdigte. Als […] mehr…

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    John Wayne’s West In Music

    Einmal diktierte John Wayne wohl doch, was er in „seinem“ Film an Musik hören wollte. Für das Regie-Debüt „The Alamo“ engagierte er nach dem Erfolg von „Rio Bravo“ denselben Dimitri Tiomkin, der für den Main Title die aus letzterem schon bekannte Melodie von „The Deguello“ mit dem Evergreen „The Green Leaves Oof Summer“ zu einem […] mehr…

  • Die Fantastischen Vier 4:99 Cover

    Die Fantastischen Vier - Jubiläumseditionen: Jetzt geht’s ab!/Vier gewinnt/Die…

    Immer noch amüsant: Jubiläums-Editionen der Studio-Alben „Schönen guten Abend, meine Damen und Herren/ Wir machen Rap-Musik, und wir hören sie auch gern“ mit diesem recht simplen Bekenntnis begann das Debüt der Fantastischen Vier. „Jetzt geht’s ab“ (3) erschien 1991, aber weil die Fantas schon zwei Jahre vorher zusammengefunden hatten, wird das Jubiläum 2009 gefeiert. Die […] mehr…

  • King Crimson - In The Court Of The Crimson King

    King Crimson – In The Court Of The Crimson King

    An die Devise „Sag niemals nie!“ hat sich bis heute nie jemand strenger gehalten als Robert Fripp. Für jemanden, der schon nach „Red“, seinem siebten Werk in gerade mal sechs Jahren, erklärte, er sei restlos desillusioniert von diesem ganzen Musikgeschäft, hat er sich zu mehr Comebacks aufgerafft als alle Kollegen der Prog-Rock-Zunft. Dass er sich […] mehr…

  • The Rolling Stones Get Yer Ya-Ya's Out

    The Rolling Stones – Get Yer Ya-Ya’s Out!

    Deluxe-Edition des Live-Mitschnitts, mit Konzerten von Ike & Tina Turner und B.B. King mehr…

  • AC/DC - Backtracks

    AC/DC - Backtracks

    Brian Johnson ließ kürzlich durchblicken, dass er sich durchaus auf die Rente freue. Mit 62 bewegt sich der Sänger bei Tourneen wohl langsam am Rande seiner Kapazitäten. Für die Nachwelt halten AC/ DC vorsichtshalber schon jetzt alles fest, was es festzuhalten gibt. Immer wieder kommen sie mit aufpolierten Raritäten und Live-Aufnahmen um die Ecke. Nach […] mehr…

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    Tilt Merritt – Home Is Loud

    Sie sei, erinnert sich Tift Merritt in den Linernotes, niemals so froh gewesen, nach Hause zu kommen, und sie habe dieses Zuhause auch noch niemals so klar gesehen. Anfang Juni 2005 kehrt die große weiße Americana-Hoffnung für ein Konzert im „North Carolina Museum Of Art“ nach Raleigh zurück. Als Hypothek schleppt sie ein trotz aller […] mehr…

  • Rihanna - Rated R

    Rihanna – Rated R

    Rührend hilfsbereit spannte Rihanna seinerzeit ihren „Umbrella“ aus, Jenes Schirmchen, uhuh-uh-unter das sich flüchten durfte, wer in irgendeiner Form an der bösen Welt litt. Einen prominenten Fall von häuslicher Gewalt später ist der Regenschutz freilich längst zusammengeklappt und wird auf „Rated R“ bestenfalls als improvisiertes Schlaginstrument genutzt. Küchenpsycholgische Bezüge zur Prügelattacke ihres Exfreundes finden sich […] mehr…

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    Shortcuts – von Wolfgang Doebeling

    Geoff Muldaur & The Texas Sheiks 4,0 Texas sheiks So fabelhaft die Musik auf dieser LP ist, so traurig war ihr Anlass. Geoff Muldaur hatte 2008 in Austin ein Studio gebucht und ein paar illustre Musiker geladen, um seinen krebskranken Freund Stephen Bruton von den Strapazen der Chemotherapie abzulenken, ihn aufzubauen. Einige „high IQ funky […] mehr…

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    Cymbals Eat Guitars – Why There Are Mountains

    Wie unsere Lieblingsbands der 90er zu klingen, ist nie verkehrt Es ist unfair, dass alle, die sich derzeit über das Cymbals Eat Guitars-Debüt auslassen, der Band immer erst deren musikalische Abhängigkeit vom Indie-Rock der 90er Jahre vorhalten. Dass in jeder „Why There Are Mountains“-Rezension spätestens in Zeile 15 der Name Pavement auftaucht (natürlich auch in […] mehr…

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    Daniel Johnston – Is And Always Was

    Die Alben von Daniel Johnston fallen in zwei Kategorien. Die praktisch unproduzierten, mit großer kindlicher Naivität ausgeführten, LoFi-Werke, die ihm unter Eingewehten den Rufeines Genies – einer Art Mischung aus Cy Twombly und Brian Wilson vielleicht – einbrachten. Und dann gibt es die Alben, die von berühmten Fans wie etwa Sparklehorse-Mastermind Mark Linkous polierten Songsammlungen, […] mehr…