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    Editors

    - In This Light And On This Evening

    Dass die Editors für ihr neues Album mehr Keyboards einsetzen würden, hatte man gehört. Aber gleich so viele? Auf „In This Light And On This Evening“ klingen die Briten wie ausgewechselt. Strenge Goth-Synths allerorten, maschinelle Beats, dunkles Herz in Wort und Gesang – sie machen es jetzt ganz anders. Den Mut muss man zumindest goutieren. […] mehr…

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    Port O‘ Brian - Threadbare

    Manchmal muss man Prioritäten setzen. Vor allem wenn man seine künstlerische Geburt einem Fischerboot in Alaska verdankt und der Sehnsucht nach einer Bäckerin an Land. Um dann – zack! – als große Indie-Folk-Hoffnung in den großen Tour-Zirkus eingespeist zu werden. Wer die ausufernde Ekstase gehört und gesehen hat, mit der Port O’Brien Songs wie „I […] mehr…

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    Little Feat

    Es war eines der „Rockpalast“-Konzerte, an die sich nicht nur Peter Rüchel mit wässrigen Augen erinnert: Im Juli 1977 übertrug die ARD zum ersten Mal eine komplette Konzertnacht live; die unbestrittene Krönung dieser kleinen Kulturrevolution war der Auftritt von Little Feat, die gerade zu Höchstform aufliefen (nur einige Tage später nahmen sie das Live-Album „Waiting […] mehr…

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    David GrayDraw The Line

    Nein, ein großer Charismatiker wird aus David Gray nicht mehr. Schon immer schien es so, als wäre der irische Barde ein Zweifler in eigener Sache, ganz bestimmt aber in Sachen Ruhm und Hitparade. Doch in letzterer ist David Gray zu Hause, seit er vor vielen Jahren das meistverkaufte Album Irlands aufgenommen hat. Mmmhh, hört man […] mehr…

  • Elvis Presley - The Love Songs

    Elvis Presley - The Love Songs

    Die Schauspielerin Ashley Judd sagt auf ihrem Sessel wohlgesetzte Texte von Chet Flippo auf: Elvis und die Lieeeebe, Elvis und die Liebslieder, Elvis und die lieben Frauen. Man hangelt sich an den wenigen Fernsehauftritten („Witchcraft“ und „Love Me Tender“ mit Frank Sinatra) und den Filmen entlang, zeigt bei den späteren Jahren das Gefühlige aus dem […] mehr…

  • John Fogerty Rides Again Artwork

    John Fogerty & The Blue Ridge Rangers - Rides Again

    Die Überraschung hier ist nicht, dass John Fogerty ein Alter Ego reaktiviert, das zuletzt 1973 auf dem gleichnamigen Coveralbum mit Songs von Hank Williams oder George Jones im Einsatz war. Die Überraschung ist auch nicht, dass er das späte Nachfolgewerk mit dem kitschigsten Cover seit „Working On A Dream“ unter die Leute bringen möchte. Ja, […] mehr…

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    Monsters of Folk - Monsters of Folk

    Lieber Gott, hier spricht die Indie-Supergroup! Wie, du weißt nicht, wer wir sind? Uns kennt doch jeder, der etwas auf sich hält. Aber vielleicht bist du kein Musik-Nerd. Also, „Dear God (Sincerely M.O.F.)“ – wir sind: Conor Oberst, Kopf der Alternative-Helden Bright Eyes und neuerdings auch Solokünstler, mit und ohne Mystic Valley Band. Auf jeden […] mehr…

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    Jochen Distelmeyer - Heavy

    Vielleicht gehen Jochen und Bernd ja nach dieser Platte doch mal wieder zusammen ins Kino. Bernd Begemann hatte 1993 zur Drum-Maschine in „Rambo III mit Jochen Distelmeyer im Autokino“ einen Streit nachgespielt, in dem ihm Distelmeyer vorwirft, nicht radikal genug zu sein. „Du bist Godard, und ich bin Truffaut“, trotzte Begemann damals und stellte fest: […] mehr…

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    Leonard CohenIsle Of Wight 1970

    Das Festival war längst aus den Fugen geraten, als Leonard Cohen gegen vier Uhr morgens am letzten Tag geweckt wurde. Seit drei Tagen campierten eine halbe Million Menschen im Dreck der Insel; weil kaum jemand Eintritt zahlte, sollte ein Zaun um das Gelände gezogen werden. Viele der auftretenden Künstler, darunter Kris Kristofferson, waren ausgebuht worden. […] mehr…

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    Oya-Festival, Oslo, Middelalderparken - Stilettos im Lesezelt

    Jedes Festival, das auf sich hält, geht nach dem Ende im Gelände nicht gleich ins Bett. „Oyanatt“ heißt das dann auf dem viertägigen Oya (= Insel) und liegt angesichts der Club-Fülle im Zentrum von Oslo näher als anderswo. So erscheinen uns in der Geisterstunde von Freitag auf Samstag im „John Dee“ Klara und Johanna Söderborg. […] mehr…

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    Patrick Wolf – Köln c/o Pop

    Ein Mikro fliegt durch die Luft, der Ständer hinterher. Dann segelt ein Klavierhocker hinter die Bühne. Es wird auf den Boden gespuckt, ein Stinkefinger blitzt auf, wir hören allerhand Geschrei von „bitches“, „motherfuckers“ und schließlich den Aufruf „Let’s have a riot, ok?“. Wo genau wir hier sind? Iggy Pop, 1969? N.W.A., 1988? Oh nein. Dies […] mehr…

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    Haldern Pop Festival, Rees, Haldern - Die Generation Geige

    Musik ist in Schwingung gebrachte Luft!“, rief zur Begrüßung Haldern-Urgestein Hein Fokker in die verstummenden Akkorde von Vivaldis „Frühling“. Es war früher Nachmittag am Niederrhein, ziemlich genau 40 Jahre nach dem größten und legendärsten Open-Air-Konzert aller Zeiten: Woodstock. Und vielleicht wollte der israelische Singer/Songwriter Asaf Avidan mit einem Folksong, den er allein zur Akustikgitarre anstimmte […] mehr…

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    Louie & The Lovers – The Complete Recordings

    Ein Album von 1970 – und erstmals alle Session-Aufnahmen Es hätte der Beginn einer wunderbaren Freundschaft werden können. Das dachte sich auch Doug Sahm, als er das von ihm entdeckte Quartett aus Salinas bei Epic unterbrachte und das Debüt produzierte. In Songschreiber Louis Ortega hatte er jemanden entdeckt, der nach seinem musikalischen Geschmack war. Erfrischend […] mehr…

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    Chocolate Watch Band – The Inner Mystique

    Auch ihr Stones-inspiriertes Garage-Beat-Debüt „No Way Out“ liegt wieder in analoger Unverfälschtheit vor, doch erst mit „The Inner Mystique“ fand die kalifornische Formation ihre Bestimmung im von Produzent Ed Cobb grellbunt bemalten Ambiente zwischen Psych-Blowouts und mäandernden Saitenspielen. Dave Aguilar mault immer noch wie Mick Jagger, doch zu labyrinthischen Sounds, so schillernd wie die Palette […] mehr…

  • Grant Green - Idle Moments

    Grant Green – Idle Moments

    Die 1963 wunderbar anstrengungslos hingeperlten vier Tracks von „Idle Moments“ klangen nie besser. Kein Wunder, denn die Masterminds (if you excuse the pun) Gray und Hoffman arbeiteten mit den analogen Original-Bändern, ließen ihnen den Luxus einer ganzen LP-Seite pro Cut angedeihen und ein Upgrade auf 45rpm. Die exzellente RTI-Pressung tut ein Übriges beim Extrapolieren von […] mehr…

  • Woody Guthrie - The Agitator

    Woody Guthrie - The Agitator

    Die wichtigsten Warnungen, Mahnungen und Drohungen, die das amerikanische Folk-Gewissen in den 40er Jahren entbot, gemeinsam mit seinem treuen Gefährten, der Faschisten tötenden Klampfe, sind nun in beachtlicher Qualität wiederzuhören, basierend auf den unlängst gefundenen, ursprünglichen Metal Masters: 54 Tracks auf vier LPs, nicht als Box, sondern separat, darunter natürlich auch Guthries Glanztaten, von „Pretty […] mehr…

  • Gregory Isaacs - Night Nurse

    Gregory Isaacs – Night Nurse

    Der Cool Ruler mag härtere Platten gemacht haben, wichtigere ohnehin, doch dies war seine erfolgreichste, aufgenommen in den Tuff Gong Studios zu Kingston und von ihm selbst produziert mit dem Roots-Radics-Bassisten Errol Holt. Man schrieb das Jahr 1982 und nutzte die Label-Ressourcen, indem man zum Mixen nach Nassau flog und zum Mastern nach London. Das […] mehr…

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    The Complete Motown Singles 1959-71

    Das gesamte Kompendium kostet eine halbe Abwrackprämie und braucht einen Umzugskarton – elf Büchlein mit je bis zu sechs CDs; 1959-61 sind zusammengefasst, für 1971 braucht es zwei üppige Volumen. In den USA war diese Singles-Sammlung bereits erschienen, weshalb der Jahrgang 1966 nicht nur ausverkauft ist, sondern mit etwa 1000 Dollar gehandelt wird. Dem Vernehmen […] mehr…

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    Various Artists – Sweet Soul Music 1966-70

    Die Fortsetzung der viel gelobten Soul-Jahrgangs-Anthologien Ein wenig grübeln darf man durchaus, wenn man unter den 30 handverlesenen besten Soul-Songs des Jahres 1967 ausgerechnet „Mercy, Mercy, Mercy“ von Cannonball Adderly findet. Der Grund ist schlicht der: Dies durchaus irgendwo auch ganz schön soulful musizierte Instrumental schaffte es nicht nur auf Platz 11 der Pop-Hitparade, sondern […] mehr…

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    Woodstock 40 – Three Days Of Peace & Music - Sternen-Staub

    Die amerikanische Ausgabe dieser Box mit sechs CDs (es gibt auch ein Kondensat auf zwei CDs) ist „Back To Yasgur’s Farm“ untertitelt – und der gütige Grundbesitzer fehlt hier nicht mit seiner staatstragenden Ansprache, die er bauernschlau-holperig begann, um dann immer flüssiger und feierlicher auf die weltgeschichtliche Bedeutung der Veranstaltung zu verweisen. Wie so vieles […] mehr…