• Willie Nelson - American Classic

    Willie Nelson

    - American Classic

    „What Would Willie Do?“, fragte Bruce Robison 2002. Seine liebevolle Hommage gipfelt ironisch darin, dass der größte aller Outlaw-Weisen selbst im größten Kuddelmuddel erst mal ganz tief Luft holt und loslässt und noch mal ganz tief Luft holt und… – um dann doch wieder diesen merkwürdigen Hunger nach all dem Kuddelmuddel zu verspüren, den er […] mehr…

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    Chuck Prophet - Let Freedom Ring!

    Mexiko Stadt also. Acht Aufnahmetage im weltberühmten Estudio 19 inklusive Schweinegrippe-Gesichtsmasken, Erdbeben (6,4), Stromausfall. Genau der richtige Ort, um von dort zuzuschauen,„as the bottom falls out of the big lie here at home“. Eine, so Chuck Prophet weiter, Emo-Platte“ schwebte ihm vor, „quasi-politisch“, aber für „unpolitische Leute wie mich“. Wir wissen nicht, was Prophet unter […] mehr…

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    Battlefield Heroes

    Ein neuer, etwas anderer „Battlefield“-Ableger. Diesmal als Online-Game, kostenlos. Was natürlich erst mal verdächtig ist. Aber das bunte Comic-Geballer, das stark an den Zweiten Weltkrieg angelehnt ist, macht Spaß. Wahlweise als Soldat, Schütze oder Kommandeur sammelt man Kampferfahrung und versucht, wichtige Stützpunkte einzunehmen. Je länger das Ganze dauert, desto komplexer wird es. Schöner Zeitvertreib. Nur […] mehr…

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    Wolfenstein

    Wie sich die Zocker-Zeiten ändern. An „Wolfenstein“ sieht man es exemplarisch. 1994 war der Vertrieb des damaligen Shooter-Meiiensteins noch strafbar, heute ist die neue Ausgabe wegen einiger fragwürdiger Symbole nur noch einen kleinen Aufreger wert. Das Nazi- und Alien-Gemetzel ist routiniert umgesetzt, Genre-Kenner werden sich über die besonders schlagkräftigen Spezial-Geister freuen. Bei der deutschen Version […] mehr…

  • Risen

    Risen - Game des Monats

    Schon die Eingangssequenz verrät wenig Optimismus. Ein Sturm, ein Schiff, unruhige Nacht. Wir stranden auf einer Insel, wissen nicht wer, wo oder was wir sind und erst recht nicht, was wir können. Und ringsumher lauern reichlich bösartige Gestalten… Was immer man den deutschen Entwicklern von Piranha Bytes zuletzt an technischen Unzulänglichkeiten vorwerfen konnte – Atmosphäre […] mehr…

  • Blood Bowl

    Blood Bowl

    Ein wenig Liebe zum American Football ist Grundvoraussetzung, um diese knüppelharte Fantasy-Umsetzung des Spiels zu mögen. Denn ohne Verständnis für Taktik kommt man nicht weit. Zumal die Spieler keine gewöhnlichen Leute sind: In „Blood Bowl“ wüten Orks und flitzen Elfen, Goblins haben gemeine Tricks drauf. Das macht das Game wesentlich blutiger als das herkömmliche American […] mehr…

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    Michael Custoclis – Klassische Musik heute…

    Wie Untote geistern die ominösen Buchstaben U und E noch heute durch jeden sinnfreien Diskurs über den Wert dieser oder jener Musik, woran Popverächter und Ordnungswächter Adorno nicht ganz unschuldig ist, auf dessen Schreckensdiagnose einer regressiven „Verfransung der Künste“ auch Custodis kurz abhebt, um sie schleunigst zu verwerfen. Stattdessen führt ihn seine Spurensuche in einen […] mehr…

  • Tobias Lehmkuhl - Coolness. Über Miles Davis

    Tobias Lehmkuhl - Coolness. Über Miles Davis

    Wie sollte man einem Mann Coolness absprechen, der eine Reihe so umwerfend neutönender Tracks für 78er Schellacks produzierte, dass selbst eine LP-Kompilation noch Jahre danach mit Fug und Recht den Titel „Birth Of The Cool“ zugesprochen bekam? Lehmkuhl ist das schnuppe, sonst würde er sich nicht ständig so ausdrücken, als wäre „Birth“ als Album konzipiert […] mehr…

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    Paul Lester – Lowdown. The Story of Wire

    Wire konnten knapp und bündig spielen, aber auch so ausufernd und elegisch, dass sie nicht von ungefähr schon als „post-punk Floyd“ geschmäht wurden. Sie schufen diese süperb melodische Single „Outdoor Miner“ und mit „Pink Flag“ eine Debüt-LP aus brillanten Stakkato-Statements. Erstaunlicher aber ist nach Lektüre dieser Band-Biografie, dass sie sich als Nichtmusiker stets rechtzeitig das […] mehr…

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    Gilbert Blecken – Destination: POP

    Bob Dylan ließ ihn wortlos stehen und The B-52’s scherten sich einen Dreck um den Fanzine-Schreiber. Mick Hucknall, so versicherte ihm ein Ordner, sei leutseliger und würde sich um seine Anhänger kümmern. Ach, so Blecken: „wäre ich doch bloß Simply Red-Fan gewesen“. Doch der Unentwegte schätzt die Sparks und Kim Wilde, Terry Hall und Goldfrapp. […] mehr…

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    Hound Dog —- The Leiber And Stoller Autobiography - Feine Kerle und Fieslinge

    Als sie sich 1950 kennenlernten, waren die Rhythm & Blues-Enthusiasten Jerry und Mike noch keine 18 Jahre alt. Der eine hatte sich an Songtexten versucht, der andere verstand es, dem Piano ermutigende Jazz-Akkorde zu entlocken, gemeinsam sollten sie eines der erfolgreichsten Songwriter-Gespanne der Popgeschichte werden. Mehr noch: „We didn’t write songs, we wrote records.“ Auftragsarbeiten […] mehr…

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    Jon Muths Graphic Novel „M“ - Zeitloser Untergang

    Was für ein wahnwitziges Konzept: Da nimmt sich einer Fritz Langs Filmklassiker „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ von 1931 vor, um ihn im stillen Medium Comic neu zu inszenieren, ausgerechnet Längs ersten Tonfilm also, in dem sich der von Peter Loire unvergleichlich verkörperte Kindermörder durch das Pfeifen eines Liedes verrät. Dafür bittet Jon […] mehr…

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    Tao Lin – Gute Laune

    Wer sich bei dem Wort „Szenelegende“ nicht gleich seitlich ins Gebüsch schlägt; wer auf einen Plot gut und gern verzichten kann; wer sich nicht daran stört, dass der Erzähler keinen einzigen klaren, geschweige denn originellen Gedanken fassen kann; wer „Teenage Angst“ und Pennäler-Nihilismus mit dem Attribut „depressiv“ für ausreichend beschrieben hält; und wer schließlich auch […] mehr…

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    Walking Dead 8: Auge um Auge

    Langsam wird es schwer, als Novize noch hineinzukommen in dieses komplexe, eine durchaus ansehnliche Anzahl Charaktere parallel führende, psychologisch stimmige und trotzdem immer noch hübsch trashige Comic-Epos. Längst sind die wandelnden Leichen nicht mehr die Hauptgefahr, sondern die letzten Überlebenden. Macht- und Verteilungskämpfe stehen an, die Gruppe um den gebrochenen Helden Rick Grimes muss ihr […] mehr…

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    Willy Vlautin – Northline

    Vlautins zweiter Unterschichten-Blues in Romanlänge. Wieder wortkarg bis zur Banalität, aber dennoch stimmungsvoll, lebensprall und fast schon schmerzlich authentisch. Die mutlose, pathologisch unsichere Allison säuft sich den Verstand weg, ihr Nazi-Freund misshandelt sie, aber als sie von ihm schwanger wird, schafft sie endlich den Absprung. Vlautin kümmert sich wie ein liebender Bruder um seine talentlose, […] mehr…

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    Tom Wolfe – Der Electric Kool-Aid Acid Test - Der Starkstrom

    Tom Wolfe ist hier angetreten, um das „On The Road“ des Hippie-Jahrzehnts zu schreiben. Auch Neal Cassady alias Dean Moriarty, der hyperaktive Held aus Kerouacs Beat-Bibel, findet sich ein und sofort seine Rolle als nimmermüder, rastloser Lenker von „Furthur“, dem umgebauten Schulbus, mit dem Ken Kesey und seine Merry Pranksters durch die Staaten karriolen, um […] mehr…

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    Thomas Collmer – Pfeile gegen die Sonne

    Das Standardwerk über den „Dichter Jim Morrison“, das eine Weile vergriffen war und folglich ansehnliche Antiquariatspreise erzielte, ist wieder lieferbar, in der vierten Auflage. Thomas Collmer, dieser Monomane, der allen potenziellen Einflüssen von Rimbaud, Blake, Dylan Thomas bis Burroughs nachgegangen ist, eine minutiöse Genese, eine Stilanalyse und eine Poetik des literarischen Werks liefert, nutzt die […] mehr…

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    Frank Göre – Seelenlandschaften

    elder statesman des deutschen Krimis versammelt hier vor allem Porträts seiner wahlverwandten, geschätzten, bisweilen die eigene Arbeit beeinflussenden Schriftsteller. Immer wieder spiegelt sich Göhres eigene Poetik in der Beschäftigung mit den Porträtierten. Wenn er Friedrich Glausers Ringen um erzählerische Ökonomie hervorhebt und beim „Rock’n’Roll Reporter“ Ed Sanders die nachgerade ethnologische Rechercheakribie lobt, weiß man auch, […] mehr…

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    Einsame Glückssuche

    Mit dem Tod von David Foster Wallace im vergangenen Jahr verstummte eine der wichtigsten Stimmen der amerikanischen Literatur. In „Infinite Jest“ hatte sie ihren faszinierendsten Ausdruck gefunden. „Wenn Sie nach einem Monat Lektüre aus diesen Seiten heraustreten, sind Sie ein besserer Mensch“, so Dave Eggers, Autor und Gründer des unabhängigen Verlags McSweeney’s, in seinem Vorwort […] mehr…

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    Rothenburg

    Drei Jahre lang war der Kinostart gerichtlich verboten, weil Armin Mewes, der „Kannibale von Rotenburg“, seine Persönlichkeitsrechte verletzt sah. Irre, aber rechtens, bis in der letzten Instanz der Beschluss aufgehoben wurde. Das Horror-Drama ist bemüht, voyeurismus wie in „Saw“ zu vermeiden, findet aber auch keine Erklärung für die Motive von Täter und Opfer, obwohl Keri […] mehr…