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    The Black Crowes

    - Before The Frost … Until The Freeze

    Man sieht einem guten Handwerker gern bei der Arbeit zu. Vermutlich weil er ein Prinzip der Zeitlosigkeit verkörpert, das uns mit der eigenen Sterblichkeit versöhnt. Er wendet Kulturtechniken an, die viele Generationen älter sind und älter werden als er selbst, in seiner Person offenbart sich gelingende Tradition und somit eines kleines Stückchen Transzendenz im Profanen. […] mehr…

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    Hope Sandoval & The Warm Inventions - Through The Devil Softly

    Narkotisierende, eher akustisch angelegte Folk-SongsZeit ist ja immer relativ. Aber besonders ist sie das für Hope Sandoval. Herrje, was sind schon Jahre! 13 sind inzwischen ins Land gegangen seit dem letzten Mazzy Star-Album „Among My Swan“, und jetzt soll tatsächlich ein neues so gut wie fertig sein, auch wenn sie immer noch „keine Ahnung“ habe, […] mehr…

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    John Rabe

    Den Deutschen Filmpreis gewann Regisseur Gallenberger für seinen Film über das Massaker von Nanking durch die Japaner, bei dem der deutsche Kaufmann John Rabe (Ulrich Tukur) als „Oscar Schindler von China“ die Bevölkerung in einer Sicherheitszone diplomatisch zu beschützenversucht. Gallenberger zeigte schon in seinem Spielfilmdebüt „Schatten der Zeit“, dass er bildgewaltig Emotionen schüren kann, aber […] mehr…

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    Peter Guralnick - Sweet Soul

    Guralnicks berühmtes Standardwerk liegt nun in deutscher Sprache vor, recht nahe am Original übersetzt, also durchaus lesbar. Lesenswert ohnehin, für den Soul-Novizen wie für den Kenner. Ersterer etwa wird eingeführt in die Stax-Werdung des Rhythm & Blues, letzterem werden faszinierende Einblicke in regionale Zusammenhänge geboten. Allein das Kapitel „Die andere Seite von Memphis“ über die […] mehr…

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    Gordon Gano & The RyansUnder The Sun

    Als die Klavierharmonien den Raum erfüllen, hat sich der zornige Teenager in einen desillusionierten 46-Jährigen verwandelt, der Selbstgespräche führt. „Do you forgive me?/ Can you forgive?/ Is there left any/ Of your love to give?“, fragt Gordon Gano und verneint kurz darauf. Sanfte Verzweiflung macht sich breit, als die Ballade „Under The Sun“ sich zu […] mehr…

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    How The Beatles Destroyed Rock’n’Roll - von Elijah Wald

    Keine Bange, Beatles-Fans, Walds „Alternative History Of American Popular Music“, so der Untertitel, ist keine Kritik am Werk der Fab Four. Der Autor mag sie sogar ganz gern, brauchte aber wohl einen plakativ-provokativen Titel für seine Aufklärungsschrift. Denn um nichts weniger geht es Wald: dem populären Irrtum entgegenzutreten, die musikalische Evolution sei problemlos entlang jener […] mehr…

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    Barbra Streisand - Love Is The Answer

    „I’m hungry still to see what’s down another road“, singt die Streisand auf ihrem ungefähr 50. Album, gebettet in Johnny Mandels dezente Orchester-Arrangements. Das große Ensemble tönt oft leiser als das Piano, an dem die Sängerin sich orientiert. Der Geschmack der Großmeisterin gilt ja als ebenso sankrosankt wie ihr Vortrag – doch wie der späte […] mehr…

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    Frank AllenThe Searchers And Me

    50 Jahre britischer Pophistorie durch die Augen des Bassisten der zweitwichtigsten Merseybeat-Combo: Allens Memoiren sind im Ton bescheiden, hintergründig humorvoll und erstaunlichoffenherzig. Er hätte mit Recht auf die Pionierrolle der Searchers für den Folk Rock abheben können, ihren unzweifelhaften Einfluss auf die Byrds, exzellente Platten und hochanständige Auftritte, doch streift der Musiker all diese Meriten […] mehr…

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    Lou Barlow - Goodnight Unknown

    Er habe, wenn er mit Dinosaur Jr. spiele, immer noch Minderwertigkeitsgefühle gegenüber J. Mascis, gestand Lou Barlow in einem Interview, denn in jungen Jahren habe der ihn eher wie ein lästiges Übel als wie ein gleichwertiges Gegenüber behandelt. Da es bei dieser Band ziemlich eindeutig um die Verlängerung der Jugend bis ins Rentenalter geht, gehört […] mehr…

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    Editors - In This Light And On…

    Dass die Editors für ihr neues Album mehr Keyboards einsetzen würden, hatte man gehört. Aber gleich so viele? Auf „In This Light And On This Evening“ klingen die Briten wie ausgewechselt. Strenge Goth-Synths allerorten, maschinelle Beats, dunkles Herz in Wort und Gesang – sie machen es jetzt ganz anders. Den Mut muss man zumindest goutieren. […] mehr…

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    Port O‘ Brian - Threadbare

    Manchmal muss man Prioritäten setzen. Vor allem wenn man seine künstlerische Geburt einem Fischerboot in Alaska verdankt und der Sehnsucht nach einer Bäckerin an Land. Um dann – zack! – als große Indie-Folk-Hoffnung in den großen Tour-Zirkus eingespeist zu werden. Wer die ausufernde Ekstase gehört und gesehen hat, mit der Port O’Brien Songs wie „I […] mehr…

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    Little Feat

    Es war eines der „Rockpalast“-Konzerte, an die sich nicht nur Peter Rüchel mit wässrigen Augen erinnert: Im Juli 1977 übertrug die ARD zum ersten Mal eine komplette Konzertnacht live; die unbestrittene Krönung dieser kleinen Kulturrevolution war der Auftritt von Little Feat, die gerade zu Höchstform aufliefen (nur einige Tage später nahmen sie das Live-Album „Waiting […] mehr…

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    David GrayDraw The Line

    Nein, ein großer Charismatiker wird aus David Gray nicht mehr. Schon immer schien es so, als wäre der irische Barde ein Zweifler in eigener Sache, ganz bestimmt aber in Sachen Ruhm und Hitparade. Doch in letzterer ist David Gray zu Hause, seit er vor vielen Jahren das meistverkaufte Album Irlands aufgenommen hat. Mmmhh, hört man […] mehr…

  • Elvis Presley - The Love Songs

    Elvis Presley - The Love Songs

    Die Schauspielerin Ashley Judd sagt auf ihrem Sessel wohlgesetzte Texte von Chet Flippo auf: Elvis und die Lieeeebe, Elvis und die Liebslieder, Elvis und die lieben Frauen. Man hangelt sich an den wenigen Fernsehauftritten („Witchcraft“ und „Love Me Tender“ mit Frank Sinatra) und den Filmen entlang, zeigt bei den späteren Jahren das Gefühlige aus dem […] mehr…

  • John Fogerty Rides Again Artwork

    John Fogerty & The Blue Ridge Rangers - Rides Again

    Die Überraschung hier ist nicht, dass John Fogerty ein Alter Ego reaktiviert, das zuletzt 1973 auf dem gleichnamigen Coveralbum mit Songs von Hank Williams oder George Jones im Einsatz war. Die Überraschung ist auch nicht, dass er das späte Nachfolgewerk mit dem kitschigsten Cover seit „Working On A Dream“ unter die Leute bringen möchte. Ja, […] mehr…

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    Monsters of Folk - Monsters of Folk

    Lieber Gott, hier spricht die Indie-Supergroup! Wie, du weißt nicht, wer wir sind? Uns kennt doch jeder, der etwas auf sich hält. Aber vielleicht bist du kein Musik-Nerd. Also, „Dear God (Sincerely M.O.F.)“ – wir sind: Conor Oberst, Kopf der Alternative-Helden Bright Eyes und neuerdings auch Solokünstler, mit und ohne Mystic Valley Band. Auf jeden […] mehr…

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    Jochen Distelmeyer - Heavy

    Vielleicht gehen Jochen und Bernd ja nach dieser Platte doch mal wieder zusammen ins Kino. Bernd Begemann hatte 1993 zur Drum-Maschine in „Rambo III mit Jochen Distelmeyer im Autokino“ einen Streit nachgespielt, in dem ihm Distelmeyer vorwirft, nicht radikal genug zu sein. „Du bist Godard, und ich bin Truffaut“, trotzte Begemann damals und stellte fest: […] mehr…

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    Leonard CohenIsle Of Wight 1970

    Das Festival war längst aus den Fugen geraten, als Leonard Cohen gegen vier Uhr morgens am letzten Tag geweckt wurde. Seit drei Tagen campierten eine halbe Million Menschen im Dreck der Insel; weil kaum jemand Eintritt zahlte, sollte ein Zaun um das Gelände gezogen werden. Viele der auftretenden Künstler, darunter Kris Kristofferson, waren ausgebuht worden. […] mehr…

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    Oya-Festival, Oslo, Middelalderparken - Stilettos im Lesezelt

    Jedes Festival, das auf sich hält, geht nach dem Ende im Gelände nicht gleich ins Bett. „Oyanatt“ heißt das dann auf dem viertägigen Oya (= Insel) und liegt angesichts der Club-Fülle im Zentrum von Oslo näher als anderswo. So erscheinen uns in der Geisterstunde von Freitag auf Samstag im „John Dee“ Klara und Johanna Söderborg. […] mehr…

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    Patrick Wolf – Köln c/o Pop

    Ein Mikro fliegt durch die Luft, der Ständer hinterher. Dann segelt ein Klavierhocker hinter die Bühne. Es wird auf den Boden gespuckt, ein Stinkefinger blitzt auf, wir hören allerhand Geschrei von „bitches“, „motherfuckers“ und schließlich den Aufruf „Let’s have a riot, ok?“. Wo genau wir hier sind? Iggy Pop, 1969? N.W.A., 1988? Oh nein. Dies […] mehr…