• Trembling Bells - Carbeth

    Trembling Bells – Carbeth

    In Glasgow bimmeln diese Glocken und künden von der großen Zeit des britischen Folk-Rock vor 40 Jahren, als das Revival abgelöst wurde von elektrischen Gitarren und polterndem Schlagwerk. Obwohl die Bells nur eigenes Material verwenden, knüpfen die Songs an die Trad-Weisen der Albion Country Band an, und Lavinia Blackwells Sopran würde an Shirley Collins gemahnen, […] mehr…

  • Buffy Sainte-Marie  - Running For The Drum

    Buffy Sainte-Marie – Running For The Drum

    Da ist sie wieder. Nach 16 Jahren. Das amerikanische Original aus Kanada. Das Waisenmädchen aus dem Piapot Ciee Reservat in Saskatchewan. Die Songschreiberin, die schon 1963 in „Cod’ine“ den Körpergift-Teufelskreis der Hippies vorwegnahm. Die bereits 1964 mit „Universal Soldier“ (fast) alles zu Vietnam sagte, was zu sagen war – und knapp zwei Dekaden später ausgerechnet […] mehr…

  • Rob Thomas - Cradlesong

    Rob Thomas – Cradlesong

    Musik für alle! An das Werk von Rob Thomas muss man zunächst diese Messlatte anlegen, sonst schimpft man ständig über das Offensichtliche. Dass Thomas keine Melodie zu simpel ist. Dass es hier um glatte Oberflächen und leicht verständliche Hooks geht. Dass hier nicht die Seitengänge ausgeleuchtet, sondern der große Vorhang aufgezogen wird. Allerdings: Selbst innerhalb […] mehr…

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    Regina Spektor – Far

    Drei Alben lang kannte man sie als die Klavier spielende, leicht verhuscht wirkende Strokes-Freundin und Anti-Folk-Kollaborateurin – sofern man sie überhaupt kannte. Die Musik auf diesen Platten hatte etwas Fragiles, Unfertiges und auf der besten von ihnen, „Soviet Kitsch“, ein geheimnisvoll-exotisches Moment. Dann nahm Regina Spektor das größer gedachte „Begin To Hope“ auf – und […] mehr…

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    Duke Special – I Never Knew The Day Would Come

    Am Anfang steht das Bekenntnis zum großen Gefühl: Der Held des Abends tritt vor den noch geschlossenen Vorhang und wünscht sich selbst in einem zärtlichen Vorspiel viel Glück: „I’m so unsure of myself/ 1 doubt my very heartbeat/ I’m like an immigrant/ Knockin‘ on a stranger’s door“, singt Peter Wilson im Couplet „Mocking Bird Wish […] mehr…

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    The Cliks – Dirty King

    Große Unterschiede sind nicht auszumachen zwischen dem ersten und diesem zweiten Album der Cliks. Warum auch? Lucas Silveira etabliert weiter seine mit Hardrock-Riffs versetzte Pop-Schreibe. Natürlich wird wieder viel gesprochen werden über die transgender-ldentität, zumal die Band ihre grenzenlose Sexualität ständig selbst zum Thema macht. Die Musik ist dagegen sehr klar komponiert. Nicht spannend, aber […] mehr…

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    Discovery – LP

    Gelungener Electro-Pop mit Soul von zwei New Yorker Hipstern Endlich mal ein Albumtitel, der nicht um den Brei herum schwätzt. „LP“ ist der erste LongPlayer von Discovery, einem New Yorker Duo, das aus Rostam Batmanglij und Wes Miles besteht. Batmanglij ist der Keyboarder von Vampire Weekend, Miles singt normalerweise bei Ra Ra Riot. Ein Hobby-Projekt […] mehr…

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    Carrie Rodriguez – She Ain’t Me

    Nach dem geglückten Abschied von Mentor Chip Taylor mit ihrem Solodebüt „Seven Angels On A Bicycle“ ist die schöne Texanerin längst für verwegen-verzweifelte Vergleiche gut, wovon „imagine a Courtney Love fronted-Uncle Tupelo, minus the heroin“ („Groove“) zweifelsfrei mein Favorit ist. Ohne Stoff ist Carrie Rodriguez wohl auch durch die Produktion ihres zweiten Albums gekommen, nicht […] mehr…

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    The Duke & The King – Nothing Gold Can Stay - Goldenes Duo

    Von einer New Yorker Straßenjugend in den Achtzigern zu singen, von dem Parkplatz, den Jesus vergessen hat, und den schlechten Pillen von Mama, und dabei musikalisch so tief in den (frühen) Siebzigern verwurzelt zu sein, unterwegs auf dem großen Country-Soul-Fluss inklusive Swamp-Abstecher („Suzanne“) oder mit einer kleinen Psychedelia-Wolke („Lose Myself“) oben drüber, und das alles […] mehr…

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    The Mars Volta – Octahedron Universal)

    Eine Orgel und ein Synthesizer seufzen eine gefühlte Ewigkeit unisono um die Wette. „How much doyou make/ In that death factory?“, fragt Cedric Bixler Zavala, bevor „Luciforms“ zum zornigen Bluesrockshuffle mutiert. Später ist vom Chor der Fingernägel die Rede, und als keine Worte mehr da sind, wird John Frusciantes Gitarrensolo die Story zu Ende erzählen. […] mehr…

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    Dolores O’Riordan – No Baggage

    Zumindest zwei Lieder hat man sich von O’Riordans 2007 erschienenen Solodebüt gemerkt. „Ordinary Day“ und „When We Were Young“ hatten jene melodischen Bögen, die die Cranberries merkfähig machten. O’Riordan meldete sich zurück, nachdem sie in der kanadischen Provinz das normale Leben neu erlernt und das Star-Dasein hinter sich gelassen hatte. Natürlich kann es hier nicht […] mehr…

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    Jacques Palminger – Tüdeldub Remixe

    Wir erinnern uns an das famose Debüt von Jacques Palminger and the Kings of Dub Rock aus dem letzten Jahr und schieben diese Remixe erwartungsfroh in den Player. Schon das Dubstep-Fest von Skull-Disco-Betreiber Shackleton ist das Kleingeld wert. Auch die Minimal-Tauchfahrt von Lawrence und die anderen Exkursionen entführen uns in andere, sicherlich bessere Welten. Der […] mehr…

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    Amanda Blank – Love You

    Es sind Zeilen wie „I might like you better if we slept together“, die Amanda Blank mit aufreizender Coolness zum Besten gibt. Die 26jährige Rapperin steht in der Tradition von Princess Superstar und Peaches, in den Texten geht es also saftig und unverblümt zu. Die Beats von Diplo und Switch sind ebenfalls nasty, spielen mit […] mehr…

  • Mos Def - The Ecstatic

    Mos Def – The Ecstatic

    Mit 36 Jahren ist der Rapper Mos Def fast schon ein alter Meister. Sein lyrisches Talent ist legendär, seine musikalische Neugierde immer noch enorm. Mit Hilfe von Produzenten wie Chad Hugo, dem seligen J Dilla und dem genialen Mad Lib entstand mit „The Ecstatic“ ein vielfältiges und außergewöhnlich gutes HipHop-Album. Höhepunkt ist das von Mad […] mehr…

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    Dave Matthews Band – Big Whiskey And The GrooGrux King - Porentief rein

    Dass Dave Matthews in den USA viele Millionen Platten verkauft und einer der erfolgreichsten Tourneekünstler ist, kann man von hier aus nur schwer nachvollziehen. Matthews bekommt einen erstaunlichen Spagat aus musikalischer Elaboriertheit und Mainstream hin, spielt introspektiven Jazz-Rock über Funkrock-Grooves und scheint kaum Zugeständnisse zu machen. Die Fans folgen dem Matthews-Tross durch die Staaten wie […] mehr…

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    Die Söhne Mannheims – IZ ON

    „Wir sind verrückt“ heißt der letzte Song dieses Albums, und sicher gibt es einige Leser, die jetzt nicken und sagen: Klar, habe ich doch schon immer gesagt. Das Raunen vom Armageddon und der heiligen Stadt Mannheim förderte die Zurückhaltung vieler Kritiker, die in den Söhnen Mannheims ohnehin nur ein „Team Naidoo“ sahen. Doch im Ideenpool […] mehr…

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    Fat Freddys Drop – Dr. Boondigga The Big BW

    Das Debütalbum der achtköpfigen Band aus Neuseeland hat dort inzwischen achtfachen Platin-Status erreicht. Auch in Europa entwickelten sich Fat Freddys Drop in den letzten vier Jahren vom Geheimtipp zur sicheren Bank. „Dr. Boondiga…“ ist weniger dem Reggae verpflichtet als das Debüt, dafür werden die vitalen Jams der Konzerte auf ein neues Level gehoben. Funk, Jazz […] mehr…

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    The Bombettes – You Have No Chance, Lance!

    Fünf Girls aus Umea, Schweden, mit punky Pop zwischen Penetration, Talulah Gosh und einer Tonne Attitüde. Vier Cuts birgt die EP, alle adrenalinfördernd und fettfrei, mit Songs, die das andere Geschlecht thematisieren, mal läufig wie in „Eye Candy“, mal gemein wie in „Oh Boy“ mit Zeilen wie „Every time in bed I fake it“. Ernüchternd […] mehr…

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    Local Girls – Weapons EP

    Vier Girls aus London mit rohem Punk auf sechs aggressiv zeternden Tracks, die mit allem abrechnen, was Hass erzeugt: Scheinheiligkeit, Militär, Musikgeschäft, Männer. „You’re like someone ejaculated and left it to dry“, höhnt Ginger Bitter in „Nick And Ben Are Cunts“, und ihre Mitstreiterinnen veranstalten dazu einen so wüst-ergötzlichen Lärm, dass man sich unwillkürlich im […] mehr…

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    Pete Yorn – Back & Fourth

    Traurige Thematik, in etwas zu glatten Folk-Rock umgesetzt Mal wieder so richtig schön abweinen! Am helllichten Tag ungeniert drauflosflennen, weil man sonst nichts mehr tun kann, damit es einem hernach eventuell ein klitzekleines bisschen weniger schmerzt. Solcherart sind die Pläne, die Pete Yorn gleich im ersten Stück von „Back & Forth“ unterbreitet und damit den […] mehr…