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    Cortney Tidwell

    - „Boys“

    Die britische Presse druckte mit den üblichen Reflexen mal wieder die tollsten Etiketten für die Spätstarterin aus Nashville. „Post-Rock Alison Krauss“ war schon schön, „Country Björk“ durfte auch nicht fehlen. Käme Cortney Tidwell aus Portland oder Liverpool, niemand würde das Genre bemühen, nicht mal mit Fragezeichen oder „Alt“-Alibi. Zugleich scheint die Musik der Mittdreißigerin undenkbar […] mehr…

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    Jónsi & Alex - „Boy 1904“

    Jónsi & Alex ist ein Nebenprojekt von Sigur Rós-Sänger Jón Birgisson und Alex Sommers. „Boy 1904“ klingt – um es vorsichtig auszudrücken – wie der melodische Anfang von „Ave Maria“, nur dass der Gesang nicht einsetzt. Vielleicht auch wie Sigur Rós ohne instrumentale oder gesangliche Untermalung. Sehr ambitioniert und sehr sphärisch – nur auf Dauer […] mehr…

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    Dream Theater - „Dark Clouds And Silver Linings“

    Waren nicht auch Dream Theater einst charmant? Die musiktechnischen Überflieger entwickelten mit ihrer extremen Virtuosität einen Prog-Metal, dem absolut niemand das Wasser reichen konnte. Die neue Platte aber beginnt ganz und gar unsittlich mit düsterem Gefauche und grausig tief gestimmten SOAD-Gitarren-Riffs. Anderswo ist das Pathos am US-Metal der späten 80er Jahre geschult – und entsprechend […] mehr…

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    God Help The Girl - „God Help The Girl“

    Dieses Girl hat mindestens einen kleinen Schuss: Es fragt Hunde nach dem Heimweg, wird hysterisch, weil die Haare nicht liegen, verschlingt Bücher wie andere Leute Sahnetorten und flicht Wörter, Sätze, Zitate zu verbalen Blumenketten. Für „God Help The Girl“ klebt Belle & Sebastian-Gründer Stuart Murdoch alle diese Mädchenwunderlichkeiten seiner imaginären Heldin in ein Sammelalbum. Sein […] mehr…

  • Grateful Dead - Winterland 1973

    Grateful Dead - Winterland 1973

    Das im November ’70 vorgelegte Meisterwerk „American Beauty“ enthielt zehn Songs mit der gängigen LP-Spieldauer von knapp 43 Minuten, das ein halbes Jahr zuvor erschienene „Workingman’s Dead“ ganze acht Songs, bei denen man nach 36 Minuten die LP gleich wieder umdrehte, um sie von vorn zu spielen. Das war zwar nicht so ganz die Ökonomie, […] mehr…

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    Franz Ferdinand - „Can’t Stop Feeling“ (Who Made…

    Dieser Remix ist mal wieder ein klassisches Beispiel, wie man aus einem passablen Pop/Rocksong die typische Hintergrund-Kaufhausmusik machen kann. Immer dieselbe Soundschleife mit ausgeschnittenen „You Can’t Feel It“-Gesang darüber und zwischen durch stets den gleichen Beat. Dann doch lieber das Original. Daniela Reichert >>>> Hier geht’s zum Download mehr…

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    Spinnerette - „Spinnerette“

    Brody Dalle hat die Distillers beerdigt, eine Tochter bekommen – und dann wieder den Drang verspürt, Songs zu schreiben, mit ihrem Bass als Begleitung. Normal wollte die Frau ja nie sein. Und so klingt auch ihre neue Band Spinnerette ein bisschen wüst und wütend, nach Punkrock und viel mehr nach Pop, und richtig originell ist […] mehr…

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    The Legends - „Over And Over“

    Mit seinem vierten Album kehrt Johan Angergard zu den Helden seiner Jugend zurück. The Jesus And Mary Chain, My Bloody Valentine, generell der Noise-Pop der Achtziger, das sind die Referenzen dieser traumartig verwischten Platte. Doch so tief die Angst sitzen mag, so groß ist der Wille zur Romantik. Immer dann, wenn die White-Noise-Gitarren schweigen. (Labrador) […] mehr…

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    The Dave Brubeck Quartet - „Time Out“

    Selbst für das damals führende Jazz-Label Columbia Records war 1959 ein denkwürdiges Jahr, so viele bedeutungsvolle und vor allem erfolgreiche Jazz-Alben erschienen da. 50 Jahre später beglückt uns das mittlerweile zu Sony gehörende Label mit Jubiläumseditionen der Epoche machenden Werke. So erscheint nun etwa „Time Out“ vom Dave Brubeck Quartet, ein Album, das in den […] mehr…

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    Mew - „Repeaterbeater“

    Nicht ohne Wiedererkennungswert: Schlagzeugbreaks, eine eingängige Gitarrenmelodie und ein lieblicher Mitsing-Refrain, was will man mehr. Why are you looking so grave anyway? Daniela Reichert >>>> Hier geht’s zum Download mehr…

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    The Airborne Toxic Event - „The Airborne Toxic Event“

    Die Globalisierung hat wieder mal versagt: Schon im Sommer 2008 ist in den USA das Debüt von Airborne Toxic Event erschienen. Aber erst jetzt kommt der Hype um die Band aus L.A. hier an. Und das, obwohl dieses Album die aufregendste Indie-Rock-Platte seit langem ist. „And it starts sometime around midnight, or at least that’s […] mehr…

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    Terry Callier - „About Time – The Terry…

    Vielleicht wäre er gerade noch zur rechten Zeit als neuer Stern am Folk-Music-Firmament entdeckt worden, hätte Vanguard-Boss Samuel Charters das schon fertig eingespielte Debüt „The New Folk Sound Of Terry Callier“ 1964 auch sofort veröffentlicht. Aber er verschlampte das regelrecht, brachte es erst 1968 raus, als der Folk-Boom- und das nicht nur wegen Dylans programmatischem […] mehr…

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    Leonard Cohen - I’m Your Man

    Es ist natürlich Bono, der dem Dichter die schönsten Gloriolen flicht, seinen Ausdruck, seine Tiefe, ja Unergründlichkeit preist: Leonard Cohen blicke nicht nur über den Tellerrand, sondern in den Schlund der Existenz. Auf einer kleinen Bühne spielen U2 dann mit dem Meister „Tower Of Song“, und der Gitarrenton von The Edge ist auch hier unverkennbar. […] mehr…

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    Bill German - „Under Their Thumb“

    Die abenteuerliche Saga ei­nes Fans, der zwischen Idola­trie und gesundem Eigeninte­resse langsam zerrieben wird. Als Herausgeber­ des Fanzines „Beg­gars Banquet“ bekommt der Gläubige Zugang zum Olymp, lernt seine Götter per­sönlich kennen, Keith und Ron vor allem. Ger­­man erlebt, wie die Angebeteten ihrerseits einge­schnürt sind im Korsett eines Business, das Ruhm und unbegrenzt Bargeld bereithält, jedoch […] mehr…

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    Black Eyed Peas - „The E.N.D.“

    Falls Sie zufällig den Kauf einer Dolby- Surround-Anlage planen- besorgen Sie sich vor dem Test „Boom Boom Pow“! Sie werden ein klangliches Wunder erleben und sich fühlen wie das Mitglied einer Kunstflugstaffel, die ihre Loopings mit doppelter Schallgeschwindigkeit dreht. Science-Fiction-Metaphern sind angesichts dieser Bass gewordenen Macht aus der Zukunft also durchaus angebracht: „I’m so three […] mehr…

  • Nick Cave & The Bad Seeds - 'Your Funeral... My Trial'

    Nick Cave & The Bad Seeds – „Your Funeral… My Trial“

    Nick Cave wird sich immer an jenen Tag erinnern, als er im Elternhaus einer Freundin die Platte „Songs Of Love And Hate“ von Leonard Cohen hörte. Zu sagen, dass dieses Album auf den jungen Nonkonformisten einigen Eindruck machte, wäre eine Untertreibung. Etwa zehn Jahre später eröffnete „Avalanche“ das erste Solo-Album von Nick Cave, an dem […] mehr…

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    Chuck Morgan - „The Best Of You“

    Chuck Morgan ist ein schwedischer Sänger/Songwriter, der offensichtlich auf Soundexperimente steht. So klimpert es im Hintergrund permanent, als würde jemand mit einen Holzstock an einem Eisengitter entlang fahren, zusätzlich piept und fiept es ständig unkontrolliert. Da der Song aber eher eine langsame Ballade ist, wäre es besser gewesen, die Effekte ein wenig zu reduzieren. Das […] mehr…

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    Graham Coxon - „The Spinning Top“

    Zur Veröffentlichung seines letzten Albums „Love Travels At Illegal Speeds“ erklärte Graham Coxon vor drei Jahren, nun sei es fürs Erste genug mit den Billy-Childish- und The Fall-Reminiszenzen. Er habe die E-Gitarre an die Seite gestellt und versuche- zurückgezogen auf dem Land – seine Fähigkeiten an der Akustischen weiterzuentwickeln. Nun ist Coxon zwar ein begnadeter […] mehr…

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    Kasabian - „The West Ryder Pauper Lunatic…

    The band we love to hate. Ihre Songs dröhnen in Stadien und bei Fußballshows, in der Fernsehwerbung und auf dem Nintendo DS. Hase und Igel: Der Kasabian-Song ist schon da! Die neue Single „Fire“ -bereits jetzt ein Dancerock-Klassiker in den Studentendissen in Kiel, Münster und Tübingen. Doch Kasabian wollen mehr. Sie wollen Syd Barrett, Midfield […] mehr…

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    Mike Batt - „Schizophonia“

    Seit 28 Jahren rettet er in Deutschland, Österreich und der Schweiz den Samstagabend- und kaum einer weiß es: Mike Batt komponierte die Titelmelodie für die Fernseh-Show „Wetten, dass…?“, auf die stets die Begrüßung durch Thomas Gottschalk und dessen verkrampft ausgedachte Bonmots folgen. Ein unschätzbar kostbarer Beitrag zum deutschen Kulturleben also, den der Engländer nebenbei lieferte. […] mehr…