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    New York Dolls – ‚Cause I Sez So

    Der Dilettantismus der Anfangstage ist passe, und man muss nicht mal traurig darüber sein. Ihr eröffnender Titelsong und der Rausschmeißer „Exocism Of Despair“ zitieren noch einmal die seligen Garagentage, da rieselt der Putz von der Decke, aber auch das wirkt schon so gut ausgeleuchtet und übertrieben mustergültig, als sei es nur die Kulisse für ein […] mehr…

  • Heaven And Hell The Devil You Know Cover

    Heaven & Hell - The Devil You Know

    Heaven & Hell ist Black Sabbath, jedenfalls ungefähr. Immer wenn Ozzy Osboume nicht mag, ruft Tony Iommi die andere historisch wichtige Besetzung seiner Band zusammen – jener, der neben ihm und Geezer Butler noch Ronnie James Dio und dessen Trommler Vinnie Appice angehören. Auf eine neue Platte dieser Herren freut man sich, wenn man wenigstens […] mehr…

  • Chickenfoot - Chickenfoot

    Chickenfoot – Chickenfoot

    Auch diese Herren gehören eigentlich schon der Vergangenheit an: Joe Satriani, Chad Smith (Chili Peppers), Michael Anthony und Sammy Hagar (Ex-Van Haien) gründen eine L.A.-Supergroup, wie man sie aus den späten Achtzigern kennt. Die Musik schwankt zwischen klassischem Hardrock, Sleaze und jenen lustig protzigen Power-Riffs, die man von Van Haien und Mr. Big kennt. Hagar […] mehr…

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    Speech Debelle – Speech Therapy

    Die 25-jahnge Londonerin unterscheidet sich von der rappenden weiblichen Konkurrenz durch ihre Aufrichtigkeit, stilistische Vielfalt und den eleganten, oft sehr jazzigen Flow ihrer pointiert persönlichen Geschichten. „The Key“ ist federleicht und doch gewichtig. „Better Days“ mit Micachu ein verzauberter Popsong – und „Buddy Love“ ein beschwipster Reggae. der jede Party zum Swingen bringt. „Finish This […] mehr…

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    Alva Noto, Ryuichi Sakamoto & Ensemble Modern – utp (raster-noton/Kompakt

    Die Klanginstallationen von Carsten Nicolai alias Alva Noto gehören ebenso sehr in den Bereich der bildenden Kunst wie in den der Elektronischen Musik. Zur 400-Jahr-Feier der Stadt Mannheim hat der Künstler aus Chemnitz zusammen mit Ryuichi Sakamoto und dem Frankfurter Ensemble Modern eine audiovisuelle Performance entwickelt, die im rasterförmigen Straßennetz der Stadt wurzelt und auf […] mehr…

  • Tony Allen - Secret Agent

    Tony Allen – Secret Agent

    Die Alten kennen ihn von Fela Kuti, in dessen Band er 15 Jahre lang trommelte. Für etwas Jüngere ist er der Schlagzeuger von Dämon Albarns The Good, The Bad & The Queen. Doch erst Brian Eno bringt den Status von Tony Allen auf den Punkt: „Der wahrscheinlich großartigste Schlagzeuger aller Zeiten.“ Der Miterfinder des Afrobeat […] mehr…

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    Catherine MacLellan – Water In The Ground

    Es scheint unerschöpflich da oben in Kanada, das Reservoir junger Frauen, die nichts weiter haben als eine alte Akustik-Gibson, eine Stimme zum Umarmen (wenn nicht Verlieben), eine kleine, fein begleitende Band und auch ein bisschen was zu sagen. Catherine MacLellan —mit „Water In The Ground“ bei Album Nr. 3 angekommen – ist dabei gleich in […] mehr…

  • Ben Harper And Relentless7 - White Lies For Dark Times

    Ben Harper And Relentless7 – White Lies For Dark Times

    Ben Harper hat eine neue Band namens Relentless7. Drei Herren aus Austin, Texas sind das, die schon auf Harpers letzter Platte zum Zuge kamen, allerdings nur bei einem Lied. Harper braucht offenbar Abwechslung von den Innocent Criminals, seiner Stammband. Freilich ändert die neue Band nichts an Harpers Klassizismus. Es wird ja immer die Kindheit im […] mehr…

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    The Maccabees – Wall Of Arms

    Da ist Verzweiflung, da ist Drama, da ist die Hoffnung der Hoffnungslosen: „Better get a coal on the fake fire“, singt Orladon Weeks und verspricht sich künftig mehr anzustrengen. Und obwohl ihn die Gitarren mit zackigen Durchhalteparolen unterstützen, scheint er längst zu wissen, dass nichts mehr draus werden wird, aus dieser erkalteten Liebe, von der […] mehr…

  • Grizzly Bear - Veckatimest

    Grizzly Bear – Veckatimest

    Die Zeiten, in denen so genannte Independent-Künstler auf drei Akkorden herumdengelten und dann alles auf einem Anrufbeantworter aufnahmen, sind lange vorbei. Wenn einen heute irgendwo neue, ambitionierte, erhabene, komplexe Musik ergreift, ist es nicht unwahrscheinlich, dass sie — der Technologie sei Dank — in irgendeiner mietpreisgebundenen Kleinstwohnung aufgenommen wurde. „Yellow House“, das letzte Album des […] mehr…

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    The Alexandria Quartet – The Alexandria Quartet

    Vielleicht ist es wieder die relative skandinavische Abgeschiedenheit, die den Unterschied macht. Jedenfalls spielen die Norweger The Alexandria Quartet eine ganz eigene Musik zwischen Gitarren-Pop, Songwriter-Handwerk und subtilen Sixties-Reminiszenzen. Martin Skaalnes, Vormann dieses Vierers aus Bergen, schreibt seine Lieder sicher nicht ohne Bezugsquellen, doch sie sind gut versteckt. „The Dark Side Of The Blues“? Ein […] mehr…

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    Jeffrey Lewis & The Junkyard – ‚Em Are I

    Über die Schönheit des Rastlosen und die Flucht vor der Langeweile Jeffrey Lewis‘ letztes Album widmete sich der Neuinterpretation von zwölf Songs der britischen Anarcho-Punks Crass. Aus viel Lärm, Schweiß und Gerumpel der 8oer Jahre filterte er Melodie und Harmonie, wo man sie zuletzt erwartet hätte. Die Themen seiner neuen Platte sind traditionell auch nicht […] mehr…

  • Sonic Youth - The Eternal

    Sonic Youth – The Eternal

    Improvisationen und Ideen Bis Mitte Mai lief in der Kunsthalle Düsseldorf die von Sonic Youth konzipierte Ausstellung „Sensational Fix“. Über 20 000 Besucher sahen dort unter anderem Vorlagen für Plattencover, frühe Konzertflyer, Fanzines, Poster, Texte der Bandmitglieder und Bandfotos von James Welling, Sofia Coppola oder Richard Kern (siehe Seite 9). Seit 28 Jahren gibt es […] mehr…

  • Sir Richard Bishop - The Freak Of Araby

    Sir Richard Bishop – The Freak Of Araby

    Der bei seinen Gastauftritten als Support von Drag City-Künstlern immer etwas enervierende Gitarren-Weirdo Sir Richard Bishop mischt auf „The Freak Of Araby“ (2,5) traditionelle arabische Instrumentalstücke mit ziemlich ähnlich klingenden Eigenkompositionen. Spannender ist da das Doppelalbum „Open Strings. 1920s Middle Eastern Recordings/New Responses“. Auf der ersten Platte dieser Kompilation des Londoner Labels Honest Jons finden […] mehr…

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    The Cesarians – The Cesarjans

    Ein britisches Sextett, das den Geist des Berlins der Weimarer Republik heraufbeschwört. Dreigroschenoper revisited? Seventies-Revival (Lou Reed etc.), Eighties-Revival (Nick Cave, etc.)? Oder ein Kommentar zur wirtschaftlichen Lage – Dekadenz im Angesicht des Untergangs? The Cesarians verstehen sich jedenfalls auf große Gesten, Variete und Halbwelt. Ein verstimmtes Barpiano klimpert. Klarinetten klezmern, die Blechbläser meckiemessern. Sänger […] mehr…

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    Möbius - Gebirge

    Man muss gleich bei den ersten Tönen von „Gebirge“ an Thom Yorkes Soloalbum „The Eraser“ denken. So wie der Radiohead-Sänger sucht auch Möbius auf seinem neuen Werk nach einer Verbindung zwischen menschlichem Körper, Klangkörper und Maschine. Als eine Art stimmlichen Lead-Lautmaler hat er dafür Andreas Gogol alias Go:Gol engagiert, dessen Sounds er zu elektronischem Noise. […] mehr…

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    Götz Alsmann – Engel oder Teufel

    Auch auf seinem zweiten Album für Blue Note beschwört der Haubentaucher unter den Musikarchäologen wieder die goldene Zeit des deutschen Schlagers. Golden war die ja vor allem, weil damals allerlei fremdländische Musiken ins deutsche Liedgut flössen – Bossa Nova, Swing -, die selbst die Dichter- und Denkersprache leichtläufig klingen ließen. Und bei einer deutschen Version […] mehr…

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    A.J. Croce – Cage Of Muses

    Vielleicht trägt er nicht so schwer am Vater wie andere Söhne dieser Zunft. Oder gerade doch? Adrian James war jedenfalls keine zwei Jahre jung, als Jim Croce in Louisiana mit einem Flugzeug vom Himmel fiel. Dabei war der Papa nach langem Anlauf mit Hits wie „Bad Bad Leroy Brown“ doch gerade erst durchgestartet. AJ. verliert […] mehr…

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    Leeroy Stagger – Everything Is Real

    Die Rock-Songs des Kanadiers laden zu zahllosen Vergleichen ein. Tom Petty wird oft genannt und John Mellencamp. beide nicht ganz von ungefähr. Der Pressetext zum aktuellen Album treibt es freilich auf die Spitze. „Petrified World“ sei „keine unveröffentlichte Springsteen-Nummer“ und. welch Frevel: „Sorry Bruce, aber sowas Gutes hast Du leider schon länger nicht mehr geschrieben.“ […] mehr…

  • Dave Alvin And The Guilty Women - Dave Alvin And The Guilty Women

    Dave Alvin And The Guilty Women – Dave Alvin And The Guilty Women

    Nach dem Tod seines langjährigen Weggefährten und Guilty-Men-Akkordeonisten Chris Gaffney stürzte sich Dave Alvin in Austin in die Sessions zu diesem Album, an seiner Seite sieben hochgeschätzte Musikerinnen. Christy McWilson sang, Cindy Cashdollar spielte Steel, Laurie Lewis Fiddle, Nina Gerber Gitarre, Amy Farris Viola, Sarah Brown Bass und die hinreißende Lisa Pankratz Schlagzeug. Sie hatten […] mehr…