• Ups..

    Roskilde – The Music. The Party. The Feeling.

    Unter den europäischen Monsterfestivals ist Roskilde eines der schönsten (wenn man grundsätzlich nichts gegen Menschenmassen, Pommesbuden und Pissrinnen hat), fast nirgendwo sonst geht es so harmonisch zu. Mehr als 100 000 Menschen reisen jedes Jahr nach Dänemark, kaum eine Band hat noch nicht dort gespielt und alle Einnahmen gehen an karikative Zwecke. Der Regisseur Ulrik […] mehr…

  • Leonard Cohen - I'm Your Man

    Leonard Cohen - I’m Your Man

    Ein Porträt — und ein Tribut-Konzert mit Nick Cave, den Wainwrights, Jarvis Cocker, Handsome Family mehr…

  • Ups..

    Blue Roses – Blue Roses

    Als Laura Groves erregte die Folk-Chanteuse aus Yorkshire bereits Aufsehen, nun nennt sie sich rätselhafterweise Blue Roses und bezirzt mit einem Bouquet so lieblich-dorniger Songs, dass gar Joni Mitchells „Blue“ als Referenzwerk nicht zu hoch gegriffen scheint. Aufgenommen nicht im Studio, sondern in Wohnzimmern und auf den Bühnen kleiner Venues, mithilfe von Freunden und analogem […] mehr…

  • Jesse Dee - Bittersweet Batch

    Jesse Dee – Bittersweet Batch

    Zu seinen Vorbildern zählen Otis Redding und AI Green, doch glänzt der Soul von Jesse Dee meist eher Motown-poliert oder Funk-geschniegelt. Und auch als Vokalist erinnert der junge Mann aus Boston eher an Jackie Wilson oder den Stevie Wonder der „Innervisions“-Ara. Zwischen all den Uptempo-Shimmy-Shimmy und das Gospel-Gehabe streut Dee Balladen und Torch Songs, mit […] mehr…

  • Black Eyed Peas – The E.N.D.

    Fergie und will.i.am feiern die Zukunft – und recyclen die Achtziger Falls Sie zufällig den Kauf einer Dolby-Surround-Anlage planen – besorgen Sie sich vor dem Test „Boom Boom Pow“! Sie werden ein klangliches Wunder erleben und sich fühlen wie das Mitglied einer Kunstflugstaffel, die ihre Loopings mit doppelter Schallgeschwindigkeit dreht. Science-Fiction-Metaphern sind angesichts dieser Bass […] mehr…

  • Portugal. The Man - The Satanic Satanist

    Portugal. The Man – The Satanic Satanist

    Der Soul der Sechziger und Siebziger ist die tiefste Leidenschaft im Schaffen von Portugal. The Man. Doch kommen ja viele andere Vorlieben hinzu. Die Arbeit mit Beats und Samples, Prog, Indie, Psychedelia, all das ist tief hineingeschrieben in die Songs von John Baldwin Gourley. Dass man nicht recht wusste, was es nun eigentlich sein sollte, […] mehr…

  • Ups..

    The Dead Weather – Horehound

    Auf dem Papier natürlich eine Traumkombination: Derwisch Jack White und die rätselhaft schlangenbeschwörerische Kills-Sängerin Alison Mosshart – in einer Band! Kennengelernt hatte man sich auf einer gemeinsamen Tournee. Man war sich sympathisch, jammte ein wenig – und jetzt sind wieder alle ganz begeistert, in was für einem atemberaubenden Tempo „Horehound“ schließlich fertig gestellt wurde. Auch […] mehr…

  • Ups..

    Tortuga Bar – Narcotic Junkfood Revolution

    Offenbar ist es eine Tradition im Werk der „Ost-Westfalen-Lippe-Indie-Legende“ (so der Infozettel) Mark Kowarsch, auf seinen Platten viele Gäste ans Mikrofon zu bitten. Auf diesem ersten Album seiner aktuellen Band Tortuga Bar, der außerdem eine Dame namens Alexandra Gschossmann angehört, ist die Bude jedenfalls voll. Musiker von Sportfreunde Stiller, Muff Potter und Virginia Jetzt! singen […] mehr…

  • Cortney Tidwell - Boys

    Cortney Tidwell – Boys

    Die britische Presse druckte mit den üblichen Reflexen mal wieder die tollsten Etiketten für die Spätstarterin aus Nashville. „Post-Rock Alison Krauss“ war schon schön, „Country Björk“ durfte auch nicht fehlen. Käme Cortney Tidwell aus Portland oder Liverpool, niemand würde das Genre bemühen, nicht mal mit Fragezeichen oder „Alt.“-Alibi. Zugleich scheint die Musik der Mittdreißigerin undenkbar […] mehr…

  • Foreign Born - Person To Person

    Foreign Born - Person To Person

    Afrikanisch gesetzte Chöre, „Graceland“-Gitarren, weit hallende Peter-Gabriel-Trommeln: Foreign Born aus L.A. bedienen sich derselben Quellen wie Vampire Weekend, doch schwingt noch vieles anderes in dieser elegischen, gemeinschaftlichen Musik mit. Zum Beispiel eine hymnische Größe, die an Bowie oder Arcade Fire denken lässt. Doch düster ist diese Musik nicht, eher feierlich und vital. Abgesehen von der […] mehr…

  • Cracker - Sunrise In The Land Of Milk And Honey

    Cracker – Sunrise In The Land Of Milk And Honey

    Manchmal müssen Bands zwei Schritte zurück machen, um drei nach vorn gehen zu können. Und manchmal machen Bands zwei Schritte zurück und treten noch nicht mal auf der Stelle. So wie Cracker. Nach der stilistischen Expansion {„The Golden Age“), nach der Eroberung neuer Sound-Horizonte {„Forever“), nach der Genre-Hommage {„Countrysides“) und gleich zwei Werkschauen („O Cracker […] mehr…

  • Ups..

    The Airborne Toxic Event – The Airborne Toxic Event

    Die Globalisierung hat wieder mal versagt: Schon im Sommer 2008 ist in den USA das Debüt von Airborne Toxic Event erschienen. Aber erst jetzt kommt der Hype um die Band aus L.A. hier an. Und das, obwohl dieses Album die aufregendste Indie-Rock-Platte seit langem ist. „And it Starts sometime around midnight, or at least that’s […] mehr…

  • Ups..

    Joker’s Daughter – The Last Laugh

    Spieldosen-Psychedelik von Danger Mouse und Helena Costas Große braune Rehaugen, romantisch lange Haare und dazu das Outfit eines Hippiemädchens aus den ganz frühen Siebzigern – die Londoner Sängerin und Songwriterin Helena Costas klingt ein wenig so, wie sie aussieht: Ihre Stimme kuschelt sich sanft durch die Ohrmuscheln ins Gehirn, wo die verträumten Melodien dann ziemlich […] mehr…

  • Ups..

    God Help The Girl – God Help The Girl

    Dieses Girl hat mindestens einen kleinen Schuss: Es fragt Hunde nach dem Heimweg, wird hysterisch, weil die Haare nicht liegen, verschlingt Bücher wie andere Leute Sahnetorten und flicht Wörter, Sätze, Zitate zu verbalen Blumenketten. Für „God Help The Girl“ klebt Belle & Sebastian-Gründer Stuart Murdoch alle diese Mädchenwunderlichkeiten seiner imaginären Heldin in ein Sammelalbum. Sein […] mehr…

  • Moby - Wait For Me

    Moby - Wait For Me

    Auch auf „Wait For Me“ wirkt der Electro-Pop des Ex-Punks und Ex-Ravers wieder, als hätte man ihn in rosa Watte gepackt und dann mit einem großen Löffel Melancholie Übergossen. Die Songs sind überwiegend Loungekompatibel und nur selten aufdringlich. Sämige Computer-Streicher und hymnische Synthesizer-Choräle sorgen bisweilen für eine etwas sakrale Atmosphäre. Im Beipackzettel wird viel von […] mehr…

  • Gossip - Music For Men

    Gossip - Music For Men

    Auch das noch! Riot-Grrrl Beth Ditto verkleidet sich jetzt als Glitzer-Queen. Disco-Inferno. mehr…

  • Moritz von Oswald Trio - Vertical Ascent

    Moritz von Oswald Trio – Vertical Ascent

    Zusammen mit Mark Ernestus ist der ehemalige Palais-Schaumburg-Schlagzeuger Moritz von Oswald so etwas wie ein Klassiker des deutschen Qualitäts-Techno. Das MvO-Trio, zu dem neben dem Münchner Max Loderbauer auch der Finne Vladislav Delay gehört, verbindet die kühle elektronische Pracht von Basic Channel mit rhythmischen Einflüssen aus Indonesien, Afrika und Jamaika. Das minimalistisch klingende Album ist […] mehr…

  • Ups..

    Major Lazer – Guns Don’t Kill People… Lazers Do

    Was zu diesem Album gar nicht geht: Rotwein dekantieren, den Wirtschaftsteil der „FAZ“ lesen, entspannt joggen. Was man sich schon eher vorstellen könnte: In den Banlieues von Paris ein paar Autos abfackeln oder auf einer Favela-Party gutgelaunt in den Nachthimmel ballern. Weil: Der Teufel hat wieder mal die besten Lieder. Früher hat er Rock’n’Roll gehört, […] mehr…