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    Viarosa – Send For The Sea

    Man kann ja allerlei Schlaues schreiben über das Meer: Es sei weit, es sei nass, es sei gefährlich. Wenn Richard Neuberg an die See denkt, dann fällt ihm vor allem ein, dass man in ihr untergehen kann. Mit seiner Truppe Viarosa hat der Engländer nun sein zweites Album seit 2006 aufgenommen: So emphatisch betrübt, wie […] mehr…

  • Camera Obscura - My Maudlin Career

    Camera Obscura – My Maudlin Career

    Diese hinreißenden Songs sind eigentlich ein Fall für Manufactum: Die guten Dinge, es gibt sie noch, aber leider nicht mehr an jeder Ecke, weil dort schon längst ein Katy-Perry-Klon oder ein Pink-Ableger auf minderjährige Käufer wartet. Camera Obscura sind weder blutjung noch total hip, sie sind einfach nur fantastisch gut in dem, was sie tun. […] mehr…

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    The Thermals – Now We Can See

    Evolution jetzt! Mehr Neo-Grunge von Portlands Indie-Rock-Darlings Nachdem Hutch Harris mit den Thermals auf „The Body The Blood The Machine“ (2006) von der Sintflut erzählte und sich verwegen dem Arche-Noah-Prinzip der Selbstgerechten verweigerte, ist es nur konsequent, dass sich Port lands Lieblinge der Indie-Rock-Szene auf dem Nachfolger „Nßw We Can Sender Sonne, dem Himmel, der […] mehr…

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    Swan Lake – Enemy Mine

    Wenn drei Exzentriker zusammentreffen – David Bejar alias Destroyer, Spencer Krug von Wolf Parade und Carey Mercer von Frog Eyes -, besteht die Gefahr, dass sie sich gegenseitig neutralisieren oder alles in komplettem Chaos untergeht. Beides konnte man auf dem ersten swan Lake-Album „ßeast Moans“ hören. Auf ihrem zweiten werk, benannt nach einem Wolfgang-Petersen-Film – […] mehr…

  • Here We Go Magic - Here We Go Magic

    Here We Go Magic – Here We Go Magic

    Luke Temple machte sich mit seinen ersten beiden Alben als amerkanischer Songwriter in den Spuren von Jeff Buckley einen Namen. Schon auf diesen Platten nahm er es mit der klassischen Songstruktur – Strophe-Refrain-Strophe – nicht so genau, doch erst unter dem Pseudonym Here We Go Magic verabschiedet er sich endgültig von allen Genregrenzen. Das klingt, […] mehr…

  • St. Vincent - Actor

    St. Vincent – Actor

    Der Titel des ersten St.Vincent-Albums täuschte zumindest eine gewisse Eindeutigkeit vor – es hieß „Marry Me“ -. doch die Musik war so rätselhaft zwischen „Alice im Wunderland“ und „Lola im Technoland“, großem Pop und schrägen Ideen. „Actor“ ist nun noch verstiegener. Annie Clark – so der bürgerliche Name des heiligen Vincent hat sich von einigen […] mehr…

  • Phantom Ghost - Thrown Out Of Drama School

    Phantom Ghost – Thrown Out Of Drama School

    Das Klavier klimpert zaghaft die Melodie eines langsamen Walzers. Ins andächtig-bange Warten auf die Premiere, ins Lampenfieber hinterm Vorhang mischt sich Weltschmerz: „We stand behind the curtain closed/ Considering our fate/ Wondering which way we choose/ Onward light brigade!“ Wehmütig-verhalten und die Verluste erahnend ist diese Attacke der leichten Brigade, mit der Dirk von Lowtzow […] mehr…

  • Phoenix - Wolfgang Amadeus Phoenix

    Phoenix – Wolfgang Amadeus Phoenix

    Es waren ja doch sehr viele Gitarren auf der letzten Platte von Phoenix, „It’s Never Been Like That“. Die vier Franzosen ließen die Lust an der Draperie sein und zeigten sich nackig, was vor dem Hintergrund dieser Diskografie vielleicht Sinn ergeben hat. Es war aber auch ein bisschen enttäuschend, weil man doch von Phoenix eben […] mehr…

  • Magik Markers - Balf Quarry -

    Magik Markers – Balf Quarry –

    „Boss“, das letzte Album des Duos aus Hartfort, Connecticut erschien 2007 auf Thurston Moores Ecstatic Peace-Label und wurde von Lee Ranaldo produziert. Der Sonic Youth-Einfluss war auch durchaus spürbar auf dem Album und führte seltsamerweise dazu, dass die Magik Markers sich vom Noise-Experiment in Richtung Songformat bewegten. „Balf Quarry“ geht diesen Weg weiter. Manches klingt […] mehr…

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    Waylon Jennings – Waylon Forever

    Jahre nach seines Vaters Tod schleppte Shooter Jennings dessen letzte Vocal Takes nach l.a. und versah sie mit dem Rock-Backing seiner Band, der 357’s. Eine Travestie. Sollte man denken, doch fallen die Resultate nicht durchweg so schlimm aus wie befürchtet. Zwar hat „Lonesome On’ry And Mean“ seinen Stolz eingebüßt und „Are You Ready For The […] mehr…

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    The Handsome Family – Honey Moon

    Brett Sparks croont „Linger, Let Me Linger“ wie ein operatisch geforderter Jonathan Richman, die ihm angetraute Texterin Rennie ergeht sich in romantischer Liebeslyrik, fern aller Beschwörung des Morbiden und Makabren. „Honey Moon“, you see, feiert das 20-jährige Jubiläum ihres Ehegelübdes. Und so gibt Brett den Leon Redbone, Rennie gibt sich verträumt, es walzert und wiegt […] mehr…

  • Alasdair Roberts - Spoils

    Alasdair Roberts – Spoils

    „The Amber Gatherers“ war vor zwei Jahren für Alasdair Roberts‘ Verhältnisse geradezu ein leichtes Pop-Album. Zumindest wenn man es mit dem Vorgänger „No Earthly Man“, dieser dunkel-geheimnisvollen Sammlung alter schottischer Balladen, vergleicht. Aber mit Pop hat das Werk des schüchternen Schotten natürlich eigentlich gar nichts gemein. Um Künstlichkeit geht es ihm nicht, eher um die […] mehr…

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    Patrick Watson – Wooden Arms

    Brummen, Klöppeln, Küchenspülendrumming. Knarrtür und Gesang wie aus einer rostigen Pfirsichdose. Dann ätherische Mäanderei, tropfiger Jazz und nervöses Klavier. „Wooden Arms“, erdacht in einem Winter in Montreal, ist eine diffuse Wolke akustischer Schwebeteilchen. Patrick Watsons brüchiger Gesang, der an einen etwas honigsanfteren Antony Hegarty erinnert, die borstigen Streicher, fremdelnden Gitarren und der Wind im Ofenrohr […] mehr…

  • Yusuf - Roadsinger

    Yusuf – Roadsinger

    Yusuf sagt, seine Comeback-Platte, „An Other Cup“ von 2006, sei eine Art Auftakt gewesen, ein Wegbereiter. So wie „Mona Bone Jakon“ nötig gewesen sei. um „Tea For The Tillerman“ schreiben zu können. Tatsächlich machte „An Other Cup“ einen unentschlossenen Eindruck – die Produktion wirkte unnötig modernisiert, der Glanz war zu glänzend, die Songs meist mittelmäßig. […] mehr…

  • Marina & The Diamonds - Obsessions

    Marina & The Diamonds – Obsessions

    Keine Band, sondern eine Waliserin mit multipler Persönlichkeit und einer Stimme wie Lene Lovich, indes mit Songmaterial, das keineswegs überkandidelt wirkt, eher auf kluge Art konventionell. „Last night’s love affair is looking vulnerable in my bed“, höhnt sie zu simplen Piano-Akkorden, bevor sich „Obsessions“ mit insistent klopfendem Beat und dominanterer Stimme zu einem frivolen Drama […] mehr…

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    Sophia – There Are No Goodbyes

    Dunkelschwarze Poesie: Proper Sheppard zelebriert das Elend Mit offenen Besteckschubladen mochte man ihn ja eh niemals allein lassen. Und diesmal hat Robin Proper Sheppard, der fabelhafte Ober-Trauerkloß der Singer/Songwriter-Szene, sogar besonders tief im Repertoire seiner dunkelschwarzen Gefühle gegraben. Was für ein Glück, dass der Wahl-Londoner dem katastrophalen Pathos seiner Elegien immerhin manchmal mit erzählerischer Ironie […] mehr…

  • To Arms Etc. - Corner Games

    To Arms Etc. – Corner Games

    Exil-Australier Charles Campbell-Jones hat in Großbritannien sein Glück gefunden – mit einer Band, die seine Vision von Popmusik versteht. Mit Piano. Streichern und generell großem Aufwand schielen ihre Songs oft in Richtung Sixties, erzählen aber von sehr aktuellen Dingen: verkorksten Parties („All Showed Up“), irren Mathematikern und genereller Konfusion („It Didn’t Hurt“). Manchmal überspannen sie […] mehr…

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    Lena Malmborg – Real Love

    Das zweite Album der Schwedin mag vordergründig angenehm nach altmodischem Standard-Soul-Jazz-Pop aus der nächsten Hotel-Bar klingen, aber Malmborg ließ sich nicht umsonst im Fußball-Trikot fotografieren: Diese Frau lässt sich nichts gefallen, weder von einem „Big Time Bastard“ noch vom „Coolest Man In Town“. Neben rauen Liedern über die vermaledeite Liebe gelingt ihr auch mal eine […] mehr…

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    Cats On Fire – Our Temporary Movement

    Das Album, zu dem endlich die Sonne aufgeht: Die Finnen behaupten zwar gleich im ersten Song, nicht an „happy ever after“ zu glauben, aber ihr schlauer Gitarren-Pop stürmt so forsch und doch raffiniert voran, dass es eine reine Freude ist. Mattias Björkas bemüht sich, britischer als der eleganteste Brite zu klingen, seine Stücke sind ebenso […] mehr…

  • Scott Matthew - There Is An Ocean That Divides

    Scott Matthew - There Is An Ocean That…

    …And With My Longing I Can Charge It With A Voltage That’s So Violent To Cross It Could Mean Death“. so lautet der vollständige Titel von Matthews zweitem Soloalbum. Nein, er ist nicht verrückt geworden. Er hat sich nur ein Herz gefasst und setzt seine innigen Folksongs diesmal besonders mutig um. Chöre. Bläser, Streicher unterstützen […] mehr…