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    Ulli Edel – Der Baader Meinhof Komplex

    Verrissen, beschimpft, verklagt: Trotz so viel Kritik und Ablehnung hat die von Bernd Eichinger produzierte Verfilmung des unverwüstlichen Bestsellers von Stefan Aust einen erstaunlichen Erfolg hingelegt. Immerhin 2.4 Millionen Deutsche sahen den „Täterfilm“, wie Familien der RAF-Opfer klagen, der dennoch für den Auslands-Oscar nominiert war. Dass Eichinger und Edel es nicht jedem recht machen würden […] mehr…

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    Joel und Ethan Coen – Burn After Reading

    An Irrwitz sind die Coen-Brüder kaum zu übertreffen. Nur müssen sie dabei selbst aufpassen, nicht den Überblick zu verlieren. Raffiniert und trotz der knappen 95 Minuten ohne Hektik spinnen sie in dieser Parodie auf Spionagefilme ein groteskes Chaos, das sich am Ende schlicht in Luft auflöst – und einen etwas ratlos zurücklässt. Der Ex-CIA-Agent Ozzie […] mehr…

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    Ein Quantum Trost - Kein Martini mehr

    Dieser Bond hat endgültig seine Identität verloren. Anders jedoch als bei der Jason-Bourne-Reihe, in der Matt Dämon sein Gedächtnis wiedererlangen will, wird die Erinnerung von und an James Bond weiter gelöscht. „Casino Royale“ war nur der Auftakt und trotz recht radikaler Änderungen noch dem Mythos verhaftet. In „Ein Quantum Trost“ wird man nicht mal mehr […] mehr…

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    Jonathan Demme – Rachels Hochzeit - Start: 2.4.

    Anne Hathaway, die schon in „Brokeback Mountain“ glänzte, will keine Disney-Prinzessin mehr sein und Heß sich mit Demme („Das Schweigen der Lämmer“) auf einen Film ein, den man in Hollywood schon als Experiment bezeichnen würde – und der ihr eine Oscar-Nominierung einbrachte. Als drogenabhängige Kym kehrt sie während der Therapie zur Hochzeit ihrer Schwester erstmals […] mehr…

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    Paolo Sorrentino – Il Divo - Start: 16.4.

    „Der göttliche Julius“ wird Giulio Andreotti wegen seiner Machtfülle in Anspielung auf Caesar ebenso ehrfurchtsvoll wie sarkastisch genannt. Seit Gründung des Parlaments dabei, war der siebenmalige Ministerpräsident und heutige Senator auf Lebenszeit gut ein halbes Jahrhundert lang die Schlüsselfigur der italienischen Politik. Sorrentinos Porträt des zwar schmalen, aber unnachgiebigen und charismatischen Mafia-Günstlings, den Toni Servillo […] mehr…

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    Ole Bornedal – Bedingungslos - Start: 9.4.

    Der englische Titel „Just Another Love Story“ führt auf eine falsche Fährte und weist doch die richtige Richtung in diesem dänischen Thriller. Denn „Nightwatch „-Regisseur Bornedal erzählt zunächst eine Schnulze, wie sie auch von Rosamunde Pilcher stammen könnte. Der Tatort-Fotograf Jonas (Anders W. Berthelsen) verschuldet einen Autounfall, nachdem Julia (Rebecka Hemse) ins Koma fällt. Deren […] mehr…

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    Christine Jeffs – Sunshine Cleaning - Start:.4.1

    Der Filmtitel dieser Komödie wiederum erinnert an den Indie-Hit „Little Miss Sunshine“, dessen Produzenten mit der Neuseeländerin Jeffs in ähnlichem Erzählton den Alltag einer skurrilen Sippe zeigen. Noch einmal dabei ist auch Alan Arkin als schrulliges Familienoberhaupt der ungleichen Schwestern Rose (Amy Adams) und Norah (Emily Blunt). Rose muss in New Mexico als Putzfrau ihren […] mehr…

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    Larry Charles – Religulous - Start: 2. April

    Nachdem Regisseur Larry Charles zuletzt mit dem Komiker Sacha Baron Cohen in „Borat“ eher hinterhältig die politisch korrekte Heuchelei torpediert hat, geht er nun mit offenem Visier gegen die Bigotterie der Weltreligionen vor. Denn Stand-up-Comedian Bill Mäher ist auch ohne Tarnung stets „Politically Incorrect“, wie seine Show heißt. Für den New Yorker, der jüdische und […] mehr…

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    Revolutions In Sound: Warner Brothers – The First Fifty Years

    Revolutions In Sound: Warner Brothers – The First Fifty Years (Chronide, ca. 45 Euro) von Warren Zanes ist eine 25Oseitige, repräsentativ aufgemachte Festschrift und als solche sicher nicht mit kritischer Distanz geschrieben, erweist sich als Dokumentation der Firmengeschichte sowie etlicher Sublabels seit 1958 aber als hochinteressant. Label-Manager, A&R-Leute und Hausproduzenten kommen zu Wort, darunter legendäre […] mehr…

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    Hot Burrito Brothers. The True Story Of the Flying Burrito Brothers

    Hot Burrito Brothers. The True Story Of the Flying Burrito Brothers von John Einarson entstand unter tätiger Mithilfe von Chris Hillman, der auch als Co-Autor genannt wird, und darf somit als Korrektiv vieler Versuche gewertet werden, die Geschichte dieser großartigen Band allein am Genie Gram Parsons‚ aufzuhängen. Ein lesenswerter Band mithin, insbesondere im Hinblick auf […] mehr…

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    Dave Zimmer – Crosby, Stills & Nash: The Biography

    „Crosby, Stills & Nash: The Biography“ von Dave Zimmer glänzt mehr durch die Fotos von Henry Diltz als durch die oft in Idolatrie und Nostalgie gefangenen Ausführungen des Autors. Die letzten drei Viertel der 40-jährigen Bandhistorie, obschon musikalisch wenig ertragreich, werden mit derselben Reverenz abgehandelt wie die Blütezeit der kalifornischen „Supergroup“, zulasten auch der ungleich […] mehr…

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    Leadsänger punkten nicht

    Rivalitäten können kreative Reserven freisetzen, Eitelkeiten bedienen, Aufmerksamkeit schaffen und das Geschäft beleben, auch und gerade im Pop. Das Gefühl, als Fan der einen Band jenen der konkurrierenden überlegen zu sein, ist kein übles, verflüchtigt sich indes mählich im Prozess des Erwachsenwerdens, zusammen mit der Libido und Lust am Krawall. Sean Manning, Herausgeber von „Rock […] mehr…

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    Doris hilft

    „Doris hilft“ von Wolfgang Welt ist der vierte Teil seines großen Lebensromans und beschreibt die zweite Hälfte der 80er Jahre. Welt schmeißt sein Studium endgültig hin und muss auch den Musikjournalismus drangeben, obwohl er gerade dabei ist, sich einen Namen zu machen. Er schreibt sich verrückt und wird in die geschlossene Abteilung eingeliefert, schließlich deliriert […] mehr…

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    Nik Cohn – Triksta

    Vom Patriarchen der Popessayistik Nik Cohn ist eine lebenspralle, erwartungsgemäß subjektivistische, famose Großreportage über „Leben, Tod und Rap in New Orleans“, die als Liebeserklärung an die Stadt beginnt und nolens volens zum Requiem mutiert. Während Nik Cohn an seinem Buch schreibt, wütet „Katrina“, und danach gibt es diese vital-chaotische, zerrissene und nicht zuletzt mörderische, aber […] mehr…

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    Nikolski

    „Nikolski“ von Nicolas Dickner ist ein locker aus drei Erzählsträngen gewebter Roman. Die drei Protagonisten stammen aus mehr oder weniger zerrütteten Elternhäusern und flüchten 1989 nach Montreal. Sie begegnen sich flüchtig, lernen sich aber nicht wirklich kennen – dabei sind sie blutsverwandt. Jonas Doucet, der Nachfahre eines alten Piratengeschlechts, ist der Vater der beiden jungen […] mehr…

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    T.C. Boyle – Die Frauen - Der Weltarchitekt

    Es geht hier um Frank Lloyd Wright, den nach eigenem Bekunden „größten Architekten der Welt“, aber über dessen Profession erfährt man hier gar nicht so viel. Boyle hält sich an sein Leben, an die zweite Hälfte seiner Biografie und porträtiert Wright aus der Perspektive der drei Frauen, die dafür gesorgt haben, dass dieser eher traditionelle, […] mehr…

  • Scarface

    Scarface

    Obwohl sich die Macher ziemlich ungeniert bei „GTA“ bedienten – und mit Brian De Palmas filmischem Epos nun wirklich eine substanzielle Vorlage hatten, kommt „Scarface“ nicht so richtig in die Gänge. Wieder einmal vertraut man darauf, dass ein zugkräftiger Name von den Mängeln des Spiels ablenkt. Pomadig und reichlich einfältig wird hier das Gangsterdrama zu […] mehr…

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    Mafia

    Der Klassiker. Schon die Eingangssequenz beweist die Qualität. Nach acht Jahren will ein hohes Mafia-Tier aussteigen und erzählt einem runtergekommenen Polizisten seine Geschichte. Als klammer Taxifahrer fängt Thomas Angelo an. ein paar Jahre später leitet er in feinem Zwirn Gaunergeschäfte der großen Art. Die dichte Atmosphäre ist im Mafia-Genre bis heute unerreicht. Für das Referenzspiel […] mehr…

  • Der Pate

    Der Pate

    Lange hat man um den Veröffentlichungstermin fast schon ein Staatsgeheimnis gemacht. Gelohnt hat sich das Warten auf den Nachfolger von „Der Pate“ nur bedingt. Wieder muss man als Mitglied der Corleone-Familie in New York versuchen, die Kontrolle über die Stadt zu halten und auszubauen. Man ist nicht mehr Aufsteiger, sondern Don. Es wird viel geprügelt […] mehr…

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    Little Feat – Thanks I’ll Eat It Here

    Zwar glänzt Lowell George solo auch als Autor, wenn er mit „20 Million Things“ die weltmüde Grazie von „Trouble“ fortschreibt. Doch besticht er hier vor allem als Interpret mit Bandbreite. Der Blue-Eyed Soulman ist mit „What Do You Want The Girl To Do“ (Allen Toussaint) oder „Easy Money“ (Rickie Lee Jones)ganz bei sich angekommen, als […] mehr…