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    Wilhelm Fink – Devil

    Devil, herausgegeben von Albert Kümmel-Schnur, ist eine Sammlung mal gelehrt blendender, mal nachdenklich-gelehriger Aufsätze, die sich jeweils einer Zeile des Stones-Klassikers annehmen und diese dann auf Teufel komm‘ raus deuten: literarisch, philosophisch, erkenntnistheoretisch, theologisch, historisch, kulturkritisch, politisch oder biografisch. Oder völlig verkrampft. Unter denen, die von den Autoren als Zeugen bemüht werden, tragen Bulgakow und […] mehr…

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    Harry Hammond – Halfway To Paradise - Sehnsucht nach Glamour

    Als die Rationierungen endlich der Vergangenheit angehörten und in Britannien nach den Jahren karger Enge und Entbehrung das Leben wieder zu pulsieren begann, wurde die Musik zum Schrittmacher einer Generation, die der Krieg um ihre Kindheit gebracht hatte. In den Rhythmen von Jazz. Skiffle und Rock’n’Roll fand sie ein Ventil für aufgestaute, unerfüllte Bedürfnisse, und […] mehr…

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    Reinhard Kleist – Havanna

    „Havanna“ von Reinhard Kleist ist eine Art ausgearbeitetes Skizzenbuch einer vierwöchigen Kuba-Reise. Dass Kleist in dieser kurzen Zeit vor allem einen touristischen Blick kultiviert, weiß er selber ganz gut. „Pittoreske Armut“, viel mehr bekommt auch er als kritischer Sympathisant nicht aufs Blatt, wie der „Maximo Lider“ ihm in einem der kleinen erdachten Zwiegesprächen vorhält, aber […] mehr…

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    Kurt Vonnegut – Der taubenblaue Drache

    „Der taubenblaue Drache“ von Kurt Vonnegut versammelt die Erzählungen aus dem Nachlass und ältere Geschichten aus dem 1999er Band „Bagombo Snuff Box“. Alles hierzulande unpubliziert und einmal mehr souverän, sprachgewitzt und mit dem richtigen Händchen für den zutiefst moralischen Sarkasmus des Meisters von Harry Rowohlt übersetzt. Ein wunderbares Buch, eine Art Vademekum für Humoristen, weil […] mehr…

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    Maria Sveland – Bitterfotze

    Bitterfotze von Maria Sveland schreibt Erica Jongs Feminismusklassiker „Angst vorm Fliegen“ aus den 70er Jahren fort. Seit Jong hat sich nämlich nicht mehr sehr viel geändert, weiß Sara als Journalistin mit Schwerpunkt Feminismus nicht nur theoretisch, sondern aus eigener Anschauung. Sie beschreibt ganz gut. wie sich Männerbündelei, Revierbehauptungsgetue und diese selbstverständliche virile Überlegenheitsattitüde selbst in […] mehr…

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    J. G. Ballard – Liebe & Napalm - Skulpturen aus Prosa

    „The Atrocity Exhibition“, so der Originaltitel, ist eine Inkunabel der „New Wave“ des Science-Fiction-Genres und markiert zugleich die Grenzen des herkömmlichen Erzählens. Wie in „Naked Lunch“ zerfällt der Text in Fragmente, surreale, groteske Traumszenarien, aber noch stärker als bei Burroughs entbindet Ballard die Sprache von ihrer niederen Aufgaben, zum Beispiel so etwas Profanes wie eine […] mehr…

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    The Void

    (Atari) Es gibt nicht viele gute Nachrichten in „The Void“. Die einzige, die etwas Hoffnung bringt: Man kann nicht sterben – denn man ist schon lange tot. Nur die eigene Seele existiert noch. Aber selbst die hat es schwer an diesem unwirklichen Ort, durch den der Spieler streift, um elfenhafte Schwestern und schlussendlich auch sich […] mehr…

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    Guitar Hero - Metallica

    Zugegeben, es wäre schon etwas vermessen gewesen, von den „Guitar Hero“-Machern zu verlangen, dass sie in ihr ohnehin schon unfassbar erfolgreiches Produkt noch etwas mehr Liebe oder Gehirnschmalz stecken. Dass die jetzt erscheinende Metallica-Version allerdings derart routiniert über die Bühne geht, ist dann doch ein wenig enttäuschend. Was man zuvor schon bei AC/DC und Aerosmith […] mehr…

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    Monster vs. ALiens

    Eine Erkenntnis vorweg: Das Spiel ist schlechter als der Film – und der war schon alles andere als ein Meisterwerk. Das mäßig originelle Game-Team, bestehend aus vier infantilen Monstern, muss der Spieler hier von Mission zu Mission bringen. Und das bedeutet konkret: hüpfen, strecken, fahren, ducken, prügeln und schießen. Diesem dämlichen Hau-Drauf-Stückwerk fehlt es eindeutig […] mehr…

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    The Westerner 2

    Ein leider etwas zu pupsig geratenes Western-Adventure. In dem zweiten Teil des „Westerner“-Game macht sich unser Protagonist Fenimore Fillmore auf die Suche nach einem geheimnisvollen Schatz, der in einem Grab versteckt sein soll. Trotz zahlreicher schöner Film-Zitate und einer erstaunlich gelungenen Sprach-Synchronisation mag das eher zur Albernheit neigende Game keine rechte Freude aufkommen lassen. Die […] mehr…

  • John Phillips - John Phillips

    John Phillips – John Phillips

    (1969) Denny Doherty hat später geäußert, das erste Phillips-Solo-Album wäre unter anderen Umständen vielleicht das beste Album der Mamas & Papas geworden. Und in der Tat hätten lyrisch düstere Songs wie „Malibu People“, „Mississippi“ und „Someone’s Sleeping“ das Zeug zu Evergreens gehabt. Doch nach dem Zerwürfnis entschloss John Phillips sich, selbst zu singen und auf […] mehr…

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    Tha Mamas & The Papas – Deliver

    (1967) Man kann zwar auf dem dritten Album hören, dass Erfolg, Drogen und Eifersüchteleien der Bandchemie arg zugesetzt hatten, doch gerade diese innere Zerrissenheit macht „Deliver“ zum spannendsten Album der Mamas & Papas. Seite eins besticht durch exzellente Coverversionen von „Sing For Your Supper“, „My Girl“, vor allem aber „Dedicated To The One I Love“ […] mehr…

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    The Mamas & The Papas – The Mamas & The Papas

    (1966) Es waren turbulente Zeiten für die Mamas & Papas, als sie nach dem Erfolg des Debüts am zweiten Album arbeiteten. Vor den Aufnahmen wurde Michelle Phillips wegen außerehelicher Liebeleien (u.a. mit Denny Doherty, in den wiederum Mama Cass verliebt war) gefeuert und durch Jill Gibson ersetzt. Am Ende kehrte sie jedoch zurück und sang […] mehr…

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    The Mamas & The Papas - You Can Believe Your Eyes…

    (1966) Als das Debüt erschien, wollten viele ihren Ohren und Augen zunächst mal nicht trauen. So ein lieblicher Klang und dann – fast drei Jahre vor „Beggars Banquet“ von den Rolling Stones – eine Kloschüssel auf der Plattenhülle. Die musste verschwinden. Die Musik allerdings blieb bis heute. Für viele Stücke stand der Sound der Byrds […] mehr…

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    Dredg - „The Pariah, The Parrot, The…

    Man muss sich immer noch gelegentlich durch nebulöse Geräuschschwaden kämpfen, durch einiges Skizzenhafte, noch nicht richtig zu Ende Musizierte, weil die Collage vielleicht der älteste, aber auch immer noch am deutlichsten sichtbare Hut des Avantgarde-Künstlers zu sein scheint. Und weil Dredg es immer noch nötig zu haben glauben. Davon aber mal abgesehen, zeigt sich die […] mehr…

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    Alasdair Roberts - „Spoils“

    „The Amber Gatherers“ war vor zwei Jahren für Alasdair Roberts‘ Verhältnisse geradezu ein leichtes Pop-Album. Zumindest wenn man es mit dem Vorgänger „No Earthly Man“, dieser dunkel-geheimnisvollen Sammlung alter schottischer Balladen, vergleicht. Aber mit Pop hat das Werk des schüchternen Schotten natürlich eigentlich gar nichts gemein. Um Künstlichkeit geht es ihm nicht, eher um die […] mehr…

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    Jay S. Jacobs - „Tom Waits – Musik &…

    Dieses Buch ist ein weiterer Versuch, dem notorisch kryptischen Songschreiber anhand bereits bekannter Gespräche und Fakten nahezukommen. Jacobs beginnt seine Nacherzählung, die vor allem auf Interviews anderer Journalisten beruht, in der beliebten „schäbigen Kneipe“ und endet mit dem Gemeinplatz, dass Tom Waits kein Superstar, sondern ein „Handwerker und Künstler“ sei und so nie seine Relevanz […] mehr…

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    Viarosa - „Send For The Sea“

    Man kann ja allerlei Schlaues schreiben über das Meer: Es sei weit, es sei nass, es sei gefährlich. Wenn Richard Neuberg an die See denkt, dann fällt ihm vor allem ein, dass man in ihr untergehen kann. Mit seiner Truppe Viarosa hat der Engländer nun sein zweites Album seit 2006 aufgenommen: So emphatisch betrübt, wie […] mehr…

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    The Dukes Of Stratosphear - „25 O’Clock/Psonic Psunspot“

    In den 80er Jahren schwärmten nicht wenige Obskurantisten von oder psychedelischen Zweit-Identität von XTC mehr als von der eigentlichen Band. 1985 erschien das Mini-Album „25 O’Clock“, zwei Jahre später „Psonic Psunspot“, dazwischen lag „Skylarking“. Andy Partridges Gesang bleibt auch in der überkandidelten Instrumentierung unverkennbar, und das charakteristische Vogelzwitschern hört man ebenso. Sixties-Pychedelia als lustvolle quasi-wissenschaftliche […] mehr…

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    Willy DeVille - Live At Montreux 1994

    Damals hatte Willy DeVille einen Karriere-Knick hinter sich und die Verwandlung zum Southern Gentleman samt New-Orleans-Platte, „Victory Mixture“. Musikalisch reicher und plüschiger als mit Mink DeVille, navigierte der dünne Mann souverän durch R&B, TexMex, Cajun und Zydeco. Die Manierismen gehören zur Darbietung. Mit einer Auswahl der Songs aus dem Konzert auf CD. mehr…