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    Lyle Lovett & His Large Band – It’s Not Big It’s Large

    Nein, der Mann, der Klein, Texas auf die große Songwriter-Landkarte gebracht hat, ist nicht unter die wirklich Produktiven gegangen. „It’s Not Big It’s Large“ ist immer noch das Album, das bei Lyle daheim schon 2007 zu haben war und nun auch hier noch zu einer späten Veröffentlichung kommt, weil Lovett nach einer halben Ewigkeit just […] mehr…

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    Conor Oberst & The Mystic Valley Band – Outer South

    In den Anfangstagen war Bright Eyes eine große Band, mit der Conor Oberst auf Abenteuerfahrt ging. Nach der Platte „Lifted“ (2002), die das neurotische Männlein aus Nebraska berühmt gemacht hatte, verengte sich die als lustiger Spielmannszug angelegte Besetzung immer mehr auf den genialischen Songschreiber. „Cassadaga“ (2007), diese wundersame Amerikareise,war eine einsame Suche. Ausgerechnet für die […] mehr…

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    The Decembensts – The Hazards Of Love

    Weil Colin Meloy eine Obsession mit dem alten englischen Folk-Song und dem alten englischen Hardrock hat, hat er ein Konzeptalbum gemacht. „Hazards Of Love“ ist die Geschichte einer Frau namens Margaret, die sich mit ihrem Liebhaber William, einer Waldkönigin, einem mystischen Tier und einem Wüstling herumschlagen muss. Die Platte ist eine Stunde lang, alles geht […] mehr…

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    Staff Benda Bilili – Tres, Tres Fort

    Mehrere Generationen von querschnittsgelähmten Straßenkindern, die am Zoo von Kinshasa leben, schlossen sich zu einem Oktett zusammen und spielen ihre Version von Rumba, Afro-Son und Afro-Salsa. Über manchen Passagen schwebt durchaus der Geist von James Brown, andere wiederum leben von einem süßen, melancholischen Schmelz, dem man auch bei den patinabesetzten Orchestern zwischen Dakar und Kinshasa […] mehr…

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    Depedro – Depedro

    Mit Calexico spielte er schon in der Vergangenheit, jetzt hat sich Jairo Zavala für sein in Tucson entstandenes Debüt Burns & Convertino gleich als Backing Band gemietet. Elf Miniaturen, in denen Banjos pluckern, Gitarren fern tremolieren, Bläsersätze wie eine altersschwache Lok tuten und ein Cello melancholisch durch den Wüstensand weht, dazu eine rau croonender Protagonist […] mehr…

  • Oumou Sangare - Seya

    Oumou Sangare – Seya

    Auch wenn 13 Jahre lang kein Album kam, zählt die Diva aus Mali noch immer zu den Superstars aus Afrika. Dieses überwältigende neue Opus zeigt warum. Aus dem Wassoulou-Sound ihrer Heimat lässt Sangare eine globale Tanzmusik mit elaborierten Arrangements entstehen, die doch durch und durch heimatlich klingt: Neben den Buschharfen-Grooves und der Nomaden-Flöte siedeln der […] mehr…

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    Peyoti For President – Rising Tide Of Conformity

    Lange war Agitation mittels World Music nicht mehr so packend: In den Texten dieses urbanen Troubadours wird die Pervertierung der Demokratie zu Jorge Bens „Mas Que Nada“-Loop offenbart und die Gehirnwäsche der Medien angeprangert, es werden dumme Würdenträger mit Megafon und Akustik-Reggae bekämpft. Die hyperventilierende Gitarre und den staccatoartigen Gesang stützt feurige Handperkussion, sparsam sind […] mehr…

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    Maximo Park – Quicken The Heart

    Kann mir bitte mal jemand einen wirklich tiefgreifenden Unterschied erklären zwischen Maximo Park, Franz Ferdinand und den Dirty Pretty Things? Für mich klingen diese smarten Brit-Rocker alle unverschämt ahnlieh, im Prinzip so wie The Strokes vor sieben oder acht Jahren. Nein, sagen Sie jetzt nichts! Wir wollen keine Erbsen zählen, sondern ernsthaft bedauern, dass es […] mehr…

  • Steve Earle - Townes

    Steve Earle – Townes

    Earle zollt seinem Lieblings-Songschreiber angemessen Tribut Sie hat ihm selbst vermutlich mehr genützt als dem Gepriesenen. Sie wissen schon, diese schön unverschämte Einlassung, er, Steve, würde sich sogar bei dem Bob auf den Kaffeetisch stellen — in Cowboy-Stiefeln —, und sagen, dass Townes der beste Songschreiber der ganzen Welt sei. Weil Bob bisher trotzdem keine […] mehr…

  • Neil Young - Fork In The Road

    Neil Young - Fork In The Road

    Road-Rock-Elch-Test über Buckelpisten und Schotterwege. In den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts zerstörte Neil Young den Hippie-Mythos, indem er Platten mit Elektronik, mit Rock’n’Roll der Fifties, mit Country Music und mit Rhythm 6? Blues aufnahm. Der humorlose David Geffen verklagte ihn – eine der schönsten Klagen der Rockmusik! — wegen absichtlicher Lieferung unkommerzieller Platten. Auch […] mehr…

  • Bob Dylan Together Through Life

    Bob Dylan - Together Through Life

    Erstaunlich leicht und spontan: Die langsame Heimkehr des Meisters mehr…

  • Personal Effects

    Personal Effects

    Walter (Ashton Kutcher) trauert um seine Zwillingsschwester. Bei einer Selbsthilfegruppe lernt er Linda (Michelle Pfeiffer) kennen. Seit deren Mann erschossen wurde, kümmert sie sich allein um ihren taubstummen Sohn. Eine zarte Romanze beginnt, bis Walter sich am vermeintlichen Mörder seiner Schwester rächen will. Regisseur und Autor Hollander inszenierte sein Drama in passend tristen Bildern, bündelt […] mehr…

  • The Warlords

    The Warlords

    China feiert seine Geschichte mit großen Schlacht-Epen. Demnächst kommt John Woos Film „Red Cliff“ in die Kinos, der vom Untergang der späten Han-Dynastie erzählt. Zuvor inszenierte Peter Chan („Der Liebesbrief“) den blutigen Bürgerkrieg zwischen dem Qing-Regime und den Taiping-Rebellen im 19. Jahrhundert, an dessen Ende sich China weiter dem Westen öffnete und eine neue Ära […] mehr…

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    Nanny Diaries

    Die Romanvorlage ist ein Bestseller wie „Der Teufel trägt Prada“. Letzterer wurde verfilmt als süße Seifenoper und somit ein Blockbuster, was vom Regieduo Robert Pulcini und Shari Springer Berman nach der pfiffigen Skurrilität „American Splendor“ nicht zu erwarten war. Ganz konsequent sind sie allerdings auch nicht geblieben: Die Erlebnisse der jungen Annie (Scarlett Johansson) als […] mehr…

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    Leander Haußmann – Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe

    Dass Robert Zimmermann (Tom Schilling) den bürgerlichen Namen von Bob Dylan trägt, ist nur eine Pointe am Rande, auf die er bei Nachfragen genervt reagiert. Auch ist er kein Kind der Gegenkultur, sondern im Gegenteil voll im Trend: Der26-Jährige ist Designer von Computerspielen. Damit und mit seinen Avancen kann wiederum die deutlich ältere Monika (Maruschka […] mehr…

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    Isabel Coixet – Elegy - Der Erotomane

    Enttäuscht sein könnten die Leser von Philip Roth über diese Adaption seines Romans „Das sterbende Tier“. Isabel Coixet („Das geheime Leben der Worte“) hat famos eine bewegende Liebe inszeniert, aber wie meist bei Literaturverfilmungen – mit entscheidenden Freiheiten. Schon der Filmtitel verrät den weiblichen, weicheren Blick auf die selbstquälerische Erotomanie eines intellektuellen Filous. Er sei […] mehr…

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    Mark Herman – Der Junge im gestreiften Pyjama

    (Start 7.5.) Je mehr man über den Holocaust erfährt, desto unbegreiflicher wird er. Insofern ist der Ansatz des Romanautors John Boyne, die Ereignisse aus der Perspektive eines Kindes zu betrachten, mehr als ein erzählerisches Experiment: Dessen unschuldige Naivität illustriert erschütternd, wie damals durch schuldhaftes Wegsehen die Verdrängungsmechanismen im Alltag griffen. Der achtjährige Bruno (Asa Butterfield) […] mehr…

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    Darnell Martin – Cadillac Records - Start 3.4.

    Fast drei Jahrzehnte, in denen schwarzer Blues für weiße Hörer gesellschaftsfähig wurde, setzt Serien-Regisseurin Martin („Criminal Intent“) hier kurzweilig in Szene. Adrien Brody („Der Pianist“) spielt den polnischen Einwanderer Leonard Chess, der Ende der 40er Jahre in Chicago das Label Chess Records gründet, Bluesgrößen wie Muddy Waters (Jeffrey Wright), Little Walter (Columbus Short), Howlin‘ Wolf […] mehr…

  • Duplicity

    Duplicity - Start: 30. 4.

    Als Drehbuchautor („Im Auftrag des Teufels“, „Die Bourne Identität“) war Gilroy schon gut beschäftigt, bis ihm mit seinem Regiedebüt „Michael Clayton“ endgültig der Durchbruch in Hollywood gelang. Die sieben Oscar-Nominierungen schienen allerdings übertrieben. Nun hat er sich an einen ironischen Thriller im Stil von „Der unsichtbare Dritte“ oder „Thomas Crown ist nicht zu fassen“ versucht. […] mehr…

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    Francois Ozon – Ricky

    (Start 14.5.) Das Gute an Ozon ist: Man weiß nie, was einen erwartet. Und man kann durchaus seine Chuzpe bewundern: wie er mit Versatzstücken verschiedener Genres jongliert. Regeln bricht und Vorbildern huldigt. Mit diesem merkwürdigen Märchen aber hat Frankreichs Regie-Exzentriker sich verhoben. Darin zieht der Spanier Paco (Sergi Lopez) nach einem Quickie auf der Toilette […] mehr…