• Personal Effects

    Personal Effects

    Walter (Ashton Kutcher) trauert um seine Zwillingsschwester. Bei einer Selbsthilfegruppe lernt er Linda (Michelle Pfeiffer) kennen. Seit deren Mann erschossen wurde, kümmert sie sich allein um ihren taubstummen Sohn. Eine zarte Romanze beginnt, bis Walter sich am vermeintlichen Mörder seiner Schwester rächen will. Regisseur und Autor Hollander inszenierte sein Drama in passend tristen Bildern, bündelt […] mehr…

  • The Warlords

    The Warlords

    China feiert seine Geschichte mit großen Schlacht-Epen. Demnächst kommt John Woos Film „Red Cliff“ in die Kinos, der vom Untergang der späten Han-Dynastie erzählt. Zuvor inszenierte Peter Chan („Der Liebesbrief“) den blutigen Bürgerkrieg zwischen dem Qing-Regime und den Taiping-Rebellen im 19. Jahrhundert, an dessen Ende sich China weiter dem Westen öffnete und eine neue Ära […] mehr…

  • Ups..

    Nanny Diaries

    Die Romanvorlage ist ein Bestseller wie „Der Teufel trägt Prada“. Letzterer wurde verfilmt als süße Seifenoper und somit ein Blockbuster, was vom Regieduo Robert Pulcini und Shari Springer Berman nach der pfiffigen Skurrilität „American Splendor“ nicht zu erwarten war. Ganz konsequent sind sie allerdings auch nicht geblieben: Die Erlebnisse der jungen Annie (Scarlett Johansson) als […] mehr…

  • Ups..

    Leander Haußmann – Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe

    Dass Robert Zimmermann (Tom Schilling) den bürgerlichen Namen von Bob Dylan trägt, ist nur eine Pointe am Rande, auf die er bei Nachfragen genervt reagiert. Auch ist er kein Kind der Gegenkultur, sondern im Gegenteil voll im Trend: Der26-Jährige ist Designer von Computerspielen. Damit und mit seinen Avancen kann wiederum die deutlich ältere Monika (Maruschka […] mehr…

  • Ups..

    Isabel Coixet – Elegy - Der Erotomane

    Enttäuscht sein könnten die Leser von Philip Roth über diese Adaption seines Romans „Das sterbende Tier“. Isabel Coixet („Das geheime Leben der Worte“) hat famos eine bewegende Liebe inszeniert, aber wie meist bei Literaturverfilmungen – mit entscheidenden Freiheiten. Schon der Filmtitel verrät den weiblichen, weicheren Blick auf die selbstquälerische Erotomanie eines intellektuellen Filous. Er sei […] mehr…

  • Ups..

    Mark Herman – Der Junge im gestreiften Pyjama

    (Start 7.5.) Je mehr man über den Holocaust erfährt, desto unbegreiflicher wird er. Insofern ist der Ansatz des Romanautors John Boyne, die Ereignisse aus der Perspektive eines Kindes zu betrachten, mehr als ein erzählerisches Experiment: Dessen unschuldige Naivität illustriert erschütternd, wie damals durch schuldhaftes Wegsehen die Verdrängungsmechanismen im Alltag griffen. Der achtjährige Bruno (Asa Butterfield) […] mehr…

  • Ups..

    Darnell Martin – Cadillac Records - Start 3.4.

    Fast drei Jahrzehnte, in denen schwarzer Blues für weiße Hörer gesellschaftsfähig wurde, setzt Serien-Regisseurin Martin („Criminal Intent“) hier kurzweilig in Szene. Adrien Brody („Der Pianist“) spielt den polnischen Einwanderer Leonard Chess, der Ende der 40er Jahre in Chicago das Label Chess Records gründet, Bluesgrößen wie Muddy Waters (Jeffrey Wright), Little Walter (Columbus Short), Howlin‘ Wolf […] mehr…

  • Duplicity

    Duplicity - Start: 30. 4.

    Als Drehbuchautor („Im Auftrag des Teufels“, „Die Bourne Identität“) war Gilroy schon gut beschäftigt, bis ihm mit seinem Regiedebüt „Michael Clayton“ endgültig der Durchbruch in Hollywood gelang. Die sieben Oscar-Nominierungen schienen allerdings übertrieben. Nun hat er sich an einen ironischen Thriller im Stil von „Der unsichtbare Dritte“ oder „Thomas Crown ist nicht zu fassen“ versucht. […] mehr…

  • Ups..

    Francois Ozon – Ricky

    (Start 14.5.) Das Gute an Ozon ist: Man weiß nie, was einen erwartet. Und man kann durchaus seine Chuzpe bewundern: wie er mit Versatzstücken verschiedener Genres jongliert. Regeln bricht und Vorbildern huldigt. Mit diesem merkwürdigen Märchen aber hat Frankreichs Regie-Exzentriker sich verhoben. Darin zieht der Spanier Paco (Sergi Lopez) nach einem Quickie auf der Toilette […] mehr…

  • Ups..

    Atom Egoyan – Simons Geheimnis - Start: 21. Mai

    Wer sind wir? Und was sind die Anderen für uns? Diese zentralen Fragen stellt Atom Egoyan, kanadischer Regisseur armenischer Abstammung, stets in seinen humanistischen Werken, die von Verlust, Trauer und Zorn erzählen. In seinem elften Kinofilm seit 1984 verbindet er diese ohnehin universellen Gedanken und Gefühle klug mit den weltweiten Auseinandersetzungen um religiös oder kulturell […] mehr…

  • Jay S. Jacobs - Tom Waits - Musik & Mythos

    Jay S. Jacobs – Tom Waits – Musik & Mythos

    Tom Waits – Musik & Mythos von Jay S. Jacobs ist ein weiterer Versuch, dem notorisch kryptischen Songschreiber anhand bereits bekannter Gespräche und Fakten nahezukommen. Jacobs beginnt seine Nacherzählung, die vor allem auf Interviews anderer Journalisten beruht, in der beliebten „schäbigen Kneipe“ und endet mit dem Gemeinplatz, dass Tom Waits kein Superstar, sondern ein „Handwerker […] mehr…

  • Ups..

    Steffen Radlmaier – Die Joel-Story

    Die Joel-Story von Steffen Radlmaier dreht sich nicht allein um den piano man, sondern beleuchtet, so der Untertitel, „Billy Joel und seine deutsch-jüdische Familiengeschichte“. Die ist zwar inzwischen recht bekannt, aber trotzdem immer noch spannend zu lesen – und oft sehr beklemmend. Dank genauer Recherche und vieler Gespräche mit den Joels erforschte Radlmaier etwa die […] mehr…

  • Ups..

    Gavin Edwards – Do You Want To Know A Secret?

    „Do You Want To Know A Secret?“ von Gavin Edwards will „Die größten Geheimnisse, Mythen und Gerüchte der Rockwelt“ enthüllen. Es sind natürlich die üblichen Geschichten, die man so oft gelesen hat, dass man sie fast für wahr hält – die meisten davon hat Edwards bereits in der Kolumne „Rolling Stone Knows“ seziert. Hier werden […] mehr…

  • Ups..

    Mark Oliver Everett – Glückstage in der Hölle - Überlebenstipps

    Das grausame Schicksal von Mark Oliver Everett ist bereits wohldokumentiert – in seinen eigenen Songs. Mit den Eels hat „E“ sagenhafte Lieder über die Liebe und den Tod aufgenommen, und die Geschichten dahinter erzählt er nun in seiner Autobiografie „Glückstage in der Hölle“, die im Original weniger pathetisch „Things The Grandchildren Should Know“ heißt – […] mehr…

  • Ups..

    Strafplanet Erde / Teewurst und Thanatos

    Strafplanet Erde von Dietrich zur Nedden und Teewurst Und Thanatos von Michael Quasthoff (Wehrhahn, je 12,80 Euro) sind der buchgewordene Extrakt von über anderthalb Jahrzehnten „Fitzoblongshow“. Als die Berliner Lesebühnenautoren und Slam-Poeten noch mit dem Lutscher um den Sandkasten liefen, luden zur Nedden und Quasthoff bereits zu ihrer „musikalisch unterfütterten literarischen Nummernrevue“. Sie waren die […] mehr…

  • Ups..

    Thilo Bock – Die geladene Knarre von Andreas Baader

    „Die geladene Knarre von Andreas Baader“ von Thilo Bock soll mal wieder ein Generationenporträt sein. Rieke, Basti und Leander laborieren an so einer Art zweiten Pubertät, das Studium neigt sich dem Ende, bald muss man diesen relativ zwanglosen, monetär leidlich abgesicherten Schutzraum außerhalb des kapitalistischen Schweinesystems verlassen. Diese transitorische Unsicherheit, die es wohl auch schon […] mehr…

  • Ups..

    Ethan Ringler

    Ethan Ringler (Piredda) von Gilles Mezzomo und Denis-Pierre Filippi liegt jetzt schon in drei Bänden vor. Ringler, ein Sohn aus gutem Haus, aber Nachfahre eines untergegangenen Indianerstammes, verlässt seine Heimat London, um in New York nach seinen Wurzeln zu suchen. Ein gefährliches Pflaster. Die Unterwelt ist dabei, ihre Claims abzustecken, industrielle Glücksritter agieren am Rand […] mehr…

  • Ups..

    Jörg Fauser – Der Strand der Städte - Das Leben vollschreiben

    Es gibt genügend akademische Schlaumeier, die Jörg Fauser auf den Journalisten reduzieren, ihm nur hier überdurchschnittliche Qualitäten zubilligen wollen. Ihnen sollen die beiden Tippfinger abfallen. In einem Punkt haben seine Kritiker aber recht: Man kennt Fauser nicht, wenn man sein journalistisches Werk nicht gelesen hat. Die Zeitungs- und Magazinschreiberei war sein Hauptgeschäft, damit hat er […] mehr…

  • Ups..

    Lyle Lovett – My Baby Don’t Tolerate

    Der Verbeugung vor seinen Vorbildern titeis „Step lnside This House“ und dem Konzertmitschnitt „Live In Texas“ ließ Lovett ein Album folgen, das nahtlos an „Ensenada“ anknüpfte, fingerschnippender und Ensemble-orientierter zwar, jedoch fast frei von ironischen Wendungen. Den „Truck Song“ ausgenommen, mit Zeilen wie „l’ve been to Paris/ And I don’t mean Texas“ und „I met […] mehr…