• PJ Harvey & John Parish - A Woman A Man Walked By

    PJ Harvey & John Parish

    - A Woman A Man Walked By

    Das Coverfoto vom letzten PJ-Harvey-Album „White Chalk“ hätte als eine der berühmten Aufnahmen, die Jean-Martin Charcots im Pariser „Hôpital Salpêtriére“ von seinen Hysterie-Patientinnen anfertigte, durchgehen können. Auch musikalisch ergab diese Assoziation durchaus Sinn, hob Polly Harvey doch ihre Stimme über der dunkel-romantischen Kammermusik in hysterische Höhen. Vom kruden Beefheart-Blues, der sonst große Teile ihres Oeuvres […] mehr…

  • Beirut - March Of The Zapotec /…

    Der inzwischen 22-jährige Zach Condon bleibt ein verspieltes Wunderkind: Auch das dritte Album seines Projekts Beirut ist etwas Besonderes – und das nicht nur, weil es sich dabei um zwei völlig unterschiedlich klingende EPs handelt. CD Nummer eins trägt den Titel „March Of The Zapotec“ und entstand zusammen mit einer obskuren mexikanischen Blaskapelle. Die Mutter […] mehr…

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    Selfish Cunt - England Made Me II

    Bei einem Band-Moniker wie diesem darf militanter Punk erwartet werden, aggressiv, sturzverdrossen und streng nonkonformistisch. Mit Songs, die kübelweise Verachtung ausschütten über alle, die nicht aggressiv, sturzverdrossen und nonkonformistisch sind. Laut, versteht sich, zu Klappmesser-Riffs. Erwartungen, die Selfish Cunt übererfüllen. mehr…

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    Klaus Fischer - „Trips & Träume“

    Trips & Träume (Books On Demand, 19,90 Euro) von Klaus Fischer trägt den Untertitel „Ein Roman über die wilden Krautrock-Jahre“. Klar also, dass es hier nicht so sehr um schnöde Fakten geht, sondern um die Irrungen und Wirrungen, die der Würzburger Autor und Schlagzeuger in den 70er Jahren mitmachte. Mit Krautrock kennt er sich zweifellos […] mehr…

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    Maximillian Hecker - „The End Of Longing“

    Maximillian Hecker ist immer noch der Mann mit den großen Gefühlen. Aber offenbar hat er deutlich an Melodramatik verloren und damit leider auch an Einzigartigkeit. Dieser Track könnte problemlos im Radio laufen und würde sich dabei kaum von den gängigen Pop/Rock-Songs unterscheiden. Zwar singt Hecker nach wie vor mit wundervoll gefühlvoller Stimme, doch ein Vergleich […] mehr…

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    Neko Case - „Middle Cyclone“

    Diese Stimme klingt nach klarem Bergquellwasser, nach einer selbstbewussten Frau, die unterwegs ist zu ihrer eigenen kleinen Farm, irgendwo oben in den Bergen. Neko Case weiß, was sie will, der redet man nicht rein. Das zeigt auch das Cover ihres sechsten Studioalbums: Wie eine Amazone mit feuerrotem Haar, kurzem Rock und gezogenem Schwert posiert die […] mehr…

  • Pavement - Brighten The Corners

    Pavement - Brighten The Corners

    Es fühlt sich jedes Mal wieder an wie der 16. Geburtstag, wenn eine neue Folge der Pavement-Remasters erscheint. Mittlerweile sind wir im Jahr 1997 angelangt. Bei „Brighten The Corners“, auch bekannt als Das-Album-nach-„Wowee Zowee“. Dieses heute vielleicht meistgeliebte Pavement-Album war damals von vielen verschmäht worden, die diese wunderbarste und mustergültigste aller 90er-Bands mit den Hits […] mehr…

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    The Dead Weather - „Hang You From The Heavens“

    Das erste Lebenszeichen von Jack Whites neue Supergroup The Dead Weather, bei der neben White auch Alison Mosshart (The Kills und nicht nur optisch eine verruchte Rock N Roll-Version von Meg White), Dean Fertita (Queens of the Stone Age) und Jack Lawrence (Raconteurs / Greenhornes) mit von der Partie sind. Die höchst gefällige A-Seite, ein […] mehr…

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    Fever Ray - „When I Grow Up“ (Version…

    Fever Ray ist das Pseudonym von Karin Dreijer Andersson, der weiblichen Hälfte des Duos The Knife. Auf Solopfaden klingt die Schwedin zumeist düster, doch der Remixer Dan Lissvik verleiht dem ehemals verhangenen „When I Grow Up“ eine beschwingte, fast loungige und nicht wirklich passende Note. Inklusive Kinderchören, einer Panflöte und dem auf Dauer schwer zu […] mehr…

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    Ry Cooder - The UFO Has Landed

    Nach 15 Solo-LPs, fast zwei Dutzend Soundtracks und noch weit mehr Projekten, an denen er – von Rising Sons und Captain Beefhearts Debüt über Meilensteine wie „Talking Timbuktu“ bis zu zum letzten Studio-Album von Mavis Staples- als Gastgeber oder Produzent maßgeblich beteiligt war, hätte man bei Rhino Ry Cooders Werk aus über 40 Jahren inzwischen […] mehr…

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    Olli Schulz - Es brennt so schön

    Erst Barack, und nun Olli, der wahre Pop-Titan. Das Jahr wird gut. Auch, weil der sympathische Nerd von der Elbe wohl von einem genmanipulierten Ohrwurm gebissen wurde. Jedenfalls schwingt Super-Olli fast wie schwerelos durch die Hamburger Schulklassenräume und angrenzende Gebiete. Thwip! leiht er sich etliche Klänge bei Tomte und bei Kettcar. Thwip! gaunert er sich […] mehr…

  • Calexico - Live From Austin, Texas

    Weil Calexico in den USA kaum bekannt sind, freuten sie sich aufrichtig über ihren Auftritt bei „Austin City Limits“ im Jahr 2006. Da hatten sie schon eine lange erfolgreiche Karriere (in Deutschland!) hinter sich. Die Art, wie Joey Burns und John Convertino Hillbilly, Country, Folk, TexMex, Mariachi-Bläser und Spaghetti-Western zusammenbringen, wird in ihre Heimat als […] mehr…

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    Lester Bangs - „Psychotische Reaktionen und heiße Luft“

    „Psychotische Reaktionen und heiße Luft“ von Lester Bangs gibt es endlich auch in deutscher Übersetzung. Im Vorwort erklärt Greil Marcus, warum kein anderer Rockjournalist jemals diese „Ein-Mann-Orgie der Heimmungslosigkeiten, Exzesse, Weisheiten, Satire, Parodie“ überbieten kann, und die ausgewählten Essays bestätigen das natürlich. Wie Bangs – oft gnadenlos und ohne jeglichen blöden Objektivitätsanspruch – Bands abwatscht […] mehr…

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    Jimi Hendrix - „Electric Ladyland“

    Die „40th Anniversary Collector’s Edition“, die Königsausgabe also, kommt mit einiger Verspätung und ohne die Cover-Abbildung, die vor 40 Jahren die Schallplatte zierte. Was kann ein Album bieten, wenn alles ausgedeutet, remastered, bebildert, kommentiert, bedruckt, erweitert ist? Eine DVD mit der Dokumentationen der Aufnahmen und Ereignisse 1968, die wiederum bereits vor einigen Jahren anderweitig veröffentlicht […] mehr…

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    Madeleine Peyroux - „Bare Bones“

    Es gibt Stimmen, die funktionieren wie ein fotografisches Gedächtnis, zumal die von Madeleine Peyroux. Kaum hat sich ihr schläfriger Alt in den ersten Song geschlichen, drängt sich dieses grobkörnige Schwarz-Weiß-Bild aus versunkener Zeit auf. Ihr Debüt „Dreamland“ bediente diese Projektion 1996 mit Covers von Bessie Smith bis Edith Piaf perfekt, bevor sich die auf den […] mehr…

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    Fotheringay - „Fotheringay 2“

    Weil Wunder ja manchmal etwas länger dauern, gibt es dieses Album erst mit einer leichten Verzögerung von 38 Jahren. Dafür, dass es existieren musste, gab es über die Jahrzehnte immer wieder mal neue Indizien. Produzent Joe Boyd hat einmal erklärt, er sei stolz darauf, Sandy Denny den Strawbs entführt und mit Fairport Convention verbandelt zu […] mehr…

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    Placebo - „Battle For The Sun“

    Okay, wo ist der versprochene Optimismus, den Placebo in ihrem neuen Album ankündigten? „You are black and heavy weight“ oder auch „You’re a cheap and nasty fake“ und dann noch immer wieder „Dream brother, my killer, my lover“. Optimismus made by Placebo vermutlich. Vielleicht kommt das positive Lebensgefühl aber auch erst in den restlichen Songs […] mehr…

  • Bob Marley - Soul Rebel

    David Burnett – Bob Marley Soul Rebel

    David Burnett kannte Bob Marley schon, bevor er die ganze Welt auf ihn schaute. Er besuchte den Reggae-König zu Hause, ging mit ihm auf Tournee- und fotografierte ihn offensichtlich unablässig. Marley ließ es zu, und so entstanden Bilder von erstaunlicher Intimität, die nicht nur die üblichen Reggae-Klischees (fliegende Dreadlocks, Joints und jamaikanische Lässigkeit) verbreiten- auch […] mehr…

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    Chris Cornell - Part Of Me (Brick Bandits…

    Was ist nur mit Chris Cornell passiert? Der Mann war einst Sänger von Soundgarden und Audioslave und nun arbeitet er mit Timbaland zusammen – Zeichen einer Identitätskrise oder das berechtigte Betreten von Neuland? Böse Falle Timbaland: Das ging zuletzt schon bei den Hives gehörig in die Hose. Während „Part Of Me“ in der Originalversion schon […] mehr…

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    Ray LaMontagne - „Gossip In The Grain“

    Da das dritte Album von Ray LaMontagne in anderen Ländern schon seit einiger Zeit erhältlich ist, ist das Wesentliche bereits gesagt worden: “ Gossip In The Grain“ ist ganz anders als das eingekehrte zweite Album des menschenscheuen Sängers aus Maine, nämlich vielseitiger und freundlicher. Es gibt ganz klassischen Soul im Sinne Sam Cookes („You Are […] mehr…