• Nick Lowe - Quiet Please...

    Nick Lowe – Quiet Please…

    Die alten Platten des sympathischen Grandseigneurs – wir reden von den späten 70er, frühen 80er Jahren – werden heute teuer verkauft, obwohl die Nachfrage nicht gewaltig sein kann. Aber bei entsprechender Verknappung können auch durchaus handelsübliche Platten im Glanz begehrenswerter Objekte erstrahlen. Immerhin gibt es Nick Lowes Hauptwerk „Jesus Of Cool „als Neuauflage bei Proper […] mehr…

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    Heinz Rudolf Kunze – Dein ist mein ganzes Herz; Wunderkinder; Brille; Macht Musik

    „Mit „Ich glaub, es geht los“ grüßte er siegesgewiss die Grugahalle – „7000 Geißlein und ich der blaue Bock“. Selten wusste ein Sänger so gut, was die Stunde geschlagen hatte, wie Heinz Rudolf Kunze in jenem Frühjahr 1985, als der Autor von „Reine Nervensache“ und „Der schwere Mut“, der Umdichter von Ray Davies‘ „Lola“ plötzlich […] mehr…

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    Hank Ballard And The Midnighters – Nothing But Good

    Von den größten Sangestalenten der Rhythm & Blues-Ära überlebten nur die wenigsten (und wandlungsfähigsten) den Niedergang und Ausverkauf der Indie-Labels, von denen in Amerika nach dem Krieg findige Köpfe wie Syd Nathan mehr als hundert gegründet, hatten. Ray Charles und James Brown machten eine beispiellose Karriere. An Sänger wie Percy Mayfield. Wynonie Harris oder Clyde […] mehr…

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    Stoppok – Auf Zeche

    Vor der Zeche Carl, unterm grauen Ruhrpott-Himmel, erscheint: Stefan Stoppok. Sieht wieder nicht „cool durch Zufall“ aus, wie’s auf dem Shirt seines Schlagzeugers steht, ist aber so charmant, dass man ihm manches Klischee („Die Königin“) live eher verzeiht als auf Platte. Er hat auch unverkitschte Liebeslieder drauf („Ich wartete“), doch allzu oft gibt er den […] mehr…

  • Cheap Trick - Budokan!

    Cheap Trick – Budokan!

    Zum (inzwischen 31.) Jubiläum ihrer legendären Budokan-Show feiern sich Cheap Trick noch einmal selbst mit einem Box-Set aus DVD und drei CDs. Die japanischen Fans waren offensichtlich verrückt nach den vier schrillen Amerikanern, deren Power-Pop so originell wie gefällig war. Beim einstündigen Konzert (das auf den CDs in der geschnittenen TV-Version und komplett zu hören […] mehr…

  • Hank Williams - l'll Never Get Out Of This World Alive

    Hank Williams - l’ll Never Get Out Of…

    Townes Van Zandt nannte den Film im Jahr 1991 „die Gruft des Tut-ench Amun“, denn viele der Befragten starben während der oder kurz nach den Dreharbeiten. Wolfgang Büld und Olaf Kraemer bereisten den amerikanischen Süden, besuchten die Witwe, die Tochter, Freunde und Kollegen und befragten die Musiker Bill Monroe. Wilie Nelson, Porter Wagoner und Van […] mehr…

  • Arcade Fire - Miroir Noir

    Arcade Fire - Miroir Noir

    Kein Konzertfilm, keine Dokumentation: Von Arcade Fire hatte man ja auch nichts anderes erwartet als ein Kunstwerk. „Miroir Noir“ weist zurück auf Experimente der Talking Heads, mit denen die Kanadier ohnehin einiges verbindet. In grobkörniger Videofilm-Ästhetik zeigt der Film, wie die Musiker ihre Songs in einer Kapelle, im Übungsraum, im Fond eines Taxis, in einem […] mehr…

  • Leonard Cohen - Live In London

    Leonard Cohen - Live In London

    Musik-DVD des Monats: „"Live in London" zeigt die späte Wiederkehr des Minnesängers und Poeten Leonard Cohen mehr…

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    …And YouWill Know Us By The Trail Of Dead – The Century Of Self

    Ziemlicher Quatsch, was man jetzt überall liest: Trail Of Dead seien endlich der bösen Major-Falle entkommen und machten wieder kompromissfreie Indie-Musik. Dabei hat man schon die beiden letzten Werke der Band um den genialen Stiesel Conrad Keely kaum als mainstreamkompatibel in Erinnerung. Die Unterschiede sind denn auch marginal: Abermals hat Keely das Artwork entworfen, spürt […] mehr…

  • Seasick Steve - I Started Out With Nothin And I Still Got Most Of It Left

    Seasick Steve – I Started Out With Nothin And I Still Got Most Of It Left

    Wenn sich auf einem Album so unterschiedliche Gäste wie Nick Cave, KT Tunstall und die Brit-Soul-Wuchtbrumme Ruby Turner einfinden, kommt als Gastgeber nur ein ganz später Überfliegerin Frage, der es sich locker leisten kann, schon im Titel mit der eigenen Legende zu kokettieren. Mit ca. 66 hat Seasick Steve alias Steve Wold aus Oakland das […] mehr…

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    Maria Taylor – LadyLuck

    Es hat Spaß gemacht, Maria Taylor beim Werden zuzusehen. Das Solodebüt der ehemaligen Sängerin von Azure Ray, „11:11“ von 2005, war ein Neuanfang, eine Suche nach Identität mit den Mitteln von Dream-Pop. Neo-Folk und Elektronik. Schon auf dem zweiten Album, „Lynn Teeter Flower“ von 2007, waren wundervolle Lieder wie „A Good Start“ und „Clean Getaway“. […] mehr…

  • John Scofield - Piety Street

    John Scofield – Piety Street

    Mal abgesehen vom ewigen Lobgepreise, dem haltlosen Dankgesage, der Unsäglichkeit des „prey and obey“, gibt es gute Gründe für Jazz- und andere Musiker, sich auf die „Straße der Frömmigkeit“ zu begeben: höllische (sic!) Grooves, Steilvorlagen für ekstatischen Gesang, mordsmäßiges Repertoire an kirchenerprobten Klassikern, die auch in (am Ende gar verrauchten) Clubs funktionieren. Jazz-Gitarrist John Scofield, […] mehr…

  • Rachael Yamagata - Elephants... Teeth Sinking Into Heart

    Rachael Yamagata – Elephants… Teeth Sinking Into Heart

    Während die Liebesschnulze den Prototypen des Schlagers darstellt, bevorzugt der Indie-Pop als Blaupause das Trennungsdrama. Und Rachael Yamagatas zweigeteiltes Album „Elephants… Teeth Sinking Into Heart“ ist genau genommen nichts anders als ein solches Trennungsdrama-erzählt in 15 kleinen Episoden, die in der inneren Immigration am Ende einer Beziehung beginnen und zur Neubesinnung führen. Wenn Rachael Yamagata […] mehr…

  • White Lies To Lose My Life

    White Lies To Lose My Life

    Ausgerechnet im Darwin-Jahr gelang britischen Forschern ein außergewöhnliches Experiment: Nach verschiedenen Evolutionsstadien — Sie erinnern sich an Interpol und die Editors?—konnte einer ursprünglich zerklüfteten, kargen Verzweiflungsmusik endgültig der letzte Rest konsumentenfeindlicher Miesepetrigkeit ausgetrieben werden. Anders ausgedrückt: Die Londoner Band White Lies überführt das Erbe von Bands wie Joy Division ohne jedes Schamgefühl in eine Art […] mehr…

  • Bishop Allen - Grrr...

    Bishop Allen – Grrr…

    Wäre Bishop Allen ein echter Geistlicher, er hielte sein Hochamt vor Streifenhörnchen und kleinen Eselchen, vor Stupsnasenmädchen und putzig übermüdeten Bärenbabys. Vor all den Niedlichen, die noch nicht lange genug aufbleiben dürfen, um zum Vampire Weekend-Konzert zu gehen. Bishop Allen aus Brooklyn spielen auch auf ihrem dritten Album Schnuffelpop der reinsten Sorte. Sonnigste Schwänzelmusik mit […] mehr…

  • Doves - Kingdom Of Rust

    Doves – Kingdom Of Rust

    Ein zischendes Hi-Hat, ein wimmernder Synthie, eine seufzende Gitarre, und Jimi Goodwin nuschelt irgendwas davon, dass er hier schon seit Ewigkeiten wartet und dass er von stürmischer See träumt und davon, endlich vom Wind weggepustet zu werden. Und der Song „Jetstream“, der das neue Doves-Album „Kingdonm Of Rust“ eröffnet, reißt einen tatsächlich fort. Vier Jahre […] mehr…

  • De Rosa - Prevention

    De Rosa – Prevention

    Das Debüt von Martin Henrys De Rosa war ein Kommentar – zu Glasgow, zur Region Lanarkshire, mithin also zu Henrys Heunat. Martin, nebenbei Fotograf und Maler, nutzte die äußere Geografie, um die innere Geografie besser erkennen zu können. Ein kunstsinniger Ansatz, der sich in dem Art-Pop, Neo-Folk und lndie-Rock seiner Band widerspiegelte. Auch das zweite […] mehr…

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    Voltaire - Das letzte bisschen Etikette

    Ach, hätte sie ihm doch gleich das Album produziert! Bei einem Berlin-Aufenthalt nahm Annette Humpe Roland Meyer de Voltaire zur Seite und bescheinigte ihm eine „Wahnsinnstimme“, bemängelte aber auch seine Texte, die zu viel wollen. Roland Meyer de Voltaire will generell zu viel. Dabei ist er eigentlich ziemlich gut. Der Mann, der gerade den „großen […] mehr…

  • Bell X1 - Blue Lights On The Runway

    Bell X1 – Blue Lights On The Runway

    Ähnlich leise, poetisch und sehnsuchtsvoll singen und spielen Bell X1 auf ihrem neuen Album, doch geht es hier um eine internationale Karriere, Soundtrack-Platzierungen und überhaupt eine möglichst große Rolle in der Gegenwartsmusik. Die Iren tasten sich durch die Stille, lassen ihren Liedern viel Platz zum Atmen und haben so den Raum für große Gefühle. Der […] mehr…

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    Peter, Björn and John – Living Thing

    Vor einigen Monaten sind Peter, Björn and John durch einen Lausbubenstreich namens „Seaside Rock“aufgefallen, auf dem sie ihrem Schulmusikunterricht nachspürten und jeder Erwartungshaltung ein Furzkissen auf den Stuhl legten. Dieses Album hier soll nun als der reguläre Nachfolger zu „Writer’s Block“ verstanden werden, na gut. Die drei schwedischen Musikjongleure lassen viel Platz in ihren neuen […] mehr…