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    The View – Which Bitch?

    Das zweite Album der vier Schotten, nach „Hats Off To The Buskers“, erfindet die Rockmusik nicht neu, zeigt aber, wie wichtig die Liebe zum Detail ist. Da haben wir zum Beispiel den Eröffnungssong „Typical Time 2“, der sich anhört wie ein vergnügter Abend im Pub: Einer klimpert etwas auf dem alten Piano in der Ecke, […] mehr…

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    Ramblin‘ Jack Elliott – A Stranger Here

    Als Produzent hat Joe Henry, ähnlich wie T-Bone Burnett, eine ungute Tendenz zum Perfekten und folglich Banalen, doch dass er Jack Elliott überreden konnte, diese trotz aller klanglicher Defizite wunderbare Country-Blues-Platte mit Songs aus den 30er Jahren aufzunehmen, verdient Respekt. Den charakerfesten Gesang des 77-jährigen Folk-Fahrensmannes begleiten untadelige Musiker wie Greg Leisz und Van Dyke […] mehr…

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    Candi Staton – Who’s Hurting Now?

    Mit „His Hands“ lieh Staton 2006 ihre immer noch vitale Soul-Stimme nach vielen Jahren des Predigens wieder säkularem Liedgut, mit beachtlichen Resultaten. An die ihre neue LP nahtlos anknüpft, wieder gediegen produziert von Mark Nevers. wieder mit Songs von Will Oldham und Dan Penn, wieder in der zwischen Blues und Country vagabundierenden Tradition des Southern […] mehr…

  • Selig - Und endlich unendlich

    Selig – Und endlich unendlich

    Noch eine Wiedervereinigung, die diese Welt nicht braucht? In den Neunzigern mögen Selig eine erfolgreiche Band gewesen sein, doch hat man sie vermisst in den vergangenen zehn Jahren? Eigentlich war es ganz gemütlich ohne das Geplärre von „Sie hat geschrien“ und die Penetranz von“Ist es wichtig“. Der unbedingte Willen zur größtmöglichen Wucht nervte am Ende […] mehr…

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    Jacques Scharz-Bart – Abyss

    Wenn ein Saxofonist als Sohn polnischer Juden auf Guadaloupe aufgewachsen und mittlerweile nach New York gezogen ist. ist abenteuerliche Polyrhythmik so wenig überraschend wie exstatische Improvisationen im Geiste John Coltranes. Statt Schlagzeug also Gwoka-Rhythmen von zwei Percussionspielern. Spirituell aufgeladene Songs, deren Intensität sofort auffällt – dafür umso weniger, wie komplex sie sind, manchmal auch ganz […] mehr…

  • Great Lake Swimmers - Lost Channels

    Great Lake Swimmers – Lost Channels

    Die Alben der Great Lake Swimmers entstehen nicht zuletzt unter dem Einfluss der Orte, an denen sie aufgezeichnet werden. Ausgeräumte Silos, alte Kirchen, historische Versammlungsräume — das alte Amerika ist immer präsent auf den Auf nahmen von Tony Dekker und seinen wechselnden Mitstreitern., „Ambient Zen Americana“ nannte das unlängst das Magazin „Mojo“, doch so pointiert […] mehr…

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    India.Arie – Testimony: Vol.2, Love & Politics

    Während India.Aries letztes Album „Testimony Vol 1, Love &“ Relationship“ noch vom Mikrokosmos der eigenen kaputten Beziehung handelte, schickt die Sängerin, Songschreiberin und neuerdings auch Co-Produzentin die Liebe diesmal in das Minenfeld der Politik. Doch auch dieses Thema wird mehr mit dem Herzen erkundet als mit analytischem Verstand. Die Neo-Soul-Sängerin mit der Stevie-Wonder-Phrasierung steht seit […] mehr…

  • Bob Mould - Life And Times

    Bob Mould – Life And Times

    Am Anfang standen Frust, Zorn und Angst. Und auch 30 Jahre nachdem sich Bob Mould erstmals für Hüsker Du die Seele aus dem Leib schrie, scheint er immer noch (oder wieder) ein zorniger, frustrierter und ängstlicher Mann zu sein. Die Autobiografie „Life And Times“ ist eine ernüchternde Bestandaufnahme, eine verspätete Fortsetzung von Moulds jetzt auch […] mehr…

  • The Left Outsides

    The Left Outsides

    Eingenäht in Brokat und mit Insert. stapelt diese 7inch hoch, löst das Versprechen der luxuriösen Verpackung aber mühelos ein. Auf der A-Seite, einem lyrisch verrätselten Stück Folkpop in Moll, gibt sich das Londoner Duo erinnerungsselig, doch ist es die von Alison Cotton gesungene Rückseite, die mehr beeindruckt. „Deep Rivers Move In Silence; Shallow Brooks Are […] mehr…

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    Tina Dico – A Beginning, A Detour, An Open Ending

    Gut, dass es Künstler gibt wie sie. Die einem ehrgeizigen, aber doch leicht konsumierbaren Pop-Album wie „Count To Ten“ eine sperrige Dreifach-EP folgen lassen, um zur Seite gelegte „kleine“ Folksongs nicht durch das Rost fallen zu lassen. Lieder, die sich diesem digitalen Imperativ widersetzen, der alle Grautöne negiert und Komplexes aufrichtig oder falsch, gut oder […] mehr…

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    The Virgins – The Virgins

    Man möchte die Virgins nicht mögen. Auf ihrem Debüt vermengen die New Yorker nicht nur eines der drei letzten Revivals – Rock, Eighties, Disco -, sondern alle gleichzeitig. Das klingt wie Berechnung und allzu leichtes Spiel, und tatsächlich werden die Virgins derzeit herumgereicht, von einer Fashion Week bis ins Serienfernsehen. Doch man kommt mit seinen […] mehr…

  • Elvis Perkins - In Dearland

    Elvis Perkins – In Dearland

    Leicht hat Elvis Perkins es nie gehabt. Dass er bei einem ehemaligen Bassisten von The Knack das Gitarrespielen lernen musste, war wohl noch das kleinste Übel. Er hatte einen berühmten Vater -Anthony -, der viel zu früh an AIDS starb, seine Mutter kam beiden Anschlägen vom u. September 2001 ums Leben. All die privaten Tragödien […] mehr…

  • JJ Cale - Roll On

    JJ Cale – Roll On

    Schon 1971, als er im Sog von Eric Claptons „After Midnight“-Cover mit „Naturally“ debütierte, habe er sich „zu alt“ gefühlt für das Rock’n’Roll-Geschäft, dem er dann mit dem Image des Okie-Einsiedlers einfach seine Bedingungen diktierte. Jetzt, gerade 70 geworden, sinniert JJ Cale, ob er sich nicht besser „in eine Hängematte legen“ sollte. Worauf nur böse […] mehr…

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    Mulatu Astatke & The Heliocentrics – Inspiration Information

    Die Musik des äthiopischen Bandleaders und Musikers Mulatu Astatke wurde bekannt durch die erfolgreiche CD-Reihe „Ethiopiques“ und den Soundtrack zu Jim Jarmuschs „Broken Flowers“. Ein sinnlich brodelnder Mix aus afrikanischen und westlichen Einflüssen, gesegnet mit geradezu göttlichen Melodien. Das britische Abstrakt-Funk-Kollektiv The Heliocentrics dreht die Fusions-Schraube bei der gemeinsamen Studio-Session noch ein wenig weiter. Archaisch […] mehr…

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    Who Made Who – The Plot

    Die drei Dänen werden gerade sehr heiß gehandelt, sogar Josh Homme ist Fan. Doch unterm Strich sind Who Made Who typische Vertreter der Disco-Punk-Schule. Human-League-Fans, die den Sound der Achtziger wie die Zukunft klingen lassen. Vor ein paar Jahren fand man das noch aufregender. „The Plot“ ist jedoch selten langweilig, bietet raffiniert verspielte Clubmusik mit […] mehr…

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    K’naan – Troubadour

    „The Dusty Foot On The Road“, das letzte Album des in Somalia geborenen Rappers K’naan, war einer der Geheim-Tipps des Jahres 2007. Ein genialer Bastard aus Beat-Poetry, HipHop und Songwriting. Und nun kommt K’naan mit einem Album, auf dem Kirk Hammett von Metallica mitspielt. Doch „If Rap Gets Jealous“ mit seinen rockigen Gitarrenbreitseiten ist nur […] mehr…

  • Royksopp - Junior

    Royksopp – Junior

    Hat jemand was von einem 9Oer-Jahre-Revival gesagt? Die charmant bombastische Art, mit der sich Royksopp auf ihrem dritten Album über Euro-Dance, Rave und Früh-Techno hermachen, könnte ein Indiz sein. Auch Giorgio Moroder, Vangelis und Jean-Michel Jarre haben Spuren in den Tracks hinterlassen, die unter anderen von Lykke Li, Robyn und Karin Dreijer Anderson von The […] mehr…

  • Art Brut - Art Brut vs Satan

    Art Brut – Art Brut vs Satan

    In ihren weniger melodischen Momenten klingen Art Brut wie die Pop-Version von The Fall. Ein stoischer Beat und quengelnd auf der Stelle stampfende Gitarren untermalen die furios egozentrischen Wortkaskaden des Sängers Eddie Argos. Auf „Art Brut Vs. Satan“, dem neuen, dritten Album der Londoner, überwiegen jedoch die exaltiert hysterisch-hymnischen Pixies-Momente — kein Wunder, denn der […] mehr…

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    Michael Winner – Kalter Hauch

    Bevor der britische Regisseur Winner mit Charles Bronson die „Ein Mann sieht rot“-Reihe realisierte, drehten sie 1972 zusammen diesen oft unterschätzten Thriller. „The Mechanic“ heißt er im Original, denn Bronson spielt den Profikiller Bishop, der bei korrekter Bezahlung selbst einen guten Freund liquidiert. Als der abgebrühte Einzelgänger allerdings dessen Sohn aufnimmt und ausbildet, droht ihm […] mehr…

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    Sergio Leone – Todesmelodie

    Zwischen „Spiel mir das Lied vom Tod“ (1968) und seiner letzten Regiearbeit „Es war einmal in Amerika“ (1984) war Leones erfolglosester Film 1971 der zweite Teil einer Trilogie. Er ist formal nicht so virtuos und stilistisch konsequent wie die anderen, setzt sich in den wirren der mexikanischen Revolution eher aus vielen kleinen Höhepunkten zusammen. Die […] mehr…