• Bonnie 'Prince' Billy - Beware

    Bonnie „Prince“ Billy

    - „Beware“

    Er mag ein bärtiger Prophet sein, aber auch Will Oldhams Vergleiche hinken manchmal. Michael Jacksons “ Off The Wall“ begreife er als Album, mit dem Jazz-Musiker dem Pop neues Leben einflößten- und in ähnlicher Weise inspirierten nun seine Musiker die Country Music. Ist die Analogie auch holprig, so führt sie doch auf die richtige Spur: […] mehr…

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    Andrea McEwan - „Candle In A Chatroom“

    Ebenfalls vom Vertriebsstau ausgebremst wurde dieses milde kulturpessimistische Lament über die Entnaturierung durch virtuelle Welten und die Entpersonifizierung durch Ersatzgefühle im Cyberspace. Mädchenhaft ernst beklagt Andrea „the day that romance passed away“ und erfährt schmerzlich: „you can’t light a candle in a chatroom“. Ein Song, der von der Naivität des Vortrags lebt und vom folky-besinnlichen […] mehr…

  • The BPA feat. Iggy Pop - 'He's Frank' (Don Diablo Remix)

    The BPA feat. Iggy Pop – „He’s Frank“ (Don Diablo Remix)

    Die Rückkehr des Norman Cook alias Fat Boy Slim: Unter dem Namen The BPA (Brighton Port Authority) hat er ein neues Album aufgenommen – mit Unterstützung von namhaften Künstlern wie David Byrne, Jamie T und eben auch Iggy Pop. „He’s Frank“ ist eine Coverversion eines Songs von The Monochrome Set und gerät im Don Diablo […] mehr…

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    Handsome Furs - „Face Control“

    Schon in „Legal Tender“ zerren einen Wolf Parades Dan Boeckner und seine Frau Alexei Perry in einen Strudel, der alles durcheinander wirbelt: Bontempi-Orgeln und Noisegitarren, Eurobeat und Indierock sausen an einem vorbei, reißen irgendwann sogar Bruce Springsteens „Dancing In The Dark“ mit. Die Orientierung verlieren die Handsome Furs auf ihrem Meisterwerk „Face Control“ trotzdem nie, […] mehr…

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    We Have Band - „Oh“

    Oh, oh, oh, oh -das ist das Intro zu einem Song, der – welch Überraschung – tatsächlich „Oh“ heißt. Kurz bevor das Ganze „Ge-ohe“ zu langatmig gerät, dreht die Band dankenswerterweise etwas auf- mit Synthisizern, Gitarren und einem energetischem Schlagzeug, der Song atmet den Geist des guten alten New Wave. Kennegelernt hat sich das Trio […] mehr…

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    Peter Doherty - Grace/Wastelands

    „The Waste Land“ von T.S. Eliot wurde gemeinhin als Kritik an der Entwurzelung des Individuums in modernen Zeiten gedeutet. Für Eliot selbst freilich war es „nur ein Stück rhythmische Quengelei“ gewesen, wie er einmal sagte- was sich auch über manche Song-Skizze aus Pete Dohertys Feder sagen lässt. Tatsächlich gefällt sich der teilweise in Paris Wohnende […] mehr…

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    Quicksilver Messenger Service - „Live At The Fillmore Auditorium“

    Die Tatsache, dass man es bei Rhino nicht für angebracht hielt, den Auftritt des Quicksilver Messenger Service beim Monterey Pop Festival 1967 wenigstens mit ein oder zwei Aufnahmen auf dem 4-CD-Box-Set zu dokumentieren, spricht Bände. Die Band hatte keinen so „organisierten“ und kommerziellen Erwägungen durchaus aufgeschlossenen Kopf wie Marty Balin, der sich um das Fortkommen […] mehr…

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    M.Ward - „Hold Time“

    Sogar für ein neues Soloalbum hat M. Ward Zeit, alle Achtung. Wir hören von dauernden Tourneen sowie jeder Menge Kollaborationen, z.B. mit Conor Oberst und My Morning Jackets Jim James. Ein zweites Werk mit Zooey Deschanel ist in Arbeit. Zudem erschien vor kurzer Zeit ein Album von Jolie Holland, auf dem Ward spielt und produziert. […] mehr…

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    Phil Phillips - „Sea Of Love“

    Als sich erst einmal Linda Ronstadt in den Kopf gesetzt hatte, mit Hilfe von Nelson Riddle halb vergessene Ohrwürmer aus dem Great American Songbook einem Publikum nahezubringen, das diese Standards nicht mal aus der Schellack-Sammlung der Eltern gekannt haben dürfte, war sie damit einiges erfolgreicher als Harry Nilsson zehn Jahre zuvor mit „A Little Touch […] mehr…

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    Chris Cornell - Scream

    Als im Sommer letzten Jahres ruchbar wurde, dass Cornell für sein mittlerweile drittes Soloalbum eine Kollaboration mit Timbaland eingegangen sei, schlugen die Audioslave-Sympathisanten die Hände über dem Kopf zusammen und die alten Soundgarden-Addicts fielen gleich ganz vom Glauben ab. Die erste Single „Long Gone“ gab den schlimmsten Defätisten recht, und alles Weitere danach auch. Dieses […] mehr…

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    David Dunaway King - „How Can I Keep From…

    „How Can I Keep From Singing? The Story Of Pete Seeger“ von David Dunaway King ist die aktualisierte und erheblich erweiterte Neuauflage einer Biografie, die bereits 1981 erstmals erschien, nun aber nicht zuletzt dank Bruce Springsteen auf größeres Interesse stoßen dürfte. King macht kein Hehl aus seiner Bewunderung für den Überzeugungstäter, der seine Musik stets […] mehr…

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    Miranda Lee Richards - „Light Of X“

    Auf einmal ist sie einem ganz nah, erzählt von der Suche nach den Spuren der besseren Zeiten, von Briefen, die man für immer aufbewahren wird, vom Festhalten an Dinge, die längst zerbrochen sind, und von Sandkörnern, die auf einmal unendlich wertvoll erscheinen. Erst begleitet sie nur ein zögerliches Fingerpicking, dann ein Streichquartett. Man möchte Miranda […] mehr…

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    Pere Ubu - „Dub Housing“

    Der Cuyahoga River ließ Randy Newman einst richtig jubeln: „Cleveland, city of light, city of magic/ Cleveland, city of light you’re calling me.“ Da bot er alle ihm verfügbare Arrangeurs-Kunst auf. Der Grund dafür: „‚Cause the Cuyahoga River goes smoking through my dreams.“ In derselben Stadt, deren Flusss brannte und die- so etwas wie ein […] mehr…

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    Oh, Atoms - „Sugar Mouse“

    Die Pleite von Pinnacle riss Ende letzten Jahres eine ganze Reihe kleiner Labels mit in die Tiefe und hinterließ eine Vertriebslücke im UK, die wieder zu schließen etliche Monate dauern dürfte. Zu den Leidtragenden der Misere zählt auch dieses Folk-Pop-Duo aus London, dessen erste Single eigentlich noch 2008 in die Läden kommen sollte. Nun ist […] mehr…

  • Van Morrison - Astral Weeks: Live At The Hollywood Bowl

    Van Morrison – Astral Weeks: Live At The Hollywood Bowl

    Jenem Bewusstseinsstrom, der an zwei Tagen des Jahres 1968 in die Aufnahmen zu „Astral Weeks“ floss, scheint etwas Transzendentales, ja Astrales zu eignen- niemand traute sich je an eine kohärente Interpretation des Wunderwerks heran, das Van Morrison als 23-Jähriger mit ein paar Musikern realisierte, denen er bloß ungefähre Anweisungen gab. Seither gehört die Platte zum […] mehr…

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    Revolutions In Sound: - „Warner Bros. Records – The…

    Die Besitzer kamen und gingen, und schließlich gelangte das traditionsreiche Label in den Besitz einer Firma, die mit Beerdigungsunternehmen und Parkplätzen viel Geld verdient hatte. Nur Mo Austin war immer da und leitete die Geschicke von Warner Bros. in Burbank. Man kann die abenteuerlichen Burlesken in Stan Cornyns fabelhaftem Buch „Exploding“ (in deutscher Übersetzung: „Explosiv!“ […] mehr…

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    Anna Ternheim - „Leaving On A Mayday“

    Den Koffer neben sich, einen Affen mit Mütze an der Hand, die Sterne leuchten ihr nicht heim. Anna Ternheim sagt: Bye-bye Stockholm, hello New York! Der schonungslos bilanzierende Blick zurück von „No, I Don’t Remember“ oder „My Heart Still Beats For You“ nimmt den Abschied auf ihrem dritten Album schon vorweg. Denn die Grundlage für […] mehr…

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    Jesse Harris - „Feel“

    Wie dieses Album wohl klingen würde, wären sie doch noch nach Brasilien gefahren? Aber es blieb ja keine Zeit, weil Jesse Harris als Alleinautor des mit Bright Eyes bis Cat Power prominent besetzten Soundtracks zu Ethan Hawkes „The Hottest State“ schwer beschäftigt war. Drei Studiotage zwischendurch in New York, das war’s dann für „Feel“. Selbst […] mehr…

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    Brian Wilson - That Lucky Old Sun

    Die Rückkehr Brian Wilsons zu jenem Label Capitol, bei dem er mit den Beach Boys seine ersten Platten veröffentlichte, war als Triumph geplant worden. Auf einer Terrasse des legendären Turms an der Vine Street wurde der Veteran in gleißender Sonne vor die Fotografen und Kameraleute geschoben, Mikrofone reckten sich ihm entgegen. Wilsons Gesicht blieb unbewegt, […] mehr…

  • James Taylor Covers Cover

    James Taylor - Covers

    Ein Suizid-Versuch mit 17, dann Nervenklinik, Heroin- und Alkoholsucht, private Katastrophen. Für James Taylor war die Musik von Anfang an auch ein ewiger öffentlicher Kampf gegen persönliche Dämonen und Überlebensstrategie. Seine klagend vorgetragenen Therapie-Songs wie „Fire And Rain“ oder „Rainy Day“ sind dabei so authentisch wie bitter nah am öden Klischee des Rock’n’Roll way of […] mehr…