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    Beirut – March Of The Zapotec / Realpeople: Holland

    Der inzwischen 22-jährige Zach Condon bleibt ein verspieltes Wunderkind: Auch das dritte Album seines Projekts Beirut ist etwas Besonderes — und das nicht nur, weil es sich dabei um zwei völlig unterschiedlich klingende EPs handelt. CD Nummer eins trägt den Titel „March Of The Zapotec“ und entstand zusammen mit einer obskuren mexikanischen Blaskapelle. Die Mutter […] mehr…

  • Starsailor - All The Plans

    Starsailor – All The Plans

    Das letzte Album von Starsailor hieß „On The Outside“, weil James Walsh raus wollte. Aus seiner eigenen Haut, aus dem Kreuzfeuer der Kritik, aus der (selbst gebastelten) Schublade. Starsailor sind schneller als andere Bands aufs Abstellgleis geschickt worden, mussten der neuen Rocklust weichen und hatten augenscheinlich nicht die Mittel, sich durchzusetzen—weder dadurch, dass sie ins […] mehr…

  • Chris Cornell - Scream

    Chris Cornell – Scream

    Als im Sommer letzten Jahres ruchbar wurde, dass Cornell für sein mittlerweile drittes Soloalbum eine Kollaboration mit Timbaland eingegangen sei, schlugen die Audioslave-Sympathisanten die Hände über dem Kopf zusammen und die alten Soundgarden-Addicts fielen gleich ganz vom Glauben ab. Die erste Single „Long Gone“ gab den schlimmsten Defätisten recht, und alles Weitere danach auch. Dieses […] mehr…

  • Pet Shop Boys - Yes

    Pet Shop Boys - Yes

    Ein Blick in die Diskografie: Knapp drei Jahre ist das letzte Pet Shop Boys-Album nun her. Kommt einem viel länger vor. Zehn Jahre. Mindestens. Es sind sogar fast 13. Denn 1996 erschien „Bilingual“. die letzte Platte, auf der ihre Mischung aus Glam und Geist. Proll-Disko und literaturwissenschaftlichem Seminar wirklich funktionierte. „Nightlife“ war danach lustlos, „Release“ […] mehr…

  • Buddy & Julie Miller - Written In Chalk

    Buddy & Julie Miller – Written In Chalk

    Die Millers. So patent, so wohlmeinend, so versiert an ihren Instrumenten. Aber meist auf der sicheren, der etwas faden Seite. Sofa-Roots. Was den Country-Balladen und luftigen Hillbilly-Exkursen nicht schadet, aber oft den Biss vermissen lässt. wenn’s ans Eingemachte geht. „Gasoline And Matches“ möchte explosiv sein, doch die Zündhölzer sind feucht, „What You Gonna Do Leroy“ […] mehr…

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    Neal Casal – Roots & Wings

    Vielleicht hat Neal Casal ja die Zeit seines Lebens. Sein letztes Album fand viel Gehör, dann heuerte Kumpel Ryan Adams ihn für die Cardinais an. Seither ist der Terminkalender voll, die Karriere des 40-Jährigen augenscheinlich auf dem bisher höchsten Level. In eigener Sache hatte Casal zuletzt einen Ausfallschritt gewagt. „A[o Wisfi Tö Reminisce“ ließ den […] mehr…

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    Lay Low – Farewell Goodnight’s Sleep

    Lay Low nennt sich die Songschreiberin Lovisa Elisabet Sigrunadottir. 1982 in London geboren, als Tochter einer Isländerin und eines Inders, und aufgewachsen in Rejkjavik. Biografische Koordinaten, die nicht eben dafür sprechen, dass ihre Country Music von echtem Schrot und Korn ist. Muss sie auch nicht, denn Lovisa wiegt durch stimmliche wärme und Hingabe auf, was […] mehr…

  • Sophie Hunger - Monday's Ghost

    Sophie Hunger - Monday’s Ghost

    Aufregender Folk-Blues einer aufsässigen Diplomatentochter. mehr…

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    Anna Ternheim – Leaving On A Mayday

    Die Schwedin arrangiert ihre Gefühlskatastrophen sehr sicher Den Koffer neben sich, einen Affen mit Mütze an der Hand, die Sterne leuchten ihr nicht heim. Anna Ternheim sagt: Bye-bye Stockholm, hello New York! Der schonungslos bilanzierende Blick zurück von „No, I Don’t Remember“ oder „My Heart Still Beats For You“ nimmt den Abschied auf ihrem dritten […] mehr…

  • The Prodigy - Invaders Must Die

    The Prodigy – Invaders Must Die

    Krach, rumpel, zirp. Ein Flammeninferno, der Himmel glüht. Keith Flmt springt einem wieder mitten ins Gesicht. Einen Sommer lang waren Prodigy der heißeste Scheiß des Universums. „Firestarter“ drang aus jeder Wohnung, aus jedem Auto, und alle Kulturkreise, inklusive der der Klassik zugeneigten Hörer, konnten sich auf dieses Big-Beat-Klanggewitter einigen. Das war 1996, und Prodigys Mix […] mehr…

  • Alter Me -The Fall

    Alter Me - The Fall

    Alter Me-Sänger Hans Mortensen hat zwei Drittel seines Lebens in einem Kaff im Süden Grönlands verbracht. Die ersten Radiohead– und Travis-Alben müssen es auch in diesen abgelegenen Winkel der Welt geschafft haben, denn mit skandinavischer Retroseligkeit machen er und seine dänischen Bandkollegen sich daran, die geliebten Sounds zu reproduzieren. Nie ganz so leidend wie einst […] mehr…

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    Weiherer – Scheiße Schrein!

    Wenn Sie sich vorstellten, dass die Münchner Frauenkirche das Empire State Building wäre, die Isarvorstadt Greenwich village und die Nuller Jahre die Sechziger, dann wäre der Weiherer vielleicht Phil Ochs. Der Mundart-Folker rückt – nur mit Gitarre und Mundharmonika bewaffnet – der Gesellschaft zu Leibe, dem Verblödungsfernsehen, dem Kapitalismus, dem Rechtsradikalismus, der Ungerechtigkeit und der […] mehr…

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    Aidan Moffat – How To Get To Heaven From Scotland

    Dass der alte Trunkenbold und Grummelkopf Aidan Moffat den Sentimentalisten Malcolm Middleton bei der Arab Strap-Abschiedstour 2006 nicht von der Bühne getreten oder direkt hingerichtet hat, ist schon ein kleines Wunder. Die beiden hatten sich ganz eindeutig nichts mehr zu sagen. Das machten auch die Alben nach dem Split deutlich. Middleton gab kokett den todessehnsüchtigen […] mehr…

  • Original Silence - The Second Original Silence

    Original Silence – The Second Original Silence

    Mit dem schwedischen Saxofonisten Mats Gustafsson haben Jim O’Rourke und Thurston Moore schon bei Sonic Youth und dem Diskaholics Anonymous Trio gejammt. Auch unter dem Namen Original Silence widmen sie sich – unterstützt vom Gitarristen Terrie Ex, dem Schlagzeuger Paal Nilssen-Love und dem Bassisten Massimo Pupillo – der freien Improvisation. Das zweite Album des Sextetts […] mehr…

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    Arbouretum – Song Of Pearl

    Freunde der Luftgitarren-Soli, der 70er Jahre und der Haschpfeife – aufgepasst! Nachdem sie an John Cale scheiterten(„Kale“), zeigen Arbouretum – wie zuletzt auf „Rites Of Uncovering“ -, wie es sich angehört haben könnte, wenn Led Zeppelin, statt sich verschwitzt dem Blues an den Hals zu werfen, auch den englischen Folk mit ein paar mehr Zentimetern […] mehr…

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    Andrea McEwan – Candle in A Chatroom

    Ebenfalls vom Vertriebsstau ausgebremst wurde dieses milde kulturpessimistische Lament über die Entnaturierung durch virtuelle Welten und die Entpersonifizierung durch Ersatzgefühle im Cyberspace. Mädchenhaft ernst beklagt Andrea „the day that romance passed away“ und erfährt schmerzlich: „you can’t light a candle in a chatroom“. Ein Song, der von der Naivität des Vortrags lebt und vom folky-besinnlichen […] mehr…

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    Oh, Atom – Sugar Mouse

    Die Pleite von Pinnacle riss Ende letzten Jahres eine ganze Reihe kleiner Labels mit in die Tiefe und hinterließ eine Vertriebslücke im UK, die wieder zu schließen etliche Monate dauern dürfte. Zu den Leidtragenden der Misere zählt auch dieses Folk-Pop-Ouo aus London, dessen erste Single eigentlich noch 2008 in die Läden kommen sollte. Nun ist […] mehr…

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    Faust C’est Com…Com…Complique

    Faust gehören zu der Sorte Legenden, von denen viele schon einmal gehört haben, deren Musik aber nicht einmal ansatzweise so präsent ist wie das Werk anderer, minderbegabter Krautrocker. Dabei ist das auf Polydor erschienene Debütalbum von 1970 schon „wegen der durchsichtigen Geisterfaust auf dem Cover bemerkenswert – die lärmende Musik überforderte damals allerdings Hörer und […] mehr…

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    Madeleine Peyroux – Bare Bone

    Es gibt Stimmen, die funktionieren wie ein fotografisches Gedächtnis, zumal die von Madeleine Peyroux. Kaum hat sich ihr schläfriger Alt in den ersten Song geschlichen, drängt sich dieses grobkörnige Schwarz-Weiß-Bild aus versunkener Zeit auf. Ihr Debüt „Dreamland“ bediente diese Projektion 1996 mit Covers von Bessie Smith bis Edith Piaf perfekt, bevor sich die auf den […] mehr…

  • Alton Ellis - Soul Train Is Coming

    Alton Ellis – Soul Train Is Coming

    Es gab eine Zeit, da war Alton Ellis die unumstrittene Nummer eins auf Jamaika, der Pate des Rocksteady. Mit seinem leicht gebrochenen Gesangsstil hatte er so viel Seele in seiner Stimme, dass selbst Soul-Interpretationen klangen, als stammten sie aus seiner eigenen Feder. „Soul Train Is Coming“ verzichtet bewusst darauf, eine weitere Hit-Zusammenstellung zu sein, und […] mehr…