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    Wie alle anderen

    - John Burnside

    Der Schotte John Burnside ist vielleicht der letzte Mystiker unserer Tage, zeigt er seinen Lesern doch in seinen düsteren, nicht selten apokalyptischen Romanen und seinen Gedichten, die nun endlich in dem jüngst erschienen zweisprachigen Band „Anweisungen für eine Himmelsbestattung“ auch in deutscher Übertragung vorliegen, die Geheimnisse hinter den Erscheinungen. Das gilt umso mehr für seine […] mehr…

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    Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters - Dmitrij Kapitelman

    Der nichtgläubige Spross einer Rabbinerdynastie Leonid Kapitelman kam Anfang der 90er-Jahre mit Frau und Sohn aus Kiew nach Leipzig. Die jüdischen Kontingentflüchtlinge fanden in einem der Plattenbauviertel eine Wohnung, Leonid eröffnet einen Russische-Spezialitäten- Laden, der mehr schlecht als recht läuft. Als Leipzigs Pegida- Ableger eine ganze Straße in einem linken Szeneviertel zerlegt, fragt sich Leonids […] mehr…

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    Onno Viets und der weiße Hirsch - Frank Schulz

    Für den nach „Onno Viets und der Irre vom Kiez“ und „Onno Viets und das Schiff der baumelnden Seelen“ dritten und zentralen Band um den liebenswürdigen Lebensversager Onno Viets schickt Frank Schulz seinen Protagonisten auf eine Landpartie. Nach seiner hanebüchenen Begegnung mit dem Irren vom Kiez leidet Hamburgs skurrilster Privatdetektiv an einer posttraumatischen Belastungsstörung und […] mehr…

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    Die Toten - Christian Kracht

    Christian Kracht mache in seinem Roman demokratiefeindliches Denken mainstreamfähig, schrieben Rezensenten zum Vorgänger, „Imperium“ – der Fall wurde so hitzig diskutiert, dass der Leinenanzug tragende Kosmopolit sich außerstande sah, nach Deutschland zu kommen, um daraus zu lesen. Auch in „Die Toten“ findet der Suchende wieder problemlos jene antimoderne Faszination für eine Zeit, in der noch […] mehr…

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    Elena Ferrante - Meine geniale Freundin

    Wer im vergangenen Jahr einen englischen Buchladen betreten hat, wird dort die Romane einer allem Anschein nach italienischen Autorin namens Elena Ferrante in der Auslage gesehen haben. Die Buchcover mit ihren ins Kitschige verfremdeten Fotografi en von Mädchen und Frauen, die dem Betrachter den Rücken zuwenden, gaben die Ahnung, es handle sich hier um sogenannte […] mehr…

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    Lee Tamahori - Mahana – Eine Maori-Saga Lee…

    Im Neuseeland der 60er-Jahre hat sich die Mahana-Familie einen Namen als Schafscherer gemacht, Großvater Tamihana führt das Unternehmen und das Familienleben mit strenger Hand. Einzig der 14-jährige Simeon stellt seine Autorität infrage und fordert mehr Selbstbestimmung. Doch seine Widerworte haben ernste Konsequenzen … Regisseur Lee Tamahori erzählt in „Mahana – Eine Maori-Saga“ vom klassischen Konflikt […] mehr…

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    Fado - Regie: Jonas Rothlaender

    Dieser Film beginnt mit dem Tod: Der junge Arzt Fabian kann eine Patientin auf seinem Notfalltisch nicht mehr retten. Er ist schockiert, denn die schöne Tote erinnert ihn fatal an Doro, seine verflossene Liebe. Er hatte sie sich schon aus dem Kopf geschlagen, doch nun ist sie wieder da und lässt ihn nicht mehr los. […] mehr…

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    Mandie Fletcher - Absolutely Fabulous

    Es ist noch nicht abzusehen, welche wirtschaftlichen Auswirkungen der Brexit auf die Außenhandelsbilanz Englands haben wird. Sicher ist, dass der englische Humor auch nach dem Austritt aus der europäischen Freihandelszone ein Exportschlager bleiben wird. Besonders der Bereich der Fernsehunterhaltung wies in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Bilanz auf: von „Mr. Bean“, Ricky Gervais und Simon […] mehr…

  • Nick Cave & The Bad Seeds - Skeleton Tree

    “Skeleton Tree” ist nicht entstanden, weil Nick Caves Sohn gestorben ist, sondern obwohl er gestorben ist. Es wäre zu leicht und es wäre falsch, das Album einfach als Trauerarbeit zu verstehen, als therapeutische Kunst, die einer Tragödie logischerweise folgt. In “One More Time with Feeling”, Andrew Dominiks ergreifendem, das Album begleitenden Dokumentarfilm, sagt Cave, dass […] mehr…

  • Die Höchste Eisenbahn - Wer bringt mich jetzt zu…

    Fast Yachtrock: Erheiternde Melancholie, weiche Sounds mehr…

  • M.I.A. - A.I.M.

    Höhnisch, zärtlich oder zornig: Die Britin scheut sich nie, ihre Meinung zu sagen – und ihre Musik bleibt ebenso spannend mehr…

  • 04. Wilco – „Schmilco“.
Diese Band bewegt sich so virtuos und zugleich leichtfüßig im klassischen Songformat wie kein

    Wilco - Schmilco

    Das beste Wilco-Album seit mehr als zehn Jahren: Jeff Tweedy wacht aus dunklen Träumen auf – und seine Band brilliert mehr…

  • Simple Minds - New Gold Dream (81–82–83–84)

    Das fünfte Album der Schotten mit zahlreichen Alternativversionen mehr…

  • Angel Olsen - My Woman

    Live wurde man oft Zeuge, wie Angel Olsen über den Köpfen des Pu­blikums einen Punkt im Nirgendwo fixierte und während des Auftritts nicht mehr aus den Augen ließ. Auf ihrem vierten Album zeigt sich die ehemalige Backgroundsängerin von Bonnie „Prince“ Billy dagegen zugänglich wie nie. Ihr introvertierter Folk war schon auf „Burn Your ­Fire For […] mehr…

  • The Divine Comedy - Foreverland

    Ein sechsjähriges Kind kann immerhin gestern von morgen unterscheiden – Neil Hannon hat in dem Alter schon daran gedacht, dass er irgendwann sterben muss, genau wie seine Eltern und sein Hund. Als Teenager gründete Hannon dann eine Band und nannte sie nach dem Hauptwerk des Dichters Dante Ali­ghieri (1265–1321), der darin einige Kreise der Hölle beschreibt. […] mehr…

  • The Bevis Frond - New River Head

    Ein wenig Hendrix, ein bisschen Byrds und eine gute Portion British-ness: Mit diesen zugegebenermaßen simplen Ingredienzien startete Nick Saloman sein Musikprojekt The Bevis Frond. „New River Head“ wird nun glücklicherweise 25 Jahre nach Erscheinen und zum 30‑jährigen Bestehen der Formation endlich in einer mustergültigen Fassung veröffentlicht und um interessantes Bonusmaterial ergänzt. Ursprünglich wurde es von der […] mehr…

  • New Order - Get Ready

    New Order - Get Ready

    Erstaunlich gelungenes Comeback samt Billy Corgan und alter Kraft. mehr…

  • Andrea Schroeder - Void

    Natürlich ist Schwarz ihre ­Farbe. Andrea Schroeder klingt wie ein Nachtgebet, und es gibt in Deutschland niemand anderen, der so klingt – eine Hildegard Knef der Schwermut, Federboa um die Schulter, unterstützt von einer Band, die gleich im Titelstück dunkel und schwer, bassig und breitbeinig einen Boden bereitet, auf dem Schroe­der schreiten kann. „Whatever you share/ It […] mehr…

  • Cass McCombs - Mangy Love

    Mit dem Doppelalbum „Big Wheel And Others“ hatte er sich zuletzt etwas übernommen. Dass er einer der besten und leider unterschätztesten US-Songschreiber ist, dürfte zum einen an McCombs vermeintlich blasser Stimme liegen, zum anderen an seinen Texten, in denen er nicht mit Sozialkritik spart – was im gesellschaftspolitischen Klima seines Landes anscheinend zusehends weniger goutiert wird. […] mehr…

  • Beginner - Advanced Chemistry

    Rapper und DJs feiern heute gern den Zauber der Old School. Leichter wird es für die Beginner dadurch nicht. Sie haben nicht nur 24 gemeinsame Jahre auf dem Buckel, sondern auch ein Comeback zu schultern: Das letzte Album, „Blast Action Heroes“, erschien 2003, Jan Delay tanzte lange allein im glamourösen Herr-von-Eden-Outfit über große Bühnen und durch […] mehr…