• Heinz Rudolf Kunze

    Deutschland
    18. Februar 2016

    Eine Zeit lang wünschte man sich, dass der Mann, der mit Stücken wie „Bestandsaufnahme“ und „7. Juli vormittags“ die alte Bundesrepu­blik so präzise erfasste, wieder poli­tischer werden möge. „Deutschland“ ist nun so politisch und privat und gewollt beides in einem, dass man es gleich wieder vergessen kann. Doch wer ist in all seinen Widersprüchen deutscher […]

  • Me And My Drummer

    Love Is A Fridge
    18. Februar 2016

    War es gut, so lange mit der schwierigen zweiten Platte zu warten, gar, erzählt man sich, bereits aufgenommene Ideen in die Tonne zu treten? Absofuckinglutely! „Love Is A Fridge“ vom Berliner Duo Me And My Drummer ist ein eigenwilliges, offenes Konglomerat toller Ideen, deren konsequenter Umsetzung, spitzenmäßiger Keyboarddisco, hoppelnder Beats und Charlotte Brandis außergewöhnlicher Stimme. […]

  • Hail, Caesar!

    Regie: Ethan Coen, Joel Coen
    11. Februar 2016

    „Die Leute wollen keine Fakten, sie wollen an etwas glauben“, heißt es an einer Stelle im fantastischen neuen Film der Coen-Brüder, „Hail, Caesar!“. Wir befinden uns in den frühen Fünfzigern, wenige Jahre nach dem Holocaust, der Koreakrieg ist in vollem Gange, das paranoide Amerika ahnt an jeder Ecke kommunistische Spione, und die Leute, sie wollen […]

  • Jochen Distelmeyer

    Songs From The Bottom Vol. 1
    11. Februar 2016

    Der Blumfeld-Sänger covert im Nebel des Irgendwie und Irgendwo Pop-Hits von Britney Spears, Lana Del Rey und Radiohead

  • Nevermen

    Nevermen
    11. Februar 2016

    Es wird gesummt, gebrummt, geraunt. Ein Dreimannchoral rutscht eine Tonleiter rauf und runter. Zwischen Harfe und Glockenspiel erblüht ein paar Augenblicke lang ein orchestrales Idyll, durch das dann aber ein Afrobeat tobt. Plötzlich scheint man sich in Philip Glass’ „Koyaanisqatsi“ verirrt zu haben, und als auch noch wirre Breatbeaks und ein Heavyriff auftauchen, gibt man […]

  • Ty Segall

    Emotional Mugger
    11. Februar 2016

    Um zu erklären, wie Ty Segall tickt, könnte man darauf hinweisen, dass der Psych-Retromeister die ersten US-Promos dieses Albums auf VHS-Kassette verschickte. Damit nicht genug, handelte es sich dabei auch noch um überspielte Exemplare einer Verleihkette. Die emotionale Räuberei des Titels bezieht sich jedoch nicht darauf, dass man das Ding kaum abspielen konnte. Es geht, […]

  • Queen

    Innuendo
    05. Februar 2016

    Mit „Innuendo“ gelang Queen nur Monate vor Freddie Mercurys Tod noch einmal ein letzter kämpferischer und zugleich verspielter Höhepunkt.

  • Turbostaat

    Abalonia
    05. Februar 2016

    Seit „Das Island Manöver“ (2010) zeichnet sich ab, dass Turbostaat mehr wollen als den üblichen Hau­drauf-Punkrock. Nun hat sich das Quintett aus Flensburg für das sechste Werk einen erzählerischen Rahmen zurechtgelegt, was nicht nur textlich, sondern auch musikalisch Konsequenzen hat: auf der einen Seite weniger Slogans und mehr Abstraktion, auf der anderen Seite komplexere Kompositionen. […]

  • Roy Orbison

    The MGM Years 1965-1973
    05. Februar 2016

    Roy Orbison hatte 1964 mit „Oh, Pretty Woman“ gerade den Höhepunkt seines weltweiten Erfolgs erreicht, da erhielt er von MGM ein Millionen­angebot, das er nicht ablehnen konnte. Zwar bot ihm auch Monument, das Label, für das er unzählige Hits schrieb, einen ähnlichen, für damalige Zeiten geradezu spektakulären Deal an, doch MGM lieferte etwas, das der […]

  • Sia

    This Is Acting
    05. Februar 2016

    „Der Scheiß, den die anderen nicht wollten!“ So ulkt die erfolgreiche Songwriterin Sia – in der Welt am meisten wahrgenommen als eine von David Guettas Stimmen – über ihr bereits siebtes Album. Quatsch mit Soße natürlich. Alles, was die Australierin, die „Diamonds“ für Rihanna in weniger als einer Viertelstunde schrieb, hier abliefert, schreit: „Hit, Hit, Hit!“ Sias […]

  • The Prettiots

    Funs Cool
    05. Februar 2016

    Dass die New Yorker Band bei vielen oben auf der Watchlist für 2016 steht, liegt natürlich auch daran, dass es sich um laszive junge Frauen handelt, die auf Fotos gut aussehen. Sängerin Kay Kasparhauser wirkt mit schläfrigem Augen­aufschlag wie eine dralle Lolita in einem US-Porno, Schlagzeugerin Rachel Trachtenburg schmollt rehäugiger als die junge Winona Ryder, […]

  • Anna Ternheim

    For The Young
    27. Januar 2016

    Die schwedische Romantikerin zeigt mit einem Dutzend seelenvoller Folkjazz-Songs wieder ihre Weltklasse.

  • Phil Collins

    Face Value
    27. Januar 2016

    Das Debütalbum von 1981 und „Both Sides“ in neuen Editionen

  • Bloc Party – „Hymns“ (29.01.)

    Bloc Party

    Hymns
    27. Januar 2016

    Die Briten geben Kele und ihren Melodien wieder mehr Raum

  • Tindersticks: „The Waiting Room“

    Tindersticks

    The Waiting Room
    22. Januar 2016

    Zurück zur Grandezza: Stuart Staples macht wieder Seelenmusik

  • Daughter

    Not To Disappear
    22. Januar 2016

    Nicht ganz ausgereifter, aber hübscher Elektrofolkrock

  • Eliot Sumner

    Information
    22. Januar 2016

    Stings Tochter singt wie der Vater, hat aber viel eigene Energie

  • Anomalisa

    Regie: Charlie Kaufman
    21. Januar 2016

    Niemand inszeniert die Neurosen seiner Figuren so originell wie der Autor von „Being John Malkovich“

  • -

    Eagles

    Hotel California
    19. Januar 2016

    Das populärste Eagles-Album und nicht von ungefähr. Zwar sorgten Slide und Pedal-Steel hier und da noch für ein bißchen Country-Haftung, doch wurde diese auf denselben Tracks konterkariert durch Schlaghosen-Rock und Synth-Teppiche. Nicht zuletzt waren es die stupenden Salven aus den Repetiergitarren der Herren Walsh und Felder, die zuerst Amerika und dann den Rest der Welt […]

  • Eagles - Long Road Out Of Eden

    Eagles

    Long Road Out Of Eden
    19. Januar 2016

    Bittere, in Schönklang gewickelte Elegien auf den American Way