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    Elvis Costello & Allen Toussaint – The River In Reverse

    Schon auf „The Delivery Man“, seinem letzten Studioalbum, hat Elvis Costello die Musik des amerikanischen Südens zelebriert, war mit seinem Schlagzeuger Pete Thomas auf dem Rücksitz einer klapprigen amerikanischen Limousine durch Memphis und New Orleans gegurkt, hatte die alte Holzhütte von Muddy Waters besucht, Clarksdale gesehen und dabei an Birkenhead, Liverpool denken müssen. Wie gewohnt […] mehr…

  • Animal Liberation Orchestra - Fly Between Falls

    Animal Liberation Orchestra – Fly Between Falls

    Konzerte von ALO, hört man, seien zu Hause in San Francisco eher ein Happening als ein bloßes Musikereignis. Kann man sich vorstellen. Der zurückgehaltene Sixties-Soul. die turtelige Strandmusik, das hippieske, Cat-Stevens-artige Jubilieren, all das ventiliert live bestimmt das Gemeinschaftsgefühl und die Liebe an sich. Diese Platte hat Jack Johnson möglich gemacht, da er ALO erst […] mehr…

  • Psapp - The Only Thing I Ever Wanted

    Psapp – The Only Thing I Ever Wanted

    Man hört die Musik von Psapp ja nun schon seit längerem in US-Serien, Volkswagen-Werbungen und anderen Crossmarket mg-Vehi kein, und das ist natürlich ein wunderbarer Erfolg für das deutsch/englische Duo aus London. Aber sind die aus Küchengeschirr, Kinderspielzeug und billigen Casio-Keyboards zusammengebauten Minimalismusklänge auch etwas für den normalen Musikgebrauch? Ja! Denn es ist viel Wärme […] mehr…

  • Archive - Lights

    Archive – Lights

    Spätestens seit Hans-Christian Schmids famoser Filmtragödie „Lichter“ weiß man, dass nicht überall, wo Helligkeit draufsteht, auch Glückseligkeit drin ist. Und auch wenn Archive auf „Lights“ mit dem Pop liebäugeln und nicht mehr ganz so finstere Soundszenarien entwerfen wie auf „Noise“ (2004), scheint einem aus der Platte noch lange nicht die Sonne entgegen. Stattdessen vertont die […] mehr…

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    Diverse – Monsieur Gainsbourg Revisited

    Sie sind gekommen, um ihn zu verehren. Die Stars drängelten sich fast um ihren Platz auf der Track-Liste dieses Tributs. 15 Jahre nach seinem Tod nimmt Serge Gainsbourg eben eine zentrale Position im Referenzsystem des Pop ein. Er experimentierte schon mit afrikanischen Rhythmen und Gesängen („Gainsbourg Percussions“, 1964), als Paul Simon noch mit Art Garfunkel […] mehr…

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    The Futureheads – News And Tribute

    Ein bisschen gemein ist es schon, dass das Debütalbum der Futureheads bei uns nicht so doll gefeiert wurde wie die Erstlinge der Kaiser Chiefs, von Bloc Party oder Franz Ferdinand. Hatte die Band aus dem nordbritischen Sunderland doch alles richtig gemacht: aufgepunkten New Wave voller flotter Melodien eingespielt und sich als Co-Produzent Andy Gill ins […] mehr…

  • Herbert - Scale

    Herbert – Scale

    Das wäre jetzt Laptop-Swing. Quatsch, der auch als Dr. Rockit und Radio Boy mit seinen gesampelten Äpfeln und Hamburgerschachteln beliebte Matthew Herbert hat nur alle denkbaren Synthesizer-Linien vom Orchester spielen lassen, wie immer allerhand Gegenstände drin versteckt (Sargdeckel, Flugzeuge, Benzinpumpen) und seine Liebste Dani Siciliano dazu singen lassen. Tolldreister Pop, so unverrückt klang er noch […] mehr…

  • Beathoavenz - Der neue Standard

    Beathoavenz – Der neue Standard

    Mixtapes von HipHop-DJs und -Produzenten gab’s früher nur direkt aus dem Kofferraum und in Spezialläden – der zweite Sommer des deutschen Rap hat solche Werkschau- und Angeber-CDs mittlerweile auch in die regulären Label-Programme gehoben. Eigentlich ist das erste Mixtape der genialen Berliner Beathoavenz (weltbekannt seit der Video-Version von Sidos „Mein Block“) eine Compilation mit großteils […] mehr…

  • Dirty Pretty Things - Waterloo To Anywhere

    Dirty Pretty Things – Waterloo To Anywhere

    Neuanfang! Barat versteht das Ende der Libertines offenkundig als sein ganz persönliches Waterloo, eine schlimme Niederlage, die man nicht wieder gut machen, sondern nur akzeptieren kann. Von hier soll es also anderswo hingehen, mit voller Kraft voraus. So hat sich Barat ja kenntlich gemacht in den letzten zwei Jahren der Schlammschlachten, Possen, Medienspektakel und human […] mehr…

  • Paul Weller - Catch-Flame!

    Paul Weller - Catch-Flame!

    Die Art, in der Paul Weller sich in britischen Journalen um Kopf und Kragen redet und auf die späten Tage noch zum Genie der aphoristischen Interview-Sottise wird, nötigt mindestens ebenso viel Respekt ab wie sein dritter Frühling, überraschend eingeläutet von „As Is Now“. Seine Wertschätzung von „music, clothes, girls and wanking“ ist ebenso einleuchtend wie […] mehr…

  • Keane - Under The Iron Sea

    Keane – Under The Iron Sea

    Wir wissen jetzt, dass sie putzig sind. Dass Sänger Tom Chaplin immer so herrlich rote Pausbacken hat und so verwundert-glänzend in die Welt schauende Riesenaugen, dass der verhuschte Tim Rice-Oxley sein Piano liebt und diese Band gar keine Gitarren braucht, weil sie all ihre schönen Melodien, ihre schlichten Gedanken und ihre ganz und gar sympathische […] mehr…

  • Roddy Frame - Western Skies

    Roddy Frame – Western Skies

    Vielleicht brauchen sie im Moment doch dringend einige Extra-Eulen in Athen. Oder weitere Bagpipes-Bläser in den Highlands. Falls ja: Frame ist ein fabelhafter Liederschreiber! Mit diesem Album hat er mindestens bis zum nächsten Lebensblues die Bürde abgeworfen, als 19jähriger Wunderknabe zum neuen Dylan und Costello-Rivalen verklärt worden zu sein. Wer bereits als Teenager Epochales wie […] mehr…

  • Peter Elkas

    Peter Elkas - Party Of One

    Ein Neil-Young-Gitarrenakkord eröffnet „Party Of One“, das von Ron-Sexsmith-Schlagzeuger Don Kerr produzierte Solodebüt des Kanadiers Peter Elkas, der sich im weiteren Verlauf, durch R&B-getränkte 6Os-Seligkeit falsettiert und dabei öfter mal den Sexsmithschen Ton trifft. Auch wenn die Songs weniger raffiniert gearbeitet sind als die seines Landsmanns und Kollegen, alles wesentlich robuster und retro-seliger daherkommt, ist […] mehr…

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    David Fridlund – Ameterasu

    David Fridlund kennt man als Sänger der schwedischen Weltschmerz-Pop-Institution David and The Citizens. Sein Piano ist auch auf dem Solodebüt „Amaterasu“ die treibende Kraft und perlt manchmal fast so schön wie bei Ben Folds in seinen sentimentalsten Momenten. Der Leidensdruck erreicht auf der nach oben offenen Connor-Oberst-Skala öfter einen beträchtlichen Wert, und Sara Culler singt […] mehr…

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    The Winnebago Orchestra – Ffteen

    Kredibler kann man ein Debüt nicht starten. Die Songschreiber Spencer Roberts und Andy Davies haben bereits eine ehrenwerte Indie-Vergangenheit, holten die Ex-Blue-Aeroplanes-Gitarristin Carolibe Trettine in ihr Winnebago Orchestra, covern The Jazz Butcher und nennen im Booklet u.a. Love, Fairport Convention und die Go-Betweens als Inspiration. Einiges davon kann man auf „Fifteen“ auch hören. Love-Bläser und […] mehr…

  • Six Organs Of Admittance - The Sun Awakens

    Six Organs Of Admittance – The Sun Awakens

    Mit „School Of The Flower“ bekam Ben Chasny im letzten Jahr endlich die lang verdiente Aufmerksamkeit. Vielleicht, weil es das bisher zugänglichste Werk seines Projektes Six Organs of Admittance war, vielleicht auch, weil der Zeitgeist durch Künstler wie Devendra Banhart wieder reif war für hippieskes. psychedelisches, verqueres Songwriting. Nicht, dass Chasnys Werk mit solchen Oberflächenphänomenen […] mehr…

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    The Raconteurs – Broken Boy Soldiers

    Man hatte das von Weitem ja schon mitbekommen, dass da eine örtliche Detroiter Musikerfreundschaft entstanden war zwischen Brendan Benson, den Greenhornes Jack Lawrence und Patrick Keeler sowie Jack White. Jeder hat schon mal mit jedem, auf Tourneen und im Studio, und man mag sich insgesamt gern leiden. Eine schöne Verquickung der Talente ist das natürlich, […] mehr…

  • Sonic Youth - Rather Ripped

    Sonic Youth – Rather Ripped

    Die Band, jetzt ohne Jim O’Rourke. beschränkt sich aufs Songformat Dass der erste Song auf „Rather Ripped“ ausgerechnet auf den Unter-den-Rock-greif-Rock der ollen Rolling Stones anspielt und von der misogynietechnisch relativ unverdächtigen Simone de Beauvoir der Tonkunst, Kim Gordon, gesungen wird, ist ein netter Altfrauenwitz. Das bemerkenswerte ist allerdings die Klarheit und Eingängigkeit dieses – […] mehr…

  • Bruce Springsteen We Shall Overcome - The Seeger Sessions

    Bruce Springsteen - We Shall Overcome: The Seeger…

    Die Poesie Amerikas, mit atemraubendem Schwung gespielt mehr…

  • Red Hot Chili Peppers - Stadium Arcadium

    Red Hot Chili Peppers - Stadium Arcadium

    Funkrock nach Vorschrift, aber gewohnt gekonnt. Das leidige Rock-Doppel-Album. Guns N‘ Roses haben sich damit das Genick gebrochen. Hätten sie das Material von „Use Your Illusion“ vernünftig verteilt. wären sie vielleicht erst ein paar Jahre später implodiert. Die Foo Fighters konnten mit ihrem voluminösen Brocken „In Your Honor“ keine Ehre einfahren, selbst Bruce Springsteen scheiterte. […] mehr…