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    Pinetop Seven – The Night’s Bloom

    Seit bald zehn Jahren versammelt Darren Richard immer neue Musiker mit immer anderen Instrumenten, um seine Vorstellung allgemeingültiger US-amerikantscher Musik zu formulieren. Der recht traditionsbewußte Folker aus Chicago vermengt seine akustische Gitarrenmusik mit fulminant orchestrierten Filmmusik-Ästhetiken, Singer-Songwriter-Standards im Sinne Tim Hardins und einer Art literarischer Amerika-Reflexion. Sie merken schon: Das ist ganz interessant. Und weil […] mehr…

  • Architecture in Helsinki - In Case We Die

    Architecture in Helsinki – In Case We Die

    Wären diese überdrehten Australier Schulkindern, müßte die Klassenlehrerin sie zum Arzt schicken. Der ließe sich milde lächernd die Leidensgeschichte von Pädagogen und Erziehungsberechtigten schildern, würde dann erklären, daß man es hier mit der Konzentrationsschwäche ADS zu tun hat und den Rezeptblock zücken. Weil Architecture In Helsinki aber anderslautenden Gerüchten zum Trotz durchaus erwachsen sind, ist […] mehr…

  • Blackmail

    Blackmail - Aerial View

    Blackmail bei City Slang und also wieder zurück im Indie-Lager, das kommt einem richtig vor. Das Berliner Label hat in der Vergangenheit ja immer mal Bands zu deren jeweiligen Karrierehöhepunkten beflügeln können, und auch bei Blackmail schien die Zeit reif für den großen Moment im eigenen Schaffen. Der ist jetzt da. Mit „Aerial View“ machen […] mehr…

  • Clap Your Hands Say Yeah

    Clap Your Hands Say Yeah - Clap Your Hands Say Yeah

    Das einzig Widerständige an dieser Band ist ihr Name. Schon das erste Clap Your Hands Say Yeah-Album gehört? Ja – äh ich meine, nein. Der Rest ist Zeitgeist. The Arcade Fire in quietschfidel, Neutral Milk Hotel im Windkanal, die Talking Heads mit Bart. Anders gesagt: Diese Band aus Williamsburg, Brooklyn woher auch sonst ist unwiderstehlich. […] mehr…

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    Puerto Muerto – Songs Of Muerto Country

    Soviel Americana ist schwarzverhangen oder fahlgelb, diese hier ist blutrot. Das Duo aus St. Louis hat sein drittes Album als neuen Soundtrack für Tobe Hoopers „Texas Chainsaw Massacre“ konzipiert – mit dem Film hat die Platte nicht direkt zu tun, die morbide Aura und das windverwehte Unheil kommen eher daher, daß diese Western-Stubenmusik nicht übertreibt […] mehr…

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    AK4711 – Erste Hilfe

    Putzig, wie auch anno 2005 noch immer gerne so getan wird, als wäre die schiere Existenz einer reinen Mädchenband ähnlich erstaunlich wie die eines sprechenden Bernhardiners. Also gut, auch wenn es grundsätzlich völlig egal ist: AK4711 sind vier Mädchen (die man, obschon über 20, so nennen darf, weil sie das selbst auch machen), die sogenannten […] mehr…

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    [aisikil] – Analogue Root

    Eine Band, die in ihrem schmalen Backkatalog (neben einem Mini-Album mit home recordings) eine 7inch mit dem Titel „Requiem For John Fahey“ hat, kann nicht so schlecht sein. „Analogue Root“ ist das erste Album der belgischen Band [aisikl] und umfaßt Aufnahmen aus zehn Jahren Bandgeschichte. Es ist dieser leicht elektronisch unterfütterte Leisetreterfolk, wie er seit […] mehr…

  • Uske Orchestra - Niko Et La Berlue

    Uske Orchestra – Niko Et La Berlue

    Der grandiose Wirrkopf Eugene Chadbourne nannte das Uske Orchestra in seinem Review zu deren Debüt „Moli Herzog“ mit anderen großen Wirrköpfen wie Don Cherry und Spike Jones in einem Atemzug. „Niko Et La Berlue“, das neue Werk von Niko Uske und seinem (Ein-Mann-?)Orchester, erinnert mit seiner Mischung aus Jazz, Elektronik, Folk, Kindermelodien und -gesang, Gebrabbel, […] mehr…

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    Diverse – Hildegard Knef – Ihre Lieder sind anders

    80 Jahre Hildegard Knef, oder richtiger: „die Knef“. Die Knef, die Sünderin, die Knef, der Weltstar, die Knef in Hollywood mit Gregory Peck und Marilyn Monroe. Und die Knef, die Sängerin, nein, die Nicht-Sängerin natürlich. Später dann die Proll-Knef mit Extrabreit. Die Jazz-Knef mit Till Brönner. Die Schwulen-Ikonen-Knef. Dann die tote Knef. Die Knef, der […] mehr…

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    Christian Kjellvander - Faya

    „I spent the past five years thinking and the last five hours drinking“. Für einen Moment stellt man sich vor, Dwight Yoakam würde diese Eröffnungssentenz kredenzen, und Vorfreude würde keimen auf einen dieser existentialistischen Barhocker-Songs, die einen lachend überkippen lassen, wahlweise nach vorn oder hinten. Aber natürlich singt hier Christian Kjellvander diese Zeilen, zum Auftakt […] mehr…

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    3,5 Maximo Park – Missing Songs

    Franz Ferdinand mögen inzwischen in größeren Hallen spielen und auch mehr CDs verkaufen – Maximo Park sind mindestens ebenso großartig. Das im vergangenen Sommer erschienene Debüt „A Certain Trigger“ verband so gut begnadete Popmelodien mit nervös euphorischen Gitarren und raffiniert versetzten Rhythmen, daß einen die Endorphine ganz besoffen machten. „Missing Songs“ ist eine Verlängerung dieses […] mehr…

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    Cat Power

    Das Herz des Südens: Chan Marshall kehrt ins Land ihrer Kindheit zurück „American Flag“ hieß der erste, kürzlich von der wundervollen Scout Niblett in ihrer Fast-Hitsingle „Kidnapped By Neptune“ zitierte Song auf Chan Marshalls alias Cat Powers Meisterwerk „Moon Ptx“ von 1998. Diese Flagge, die im Hintergrund aller Cat Power-Songs zu hängen scheint, ist schmutzig, […] mehr…

  • The Strokes

    The Strokes - First Impressions Of Earth

    Am coolsten sind immer noch die, die früh gestorben sind. Vor vier Jahren wurden die Strokes aus New York mit empörender Selbstverständlichkeit die Kings der Welt, weil sie – auch im übertragenen Sinn – an den jeweils richtigen Stellen wuschlig und mager waren. Sie sind immer noch da, und bizarrerweise ist das ihr größtes Pech, […] mehr…

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    Get Rich Or Die Tryin‘ - Start 12. 1.

    Curtis Hansons Rap-Drama „8 Mile“ erzählte neben der semibiographischen Aufsteigerstory von Eminem auch vom Ausbluten der nordamerikanischen Industriestädte. Das Leben von 50 Cent, dem zur Zeit erfolgreichsten Rapper, könnte ähnlich eine Steilvorlage für einen sozialkritischen Unterton bieten. Zumal mit Sheridan ein Regisseur verpflichtet wurde, der sich besonders der Arbeiterklasse gewidmet hat. Mit diesem Ghetto-Stoff jedoch […] mehr…

  • Domino

    Domino - Start 29. 12.

    Vielleicht ist es ja nur ein Komplex. Tony, der weniger verehrte und talentierte Bruder von Ridley Scott, arbeitet sich in seinen Filmen exzessiv an allen visuellen Stilmitteln des Kinos ab. Mit Zeitlupe und -raffer, Jump Cuts, schrägen, schwankenden Kameraperspektiven, schwindelerregenden Schnitten, grobkörnigen Bildern, monochromen Farben, extremen Zooms und der chauvinistischen Ästhetik von Werbespots und Videoclips […] mehr…

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    L.A. Crash

    Zwei junge Schwarze klauen den Wagen von der Frau des Staatsanwaltes – und lösen damit eine verhängnisvolle Kettenreaktion aus, die von Vorurteilen, Angst, Rassmismus und Frustration gespeist wird. Paul Haggis, mit seinem Drehbuch zu „Million Dollar Baby“ für den Oscar nominiert, verknüpft in seinem fulminanten Film mehrere Episoden im Schmelztiegel Los Angeles. Mit einem grandiosen […] mehr…

  • Sieben

    Sieben - David Fincher

    (Warner) Neben Jonathan Demmes „Das Schweigen der Lämmer“ hat kein Thriller das Genre so geprägt wie 1995 „Sieben“ von David Fincher. Die geradezu ästhetisch verwahrlosten Kulissen, mit bizarrer Akkuresse ausgestatteten Tatorte und unheilvoll beleuchtete Atmosphäre ist vielfach kopiert worden. Ein pensionsreifer weiser Polizist (Morgan Freeman) und sein hitzköpfiger junger Nachfolger (Brad Pitt) jagen einen Ritualkiller, […] mehr…

  • Sin City

    Sin City - Robert Rodriguez, Frank Miller (Buena…

    Rodriguez‘ Comic-Adaption ist zweifellos visionär: Komplett im Studio mit Digitalkamera aufgenommen, hat er den kontrastreichen Zeichenstil von Frank Millers harten Film-noir-Storys faszinierend stimmig auf die Leinwand übertragen. „Sin City“ ist mit seinen kongenialen Schwarzweißbildern ein dunkler Mahlstrom aus Gewalt, Sex, Folter, Rache, Splatter, Pulp, Kannibalismus, Spuk und Gore. Da wird rasend massakriert, geköpft, aufgespießt, stranguliert […] mehr…

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    Maria voll der Gnade - Joshua Marston

    (Universum) Überraschend reicht der Blick der Oscar-Juroren doch über die USA hinaus. Vielleicht aber hatten sie Catalina Sandino Moreno auch nominiert als beste Hauptdarstellerin, weil das Thema nationale Interesse berührt. Jedenfalls spielt sie die junge Kolumbianerin Maria bemerkenswert, die in ihrem armen Heimatort in einer Rosenfabrik arbeitet. Als sie sich aber vom Vorgesetzten schikaniert fühlt […] mehr…

  • The Woodsman

    The Woodsman - Nicole Kassell (Universum)

    Zwölf Jahre saß Walter (Kevin Bacon) wegen sexuellen Mißbrauchs minderjähriger Mädchen im Knast. Nach der Entlassung erhält er einen Job in einem Sägewerk und ein kleines Apartment, das ausgerechnet gegenüber einer Schule liegt. Er sondert sich ab, läßt nur zögerlich die Liebe einer resoluten Kollegin zu, ringt ständig mit seinen drängenden inneren Instinkten. Zwar führt […] mehr…