• John Cale - Black Acetate

    John Cale – Black Acetate

    Jetzt gibt es wieder Singles. Seit 20 Jahren schien es unmöglich zu sein, John Cale an die multimedialen Zeiten anzukoppeln, obwohl er immerhin „Wrong Way Up“ mit Brian Eno aufgenommen hatte, ein allerdings impressionistisches, schüchternes Werk. John Cale war, neben anderem: der Berserker von „Cale Comes Alive.'“, der Geräusch-Alchimist von „Music For A New Society“, […] mehr…

  • Gang Of Four - Return The Gift

    Gang Of Four - Return The Gift

    Nein, das ist nicht die neue Platte von Franz Ferdinand! mehr…

  • DJ Koze  - Kosi Comes Around

    DJ Koze – Kosi Comes Around

    Tatsächlich das erste richtige Solo-Album des Hamburger Super-Typen, den alle auf so glaubwürdige Art für so cool halten, daß es faktisch richtig sein muß. Von Kozes geliebtem Pudel-Humor ist hier allerdings gar nichts zu hören – eine fortschrittliche Tech-House-Tanzplatte mit Ambient-Zwischenstücken, minimale Schleifen, Bässe wie Teigknete-Maschinen, Old-School-Verweise. Wenn Koze das auflegt, gibt es eine Super-Party, […] mehr…

  • Jackson And His Computer Band - Smash

    Jackson And His Computer Band – Smash

    „Have you really thought about Utopia?“ singt eine gute Fee im ersten Stück (angeblich die Mutter des Künstlers), auf einer kleinen Sound-Lichtung im Waldgestrüpp aus zerschnittenen Trommeln, im Salzstreuer gemischten Breakdance-Effekten und Fragmenten von Soul-Bruststimmen. Die Utopie ist, daß es immer wieder mal etwas Neues gibt, und das kann man dem jungen Franzosen Jackson Fourgeaud […] mehr…

  • Goldfrapp - Supernature

    Goldfrapp - Supernature

    Vor einigen Monaten lief in besseren Kinos „My Summer of Love“. Der außergewöhnliche britische Film über die Freundschaft zweier Mädchen aus sehr unterschiedlichen Milieus war unterlegt mit der Musik des ersten Goldfrapp-Albums. „Felt Mountain“ war märchenhafter, romantischer Trip-Hop, der nie die unsichtbare Bannmeile überschritt, hinter der sich Gefühl zwangsläufig in Kitsch verwandelt. Wenn man dieses […] mehr…

  • Neil - Young Prairie Wind

    Neil – Young Prairie Wind

    Es ist der vertraute Klang der akustischen Gitarre, der Pedal Steel von Ben Keith und der Orgel von Spooner Oldham, der Klang von „Old Ways“ und „Harvest Moon“ und „Silver & Gold“: Jt’s a long way behind you/ And a long way ahead/ If you follow every dream/ You might get lost.“ Die Fisk University […] mehr…

  • Ups..

    SHORT CUTS Amene - Touch

    Kühl kalkuliert ist alles, was heute als Rhythm & Blues firmiert und besser Rhythm & Pop hieße, vom Radioformat-spezifischen Mix bis zum durchchoreographierten Video-Gehopse. Kein Raum für kreative Spontaneität, weshalb alles tendentiell gleich klingt, unterscheidbar allenfalls nach zielgruppenorientierter Ausrichtung auf gewisse Marktsegmente. So wurde Ameries Appeal für ihre zweite LP umgestellt von süß-sanft auf sexy-sinnlich, […] mehr…

  • Roger Waters - Ca Ira

    Roger Waters – Ca Ira

    Eine Oper! Man war darauf gefaßt. Das Drama, der Größenwahn, die Liebe zum Konzept, auch die Blasiertheit, all das hat Roger Waters zur Genüge – und mußte also früher oder später der Versuchung erliegen, den hier längst nicht mehr so engen Rahmen der Rockmusik endgültig zu sprengen und sich am Handwerk der Meister zu versuchen. […] mehr…

  • Ups..

    Steve Wynn & The Miracles …tick…tick…tick

    Wenn sich denn schon wirre Koalitionäre gefunden haben, den Planeten in einiger Zwietracht im Namen Gottes oder Jahwes oder Allahs zum Platzen zu bringen – so ein staubtrockener Dreiviertelstünder paßt natürlich immer noch lässig zwischen die letzten drei Ticker vor dem Feuerwerk. Wynn, Steve Wynn heißt der Rock’n’Roll-Agent mit der Lizenz zum Tönen, so ein […] mehr…

  • Ups..

    Mark Eitzel – Candy Ass - Candy Ass

    Nichts paßt so recht zusammen in der Welt von Mark Eitzel. Ein Kaleidoskop der Unzulänglichkeiten. Die Protagonisten seiner Songs reden gegen Wände, und auch die haben ein Herz aus Stein. Selbst ihre Haustiere sind deprimiert, so wie die Ratte St. Michael im Eröffnungsstück seines neuesten Absurditätsexperiments „Candy Ass“. „I tell him: you should be happy/ […] mehr…

  • Big Star - In Space

    Big Star – In Space

    Als das letzte Mal ein komplettes Album von Alex Chiltons Band Big Star erschien, war Gerhard Schröder gerade zum Bundesvorsitzenden der Jusos gewählt worden, der Papst hieß Paul VI., und Muhammad Ali holte zum dritten Mal den Weltmeistertitel. Wer sich die Mühe sparen will, nachzuschauen: Es war das Jahr 1978. Doch obwohl seit der Veröffentlichung […] mehr…

  • Paul Weller - As Is Now

    Paul Weller - As Is Now

    Er hat sich durch die prekären mittleren Jahre gearbeitet, nun ist er beim erfüllten, beseelten Spätwerk angekommen. Schon auf „Illumination“ gibt es Momente der Entrücktheit, des vollkommenen Glücks, etwa im improvisierten „One X One“, das sich wie absichtslos zum Mantra aufschwingt, oder in „Going Places“. Bei Paul Weller ist das Altern so dramatisch, weil er […] mehr…

  • Franz Ferdinand - You Could Have It So Much Better...

    Franz Ferdinand – You Could Have It So Much Better…

    Was ewig bleiben wird von dieser Band: der trockene, gemeinschaftliche Orgasmus an der Stelle, wo der erste Teil des Songs „Take Me Out“ in den zweiten übergeht. Wenn das Lied sich rasend entzündet und die Tänze losgehen. Wer nicht erlebt hat, was bei einer Disco oder im Konzert an dieser Stelle mit den Leuten passiert, […] mehr…

  • Scareface (Universal

    Scareface (Universal

    In die große Depression der Weltwirtschaftskrise hinein platzte Hawks grandioser, äußerst gewalttätiger Gangsterfilm, der das Genre bis heute geprägt hat. Die Hauptfigur ist kein Held klassischen Zuschnitts mehr, der sich im Guten nach oben boxt, sondern das Abbild einer rücksichtslos auf Macht und Profitstreben ausgerichteten Gesellschaft. Als Geldeintreiber für ein Chicagoer Verbrechersyndikat legt Tony (Paul […] mehr…

  • Ups..

    Vera Drake

    Mike Leigh mehr…

  • Ups..

    Die sieben Samurai

    Kurosawa ist der am häufigsten kopierte Regisseur der Kinohistorie. Vor allem dieser Film war von John Sturges‘ gelungenem Western-Remake „Die glorreichen Sieben“ bis hin zu miesen Actionstreifen eine ständige Inspiration. Das liegt gewiß am bündigen Plot (sieben Krieger verteidigen armes Dorf gegen Banditenbande) als auch an der geschickten Moral. Kurosawa hat daraus ein kampfintensives, berührendes […] mehr…

  • Million Dollar Baby

    Million Dollar Baby

    „Kenn ich deine Mutter?“, fragt Clint Eastwood einmal Hilary Swank. Solche lakonischen Sätze bringt immer noch keiner besser als der Nestor des amerikanischen Kinos. Und das Gefühl bestimmt den gesamten Film: nicht gerade originell, aber in jeder Hinsicht von unerschütterlicher Souveränität, ja Größe. Als Boxtrainer Frankie verkörpert Eastwood wieder mit unnachahmlich knurrigem Charisma einen gebrochenen […] mehr…

  • Ups..

    Samaria

    Zwei minderjährige Schulmädchen prostituieren sich. Es irritiert und schmerzt die Naivität, mit der Jae-young (Seo Min-jung) sich lächelnd in Motels den Freiern hingibt und nach ihrem Tod Yeo-Jin (Kwak Ji-min) aus Schuldgefühlen mit den gleichen Kunden schläft und ihnen das Geld zurückgibt – bis ihr Vater, ein Polizist, das erfährt und den Männern zusetzt. Wie […] mehr…

  • Dear Wendy

    Dear Wendy - Start 6.10.

    Als Drehbuchautor ist Lars von Trier ein noch immer durchtriebenes Genie. Nur seinem inzenatorischen Dogmatismus mag selbst sein Kumpel Thomas Vinterberg nicht mehr ganz folgen. Mit „Dear Wendy“ hat er zwar ein Skript verfilmt, in dem von Trier die Faszination für Waffen behandelt, der Film jedoch sieht aus wie ein hart erkämpftes Unentschieden als Antwort […] mehr…