• Die fetten Jahre sind vorbei

    Die fetten Jahre sind vorbei

    Die mageren Jahre sind endlich vorbei, so oder ähnlich hallte es durchs Feuilleton, als Weingartners erst zweiter Film als erster deutscher Wettbewerbsbeitrag seit elf Jahren in Cannes aufgenommen wurde. Die Revoluzzer-Romanze wirkt auf den ersten Blick nicht zeitgemäß, riecht gerade deshalb aber hochaktuell nach Aufbruch. Der frühere Punk und Hausbesetzer beschwört hier den Idealismus von […] mehr…

  • Gloria

    Gloria

    „I hate kids – especially yours“, knurrt Gena Rowlands alias Gloria, als ihr eine befreundete Nachbarin ihren kleinen Sohn Phil anvertraut, bevor jene und deren ganze Familie in der Wohnung erschossen wird. Der Vater war Buchhalter der Mafia, und der Junge hält fest in den Händen ein schwarzes Notizbuch, hinter dem die Killer her sind. […] mehr…

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    Der wilde Schlag meines Herzens - Start 22.9.

    Tom (Romain Duris) ist Immobilienhändler, ein abgebrühter Geschäftsganove, der bei unerwünschten Mieter mal Ratten aussetzt oder sie mit Baseballschlägern traktiert. Nachts fährt er meist rastlos durch Paris, und dabei trifft er den Manager seiner verstorbenen Mutter wieder, einer einst gefeierten Pianistin. Der lädt den ebenfalls begabten Tom zum Vorspielen ein, worauf der sich nach anfänglichem […] mehr…

  • Dark Water

    Dark Water - Start 22. 9.

    Seit dem gelungenen und zudem noch sehr erfolgreichen „Ring“ Remake Gore Verbinskis wird das Kino monatlich von Hollywoods Neuverfilmungen meist japanischer Horrorfilme heimgesucht. Nun hat sich auch der Mexikaner Salles, eher mit dem Drama vertraut, in die Gruselgefilde gewagt. Nach der Trennung von ihrem Mann zieht die junge Dahlia (Jennifer Connelly) mit ihrer kleinen Tochter […] mehr…

  • Kontroll

    Kontroll

    Ein echter Underground-Film. Kontrolleure schlagen sich in Budapests U-Bahn mit Schwarzfahrern und Spinnern, konkurrierenden Kollegen und vielen haarsträubenden Dingen herum, die man nur in einer solchen Parallelwelt erleben kann. Dabei sind sie selbst Psycho-Wracks, ein bunter Haufen versiffter und verkaterter Strolche, die zwischen Sarkasmus und Selbstmordgedanken hangeln. Es treten weiter auf: ein mysteröser Kapuzen-Killer, der […] mehr…

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    ¿ SHORT CUTS - Das Imperium der Wolfe tstams.8.)

    von Chris Nohan („Kiss Of The Dragon“) mit Jean Reno: Junger Cop und korrupt-brutaler Ex-Bulle untersuchen drei Mädchenmorde im Türkenviertel von Paris. Atmosphärisch und stilistisch perfekter Thriller, dessen labyrinthischer Plot aus Terrorismus, Psycho-Experimenten und Drogen keinen plausiblen Ausweg findet. 3,0 Almost Heaven rsfar.-25.sj von Ed Herzog mit Heike Makatsch: Deutsche Country-Sängerin strandet auf Jamaika. Tragikomisches, […] mehr…

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    11:14 - Start: 1. 9.

    Um kurz nach elf Uhr lösen in einer Kleinstadt eine Reihe seltsamer Zufalle und skurriler Unfälle eine tragikomische Kettenreaktion aus, bei der ein knappes Dutzend meist junger Leute und ein verdutzter Cop aufeinanderprallen. Einem angetrunkenen Autofahrer fällt eine Leiche auf den Kühler, als Frank (Patrick Swayze) sie von einer Brücke geworfen hat. Er glaubt, seine […] mehr…

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    Das wandelnde Schloß - Start 1. 9.

    So sehr die computeranimierten Pionierwerke von Dreamworks Pixar und Dreamworks auch erstaunen -— einen letzten Magier des traditionellen Zeichentrick gibt es noch. Nachdem Miyazaki, die 64jährige Legende des japanischen Animefilms, mit seinen letzten Projekten „Prinzessin Mononoke“ und „Chihiros Reise ins Zauberland“ auch im Westen wahrgenommen wurde, hat er nun die heimische Fabelwelt verlassen und einen […] mehr…

  • Transporter 2

    Transporter 2 - Start: 1. 9.

    Wer heute noch beinharte, beeindruckende Actionszenen sehen will, der muß sich an asiatischen und französischen Filmen orientieren. John Woo und Luc Besson sind die Paten einer innovativen Ästhetik und imponierenden Kugeldichte, die mit mehr Geld und kalten digitalen Effekten Hollywood vergeblich zu kopieren versucht hat. Besson vor allem gelingt es, als Produzent trotz verschiedener Regisseure […] mehr…

  • Broken Flowers

    Broken Flowers - Start: 8. 9.

    Ob bei Sofia Coppola, Wes Anderson oder jetzt Jim Jarmusch – Bill Murray ist zur personifizierten micilife crisis geworden. ein leibhaftiger Vater-Komplex, den das Leben noch mal überraschend durchschüttelt und dennoch kaum zu einer äußerlichen Regung bringt. Seinen Minimalismus, sein immer tragikomisch nach innen gerichtetes Mienenspiel zeigt Murray nun in „Broken Flowers“ mit einer unnachahmlichen […] mehr…

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    Jimi Hendrix - The Man. The Music, The…

    „Jimi Hendrix – The Man. The Music. The Truth.“ von Sharon Lawrence ist so informativ wie spekulativ. Ersteres vor allem in Bezug auf Jimis verpfuschte Kindheit in zahllosen Heimen, seine Lehr- und Wanderjahre als Wasserträger in Show-Kapellen und sein nicht zu unterschätzendes Wirken im Swinging London der späten Sixties. Letzteres, weil Lawrence überzeugt davon ist, […] mehr…

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    The Man Who Was Screaming Lord Sutch

    „The Man Who Was Screaming Lord Sutch“ von Graham Sharpe ist ein tragisches, bizarres und erhebendes Buch über einen begnadeten Exzentriker. Als sich Dave Sutch das Leben nahm, weil er dessen über Jahre akkumulierte Lasten nicht mehr zu tragen imstande war, trauerte ganz England. Jedes Kind dort kannte ihn, den Spleen-Sammler, den Popstar ohne Hit, […] mehr…

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    Eddi Flegel – Dream A Little Dream Of Me – The Life Of ‚Mama‘ Cass Elliott

    „Dream A Little Dream Of Me – The Life Of ‚Mama‘ Cass Elliott“ von Eddi Flegel ist die erste umfassende Biographie einer Frau, von der jeder drei Dinge weiß: Sie war die maßgebliche Stimme der Mamas & Papas, sie war dick, sie erstickte an einem Schinken-Sandwich. Tatsächlich litt Cass ihr Lehen lang unter ihrer Leibesfülle, […] mehr…

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    Charles Mingus – Beneath The Underdog

    „Beneath The Underdog“ von Charles Mingus ist ein beunruhigender Seelen-Striptease, den das Improvisationsgenie bereits Anfang der 60er Jahre hinlegte, der indes erst knapp zehn Jahre später in Buchform veröffentlicht wurde. Über seine Musik äußert sich Mingus nur mißmutig, im Rahmen eines Interviews. Im Vordergrund stehen Bewältigungsversuche einer angstvollen Kindheit und einer noch problematischeren Phase des […] mehr…

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    B.B. King – Ein Leben mit dem Blues

    „Ein Leben mit dem Blues“ ist die Autobiographie von B. B. King, zu Papier gebracht von David Ritz, und wurde im amerikanischen Original 1996 veröffentlicht, unter dem Titel „Blues All Around Me“. Ein offenherziges, ja treuherziges Resümee eines übervollen Lebens. „Ich tue mich schwer mit Worten“, beginnt King die Einleitung, „konnte mich nie so ausdrücken, […] mehr…

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    Trotzki, Goethe und das Glück

    „Trotzki, Goethe und das Glück“ versammelt als immerhin schon vierten Band der neuen, nicht genug zu lobenden „Jörg-Fauser-Edition“ alle Gedichte und Songtexte. Ein paar Poeme kannte man noch nicht, aber dem Profil Fausers fügen sie kaum etwas hinzu, eines Lyrikers, der immer dann zu großer Forrm aufläuft, wenn er seine Vorbilder Benn, Burroughs und später […] mehr…

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    Rory & Ita

    „Rory & Ita“ von Roddy Doyle erzählt eine „irische Geschichte“, die seiner Eltern, die im ersten Drittel des letzten Jahrhunderts geboren wurden, in ländlicher Umgebung aufwuchsen – und ein dermaßen durchschnittliches, unspektakuläres Leben fristeten, daß man ein Sittenbild der Zeit in den Händen zu halten glaubt. Mein ganzes Leben lang“, sagt Ita, „habe ich nur […] mehr…

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    Fröhlich traurig

    TIM BUCKLEY 1966 Lee Underwoods Beat-Gitarre, Jack Nitzsches barocke Streicherarrangements. Bei diesen noch recht einfachen Songs wirkt die inbrünstige Intonation des gerade mal 19jährigen wie mit Kanonen auf Spatzen schießen. Man merkte: Die Stimme war zu Höherem berufen, der Songwriter mußte zu den Ambitionen erst noch aufschließen. 3,0 GOODBYE AND HELLO 1967 Auch das zweite […] mehr…

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    Sonny Clark – Sonny’s Crib

    Sonny Clark, so Leonard Feather in den Liner Notes, war „a short, sad-eyed. pensive little man who comes alive when he sits at the piano“. Clarks Spiel war unaufgeregt und unspektakulär, in der Tradition von Bud Powell, aber mit größerer Zurückhaltung, Bebop-geladen, aber auch West-Coast-gelassen. Kein Stil mithin, der den Gang des Jazz beschleunigt oder […] mehr…

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    Elvis Presley – The King Of Western Bop

    Die legendären Sun-Sides, aufgefüllt mit Alternate Takes und einer Radio-Show-Live-Aufnahme von Bill Monroes „Blue Moon Of Kentucky“. Insgesamt 27 Cuts umfaßt diese Doppel-LP, entstanden vor gut 50 Jahren, an der Schnittstelle von Hillbilly und Rhythm & Blues. Danach war die Welt nicht mehr dieselbe. Musikalisch überwältigend natürlich, klanglich jedoch geglättet und via zuviel Rauschunterdrückung generalgesäubert. […] mehr…