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    Luka Bloom – Innocence

    Zuletzt hatte Luka Bloom ein Album mit Schlafliedern veröffentlicht. Kein Witz. „Before Sleep Comes“ war tatsächlich dazu gedacht, einen sanft ins Schlummerland zu befördern. Als hätten das nicht auch all seine anderen Alben geschafft – aus unterschiedlichen Gründen. Waren „The Acoustic Motorbike“ oder „Turf“ noch traumhaft schöne Folkpop-Werke, driftete der Ire später immer mehr in […] mehr…

  • Scout Niblett - Kidnapped By Neptune

    Scout Niblett – Kidnapped By Neptune

    Als Scout Niblett noch im englischen Nottingham wohnte (mittlerweile lebt sie in Oakland, Kalifornien), hatte sie einen Zettel an ihrem Badezimmerspiegel, auf dem stand „I am Emma“. Denn „Scout“ ist nur ihr Alter ego, das sie sich zulegte, nachdem sie Robert Mulligans „To Kill A Mockingbird“ gesehen hatte und sich in die sechsjährige Tochter der […] mehr…

  • Keith Jarrett - Radiance

    Keith Jarrett – Radiance

    Zehn Jahre nach „La Scala“ überrascht der Pianist mit bei Konzerten in Japan aufgenommenen freien Soloimprovisationen, von denen er meint, daß sie zu seinen gelungensten zählen: zielgerichtet statt ausufernd, weniger beredsam und doch in 17 Abschnitten auf zwei CDs vielseitig aufgreifend, was Jarrett in Bremen, Köln, Mailand und anderswo von 1971 bis 1995 vorgabelos zu […] mehr…

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    Nine Inch Nails - With Teeth

    Rückkehr nach sechs Jahren: Bei Trent Reznor regiert wieder die Angst. Keine zehn Sekunden. Schon nach den ersten sanften, aber stolpernden Beats von „All The Love In The World“ rotiert man wieder im schwarzen Strudel, und sie grüßt einen wie ein alter Freund: die Ästhetik des Leids, der Isolation, der Angst, all das, wofür Nine […] mehr…

  • Sleater-Kinney - The Woods

    Sleater-Kinney - The Woods

    Versierter, aber immer noch wuchtig: Große, verwackelte Rocksongs mehr…

  • Life Of Agony - Broken Valley

    Life Of Agony – Broken Valley

    Da sitzt er nun, der größte Life Of Agony-Fan auf der ganzen Welt und stammelt: „Das ist, wie wenn man seine erste Freundin wiedertrifft, und die sieht jetzt total scheiße aus.“ Ein anderer spricht von Mut, Schnörkellosigkeit und einem heilenden Verfremdungseffekt wie bei Metallicas „St. Anger“. Aber auch er fügt an: „Vielleicht ist das aber […] mehr…

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    Turin Brakes – Jack ln A Box

    Während im UK bereits die übernächste Generation von Nextbigthings hochgejazzt wird, lebten sich Turin Brakes den Luxus, den Zirkus aus der Ferne zu beobachten. Dabei scheinen sie es mit der Entspanntheit ein wenig übertrieben zu haben, denn was die beiden Londoner auf ihrem dritten Album an schierer Bonhomie und Schluffigkeit aufbieten, an simpler Melodik und […] mehr…

  • Four Tet - Everything Ecstatic

    Four Tet – Everything Ecstatic

    Wer zum tollen elektronischen Hecht erklärt wird, obwohl seine Musik sich kein bißchen zum sogenannten Abtanzen eignet, muß etwas besonderes haben – und Kieran Hebden aus London schafft es auch auf der vierten Four Tet-Platte, gleichzeitig abstrakt und griffig zu programmieren, unterhaltsam, aber kaum albern. Der Big Beat muß so lange in die Pfanne, bis […] mehr…

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    The White Stripes – Get Behind Me Satan

    Kapitel fünf, in dem unsere zwei Helden in die Hölle hinabsteigen, und in der Hölle steht bekanntlich ein Klavier. Es ist das schöne Instrument, das sich der Teufel als Andenken von den Sessions zu „Sympathy For The Devil“ von den Stones mitgenommen hat, zusammen mit Rasselwerk, Maracas schwer wie Schneeketten, Xylophon. Und weil Satan mal […] mehr…

  • Albert Hammond - Revolution Of The Heart

    Albert Hammond – Revolution Of The Heart

    Der Jr. hatte noch angefangen als „Sohn von“, als seine Band im Oktober 2001 so schlagartig berühmt wurde. Nun präsentiert Albert Hammond sen. nach 23 Jahren 14 neue Nummern – und wird sich oft als Papa des Strokes-Gitarristen annoncieren lassen müssen. Dabei waren die Lieder des Mannes mit der Kevin-Keegan-Frisur in den 70ern Dauergast in […] mehr…

  • Morcheeba - The Antidote

    Morcheeba – The Antidote

    Moreheeba. Die poppigen Mit-Urväter von Downbeat und Trip-Hop. Die zuverlässigen Lieferanten der Warm-up-Musik in jeder Tapas-Bar. Glitzerkleid und Cocktailkirsche inklusive, Langeweile bisweilen aber auch. Die letzte, sehr melancholisch gehaltene Platte, „Charango“,darf aber als gelungen gelten – und wer erinnert sich nicht an das Duett von Sängerin Skye Edwards mit Lambchops Kurt Wagner im hinreißenden „What […] mehr…

  • Van Morrison - Magic Time

    Van Morrison – Magic Time

    In einem großen deutschen Feuilleton wurde neulich Mark Knopfler zum neuen Messias erhoben, kurz darauf das aktuelle New Order-Album als Gegenmodell zu all den „Hypes“ der letzten Jahre gefeiert Es kann sein, daß dies einfach nur auf die Krise der mittleren Jahre des jeweiligen Autors hindeutet, doch vielleicht ist es auch symptomatisch: Das ganze System […] mehr…

  • Madsen - Madsen

    Madsen – Madsen

    Das wird kein schöner Sommer, doch wir sind immer noch hier. Verlieren uns mehr und mehr und mehr, werden ab und zu von der Erkenntnis erwischt, daß wir Produkte unserer Umwelt sind und sonst fast nichts. Zeigen, was wir gelernt haben daß Scheitern einen durchaus reizvollen Wiederholungszwang entwickelt: „Immer wieder steh ich hier allein/ Immer […] mehr…

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    Short CutS von ]örn Schlüter - Thomas Dybdahl

    Stray Dogs Die zweite Platte vom norwegischen Shooting Star, und wieder ist sie famos geworden. Dybdahl istimmerganzdichtam Mikro, wo man das Introspektive, Intime, Bebende noch besser hören kann. Dybdahl klingt wie Jeff Buckley ohne Selbstzerfleischung, hat aber auch den gottsuchenden Soul von Van Morrison. Geflüsterter Folk, untertriebe ner Gospel, vorsichtige Americana, alles geht hier, alles […] mehr…

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    Smog – A River Ain’t Too Much To Love

    Die Klammern sind weg. Aus (Smog) ist wieder Smog geworden, denn der große amerikanische Solitär Bill Callahan hat sein karges Apartment in Chicago verlassen. „Winter weather is not my soul but the biding for spring/ Why is everybody looking at me/ Like there’s something fundamentally wrong/ Like I’m a southern bird that stayed norm too […] mehr…

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    Rob Thomas – Somethinq To Be

    Im ersten Song bricht ihm schon wieder das Herz. Dieser Rob Thomas! Seit Jahren verheiratet, mit seiner Band Matchbox Twenty erfolgreich – und immer noch chronisch unzufrieden. Für Santana hat er „Smooth“ geschrieben, aber sonst sagen schon die Titel seiner Hits alles: , ,Push“, „Bent“, „Unwell“. Jetzt hat Thomas das erste Solo-Album aufgenommen, mit seinem […] mehr…

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    Teenage Fanclub – Man Made

    Etwas behäbig geworden, der sympathische, Sixties-selige Pop mehr…

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    Short CutS von Joachim Hentschel - War Against Sleep Missouri

    Invitation To The Feast Alle wohlschmeckenden Früchte und Schattengewächse des Psych-Folk-Pop der 60er und 70er: Es dürfte volle Absicht sein, daß einen das zweite, verschwenderisch instrumentierte Album der Band aus Bristol von vorn bis hinten an gute Pink Floyd, frühen Bowie, Love und Scott Walker erinnert. Sobald man beherzt Ja zur Puschel-Nostalgie gesagt hat, wird […] mehr…

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    Loudon Wainwriqht III – Here Come The Choppers!

    Das gleich vorweg: kein Song über den längst bekannteren Sohn hier. Der Vater ist auf seine älteren Tage denn doch noch so etwas wie ein Schauspieler geworden. Zumindest reicht’s für kleinere (Cameo-)Rollen in größeren Filmen, zuletzt als Entertainer in Scorseses „The Aviator“, davor in Tim Burtons Märchen vom „Big Fish“. Das alles ist auch ganz […] mehr…