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    The Redlands Palomino Co. – By The Time You Hear This…

    Auf der anderen Seite des Atlantiks empfiehlt sich dieses Londoner Quintett als rauheres UK-Pendant. Ähnliche Inspirationsquellen, ähnliche Personalkonstellation mit singendem/schreibendem (Ehe)Paar, fast so gutes Ergebnis. Doch hat Alex Elton-Wall eher Whiskey denn Milch mit Honig gegurgelt, was das Gefälle zur lieblichen Gattin Hannah steiler macht. David Rothon läßt sie unterm blauen Himmel seiner Pedal Steel […] mehr…

  • Tom Russell - Hotwalker

    Tom Russell – Hotwalker

    Als wäre er nicht vorher schon ein respektierter Songwriter gewesen, schaltete Tom Russell ab 1999 mit der Immigranten-Saga „The Man From God Knows Where“ noch mal einen Gang rauf Mit dieser 60’s-Außenseiter-Hommage & Montage ist der Kalifornier nun bei einer Spielform akustischen Feuilletons gelandet, die zwischen Song, Soundbite, Rezitativ ihresgleichen sucht. Der „Beat, der aus […] mehr…

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    The Revolutionaires – Earthquake Dub

    Zwei Vormittage für den Mix einer Dub-LP? Kein Problem. Der Keyboarder und Produzent Ossie Hibbert war drei Stunden im Channel One Studio und arrangierte mal eben eine Seite von „Earthquake Dub“, die andere am nächsten Tag: schnelle, treibende Riddims mit Sly Dunbar an den Drums. 1976 erschien die Platte in kleiner Stückzahl auf Jamaica und […] mehr…

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    Shivaree – Who’s Got Trouble

    Wer den Ärger hat? Nun, es gibt ja die Theorie, wonach eine Menage a trois – gemischtgeschlechtlich zumal – nicht wirklich funktionieren kann. Nicht in der Praxis jedenfalls, und nicht mal in Kalifornien, wo sonst ja alles gehen solL Dort, zwischen womöglich doch nicht ewiger Sonne und großem Earthquake-Schatten, trafen aber pünktlich zum Millennium Duke […] mehr…

  • Magnolia Electric Co - What Comes After The Blues

    Magnolia Electric Co – What Comes After The Blues

    Was nach dem Blues kommt, ist so ziemlich dasselbe, was neulich auf Jason Molinas Live-Platte „Trials & Errors“ kam: brennende elektrische Gitarren, emphatische Epen, Nachfolge von Neil Young leider auch in der Tradition, grelle weibliche Stimmen einzubinden, hier die von Jennie Benford. Bei „The Night Shirt Lullaby“, einem eigentlich schönen Country-Rock-Traktat, schmalzt Molina im Duett […] mehr…

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    The Shortwave Set – Is It Any Wonder

    Die Londoner Pop-Neutöner rücken der fortschreitenden Digitalisierung und Debilisierung der Kultur mit rigider LoFi-Kunst zuleibe. „Old improved sound“ verspricht das Cover ihrer wundersamen 10 inch-3track-Single, die Rillen bergen Radio-Exzerpte samt Frequenzwechsel-Fiepen, diffuse Störgeräusche und allerlei analoges Wummern und Wabern, das ebenso abrupt endet wie es anfing. Inmitten dieses Tuner-Schmodders recken jedoch bald veritable Pop-Songs hochmelodisch […] mehr…

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    Ashby – Looks Like You’ve Already Won

    In der Tankstelle ist der Martini aus, also müssen sie hier irgendwo sein. Man sieht sie nie, die Drei-Wetter-Taft-Frauen und die Typen, die schlank sind und einen Teint haben, obwohl sie den ganzen Tag drinnen sitzen, Herrenmode-Zeitschriften lesen und Minzblättchen naschen. Angeblich sind sie in den Bars, tun charmant gelangweilt, während über die Plüsch-Lautsprecher Musik […] mehr…

  • Natalie Imbruglia - Counting Down The Days

    Natalie Imbruglia – Counting Down The Days

    Daß Natalie Imbruglia über den relativen Mißerfolges ihres zweiten Albums, „White Lilies Island“, verwundert war, kann man verstehen. Bessere Songs, bessere Produktion und zuvorderst eine bessere Imbruglia, die das Kindische, Berechnende des Debütalbums hinter sich gelassen hatte, all das schien vielversprechend. Doch die höhere Qualität wurde weltweit nicht goutiert; man mochte sie wohl nur als […] mehr…

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    Simple Plan – Still Not Gettinq Any…

    Knapp zwei Millionen Platten haben Simple Plan von ihrem 2003 erschienenen Album „No Pads, No Helmets, Just Balls“ verkauft und sich so ganz oben in der Riege der US-amerikanischen Mainstream-Punkrocks einen Platz frei gemacht Erstaunlich ist das auch deshalb, weil das Quintett um Pierre Bouvier und Chuck Comeau nicht aus L~A. sondern Montreal stammt – […] mehr…

  • M.I.A. - Arular

    M.I.A. - Arular

    Es fällt schwer, bei „Arular“ ruhig und sachlich zu bleiben. So zu tun, als sei dies nur irgendeine von den vielen CDs, die jeden Monat neu in die Läden kommen. „Arular“ verströmt die Gerüche der Straßen von Colombo, atmet den Schweiß der Tänzer eines East-Londoner Undergroundclubs und verbindet das mitreißend Direkte einer echten Subkultur mit […] mehr…

  • Jack Johnson - In Between Dreams

    Jack Johnson – In Between Dreams

    Zwischen den Träumen findet bekanntlich das statt, was man so Leben nennt Doch was passiert, wenn man wie Jack Johnson auf eine Vita verweisen kann, die ihm die Unterscheidung bisweilen schwer gemacht haben dürfte? Da dies bereits das dritte Album des Mannes von der Hawaii-Insel Oahu ist, rufen wir die Legende nur noch in Stichworten […] mehr…

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    KAT – Polaroid Of Truth

    Um die Diskussion gleich abzubrechen: Die Tatsache, daß sich die hier besprochene Platte häufig mit religiösen Aspekten befaßt (hier als „spirit“ bezeichnet, Gott erhält einen persönlichen Gruß im Booklet) ist um Himmels Willen kein Grund zur Häme. Denn wer wollte per se etwas an religiös gefärbter Musik aussetzen, wenn dieses Thema von Debbie Friedman über […] mehr…

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    Muriel Zoe – Neon Blue

    Ihr Debüt „Red And Blue“ bot Irischen Umgang mit Jazzklassikern, aber keinen Grund zur Aufregung. Den liefert die Hamburger Sängerin nun dank fünf Beweisen für eigenes Songwritertalent und acht Pop & Country-Perlen: Beatles und Johnny Cash, Steely Dan oder Paul Simon – von Muriel Zoe und ihrer Band aus dem Umfeld des Schauspielhauses lässig umgedeutet. […] mehr…

  • Tanita Tikaram - Sentimental

    Tanita Tikaram – Sentimental

    Dem „I Got You Babe“-Oboen-Gehupe entkam keiner 1988. „Twist In My Sobriety“ eroberte Europa, thronte auch 13 Wochen lang über Deutschland. Die melancholische Pop-Kleinigkeit schubste den grüblerischen Teenager aus Basingstoke ins helle Rampenlicht. Da stand das Mädchen mit dem dunklen Timbre, neben Tracy Chapman, Toni Childs, Michelle Shocked, begleitet von der reflexartigen Hosianna-Eskorte der Branche […] mehr…

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    Fischerspooner – Odyssey Stylisher

    Fischerspooner aus New York kennt man mehr von Theater-Fotos als vom Hören. Die Perücken, die vielen verschiedenen Eyeliner, darunter die Zitate von Prominenten, die eine der teuren und raren Shows glücklich erhascht hatten und echt super fanden. Ein Performance-Kunstwerk, das allerdings die zwei Vorsilben „Disco“ trägt und so eher auf einer Stufe mit kulturellen Schwergewichten […] mehr…

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    The Mountain Goats – The Sunset Tree

    Der Schritt von NoFi zu LoFi zu HiFi haben ja alle großen amerikanischen Indie-Songwriter von Daniel Johnston bis Devendra Banhart mittlerweile vollzogen. Auch wenn damit die Homemade-/Bastel-/Do-It-Yourself-Asthetik verloren ging, ist das zu begrüßen, weil LoFi am Ende nicht mehr war als eine Pose und dank Computer und Pro Tools ja auch jeder eine rauschfreie Aufnahme […] mehr…

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    Maria Joao & Mario Laginha – Tralha

    Was die exaltierte Sängerin und ihr zu den besten Jazzpianisten zählender Partner,,Kram“ betitelt haben, ist eine tollkühne Mischung geheimnisvoller Stimmungen, hypnotischer Melodien und einfallsreicher Grooves. Maria besingt ihre Haut, Helge Norbakken schafft mit sanfter Percussion starke Rhythmen und Mario versteht sich bestens mit dem für Elektronisches zuständigen Tastengast Miguel Ferreira. Eine der stärksten Platten dieses […] mehr…

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    Short CutS von Wolfgang Doebeling - Annie

    Anniemal Eine Remedur. Annies Bubblegum-Electro-Pop, von dem nicht zu erwarten war, daß er über LP-Länge die Spannung halten könnte, tut ebendas. Nicht ganz auf dem Niveau ihrer Single „Chewing Gum“, eine Double-Bubble-Portion Hasch-mich-Sex, die im vergangenen Jahr so hartnäckig auf dem Plattenteller klebte, daß andere45s eifersüchtig wurden. Die LP schien danach wie ein Anti-Climax, sie […] mehr…

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    John Doe – Forever Hasn’t Happened Yet

    Hotel California. Hintereingang. Da, wo Schmerz und Sehnsucht sich nicht hinter Sternen aus Stuttgart, Tequila Sunrise und Rotem mit grandiosem Abgang tarnen müssen. Da, wo man fast riechen kann, dass „da draußen irgendjemand verletzt wird“, wie es John Doe so schön formuliert. Der kennt sich ja nun aus mit Kalifornien, seit er an Halloween 1976 […] mehr…

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    Fifty Foot Wave – Golden Ocean

    Eigentlich hatte das doch anders anfangen sollen. Als Kristin Hersh vor zwei Jahren mit Fifty Food Wave nach einigen Solojahren wieder eine Band an den Start brachte, sollte zunächst eine Serie von EPs die Diskographie beginnen. Die erste Veröffentlichung kündete von krasser Abkehr und lauten Gitarren, von Punk und Indie-Potenz, man war ganz überrascht. Mit […] mehr…