• Calvin Russell - In Spite Of It All

    Calvin Russell – In Spite Of It All

    Gutes Timing gehört zum Pop-Geschäft wie zu jeder brauchbaren Ranke in den 16er. Nun ist der Texaner zwar nur am Rande desselben tätig, doch kommt ein Song wie „Oval Room“, zumal zum Auftakt dieses Zehn-Song-Reigens, einfach zu spät Zum einen natürlich, weil Autor Blaze Foley, der die Nummer einst für Bush, den Älteren schrieb, gerade […] mehr…

  • Ocean Colour Scene - A Hyperactive Workout For The Flying Squad

    Ocean Colour Scene – A Hyperactive Workout For The Flying Squad

    Eine liebenswerte, ältliche Tante schiebt man nicht ab – auch wenn sie einem seit geraumer Zeit dauernd dieselben Geschichten erzählt. Weshalb man Ocean Colour Scene aus diffuser alter Verbundenheit immer noch ganz gut leiden kann, auch wenn ihr musikalisches Wirken seit „Moseley Shoals“ Von 1996 mehr oder weniger im Abwärtstrudeln begriffen ist. Auch das umständlich […] mehr…

  • Ups..

    Short ClltS von Wolfgang Doebeling

    The Sights TheSights Das bereits dritte Album des Trios aus Detroit, doch mit neuer Besetzung. Von der alten ist nur Eddie Baranek übrig geblieben, ein Fan von Steve Marriott offenbar und ein Freund des Riff-fundierten Garagenlärms der späten 60er Jahre: so viel Rock wie möglich, soviel Pop wie nötig. Weshalb sich einiges hier anhört wie […] mehr…

  • Moby Hotel Cover

    Moby - Hotel

    Melodieverliebtes, oft kitschiges Zuckerbäckerhandwerk mehr…

  • M. Ward - Transistor Radio

    M. Ward – Transistor Radio

    Es ist lange her, dass der Rapper LL Cool J euphorisch tönte: „I Can’t Live Without My Radio“. 20 Jahre später greift man auf den einstigen Freudenspender nur im Notfall zurück, etwa wenn man die aktuellen Staumeldungen benötigt Der amerikanische Gitarrist, Sänger und Songwriter Matt Ward vermisst das Transistorradio seiner Kindheit so sehr, daß er […] mehr…

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    Jill Sobule – Underdoq Victorious

    Den Titel darf man ruhig ganz persönlich nehmen. Die Songschreiberin aus Colorado ist ja immer noch ein Underdog, obwohl dies schon ihr fünftes Album ist und sie mit „I Kissed A Girl“ doch Vorjahren sogar mal einen kleinen Hit hatte. Trotzdem sieht ihr Leben nicht ganz wie das eines Popstars aus. „Underdog Victorious“ beginnt mit […] mehr…

  • Westernhagen - Nahaufnahme

    Westernhagen – Nahaufnahme

    Wie die Menge zuckte. Wie der Zeremonienmeister gestenreich den kollektiven Orgasmus anheizte, verzögerte, forcierte, der Band einen immer noch schwitzigeren Groove abtrotzte, wie er „Freiheit“ und „Sexy“, „Laß‘ uns leben“ und Johnny W.“ gockelte: groß, bei allem Kalkül. Jemandem, der so archaische Erlebnisse bescherte, dem vergibt man nicht Nicht, daß er nach „Hallelujah“ (’89) und“Live“(‚9O) […] mehr…

  • Sarah Slean - Day One

    Sarah Slean – Day One

    Für Sarah Slean ist ihre neue Platte ein Neuanfang, deshalb der Titel. Die Rede ist von Lebenskrise, Rückzug, von Aufbruch schließlich. Ganz allein in einem tiefen kanadischen Wald erdachte sich die Pianistin/Liedschreiberin/Malerin aus Toronto binnen einiger Wochen ganz neu – und kommt jetzt mit einer Platte aus dem Unterholz, die wohl tatsächlich eine Lebenskrise wert […] mehr…

  • I Am Kloot - Gods And Monsters

    I Am Kloot – Gods And Monsters

    Dazu passen ein paar kalte Bier oder eine Flasche trockener Weißwein. Am besten in der kleinen Kneipe um die Ecke, wo dann allerdings auch dieses Album laufen sollte. I Am Kloot warnen allerdings: „And when you’re drinkin‘, you may stay thinkin‘ that you’re stupid and you’re lazy.“ Doch auch auf seinem dritten Album ist das […] mehr…

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    Short CutS von Joachim Hentschel

    Fettes Brot Arn Wasser gebaut Tendenziell sympathisch, und ihr Backstein-Harmonika-Beat „Laß die Fingervon Emanuela“ ist einer der glänzendsten deutschen Hits seit langem. Was man dem 22-Minuten-Album-Sampler entnehmen kann, der mir hier untergejubelt wurde: Mit Wurzel-Hip-Hop hat das immer weniger zu tun, also gut für Pop- und Soulfans, aber die Texte über alleinerziehende Mütter, Schulhofgeschichten und […] mehr…

  • Farin Urlaub -  Am Ende der Sonne

    Farin Urlaub – Am Ende der Sonne

    Die Sonne, diese gelbe Sau. Die ewig gleich strahlend am Himmel hängt, einerlei, ob gerade irgendwo ein Boy ein Girl trifft, jemand argen Liebeskummer hat, dringlich auf ihren Brief wartet oder plant, sich umzubringen. Der Sonne ist’s wurscht Weshalb sie und ihr garantiertes Verharren am Himmelszelt bestens als relativierendes Leitmotiv taugen, das sagt: Schon klar, […] mehr…

  • Daft Punk - Human After All

    Daft Punk – Human After All

    Ein Witz zur rechten Zeit kann erschöpfte Techno-Bollerer zum Lächeln bringen – aber warum Daft Punk gleich als Klassenkasper in Roboterkostümen den Disco-Club stürmen müssen, weiß der Himmel. Den Cyber-Rap-Stil, den sie auf einigen Stücken des tollen „Discovery“-Albums von 2001 probierten, haben sie jetzt auf ein ganzes Album gestreckt, das unseligerweise auch noch satirische Untertöne […] mehr…

  • Al Green Everythings Ok Cover

    Al Green - Everything’s OK

    Endlich wieder Soul-Schmus der alten Seventies-Schule Es gibt Songs, da denkt man, da geht nichts mehr. Weil es da diese eine Version gibt, die alle anderen unmöglich zu machen scheint „You’re So Beautiful“ ist so ein Song, egal, wie man zu der Interpretation von Joe Cocker steht. Doch das Wunder geschieht. Al Green nimmt und […] mehr…

  • Billy Idol - Devil’s Playground

    Zerschredderte Songs auf einem unwürdigen Comeback-Album. mehr…

  • Athlete - Tourist

    Athlete – Tourist

    Man muß sich erst mal sein Schweppes-Gesicht aufsetzen: Soll man vor Freude grinsen oder doch verbittert den Mundwinkel verziehen? Letzteres nehmen Athlete einem dann doch selbst ab. War ihr Debütalbum „Vihicles And Animals“, das in ihrer englischen Heimat für den prestigeträchtigen „Mercury Music Prize“ nominiert war, noch musikalisch schwungvoll und unbekümmert, macht sich auf ihrem […] mehr…

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    Madruga – The Deep End

    Da hat man den Blues und einsame Herzen, man hat die Lederstiefel und ein paar Fußstapfen Country-Folk, ein bißchen was von Nick Cave und einige Stimmungen von Leonard Cohen. Dazu gemessenes Pathos und sämige Melodien: Damit kann man dann schon genau so eine gemütvolle Platte machen, wie das Madrugada nun mit ihrem vierten Album auch […] mehr…

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    Short CutS von Jörn Schlüter - Ane Brun

    A Temporary Drive „Spending Time With Morgan hieß das 2003 erschienene Debüt von Ane Brun, gemeint war ihre Gitarre. In der Musik der eigenwilligen Schwedin geht es immer um Autos, um Wegfahren und Flucht ganz allgemein. Auch auf Album Nr. 2 verweist Brun auf Joni Mitchell, ist aber viel spröder in der Stimme und weit […] mehr…

  • Kathleen Edwards - Back To Me

    Kathleen Edwards – Back To Me

    Die alternative Musikgemeinde von Nashville machte ihr schwer den Hof nach der Veröffentlichung ihres offiziellen Debüts „Failer“ (während frühe Fans das inoffizielle „Building 55“ längst bunkern wie einen edlen Tropfen zum Angeben), Daß sie dort dann bei den Americana Awards 2003 doch keinen Preis bekam, lag eigentlich nur daran, daß Kathleen Edwards die Ehre bzw. […] mehr…

  • Ups..

    The Concretes – The Concretes

    Und wieder einmal ist Deutschland Letzter: In den Plattenläden jeder anderen Kulturnation ist das zweite Album der Concretes längst zu haben und wird in den Medien verdientermaßen euphorisch gefeiert Bloß bei uns erscheint das Kleinod erst in diesen Tagen. Deshalb zunächst eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse: Im Sommer 1995 gründen drei popverrückte junge Schwedinnen […] mehr…

  • Beck  - Guero

    Beck – Guero

    Sein neues Album, sagte Beck Hansen unlängst im ROLLING STONE-Gespräch, sei eine Hochzeit zwischen Experimentierfreude und emotionalem Songwriting. Da damit eigentlich alles gesagt ist, kann man sich – wie schon beim letzten Album, „Sea Change“ – alle weitere Suche nach Semantik, Signifikanten und Spuren in der Verweis-Hölle sparen und dem Künstler in seiner Unlust an […] mehr…