• Doves - Some Cities

    Doves – Some Cities

    Der Mann, der die Doves aus Manchester jedes Mal wieder vor dem parfümierten Wolkensumpf rettet, ist der Schlagzeuger. Die schwärmerischen Klangspiele, das Domino mit Gitarren, die ihre Holzkörper abwerfen und als Schwaden durch den Raum dampfen, und dann das Schlagzeug, das die Wolken zertrennt und schwer schlägt wie ein Bullenherz. Man kann bei speziellen Discos […] mehr…

  • Brendan Benson - Alternative To Love

    Brendan Benson – Alternative To Love

    Wie ein junger Hund sprangen einen die Songs von Brendan Bensons zweitem Album „Lapalco“ vor drei Jahren an. „Ganz ruhig, der will nur spielen.“ Feinster Power-Pop war das. Drahtig. Schwanzwedelnd. „Alternative To Love“ beginnt wie das geliebte „Lapalco“ aufhörte, macht dem Albumtitel daher keine Ehre, wirkt eher wie eine unnötige Erweiterung, ein Geschwulst, ein Zuviel. […] mehr…

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    Sam Prekop – Who’s Your New Professor

    Das erste, selbstbetitelte Soloalbum von Sam Prekop vor sechs Jahren war eine zurückgenommene, impressionistische Variante seines Schaffens mit The Sea And Cake – und eine gelungene Variation der Chicagoer Indie-Gitarrenband-Universität, deren Professor Prekop in den 90ern war. Eine Art Post-Rock-Pop mit spielerischer Erweiterung durch die offenen Jazzrhythmen von Josh Abrams und Chad Taylor von den […] mehr…

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    Cunfusion Sucks – Confusion Sucks

    „Deutschland kann mir einen blasen! steht seit Jahrzehnten auf einer Mauer im Duisburger Stadtteil Meiderich geschrieben. Dieser Spruch ziert auch das erste Album von Confusion Sucks und ist für diese (zumindest in Duisburg anscheinend) legendäre Band Programm. Mit dabei unter anderem Mitglieder von Tom Liwas Sponti-Kapelle No Existe. Mit denen hat Confusion Sucks auch die […] mehr…

  • Early Day Miners - All Harm Ends Here

    Early Day Miners – All Harm Ends Here

    Low und die Red House Painters standen Pate für den Slowcore der Early Day Miners. Auf ihrem dritten Album hat sich gegenüber den Vorgängern nicht allzu viel verändert, aber das ist ja wohl auch der Sinn ihrer Stilrichtung: die fast unmerkliche Variation. Vom ersten rythmusgetriebenen „Errance“ an verlieren sie im Verlauf des Albums immer mehr […] mehr…

  • Logh - A Sunset Panorama

    Logh – A Sunset Panorama

    „Every Time A Bell Rings, An Angel Gets His Wings“ war der ziemlich dämliche Titel des zugegebenermaßen nicht ganz so dämlichen Debüts der schwedischen Leisetreter Logh. Der unter Erwartungsdruck und einigen Schwierigkeiten entstandene Nachfolger „The Raging Sun“ ging als ungleich dunklere Variante des Debüts auch in Ordnung.Nun haben Logh sich was Neues einfallen lassen und […] mehr…

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    Tori Arnos – The Beekeeper

    Erster Eindruck? Herrlich! Tori Arnos bleibt auf der Fährte, die schon der Vorgänger „Scarlet’s Walk“ eingeschlagen hatte, und veröffentlicht noch ein Album, das man einfach so hören kann. Ich meine, ohne gleich an süße, kleine Ferkel an salzigen, großen Nippeln zu denken (zum Beispiel). Ohne sich durch diverse Schichten kryptischer Verstiegenheiten kämpfen zu müssen. Haben […] mehr…

  • Weites Land

    Weites Land

    Trotz dreier Regie-Oscars ist William Wyler lange Zeit herablassend als solider Handwerker abgetan worden – wohl auch weil er sich selbst als solcher begriff und Filme mit einer Schönheit und Perfektion drehte, dass er dahinter verschwand, obwohl er sich im Studiosystem immer wieder als Autor europäischer Prägung durchzusetzen verstand. Heute wird er von Steven Spielberg […] mehr…

  • Pi

    Pi

    Zufall und Chaos, Zyklen und Zahlenketten, die Weltformel und der goldene Schnitt, auf den sich die ganze Natur begründet. Schwere Kost hat sich Aronofsky („Requiem For A Dream“) für seinen Debütfilm 1998 vorgenommen, mit berauschenden Schwarzweißbildern daraus jedoch einen grandios verschlungenen Thriller stilisiert. Das durchgeknallte, pillenschluckende Mathegenie Max (Sean Gullette) entdeckt einen 216-stelligen Code, der […] mehr…

  • Old Boy

    Old Boy

    Ein Mann wird entführt. 15 Jahre sperren Unbekannte den ganz normalen Familienvater in ein winziges, karges Zimmer – und lassen ihn dann plötzlich wieder frei. Nun will er seine Rache üben. Doch da offenbart sich der Auftraggeber mit einem noch perfideren Spiel: Wenn er ihn töte, werde er nie den Grund für die Entführung erfahren. […] mehr…

  • Kinsey

    Kinsey - Start 3. 3.

    Bei den Golden Globes noch als bestes Drama nominiert, bleibt jetzt nur Laura Linney mit ihrer Rolle als Lebensgefährtin von Alfred C. Kinsey eine vage Chance auf einen Oscar. Bemerkenswert ist Condons („Gods And Monsters“) vielschichtiges Porträt des ebenso legendären wie umstrittenen Sexualforscher indes allemal. Sein Drehbuch widmet sich Kinseys (Liam Neeson) Persönlichkeit mit ähnlichen […] mehr…

  • Million Dollar Baby

    Million Dollar Baby - Start 3. 3.

    „Kenn ich deine Mutter?“, fragt Clint Eastwood, als sich Hilary Swank bei ihm vorstellt. Solche lakonischen Sätze bringt immer noch keiner besser als der Nestor des amerikanischen Kinos. Und das Gefühl zieht sich durch den gesamten Film: nicht gerade originell, aber in jeder Hinsicht von unerschütterlicher Souveränität, ja Größe. Als Boxtrainer Frankie verkörpert Eastwood in […] mehr…

  • Happy Together

    Happy Together

    Obwohl nach einem Lovesong der Turtles benannt, ist Kar-weis „Happy Together“ ein todtrauriges Lied über zwei schwule chinesische Immigranten in Argentinien. Am tristen Alltag in der Fremde zerbricht die Liebe zwischen Lai (Tony Leung) und Ho (Leslie Cheung). Während Lai in einer Tangobar von Buenos Aires als Türsteher jobbt, geht Ho auf den Strich und […] mehr…

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    Short Cuts - Start 24.2.

    Sophie Scholl – Die letzten Tage von Mark Rothemund mit Julia Jentsch, Alexander Held: Nach einer Flugblatt-Aktion werden die Studentin Sophie und ihr Bruder Hans verhaftet, von der Gestapo verhört und zum Tode verurteilt. Kammerspiel, das nicht ganz die Intensität von „Der Totmacher“ erreicht, 3,5 White Noise (St ar i24.2.) von Geoffrey Sax mit Michael […] mehr…

  • Silentium

    Silentium - Start 3. 3.

    Ein Kabarettist in einem Krimi das funktioniert wohl nur bei den Österreichern, deren Hang zum Makabren ausgeprägter ist als in Deutschland Dabei hat der Wiener Murnberger hier etliche Rollen mit deutschen Schauspielern besetzt In der Hauptrolle glänzt jedoch Josef Hader als versiffter Schnüffler Brenner, der permanent pleite ist, als Kaufhausdetektiv gefeuert wird und unter Kopfschmerzen […] mehr…

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    Hitch – Der Date-Doktor - Start 3.3.

    Die romantische Komödie ist in Hollywood schon lange ziemlich heruntergekommen. Kaum vorstellbar sind heute noch einstige Glanzwerke von Ernst Lubitsch. George Cukor oder Billy Wilder. Damals hieß das noch Screwball Comedy, lag in klugen Dialogen die Komik, nicht beim Griff ins Klo, und war Gary Grant der König der vergnüglichen Charmeure. An ihn reicht Will […] mehr…

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    „Die Tiefseetaucher“ - Start 17. 3.

    Andersons Humor war ja schon immer exzentrisch. Hier aber ist der Witz so eigenbrötlerisch und trocken, dass man bei aller Hingabe kaum den Mund beim Lachen aufbekommt. Und der gnadenlose Bill Murray agiert inzwischen stoischer als eine Meeresschildkröte. Er stellt den schrulligen Tiefseeforscher Steve Zissou dar, eine Mischung aus dem eitlen Dokumentarfilmer Cousteau und dem […] mehr…

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    Das Meer in mir - Start 10.3.

    „Ich blicke nicht zurück, sondern denke an die Zukunft.“ Nur selten war solch eine optimistische Phrase so sarkastisch. Denn Ramon, der diesen Satz mit spöttischer Euphorie ausspuckt, ist gelähmt. Seit einem Badeunfall vor 27 Jahren kann er sich vom Hals abwärts nicht mehr bewegen, sei sein Körper tot, wie er sagt Und sein einziger Wunsch […] mehr…

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    Davids Volkskunde

    1. WARUM GEHT ES MIR SO DRECKIG? 1971 Natürlich hört man, dass hier praktisch ohne Budget und Konzept produziert wurde. Vorne vier Live-Aufnahmen aus der Alten Mensa der Berliner TU, hinten vier rudimentäre Studio-Songs – das Einzige, was nie zu leise oder vermüffelt ist, ist Rio Reisers atemloser Gesang, ein aggressives Bellen voll rasender Kraft […] mehr…

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    The Karelia – Divorce At High Noon

    Pop-Archivare mit langem Gedächtnis erinnern sich womöglich an diese englische Band, einen Ladenhüter von 1997. Diese Neuauflage verdanken wir einem Musiker namens Alex Huntley. Der spielte damals Gitarre und Bouzouki, heißt heute Alex Kapranos und gehört der Tanzkapelle Franz Ferdinand an. Während die Mimikry von The Karelia erfolglos blieb, funktionierte die Masche von Ferdinand sofort. […] mehr…