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    Scritti Politti – Early

    Als wir Unwissenden Green Gartside das erste Mal zu Gesicht bekamen, hatte er sich schon per Mimikry in einen Popper verwandelt: Im Mai 1985 war das, als er im „Formel Eins“-Videoüberblick auftauchte, weil sein Cocktail-Reggae „The Word Girl“ auf Platz sechs der britischen Charts war. Ein Song darüber, daß die Liebe seit Erfindung der Sprache […] mehr…

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    Gene Vincent – The Road Is Rocky – The Complete Studio Masters 1956-71

    Der eine badboy des Rock’n‘ Roll war Larry Williams, Lennons wohl größtes Idol neben Elvis und mit seinem Hit „Short Fat Fanny“ übrigens auch zitiert in diesem wunderbar wüsten Rolling Stones-Song „Rip This Joint“. Der andere bad boy – Eugene Vincent Craddock aus Norfolk, Virginia – zeichnete sich wie dieser durch einen gewissen Hang zur […] mehr…

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    The Pentangle – Basket Of Light

    Auf dem Vorläufer-Album „Sweet Child“ Tcoverten die virtuosen Folkies um Bert Jansch und John Renbourn noch Charles Mingus und machten in Elegie,“Basket Of Light“ brachte dann eine kleine Wende zu mehr Prägnanz und Pop. „Light Flight“ schaffte es gar in die Singles-Charts, als Theme-Song der TV-Serie „Take Three Girls“. Leichter goutierbar wurde die Band dadurch […] mehr…

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    Emerson, Lake & Palmer – Emerson, Lake & Palmer

    Die zweite LP der Klassik-beflissenen Prog-Rocker titels “ Tarkus“ war bereits klotziger, protziger Schrott, doch ist das Debüt-Album nicht ganz ohne Meriten. Vor allem „Take A Pebble“, ein lyrisches, Piano-beflügeltes Stückchen Wohlklang, hat den Zahn der Zeit ohne größere Schäden überstanden, „Knife Edge“ ist nicht völlig stumpf, und „Lucky Man“ hat gar Pop-Appeal. Der Rest […] mehr…

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    Doc Watson – Southbound/Home Again

    Zwei Folk-Klassiker, vorübergehend vergriffen, nun wieder lieferbar: „Southbound“ und „Home Again“ erschienen beide erstmals 1966 und bannen Doc Watson in der Übergangsphase vom Blues- und Balladensänger zum Country-Folk-Stilisten und Flatpicker extraordinaire. An Docs Seite spielte bereits sein (inzwischen verstorbener) Sohn Merle, das Repertoire umfaßt so disparate Songs wie das altenglische „Matty Groves“, Jimmie Rodgers‘ „Never […] mehr…

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    John Lennon – Plastic Ono Band

    Der Unfinished-Music-Quarkund das lachhafte „Wedding Album“ einmal nicht mitgerechnet (wir schlagen sie großzügig dem Werk Yoko Onos zu, das damit aufgewertet wird), war „Plastic Ono Band“ Lennons erste LP nach dem Zerwürfnis der Beatles. Ein verstörendes Album, voller Bekenntnisse und Bitternis, musikalisch hart und ohne Rücksicht auf die Erwartungen der Fans. Aber auch ein Album […] mehr…

  • Charles Mingus - Oh Yeah

    Charles Mingus – Oh Yeah

    Es gibt gewiß bessere und wichtigere Mingus-LPs,au- denen der Meister mit melismatischen Improvisationen glänzt, doch ist „Oh Yeah“ von 1961 ein höchst vergnügliches, weil verschrobenes und geradezu abenteuerlich lautmalerisches Werk. Gleich der erste Track, „Hog Callin‘ Blues“, beginnt atemlos und wächst sich zu einem hektischen, phasenweise chaotischen Trip durch eine Farm-Fauna aus, bei dem Saxophonist […] mehr…

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    4,0 Gene Clark – Set You Free 1964-74

    Sundazed will uns in Kürze ein paar buchstäblich unerhörte Outtakes der „Fifth Dimension“-Sessions der Byrds bieten – ausgerechnet auf 25-Zentimeter-Vinyl. Bei Sony Music wiederum werkelt man offenbar immer noch an der klangtechnisch generalrenovierten, schon mehrfach verschobenen Neuauflage des Box-Sets der Band. Nach der Doppel-CD „Flying High“ und diversen hervorragend remastered neu aufgelegten Solo-LPs präsentiert jetzt […] mehr…

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    4,0 Drive-By Truckers – Ganqstabilly/Pizza Deliverance

    Stünde der Schreibtisch des Chefs neben meinem Laptop, ich würde draufspringen und wie ein Rufer im Hyde Park deklamieren: Die Drive-By Truckers sind die verdammt beste Rock-Band, die sich je zwischen Mississippi und Alabama herumgetrieben hat! Keine andere jedenfalls hat es geschafft, diesen ganzen gewaltigen Southern-Mythos so detailliert auseinanderzunehmen, ohne ihm dabei den Respekt zu […] mehr…

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    David Bowie – David Live/Staqe

    Man kann hier noch einmal nachhören, wie Bowie binnen vier Jahren vom Eklektiker zum Visionär wurde, ein wenig übertrieben gesprochen. Zwischen „David Live“, 1974, und „Stage“, 1978, lagen die Alben „Station Tb Station“, „Low“ und „Heroes“, die freilich Bowies größte geblieben sind, dazwischen lagen auch Los Angeles, Berlin, Brian Eno und ein Drogenrausch von Station […] mehr…

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    The Rolling Stones – Singles 1968-1971

    Die Wiedergeburt der Rolling Stones aus dem Geiste von Muddy Waters und Hank Williams, Martha & The Vandellas und Johann Sebastian Bach war so ziemlich das erstaunlichste second coming, das je eine Band erlebte. Nicht daß sich da jemand am eigenen Schopf aus dem kreativen Sumpf gezogen hätte. Das war mehr ein Akt der Rückbesinnung […] mehr…

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    Howard Jones – 20th Anniversary Conceri

    Im Sheperd’s Bush Empire zu London feierte der Sänger sein Jubiläum. 20 Jahre – eine lange Zeit für einen Typen, der eigentlich nur einen Hit hatte („What Is Love“). Zuerst wird akustisch musiziert, dann mit Band, und ein paar Freunde aus der guten alten Zeit kommen auch noch vorbei: Midge Ure und Nena. Für 80er-Jahre-Nostalgiker […] mehr…

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    The Boomtown Rats – Live At The Hammersmith Odeon 1978

    Der Fan, der vor dem Konzert befragt wird, weiß nicht recht weiter. Welche Art Musik die Rats machen? „Sort of rock. New wave rock…“ Dann gibt er auf und sich mit „generally sort of brilliant music“ zufrieden. Und das stimmt ja auch. Die Iren werfen sich mit unwiderstehlich viel Energie in ihre herrlich defätistischen Songs, […] mehr…

  • AC/DC - Family Jewels

    AC/DC - Family Jewels

    Die angeblich „komplette Karriere“, die hier ausgestellt werden soll, hört zwar schon Anfang der 90er Jahre auf, aber das stört nicht sehr. Danach kam ja auch nicht mehr so viel Aufregendes von den Australiern, die den Begriff Hardrock geprägt haben wie keine andere Band. Nach und nach verloren sie den Blues, und irgendwann war wirklich […] mehr…

  • Gene - Live

    Gene – Live

    Lange war nichts mehr zu hören von der wundersamen Band, einer der besten Britanniens, die von der Kritik nie so recht geliebt (und zuletzt vom Publikum weithin ignoriert) wurde. Das Konzert in Sheffield, in einem nicht sehr geräumigen Club, ruft in Erinnerung, wie brillant die Rhythmussektion ist, welch berückende Soli der Gitarrist Steve Mason spielt, […] mehr…

  • Morrissey Who Put The M In Manchester Cover

    Morrissey - Who Put The „M“ In…

    Es ist eine Hommage auch an die Heimatstadt. Liebevoll betrachtet die Kamera zu Beginn die Menschen und Stätten von Manchester, den Zusammenprall von altem England und moderner Industrie, der ja auch den Hintergrund für Morrisseys Texte bildet. Dann sehen wir den Einlaß in die „Evening News Arena“ und hören einen Fan aus San Diego schwärmen. […] mehr…

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    Diverse – Glastonbury Anthems 1994 – 2004

    Im nächsten Jahr macht das Festival Pause (die Felder müssen sich von den Horden erholen), aber jetzt kann man schon mal auf zehn Jahre Hymnen zurückblicken, mit den schönsten Auftritten von Robbie Williams („Angels“, mit Angst in den Augen – so viele Menschen!), Coldplay („Yellow“, ohne Angst – Chris Martin läßt einfach die Massen singen), […] mehr…

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    50 Cent – The Massacre

    Der derzeit gefährlichste Pop Mann. Wir können nur über ihn spotten, weil er weit weg in Amerika ist. Aber zum Jubiläum „ungefähr 20 Jahre Gangsta-Rap“ legen wir als Vergleich mal das Cover der neuen 50 Cent-Platte neben das alte „Straight Outta Compton“ von N.W.A. (das ja auch schon von Dr. Dre mitproduziert wurde), und bemerken: […] mehr…

  • Moneybrother - To Die Alone

    Moneybrother – To Die Alone

    Da sind wir uns einig: Alleine sterben ist schön, wenn einem schon die Schaumkrone von der Lebensfreude geblasen wird, dann doch bitte unter enger Anteilnahme der Freunde und Weggefährten. Aber man kann ja mal darüber singen, wie das theoretisch so wäre, wenn man verlassen und zerschlagen den letzten Tanz tanzt. Ein klarer Fall für Andern […] mehr…

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    Rex Hobart & The Misery Boys – Empty House

    Unglaublich. Bloodshot Records will jetzt auch noch die Honky Tonks retten. Dafür hat das Cow-Punk-Politbüro in Chicago mit Mr. Hobart einen oft mehr als passablen Protagonisten engagiert. Unglaublich auch: Einer seiner Misery Boys heißt Solomon Hofer und spielt dazu eine Pedal Steel, die mindestens genauso gut klingt. Sowieso: Wir sind hier nicht im Neon Honky-Tonk! […] mehr…