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    „Die Tiefseetaucher“

    - Start 17. 3.

    Andersons Humor war ja schon immer exzentrisch. Hier aber ist der Witz so eigenbrötlerisch und trocken, dass man bei aller Hingabe kaum den Mund beim Lachen aufbekommt. Und der gnadenlose Bill Murray agiert inzwischen stoischer als eine Meeresschildkröte. Er stellt den schrulligen Tiefseeforscher Steve Zissou dar, eine Mischung aus dem eitlen Dokumentarfilmer Cousteau und dem […] mehr…

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    Das Meer in mir - Start 10.3.

    „Ich blicke nicht zurück, sondern denke an die Zukunft.“ Nur selten war solch eine optimistische Phrase so sarkastisch. Denn Ramon, der diesen Satz mit spöttischer Euphorie ausspuckt, ist gelähmt. Seit einem Badeunfall vor 27 Jahren kann er sich vom Hals abwärts nicht mehr bewegen, sei sein Körper tot, wie er sagt Und sein einziger Wunsch […] mehr…

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    Davids Volkskunde

    1. WARUM GEHT ES MIR SO DRECKIG? 1971 Natürlich hört man, dass hier praktisch ohne Budget und Konzept produziert wurde. Vorne vier Live-Aufnahmen aus der Alten Mensa der Berliner TU, hinten vier rudimentäre Studio-Songs – das Einzige, was nie zu leise oder vermüffelt ist, ist Rio Reisers atemloser Gesang, ein aggressives Bellen voll rasender Kraft […] mehr…

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    The Karelia – Divorce At High Noon

    Pop-Archivare mit langem Gedächtnis erinnern sich womöglich an diese englische Band, einen Ladenhüter von 1997. Diese Neuauflage verdanken wir einem Musiker namens Alex Huntley. Der spielte damals Gitarre und Bouzouki, heißt heute Alex Kapranos und gehört der Tanzkapelle Franz Ferdinand an. Während die Mimikry von The Karelia erfolglos blieb, funktionierte die Masche von Ferdinand sofort. […] mehr…

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    Trevor Horn – Produced

    Als die Band Belle &. Sebastian neulich einmal schöne Geigen hatte, sagten sehr viele, das sei der gute Einfluss von Produzent Trevor Horn. Falsch. Ausgerechnet der Brillen-Brite, den man sich seit den 80ern als wirbelnden Kesselmeister und Hüter geheimer Formeln vorstellt, gehört nachweislich zu den Studio-Leuten, die am liebsten nur auf den Knopf drücken, wenn […] mehr…

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    The International Submarine Band – Safe At Home

    Gram Parsons erster Geniestreich in Sachen Country Rock Die Legende vom geborenen Country-Rock-Pionier hatte Bob Irwin mit der vor einiger Zeit von Sundazed veröffentlichten CD „Another Side Of This Life – The Lost Recordings Of Gram Parsons 1965 -1966“ schon gründlich entzaubert. Wie so viele vorher begann Gram Parsons seine Laufbahn als Folkie und großer […] mehr…

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    Diverse – Glitterhouse ls 20

    Die 3-CD-Box zum Jubiläum, gefüllt mit den Künstlern, für die das Label bekannt ist (der Mailorder-Dienst geht weit darüber hinaus). Americana, Blues, Folk, Reggae, Songschreiber-Musik: Savoy Grand, The Walkabouts, Willard Grant Conspiracy, David Thomas, The Creekdippers, Dakota Suite, 16 Horsepower et al. Amerikas wichtigster Außenposten in Deutschland. (Indigo)* 4,0 Miles Davis The Complete Columbia Recordings […] mehr…

  • Judee Sill - Judee Sill

    Judee Sill – Judee Sill

    Drei kurze Jahre lang hatte Judee Sill nur Joni Mitchell neben und niemanden vor sich. Nicht als Songstress, gewiss nicht an der Westcoast. Wie Joni malte Judee ihre Songgemälde mit großer Kunstfertigkeit und sang sie seltsam manieriert, effektvoll in die Kopfstimme kippend. Liebesverlust und Verlorenheit in der Welt ziehen sich durch Sills Poeme wie blutrote […] mehr…

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    The Staple Singers – A Family Affair 1955-84 - Überzeugende Sammlung mit 44 Aufnahmen…

    Ein absolut wunderbares Sammlerteil! Die 24 Seiten Liner Notes schrieb Rob Bowman, einer der besten Kenner in Sachen Gospel und Soul Music. Die Plattenfirma beließ es nicht bei einer CD, sondern versammelte 44 Aufnahmen auf einem Doppel-Set Das durfte mit Genehmigung der in Deutschland den Stax-Katalog vertreibenden Firma erscheinen. Und was das wiederum absolut konkurrenzlos […] mehr…

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    Charlie Feathers – Get With lt

    Könnte man „unbesungen“ steigern, dann wäre Charlie Feathers der unbesungenste Held des Rock’n’Roll. Ein Pionier ohne Fortune, mehr Katalysator und Inspirator als Vollender. Während Elvis die Welt eroberte, blieb Feathers ein Getriebener, der sich von Aufnahme zu Aufnahme, von Label zu Label hangelte, stets hart und kompromisslos, wenn es um seine Musik ging, oft hart […] mehr…

  • Judee Sill - Heart Food

    Judee Sill – Heart Food

    Judee Sills zweite und letzte LP erschien 1973, war lyrisch dunkler noch, aber musikalisch vielschichtiger und elaborierter. Rund 30 Musiker versammelte Sill zu den Sessions, darunter einige hochbezahlte Cracks wie Buddy Emmons. Jim Gordon, Chris Ethridge oder Spooner Oldham. Asylum Records muss Unsummen investiert haben, doch das Vertrauen in die Künstlerin und in ihr raffiniertes […] mehr…

  • Carla Thomas - Gee Whiz

    Carla Thomas – Gee Whiz

    Carla Thomas war gerade 16 Jahre alt, als sie „Gee Whiz (Look At His Eyes)“ schrieb, eine verträumte Soul-Ballade im Stil ihres großen Vorbilds, der New Yorker R&B-Chanteuse Jeanette „Baby“ Washington. Vater Rufus ging mit dem Song hausieren, holte sich einen Korb bei VeeJay, stieß aber bei Satellite auf offene Ohren, ein winziges Label, das […] mehr…

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    Elvis Presley – Singles-Box

    Der King im Abo: Zwischen Januar und April werden wöchentlich alle 18 UK-Number-One-Hits wiederveröffentlicht, im 10inch-Format, beginnend mit „All Shook Up“ und endend mit dem Remix von „A Little Less Conversation“. Jede Platte kommt im eigenen Cover, das den US-RCA-Originalen entspricht, und es gibt überdies eine feine Sammelbox. Eine originelle Marketing-Idee, die den King bis […] mehr…

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    Del Shannon – Home And Away – The Complete Recordings 1960-70

    Er starb, wie das im Polizeibericht hieß, an „Wunden, die er sich selber zufügte“. In dem Fall mit einem Gewehr Kaliber 22, das man ihm besser weggenommen hätte, als der Doktor ihm Glücklichmacher gegen Depressionen verschrieb. Das neue, von Jeff Lynne und Heartbreaker Mike Campbell produzierte Album war so gut wie fertig aufgenommen, als sich […] mehr…

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    Roger McGuinn – Roger McGuinn/Peace On You/Roger McGuinn & Band/Cardiff Rose

    Abgesehen von dem mittlerweile auch fast 14 Jahre alten „Best Of-Verschnitt, hat man es bei Columbia respektive Sony Music nie für nötig oder sinnvoll befunden, die Solo-Jahre von Roger McGuinn auf CD zu dokumentieren. In denselben schwang er sich zwar nie zu solchen Höhen auf wie Gene Clark, und das beste überhaupt „Back From Rio“, […] mehr…

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    Loreena McKennitt -The Visit/The Mask And Mirror

    Spätestens bei „The Visit“ hatte sich die Kanadierin ziemlich weit von ihren Folk-Anfangen entfernt und immer mehr die Gemeinde aller nach schierem Wohlklang Süchtigen für sich einnehmen können. Die Opulenz, mit der Tonmann Jeff Wolpert und Produzent Brian Hughes ihre Adaption des Traditionais „Bonny Portmore“ aufgenommen wissen wollten, führte dazu, dass man das Resultat wegen […] mehr…

  • Manic Street Preachers - The Holy Bible

    Manic Street Preachers – The Holy Bible

    Es war Richey Edwards‘ Album und sein letzter Schrei ein Konvolut aus vollmundigen Zitaten, halb verstandener Philosophie, Sozialromantik, Wortspielen, spätpubertärer Poesie und Weltekel. Auf der Bühne hampelte Edwards neben den drei Musikern herum, selten im Bild – Poster-Boy, Ketzer und Märtyrer zugleich. Fünf Bücher las er in einer Woche, so Nicky Wire im Rückblick – […] mehr…

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    Aimee Mann – Live At St. Ann’s Warehouse

    Mehr als drei Wochen könne sie nicht touren, sagt Aimee Mann im Interview, dann sei sie erschöpft. Das wundert einen etwas, denn auf der Bühne wirkt die Songschreiberin gar nicht, als verausgabe sie sich, sie behält immer ihren kühlen Charme. Und genau das ist manchmal schade. Die 16 Songs sind wunderschön, gewinnen live allerdings wenig […] mehr…

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    Dieter Thomas Kuhn & Band – Meilen, Mädchen, Melodien

    Die Tournee von 1999 sollte die letzte sein, aber Dieter Thomas Kuhn hielt die Ruhe nicht aus, sein großes Comeback ist schon in Vorbereitung. Hier kann man zwei Stunden lang sehen, was so viele Menschen in Ekstase versetzt (hat): Ein Schlager jagt den nächsten, jeden könnte man mitbrüllen, wenn es nicht so peinlich wäre. Aber […] mehr…

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    Joni Mitchell – Reluge Of The Roads

    Jetzt auch auf DVD: Joni Mitchells kleiner Konzertfilm von 1983, von teils atmosphärischen, teils putzigen Super-8-Splittern und Filmausschnitten unterbrochen – Straßen, Pferde, Möwen, Hippies und so. Die eigentlichen Tournee-Aufnahmen sehen heute unfassbar altmodisch aus (Trockeneis, Fönfrisuren, bunte Söckchen), klingen aber immer noch toll – vor allem, wenn sich Mitchell ans Klavier setzt („For Free“, „Chinese […] mehr…