• Ups..

    The Duhks – The Duhks

    Was haben wir denn da? Eine kurzhaarige, blonde, schwer tätowierte, sprich: voll MTV-kompatible Soul-Stimme vor einer fidel-ausgebufften Akustik-Band, die – Debütanten-typisch – manchmal zuviel auf einmal will. „Progressive soul-grass“ meinte ein US-Kollege dazu, die Musik indes klingt trotz einiger Längen weniger abschreckend, vor allem, wenn Jessica Havey ihre Gospel-Roots bloßlegt oder ganz einfach Paul Brady […] mehr…

  • Ups..

    Short CutS von Birgit Fuß - Joe Leila

    Black DogWhiteGod Drei Bayern, die eine fast unanständig ansieckende Mischung aus Alternative, Rock und Pop spielen. Dass mir jetzt keiner „Sportis“ ruft! Joe Leila sind nicht so putzig, sie hauen gern mal richtig rein, obwohl sie im Zweifelsfall die Melodie immer dem Punk vorziehen. Sie haben zwar auch ein Stück über Fußball, aber eben über […] mehr…

  • Ups..

    Stereophonics – Language. Sex. Violence. Other?

    In Deutschland hat es nie so richtig hingehauen, in England schon eher. Die Stereophonics waren 1997 mit ihrem Debütalbum eine der ersten Bands auf Richard Bransons V2-LabeL Man wollte sie zu Königen aufbauen – schon allein weil der Chef zeigen wollte, dass er immer noch den Midas-Touch hat -, doch es fehlte an guten Ideen […] mehr…

  • Thievery Corporation - The Cosmic Game

    Thievery Corporation – The Cosmic Game

    Der Titel lässt Böses ahnen™ und gleich der erste Track bestätigt die Befürchtungen. „Marching the Hate Machines (Into The Sun)“ wabert dermaßen „kosmisch“ aus den Boxen, dass man meint, Ken Kesey selbst hätte die Lautsprechermembranen mit LSD bestrichen. Dass die Flaming Lips mit im Studio saßen, erklärt nur einen Teil des Problems, denn auch Perry […] mehr…

  • Shelby Lynne - Identity Crisis

    Shelby Lynne – Identity Crisis

    Es gibt noch Dankbarkeit im Showbusiness. „My thanks to everybody at Capitol Records. I appreciate all of you taking a chance in such a personal record.“ Warum sollten sie auch nicht? Voyeurismus ist bei Shelby Lynne naturgemäß prickelnder als etwa die Beschäftigung mit Texten, die vom kulturellen Verfall der USA handeln oder von Hummerfischern in […] mehr…

  • Ups..

    Solomon Burke – Make Do With What You Got

    Je oller, desto… Mit Dankbarkeit, Freude und Genugtuung durfte man vor knapp zwei Jahren registrieren, dass dem nicht nur selbst ernannten „King Of Rock & Soul“ im Spätherbst seiner auch von längeren Absenzen geprägten Karriere doch noch die Aufmerksamkeit, die Songs, die Studioklasse zuteil wurden, die einem Thronhalter nun mal gebühren. Auch wenn das Who’s […] mehr…

  • Ups..

    Anne McCue – Roll

    Americana, Blues und Roots Rock aus dem australischen Delikatessenladen. Zerbrechliches, Wahnwitziges, Kraftmeierisches, auch textlich dabei stets auf des Messers scharfer Schneide. Grandiose Musiker, traumwandlerische Melodien. Keine Ausfalle, kein Mädchen-Rock, keine aufgesetzte Posen, keine Schminke und auch keine unnötige Ausstaffierung der durchweg grandiosen Songs. Und natürlich verstehen wir, weshalb Lucinda Williams die hier zu Lande eher […] mehr…

  • Lisa Stansfield - The Moment

    Lisa Stansfield – The Moment

    Wenn da mal nichts schiefläuft: „Erwachsenen-Pop“ nennt die englische Plattenfirma Lisa Stansfields neues Album. Dabei ist doch allenthalben zu lesen, dass es gar keine echten Erwachsenen mehr gibt, weil wir alle gern bis ins hohe Alter kindisch und unvernünftig bleiben wollen – zwei Eigenschaften, von denen Stansfields sechstes Werk nun wirklich gänzlich unbetroffen ist. „The […] mehr…

  • Ups..

    Kristofer Aström & Hidden Truck - So Much For Staying Alive

    Gefälliger Pop und Folk, wunderbar eigenwillig instrumentiert mehr…

  • Ups..

    Heinz Rudolf Kunze – Das Original

    Komplette Lieferung, einfach hinstellen und einschalten. Steckdose genügt. Wärme und Gemütlichkeit“, so reklamiert das Booklet im 50er-Werbestil wohl nur für ein Stromheizgerät. Zum quasi musikalischen Radiator, verantwortlich fürs Happy-Weekend-Feeling seiner Fans, krümmt sich der Meister der Doppelbödigkeit zum Glück nur in den schwächsten Momenten. Nichtigkeiten wie „Was man ganz drinnen spürt/ das kommt nicht von […] mehr…

  • Ups..

    Andre Williams & The A-Bones – The Spider And The Fly

    Was der alte R&B-Schlawiner gemeinsam mit den famosen A-Bones aus der Jagger/Richards-Vorlage macht, ist großes Entertainment, aber nur eine von bislang 13 erschienenen 7inch-45s, die das New Yorker Label Norton Records als Tribut-Serie aufgelegt hat. Stones-Tunes, durch die Garage-Mangel gedreht, von Bands wie den Lyres, den Real Kids, Sky Saxon & The Seeds oder Question […] mehr…

  • Elvis Costello The Clarksdale Sessions Cover

    Elvis Costello - The Clarksdale Sessions

    Während Elvis P. aus Tupelo, Mississippi die UK-Singles-Charts dominiert, beglückt uns Elvis C. aus Paddington, UK mit einer EP, aufgenommen in Clarksdale, Mississippi, dem mythischen Wallfahrtsort des Delta Blues. Fünf der sieben Tracks kennt man von der LP „The Delivery Man“, doch nicht in diesen Live-in-the-studio–Fassungen, nicht so rough & ready. Dazu kredenzt unser Mann […] mehr…

  • Dennis Callaci & Simon Joyner -  Stranger Blues

    Dennis Callaci & Simon Joyner – Stranger Blues

    Ähnlich wie Will Oldham liebt es auch Simon Joyner, eine Vielzahl obskurer Veröffentlichungen auf Kleinst-Labels zwischen die „offiziellen“ zu streuen. Für „Stranger Blues“ tat sich der Schmerzensmann mit Dennis Callaci von Paste zusammen, in dessen Wohnzimmer diese fünf Tracks unzeremoniell auf Tape gebannt wurden. LoFi-Folk, entsagungsvoll. 12inch, nur einseitig abspielbar, in rustikal-kunstgewerblichem Siebdruck-Cover, streng limitiert, […] mehr…

  • Ups..

    Dee Dee Bridgewater – J’ai Deux Amours

    Ihre Vorliebe für französische Songs pflegt die amerikanische Sängerin mit originellen Arrangements: der Titelsong als Musette/Tango mit Slide-Guitar-Klängen; „La Mer“ afrikanisch groovend; „Ne Me Quitte Pas“ dezent arabisch getönt, „Mon Homme“ Flamenco-nah. Dee Dees working band (Louis Winsberg, Ira Coleman und Minio Garay) kommt ohne Klavier aus und wird zwingend gut ergänzt durch den Knopfakkordeonspieler […] mehr…

  • Ups..

    The Residents - Animal Lover

    Überholte Avantgarde: brav anspruchsvoll, nur vorgeblich originell mehr…

  • Sarah Bettens - Scream

    Sarah Bettens – Scream

    Die Solokarriere von Sarah Bettens begann auf der – chronologisch oder insgesamt? – letzten Platte von K’s Choice, ^41mostHappy“. In den Real World Studios emanzipierte sich Belgiens prominente Sängerin von den harten Riffs ihres Bruders und schrieb zur Überraschung aller plötzlich so mir nichts, dir nichts eine halbe Platte im Alleingang. Schön um das Leben […] mehr…

  • Ups..

    The Chris Stamey Experience – A Question Of Temperature

    Chris Stamey hat offenbar und verständlicherweise Nachholbedarf in eigener Sache. Mehr als zehn Jahre hatte sich der Mann, der Anfang der 80er mit den dB’s anglophilen US-Pop definierte, in sein Modern-Recording-Studio in Chapel Hill, North Carolina zurückgezogen, um mal mehr, mal weniger hinter den Kulissen für Whiskeytown, Alejandro Escovedo, Caitlin Cary, Thad Cockrell und viele […] mehr…

  • Ups..

    Martin Dean – The Best Of Martin Dean

    Der Crooner mag manieriert klingen, er macht aber alles richtig Ein Liebesrittei; dem der Hemdkragen das ist, was der Nachtfalter an seinen Flügeln hat. Ein Detektiv Marlowe, der im Milieu der eigenen Gefühle ermittelt. Dass Martin Dean aus Ulm kommt und jetzt in Berlin wohnt, obwohl auf der Info-Postkarte etwas von Las fegas steht, macht […] mehr…

  • Patrick Wolf - Wind In The Wires

    Patrick Wolf – Wind In The Wires

    Mit der Eisenbahn von London kommend entlang der englischen Südwestküste. Durchs herbstliche Devon und Cornwall bis nach Land’s End. Zwischen Dawlish und Teignmouth, an der Stelle, an der der Zug aus dem dunklen Tunnel ans Licht kommt, erblickt der Reisende das Marschland, das sich in ein scheinbar unendliches Meer erstreckt, darüber kreisen die schwarzen Möwen. […] mehr…

  • Ups..

    Hubert Sumlin – About Them Shoes

    Als sich Hubert Sumlin 1954als junger Mann bei Howlin‘ Wolf verdingte, ahnte er nicht, dass er dem Grantler bis zu dessen Tod die Stange halten würde, oft als Seelentröster und Blitzableiter, stets als musikalischer Anker. Er ahnte auch nicht, dass er zum Lehrmeister ganzer Generationen Blues-beflissener Gitarristen avancieren würde, in Sachen Ton und Timing. Einige […] mehr…