• Dean Brown - Groove Warrior

    Dean Brown – Groove Warrior

    Er muss ja nicht peinlich enden, so ein Tribut an die Seventies. Dass Dean Brown als Gitarrist mit allen Funk&Soul&R&B-Wassern gewaschen ist, mag wenig überraschen. Aber dass ihm das Singen und vor allem das Komponieren lustvoll überzeugend gelingt, lässt seinen Rückblick Richtung Sly Stone und Jimi Hendrix deutlich hinauswachsen über all die vom Repertoirewert her […] mehr…

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    Nik Bärtsch’s Mobile – AER

    Ouiet ist bekanntlich The New Loud, und nun behauptet auch noch ein Schweizer Pianist, dass Minimal den maximalen Groove hervorbringt. Schon Steve Reich hat’s bewiesen: Reduktion und Repetition, Variation und Verschiebung, überlagern und Verzahnen – all das kann zum schlicht Spannenden ((ihren statt zur Monotonie. Coole Module statt braver Songs, polyrhythmischer Funk von hypnotischer Hartnäckigkeit: […] mehr…

  • Burning Brides - Leave No Ashes

    Burning Brides – Leave No Ashes

    Sich mit Haut und Haaren dem Rock zu verschreiben, ist grundsätzlich eine ehrenwerte Angelegenheit. Die Burning Brides haben es sich – darf man der vom Label ausgegebenen Sage glauben – zudem nicht sonderlich einfach gemacht. Sänger Dimitri Coats und Bassistin Melanie Campbell haben auf das Angebot der grundsoliden Juilliard Art School“ undankend verzichtet und sich […] mehr…

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    Andrew Bird – The Mysterious Production Of Eqqs

    Im stilistischen Zick-Zack zur Identität, als Songschreiber, Geiger, Solo-Performer, Sänger und – ha! – „professional whistler“ in schönster Ilse Werner-Manier. Mit den längst verblichenen Squirrel Nut Zippers, auf ersten Solo-Werken („Thrills“, „Oh! Grandeur!“) machte Andrew Bird einst in Neo-Dreigroschenoper, mit seiner Band Bowl Of Fire schipperte er in einer atemlosen Revue bis runter bzw. rauf […] mehr…

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    The Wedding Present - Take Fountain

    Eifersucht, Herzschmerz, Rache: David Gedges böse Liebeslieder mehr…

  • e.s.t. - Viaticum

    e.s.t. – Viaticum

    „Dem Sterbenden gereichte letzte Kommunion“? Eher schon Wegzehrung für die Fortsetzung jenes Trips, den das eingeschworene Trio des Pianisten tourfreudig und albenstark seit gut zehn Jahren durchzieht. Immer noch höchst klangbewusst, kammermusikalisch intim. Nicht ganz so aufhorchen lassend wie um die Jahrtausendwende, aber die Schweden schalten nur selten auf Autopilot, beweisen immer noch Experimentierfreude (und […] mehr…

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    Feeder – Pushing The Senses

    „Uns reicht es“, sagte Justin Hayward von den Moody Blues einmal, „wenn wir beim Durchschnittsfan die Viertbeliebtesten sind.“ Diesen vor Dekaden formulierten, so bescheiden daherkommenden Anspruch könnten Feeder nun tatsächlich einlösen. Grant Nicholas‘ zehn wie gegen eine schleifender Bremse anschiebenden Songs, betörend melodiös, euphorisierend und melancholisch zugleich, stellen die Nackenhaare wie von selbst hoch. Die […] mehr…

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    Dan Hicks & The Hot Licks – Selected Shorts

    Schon das Begleitpersonal bürgt für Qualität. Jim Keltner und Tony Garnier, Van Dyke Parks an Piano und Akkordeon, Jack Sheldon an der gestopften Trompete. Aber Dan Hicks war schon immer ein Class Art, der keine Zeit hatte für instrumentales Mittelmaß. Was ihm den Ruf eines peniblen, unnachsichtigen Bandleaders eintrug und andererseits dafür sorgte, dass die […] mehr…

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    Short ClltS von Wolfgang Doebeling

    KT Tunstall Eye To The Telescope Ihre Debüt45 „Throw Me A Rope“ kam in schmucklos-braunem Karton und klang wie eine Umarmung, das erste Album der Schottin ist bereits eine Marketing-Offensive: die neue Dido! Produzent Steve Osborne unterfüttert die Kampagne mit einem runden, radiofreundlichen Klangbild, doch ist es ein Beleg für die Klasse der Künstlerin, dass […] mehr…

  • Mando Diao - Hurricane Bar

    Mando Diao – Hurricane Bar

    Mitunter lassen sich komplexe Sachverhalte bündig zusammenfassen. „Die Mädchen wollen uns. Und die Jungs wollen wie wir sein“, erklären Mando Diao selbst erfreulich großkotzig, warum ihr letztjähriges Debüt in weiten Kreisen der trinkfesten Oberschülerschaft bestens gelitten war. „Bring ‚Em In“ zog heftig an der Leine und schlägerte mit solcher Hysterie nach vorne, dass es hier […] mehr…

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    The Greater Good – The Greater Good

    Craig Ross, hauptberuflich Produzent, macht solo kuriosen Gitarrenpop Wenn einer wie Craig Ross eine Soloplatte macht, soll man hinhören. Der aus Texas stammende Sänger und Gitarrist tritt im Musikgeschäft in erster Linie als Produzent und Fremdschreiber auf und hat als solcher bereits für Shawn Colvin, Patty Griffin, Lisa Germano und Daniel Johnston viel schöne Kunst […] mehr…

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    Ani DiFranco – Knuckle Down

    Ani wechselt wieder den Kurs – und lässt neben der Wahrheit auch Schönheit zu Jedes Jahr ein Album. Seit 1989. Da wundert es nicht, wenn man seit Jahren bei jeder neuen Platte von Ani DiFranco von einem „Übergangsalbum“ spricht. Ani DiFranco dokumentiert ihr Werden. Alles ist im Fluss. So wie Männlichkeit und Weiblichkeit, Mädchen-Sein und […] mehr…

  • Head Automatica - Decadence

    Head Automatica – Decadence

    Ein gebeutelter Hardcore-Sänger sucht sein Heil in der Disco Was sich heutzutage schon so alles dekadent nennt So viel nimmt sich Daryl Palumbo gar nicht raus. Nicht mehr. Früher, als er mit seiner Rockband Glassjaw eine echte harte Alternative war und in den Fußstapfen der Deftones taumelte, da klang er teilweise tatsächlich ganz schön nassforsch. […] mehr…

  • Biffy Clyro - Infinity Land

    Biffy Clyro - Infinity Land

    Die Schotten spielen mit vielen Stilen, behalten aber ihren eigenen Kern Man könnte ja gemein sein und behaupten Biffy Clyro wären entscheidungsschwach und ihre Musik würde sich deshalb anhören wie ein eklektizistischer Flickenteppich, ein Sammelsurium der unterschiedlichsten Stile, Stimmungen und Spieltechniken. Vielseitigkeit ist schließlich oft nicht mehr als eine Verschleierungstechnik: Schaut her, wie viele Kunststücke […] mehr…

  • Low - The Great Destroyer

    Low - The Great Destroyer

    Neu und doch vertraut: Low werden lauter, bleiben aber anmutig schön mehr…

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    Short ClltS von Joachim Hentschel

    Roots Manuva Awfully Deep Nur so nebenbei: Noch nie in der Geschichte des HipHop hatte London so viele fantastische Rap-Individuen, und Rodney Smith alias Roots Manuva war vor sechs Jahren der Erste aus der neuen Gang. „I don’t give a damn about UK rap, l’m just a UK black makin‘ UK tracks“, sagt er pflichtschuldig […] mehr…

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    Lemon Jelly – ’64-’95

    Warum die dritte Platte der zwei Londoner Spinner gleich als DVD erscheint, wird jedem Deppen klar, wenn er Stück fünf gehört und gesehen hat, wie dabei ein leuchtender Wald aus magischen Pilzen emporwächst. Später kommen headbangende Eier, ein vielfarbig wogendes Meer und Elefanten, die aus den Rüsseln mit Mäusen schießen – dazu die gewohnt superclever […] mehr…

  • Erasure - Nightbird

    Erasure – Nightbird - Mehr Schwulst geht nicht: Klebrige…

    Pop, sagte Peter Bück zum vorgeblich ranschmeißelnden „Out Of Time“, sei für ihn nie ein schmutziges Wort gewesen. Der R.E.M.-Musikologe wollte ’91 der Generation X den Horizont erweitern. Dur und Moll müssen ja nicht mit verzweifelter Urgewalt über die Hörer herfallen, um authentisch zu sein. Posern wie Andy Bell und Vince Clark wollte er aber […] mehr…

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    The Chemical Brothers – Push The Button

    Irgendwas an meiner Stereoanlage ist kaputt, denn ich krieg es nicht mehr hin, dass die Chemical Brothers so gut wie früher klingen. Besser gesagt: so geil wie früher. Obwohl, das ist nicht die Stereoanlage, das ist mein Kopf. „Push The Button“, das fünfte Album, wirkt wie der Gedankenstrom von jemandem, der sich unvollständig an alte […] mehr…

  • Rilo Kiley - More Adventurous

    Rilo Kiley – More Adventurous

    Für Rilo Kiley wird 2005 wohl ein aufregendes Jahr: Nach zwei fremd verlegten Alben ist jetzt ein eigenes Label am Start, die laufende Tournee fuhrt in stetig größere Venues, und ein Branchen-Riese hat den Vertrieb der neuen Platte übernommen. More adyenturous! Und so steht das Quartett aus Los Angeles, das eben noch im engen Verbund […] mehr…