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    The Concretes – The Concretes

    Und wieder einmal ist Deutschland Letzter: In den Plattenläden jeder anderen Kulturnation ist das zweite Album der Concretes längst zu haben und wird in den Medien verdientermaßen euphorisch gefeiert Bloß bei uns erscheint das Kleinod erst in diesen Tagen. Deshalb zunächst eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse: Im Sommer 1995 gründen drei popverrückte junge Schwedinnen […] mehr…

  • Beck  - Guero

    Beck – Guero

    Sein neues Album, sagte Beck Hansen unlängst im ROLLING STONE-Gespräch, sei eine Hochzeit zwischen Experimentierfreude und emotionalem Songwriting. Da damit eigentlich alles gesagt ist, kann man sich – wie schon beim letzten Album, „Sea Change“ – alle weitere Suche nach Semantik, Signifikanten und Spuren in der Verweis-Hölle sparen und dem Künstler in seiner Unlust an […] mehr…

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    Woodbine – Best Before End

    Man war eigentlich längst davon ausgegangen, daß diese Band Geschichte ist. Ihr letztes Album (und Debüt) erschien bereits 1999. Sollten sie sich aber nun doch – wie der Titel ihres neuen Albums vielleicht nahe legt – das Beste bis zum Schluß aufgehoben haben? Der erste Song, „Cope“, legt das nicht unbedingt nahe. Susan Dillanes Säuselstimme, […] mehr…

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    Kammerflimmer Kollektiv – Absencen

    Auch das Kammerflimmer Kollektiv ist in den Zwischentönen zu Hause. „Absencen“ ist allerdings noch ungleich süffiger und leichter goutierbar als „Lost And Safe“, was daran liegt, daß die elegante Jazzrhythmik die Stücke im Fluß hält. Fast ausschließlich organisch und verhalten musiziert, wirken die subtilen Elektronik-Referenzen und spröden Jazzimprovisationen eher als integrale Elemente denn als Brüche. […] mehr…

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    The Books – Lost And Safe

    Die Alben des amerkanischen Duos The Books bewegen sich im Kontinuum zwischen Skizze und Song. Ihre sich aus Folk, Jazz, Minimal-, Elektro- und Experimentalmusik zusammensetzenden Kompositionen wirkten bereits auf ihrem Debüt „Thought For Food“ von 2002, bei dem noch die freien Soundcollagen überwogen, seltsam homogen. Das zweite, noch schönere und staunenswertere Album „The Lemon In […] mehr…

  • Hot Hot Heat - Elevator

    Hot Hot Heat – Elevator

    Diese verrückten Hühner, dachte man sich vor zwei Jahren schmunzelnd, als einem das großartige „Make Up The Breakdown“ von Hot Hot Heat unterkam: eine zickige Mod-Prog-New-Wave-Knutscherei, zu der sich schön tanzen ließ. Bei aller Ausgelassenheit blieb jedoch stets ein kleiner dunkler Fleck auf dem Herzen, und Steve Bays sang und quengelte, als sei der nächste […] mehr…

  • Queens Of The Stone Age - Lullabies To Paralyze

    Queens Of The Stone Age – Lullabies To Paralyze

    Die eine amerikanische Rock-Band, die jeder okay findet. Bei der auch Klafter vonJam-Sessions nicht langweilig werden. Bei der sogar extensiver Drogenkonsum nicht bloß in der Hippie-Losung „Alter, voll abgedreht!“ gipfelt. Bei der Stoner-Rock nicht allein bedeutet, daß bedröhnte Kiffköpfe ihre Matten im Moshpit schütteln. Das war das Schöne an „Rated R“ und noch einmal und […] mehr…

  • Open Water

    Open Water

    Gegen diesen Schocker ist „Der weiße Hai“ ein Plantschen im Goldfischglas. Ein junges Ehepaar läßt sich zum Tauchen mit mehreren Touristen zu einem karibischen Riff fahren. Als sie wieder auftauchen, ist das Boot weg: Der Skipper hat sie vergessen. Alleine sind sie aber nicht. Haie umringen sie, stupsen neugierig die strampelnden Menschen an. Wann beißen […] mehr…

  • Der Untergang

    Der Untergang

    Ein Mörder, und sei er noch so monströs, ist auch nur ein Mensch. Was sonst. Was aber ist interessant daran, dem Massenmörder Adolf Hitler beim löffeln von Pasta in Tomatensoße zuzusehen? Das ist kein Politikum, sondern eine Petitesse. Nutzlos für jede historische Analyse des Holocaust, des Nazi-Regimes und des Zweiten Weltkrieges. Warum soll man sehen, […] mehr…

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    Schlechte Erziehung

    Wer dachte, Almodovar könnte sich nach zwei Oscars für „Alles über meine Mutter“ und „Sprich mit ihr“ nicht mehr steigern, der war im Irrtum. Unter einer kreativen Blockade leidet hier nur der schwule Regisseur Enrique (Fele Martinez), bis der junge Schauspieler Angel (Gael Garcia Bernal) ihm ein Drehbuch anbietet, das von der Liebe zweier pubertärer […] mehr…

  • Collateral

    Collateral

    Gedreht auf neuem digitalen Videomaterial, hat Mann hier nahezu traumwandlerisch ein verfremdetes Panorama von Los Angeles entworfen. Die Stadt ist bei ihm nicht Kulisse, eher der eigentliche Hauptdarsteller, in dem sich das nächtliche Duell zwischen dem Taxifahrer Max (Jamie Foxx) und seinem Fahrgast, dem Profikiller Vincent (Tom Cruise), spiegelt. Wie ein Schachbrett sieht L.A. aus, […] mehr…

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    Maria voll der Gnade - Start 21.4.

    Überraschend reicht manchmal der Blick der Oscar-Juroren doch über den Rand der USA hinaus. Vielleicht aber haben sie Catalina Sandino Moreno auch als beste Hauptdarstellerin nominiert, weil das Thema bedingt von nationalem Interesse ist. In jedem Fall bemerkenswert spielt sie die junge Kolumbianerin Maria, die in ihrem armen Heimatort in einer Rosenfabrik arbeitet Als sie […] mehr…

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    Reine Chefsache - Start 24. 3.

    Von feindlichen Übernahmen in vielfacher Hinsicht erzählen hier die Brüder Paul und Chris Weitz („American Pie“ und „About A Boy“). Zuerst schluckt der rasant wachsende Konzern Globe.com den alteingesessenen Verlag der profitablen Zeitschrift „Sports America“. Deren Anzeigenleiter Dan (Dennis Quaid), mit 52 ein besonnener Profi, erhält daraufhin einen neuen Chef- den erst 26jährigen Yuppie Carter […] mehr…

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    Hotel Ruanda - Start 7. 4.

    Nachts. Es ist Nebel aufgezogen. Ein Auto rumpelt heftig über die Piste. Doch es sind keine Schlaglöcher, die der Fahrer entdeckt, als er irritiert aussteigt – der Boden ist mit Leichen übersät. Opfer jener Hutu-Schlächter, die in drei Monaten an die drei Millionen Tutsi ermordeten. 1994 war das, in Ruanda. Und die Weltgemeinschaft hat damals […] mehr…

  • Kebab Connection

    Kebab Connection - Start 21. 4.

    Den ersten deutschen Kung-Fu-Film will Ibo (Denis Moschitto) drehen. Das Blut soll eimerweise spritzen, Zähne fliegen – nur ist der alternde Kunstfilm-Produzent im Cordsacko wenig beeindruckt von seiner äußerst plastisch vorgetragenen Idee, wobei ein Fernseher zu Bruch geht. Zudem ist Freundin Titzi (Nora Tschirner) von ihm schwanger und er nicht begeistert von der Idee, sich […] mehr…

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    Palindrome - Start 14. 4.

    Ob vor- oder rückwärts gelesen, ein Palindrom ergibt immer den gleichen Sinn. Was auch bedeuten kann: Niemand kommt letztlich aus seiner Haut heraus. Wie das Mädchen Aviva, das auf einer märchenhaft-grotesken Reise in verschiedenen Identitäten auftaucht und am Ende dennoch dieselbe ist oder es stets war. Die Zwölfjährige will unbedingt ein Kind. Doch als sie […] mehr…

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    Die Dolmetscherin - Start 14, 4.

    Der Mann traut der Frau nicht. „Auch ich hätte nichts dagegen, wenn er weg wäre“, sagt sie. „Also tot ?“, hakt er nach. „Das sind zwei verschiedene Dinge. Sonst gäbe es die UNO nicht“, antwortet sie. „Sie spielen mit Worten, Ma’m“, erwidert er. Woraufhin sie ihn rhetorisch fragt: „Warum klingen Männer mit Waffen immer gleich […] mehr…

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    Cash

    „Cash“, herausgegeben von Jason Fine, ist sicher das ansprechendste Buch, das es in deutscher Sprache über Johnny Cash gibt. Kein Amateurgefasel und Attitüdengeschreibsel, sondern fakten- und kenntnisreiche Beiträge von (ROLLING STONE-) Autoren, die sich nicht erst seit zehn Jahren mit diesem Mann beschäftigen, darunter David Fricke.MikalGilmore und der mittlerweile verstorbene Ralph J. Gleason. Gilmores biographischer […] mehr…

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    Short CutS von Arne Willande - Sting

    …Nothing Like The Sun Die letzte Großtat Gordon Sumners, 1987 mit Marsalis, Kirkland und Katche aufgenommen und als Doppel-LP veröffentlicht: Shakespeare, Hendrix, Hanns Eisler, T.S. Eliot, Lazarus, die Tänze der chilenischen Witwen, der „Englishman in New York“. Eine der prätenziösesten und brillantesten Platten der Achtziger. Jetzt in 5.1-Sound für Endstufen-Freunde und Bildungsbürger.-A&M/DTS) 4,0 Damien Rice […] mehr…

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    Jobriath – Lonely Planet Boy

    Sogar im Flohmarkt-Buch „IIja Richter präsentiert: Star Szene ’77“ hat Jobriath eine Seite mit Bild, links neben Billy Joel. Da steht, Jobriaths erstes Album habe ihn „in der ganzen Welt bekannt“ gemacht Ganz so obskur, wie Freund Morrissey uns erzählt, scheint der Clown also nicht gewesen zu sein. Es war jedenfalls so, dass man Jobriath […] mehr…