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    The Sadies – Favourite Colours

    Wenn sich eine Band darauf versteht, für stilistisch so disparate Acts wie Andre Williams, Neko Case oder Jon Langford den jeweils adäquaten akustischen Teppich auszurollen, müssen ihre eigenen Platten wohl eklektizistische Züge tragen. „Favourite Colours“, die bereits fünfte LP der kanadischen Combo um das Brüderpaar Travis und Dallas Good, macht da keine Ausnahme. Country-Twang, Surf-Sounds, […] mehr…

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    Peter Rowan & Tony Rice – You Were There For Me

    Wenn Virtuosen vom Kaliber der Herren Rowan und Rice kollaborieren, muss sich ihre instrumentale Potenz nicht unbedingt in musikalische Substanz verwandeln, doch erübrigt sich eine Würdigung ihres Könnens. Das sich hier traumwandlerisch sicher in den Gefilden des Jazz, Folk und Blues tummelt, mal Mex-gefärbt, mal Bluegrass-fundiert. Leider halten einige der Songs aus Peter Rowans Feder […] mehr…

  • Archer Prewitt - Wilderness

    Archer Prewitt – Wilderness

    Von einer Wildnis kann man hier nun wirklich nicht sprechen: Das vierte Solo-Album von Archer Prewitt ist selbstverständlich ebenso geschmackvoll wie all die anderen Platten des Sea And Cake-Gitarristen. Da klingeln Glockenspiel und sacht gezupfte Akustik-Gitarren, während sich im Hintergrund dezent elektronische Klanglandschaften und sparsame Bläsersätze entfalten. Im ersten Song „Way Of The Sun“, er […] mehr…

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    Jesse Colin Young – Living ln Paradise

    Genau 40 Jahre nach seinem großartigen Folk-Blues-Debüt“Soul Of A City Boy“ und gut drei Dekaden nach dem Ende der Youngbloods schickt uns der inzwischen 63-jährige Künstler diese musikalische Ansichtskarte aus Hawaii, wo er in einer Waldorf-Schule Musik unterrichtet. Leicht anthroposophisch angekränkelt klingt auch seine Inselplatte zwischen Kinderchor-Harmonie und Ukulele-Kolorit, jedenfalls fern jener guttural-eigenständigen Noblesse des […] mehr…

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    3,0 Kalahari Surfers – Muti Media

    Man hört ja sowieso nur, was man weiß. Meist weiß man wenig. Aber hier hört es sich doch so freundlich an, dass man gleich seine musiktouristische Sonnenbrille auspacken will und rüber zur Strandbar schlendern, auf einen ersten Drink in den entspannten Wellen des Dub der Kalahari Surfers, die sich kurz sogar zur Verheißung eines One-World-Reggae […] mehr…

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    Kurt Nilsen – Part Of Me

    Es ist sicher nicht erquicklich, wenn man als Künstler in jedem Text über das eigene Schaffen erst mal lesen muss, wie hässlich man ist und wie verwunderlich, dass man es mit dieser Visage zu so etwas wie einem Plattenvertrag gebracht hat. Kurt Nilsen, vormals norwegischer Klempner und letztjähriger Gewinner des „World Idol“, eine Art Weltmeisterschaft […] mehr…

  • David Lee Roth - Diamond Dave

    David Lee Roth – Diamond Dave

    Don’t call it a Comeback. David Lee Roth war ja nie weg, er hatte nur Anderes zu tun. Stritt sich mit Van Halen, hing in Las Vegas run, ließ sich offensichtlich neue Haare einflechten. Lieder schreiben war nie sein größtes Hobby, deshalb besteht „Diamond Dave“ vor allem aus Coverversionen. Dass er das kann, weiß man […] mehr…

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    Babyshambles

    Killamangiro Die bessere Libertines-Single kommt von Pete Dohertys Abtrünnigen-Combo, zwar ebenfalls schlampig, aber so nahe am Abgrund taumelnd, dass die rudimentäre Melodie als letzter Halt nur wenig HoHnung bietet. Der Klang von freiem Fall, kurz vordem Aufschlag.fffouGH tra DE) 3,5 anfertigen. Ansonsten schaffen wir möglicherweise ein Mischwesen mit Elementen eines Schmetterlings, einer Frau und einem […] mehr…

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    lan Broudie – Tales ToId

    Ob denn der alte Riley noch lebt? Ja, er lebt noch, aber er hat dem Pop-Pop seiner Lightning Seeds abgeschworen. Der so üppige wie elegante Breitwand-Sound ist fürs Erste passe, der schmissige Stadion-Roar der „Three Lions“ verklungen. Kaum noch zu glauben, dass das tolle Jollification“ 1994 neben Rock-Werken von Acts wie Oasis, Blur und Supergrass […] mehr…

  • Kaada/Patton - Romances

    Kaada/Patton – Romances

    Inzwischen würde er die Welt mit einer konventionellen Platte mehr schocken. Aber den Gefallen tut einem Ex-Faith No More-Sänger Mike Patton nicht. Auch Kaada/Patton macht sein chaotisches Gesamtwerk nicht übersichtlicher: Maldoror (mit dem asiatischen Avantgardemusiker Masami Akita), Fantomas (mit Slayer– und Melvins-Mitgliedern) und selbst Mr. Bungle waren schon nicht normal. Nur mit Tomahawk geriet der […] mehr…

  • Burning Spear - Creation Rebel

    Burning Spear – Creation Rebel

    Na also, geht doch: im Gegensatz zu anderen Labels kann man bei Heartbeat den großen Wurf erwarten. Mit Winston Rodney, The Burning Spear, nahm Roots 1969 seinen Anfang. Militante Texte, back to Africa, das hatte man so noch nicht gehört. Bob Marley und Lee Perry sprangen 1970 auch auf diesen Zug auf. Die CD enthält […] mehr…

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    Groundation – We Free Again

    Bezüglich der Rhythm-Guitar-Handhabung besteht immer noch Verbesserungsbedarf. Allerdings wäre dazu seit dem unsäglich laschen Debüt „Young Tree“ (1999) der Gruppe ehemaliger UCLA-Studenten Zeit genug gewesen. Die neue CD besticht nun in zweifacher Hinsicht: Die laut Selbstverständnis angestrebte Verschmelzung von Jazz und Dub wird erfüllt durch stellenweise Hard Bop-kompatibles Gebläse über krasse Drumsessions („Groundations“) sowie Uptempo-Geschrubbel. […] mehr…

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    The Nazarenes – Songs Of Life

    Jamaikaner propagierten Repatriation in Äthiopien als einzigem Land des afrikanischen Kontinents, das abgesehen von kurzfristiger italienischer Besetzung keine koloniale Vergangenheit hatte. Die Kinder der Auswanderer wollen heute aber lieber MTV sehen als Hirse säen. The Nazarenes sind zwei Brüder, die in Addis Abeba aufgewachsen, mit ihrer Vorliebe für Reggae dort nichts werden konnten. Seit den […] mehr…

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    Diverse – Aquarius Rock

    Herman Chin-Loy ist einer der Produzenten in der Reihe derer, „who done it first“. Einfach weil es für die Kundschaft billiger war, ließ er 1973 bei Federal ein Album pressen, das nur Dubs enthielt. Man hielt ihn für bescheuert, veröffentlichte aber bald selbst ein Dub-Album. Etwa zeitgleich produzierte Chin-Loy die erste Aufnahme mit Augustus Pablo. […] mehr…

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    Matt Sweeney & Bonnie „Prince“ Billy – Superwolf - Elf jenseitig schöne Träume von…

    Eigentlich hatte man nach ,May ter And Everyone “ und „Sings Greatest Palace Music“ gedacht, Will Oldham mache sich mit Lambchop-Produzent Mark Nevers und Nashville-Virtuosen wie „Blonde On Blonde‘-Piaiüst Hargus «Pig“ Robbins weiter an die wohlklingende Verfeinerung seines Oeuvres. Doch bereits die B-Seiten zu den Singles „Agnes, Queen Of Sorrow“ und vor allem „No More […] mehr…

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    Snoop Dogq R&G: – Rhythm & Gangsta – The Masterpiece

    Die Beiträge zu Dr. Dres „The Chronic“und sein eigenes Debüt „Doggy Style“ waren Meilensteine des HipHop. Doch Snoop Dogg war nie der geschmackssicherste aller Schnüffelhunde. Sein sonderbar genialer Singsang und der abenteuerliche Kleidungsstil machten Calvin Cordozar Broadus dennoch zum Style-Pimp schlechthin. Mit „Rhythm & Gangsta“ feuert Snoop endlich mal wieder aus allen Rohren: Die Neptunes […] mehr…

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    Blood Brothers – Crimes

    Wer zum ersten Mal diese Blood Brothers hört, kommt sich vor wie in einem Tollhaus: Die metallisch überdrehte Musik ändert alle paar Takte die Richtung und das Tempo. Doch es ist vor allem das hysterische Gekreische der beiden Sänger Johnny Whitney und Jordan Blilie, das fasziniert und/oder erschreckt. So klingen die bösartig mutierten Kinder, die […] mehr…

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    The Donnas – Gold Medal

    Die Donnas sind eine nette Band. Süß, eingängig, unverbindlich. Man hört ihre neue Platte „Gold Medal“, schaut sich während dessen das farbenfrohe Artwork an, sieht Bilder der vier jungen, langhaarigen Mädchen aus Amerika, bis man wieder ein wenig die Platte hört. Tanzbare, passable Rocksongs mit klassischen Zutaten und Ohrwürmen krabbeln einem in den Kopf. Angenehm. […] mehr…

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    Short CutS von Jörn Schlüt

    Engineers Folly Ein paar Monate vorm Longplay-Debüt beweisen die Londoner, dass die vielen Lorbeeren vorweg zu Recht verteilt wurden: Auf“r“o//y“sind fünf langsam drängende, hypnotisch schleichende Traumlieder mit endlos mäandernden Keyboard-Schleifen plus einem gelungenen Cover von Tim Hardins „If I Were A Carpenter“. Wie das alles wummert und schwelgt, lässt einen manchmal an Elbow und Spiritualized […] mehr…

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    The Thing – Garage

    Was soll man davon halten, wenn ein Jazztrio sein Album „Garage“ nennt? Ebendies. The Thing (benannt nachdem gleichnamigen Stück von Don Cherry) um den schwedischen Saxofonisten Mats Gustafsson machen sich unter anderem an Free-Jazz-Versionen von Yeah Yeah Yeahs und White Stripes-Songs. Auch der Sonics-Klassiker „Have Love Will Travel“ wird mal richtig durchgepustet, dazu obskure Free-Jazz-Stücke […] mehr…