• Ups..

    Willie Dixon – Wilies Blues

    Komponist, Texter, Musiker, Arrangeur, Produzent, Talent-Scout: Willie Dixon war in den 50er Jahren der wichtigste Mann bei Chess Records, nicht zuletzt als Mittler zwischen Künstlern und Management. Umso erstaunlicher, dass er erst gen Ende der Dekade einen eigenen Longplayer veröffentlichte, an seiner Seite der Boogie-erfahrene Memphis Slim. Zu zweit hatten sie bereits zahlreiche Clubs in […] mehr…

  • Ups..

    Michelle Shocked – Arkansas Traveller

    Sie könnte längst eine Ikone vom Rang einer Lucinda Williams sein, wenn sie nicht ganz bewusst so viele, manchmal nicht recht nachvollziehbare Häutungen gemacht hätte. Im selben Jahr wie „Lucinda Williams“ erschien von ihr „Short Sharp Shocked“, ein Meisterwerk, das kürzlich als Doppel-CD remastered neu aufgelegt – 16 Jahre später noch famoser klingt als damals. […] mehr…

  • Ups..

    Dusty Springfield – Classics & Collectibles

    Die Songs kennen wir ja, aber bei jeder neuen Kollektion von Dusty Springfield stellt sich seit Jahren immer wieder aufs Neue die Frage: Was haben sie – die vor den Rechnern sitzenden und für das Remastering verantwortlichen Techniker denn diesmal mit den Aufnahmen angestellt? Was etwa das viel gepriesene „Dusty In Memphis“ angeht, lockte die […] mehr…

  • Neil Young - Greendale

    Neil Young – Greendale

    Als Neil Young sein Lehrstück über Fallen und Fallensteller in der amerikanischen Provinz im Berliner Tempodrom erzählte, bissig und herrlich humorig, brach sich unvermutet neudeutsches Wir-sind-wir-Gefühl Bahn. Ein Mann brüllte, er verstehe kein Wort und Neil solle sich gefälligst des Deutschen befleißigen, denn „Hier ist Deutschland und nicht Amerika.“ Vor 20 Jahren hätte man den […] mehr…

  • Pavement

    Pavement - Crooked Rain, Crooked Rain

    Die zweite und berühmteste Platte der kalifornischen Eklektizisten mehr…

  • Ups..

    White People – Handsome Boy Modeling School

    Vorhang hoch, Abendunterhaltung. HipHop war am Anfang das CNN des schwarzen Amerikas, das wissen wir – mittlerweile ist er auch das ZDF der weißen Welt Gelockert, nicht so einschüchternd, für ein paar Lacher gut, demonstrativ offen für alles. Hinter der zweiten Platte der Handsome Boy Modeling School steht (noch mehr als bei den unglaublich beliebten […] mehr…

  • Leonard Cohen Dear Heather Cover

    Leonard Cohen - Dear Heather

    Leider wieder nur ein durchwachsenes, oft müdes Werk des großen Künstlers mehr…

  • Vast - Nude

    Vast – Nude

    Für sein drittes Album wollte Jon Crosby alles richtig machen: Ausgelaugt und leer gepumpt von zwei Platten, vielen Tourneen und schließlich dem Leben selbst, zog sich der Vast-Macher in die Wüste von New Mexico zurück, wo ja schon viele Leute ihr spirituelles Heil gesucht und Kraft für einen Neuanfang gefunden haben. Crosby ist einer, der […] mehr…

  • Ups..

    The Pearlfishers – A Sunflower At Christmas

    Es gibt Leute, die halten Weihnachten für einen krankhaften Konsumrausch, der jedes Jahr aufs Neue außer Kontrolle gerät Andere fürchten die Klaustrophobie der Feiertage, wenn Familienväter nach zu viel Weihnachtsbock ihre Frauen und Kinder hauen, und flüchten deshalb gleich in die preiswerten Überseeziele. Für diese Menschen haben die Pearlfischers ihr fünftes Album ganz sicher nicht […] mehr…

  • Ups..

    Andrew Pekler – Nocturnes, False Dawns & Breakdowns

    Sind eben auch Testplatten, solche Alben wie das von Andrew Pekler, um damit Fragen von fast philosophischer Reichweite zu stellen, nach der Identität, ob es ist, was es ist. Ob es also, musikwissenschaftlich betrachtet, etwa schon wieder Jazz ergibt, wenn wie hier Jazz-Samples von Vibrafon, Keyboards, einem mächtig nach vorn geholten Schlagzeug und ein paar […] mehr…

  • Ups..

    Ken Strinqfellow – Soft Commands

    Was muss man sich manchmal alles anhören, von kleinen Jungs, die ihre mickrigen Gefühle aufblasen wie Luftballons. Da ist nicht mal heiße Luft dahinter, nur ein hohles Geklingel mit Worten. Ken Stringfellow, Frontmann der Posies, Gelegenheitsmitglied von Big Star, Minus 5 und derzeit auch Keyboarder von R.E.M., spielt in einer anderen Liga. Welche genau, darüber […] mehr…

  • Ups..

    Crash Tokio – We Are Plastic

    Ja, aber. Wobei man mit Crash Tokio bestimmt eine Band hat, die einen bei Konzerten in den Jugendzentren und Kleinbühnen dieser Republik gefällig bei Laune halten mit ihrem Powerpop, der rechtschaffen ungestüm nach vorn prescht. Dabei zeigen sich die vier gewitzt genug, um mit manchem Gitarrengewuchte wie einst bei den Sweet eine schöne Referenz an […] mehr…

  • Ups..

    Paul Stephenson – These Days

    Melancholischer Folk, der immer die Schönheit sucht – und meistens findet Das uncoole, das nach Staub und Muff und, bestenfalls, Räucherstäbchen oder biegsamen Bio-Möhren miefende F-Wort gleich am Anfang: Folk. Wie der Poet aus dem Nordosten Englands in den elf melancholischen Liedern mit heller James-Taylor-Stimme die Sonne umkreist, darf der das? Unverhohlen die Zeit referieren, […] mehr…

  • Ups..

    The Crickets – The Crickets And Their Buddies

    Die alten Herren von Buddy Hollys Backing Band feiern sich selbst. With a little help from their fans: Rodney Crowell, Nanci Griffith, Peter Case, Eric Clapton und John Prine. Mit teils faden, teils feinen Versionen ihrer unvergesslichen Hits. Waylon Jennings, der einst den Bass für Holly gezupft hatte und der später die Crickets mit auf […] mehr…

  • Ups..

    Original Soundtrack – Alfie

    Wie alle Film-Remakes ist „Alfie“ eine dubiose Affäre, doch wartet der Soundtrack von Mick Jagger und Dave Stewart mit ein paar mehr als passablen Tracks auf. „Old Habits Die Hard“, Melodie-stark und Pop-sensibel, könnte ein Outtake aus Jaggers letzter Solo-LP sein, sein Duett mit Joss Stone auf „Lonely Without You“ zieht diverse Gefühls-Register, Stones Version […] mehr…

  • Ups..

    The New York Dolls – Live From Royal Festival Hall 2004

    Morrissey hatte als Kurator des renommierten Meltdown Festivals seine frühen Idole zu einem Auftritt nach London gebeten, war aber noch wenige Wochen davor so skeptisch, was die Realisierung seiner Utopie betraf, dass er mir beim Interview das Versprechen abnahm, im Vorfeld nicht darüber zu berichten: „Das bringt Unglück.“ Die Reunion klappte, die Herren Johansen, Sylvain […] mehr…

  • Ups..

    The Innocence Mission – Now The Day Is Over

    Die vor einem Jahr erschienene, wunderschöne LP „Befriended“ des Quartetts aus Pennsylvania harrt noch des legitimen Nachfolgers, indessen dieses Interims-Album mit Lullabies die Wartezeit etwas verkürzt. Karen Peris biegt ihre Stimme gern und lässt sie brechen wie ein kleines Mädchen, doch hat sie selbst Kinder, die sie mit „Moon River“ oder „What A WonderfuI World“ […] mehr…

  • Ups..

    Bright Eyes – Takelt Easy/ Lua

    Gleich zwei neue Singles vom gefühligen Conor Oberst, veröffentlicht im Abstand von einer Woche. „Lua“ ist ein zartes, verzagtes Zupfen zu poetischer Tristesse, die Rückseite „I Woke Up With This Song In My Head This Morning“ rockt dagegen unbeschwert, ja fast fröhlich. Frischwärts blubbert auch „Take It Easy“, eingängig dazu, doch ersäuft der Text in […] mehr…

  • Ups..

    Nic Armstrong – The Greatest White Liar

    Würde man sich für Wiedergeburten und ähnlichen Unsinn interessieren, man könnte fast glauben, John Lennon wäre jetzt in Nottingham zu Hause und würde sich aus unerklärlichen Gründen Nic Armstrong nennen. Der 24-jährige Ex-Kunststudent hat nicht nur eine sehr ähnliche Stimme, auch die Songs seines Debütalbums „The Greatest White Liar“ knüpfen an die Zeit an, als […] mehr…

  • Ups..

    The Rolling Stones – Live Licks

    Das Zunge-reitende Manga-Mädchen auf dem Cover gibt es oben ohne oder mit Bikini-Oberteil. Damit das scharfe Ding bei Bedarf auch in den Schaufenstern von Palermo, Salt Lake City und Oberammergau keinen potenziellen Kunden verschreckt. Produkt-Management im globalen Maßstab. Früher hätten die Stones so einen Kompromiss nie mitgemacht, sagen die Nostalgiker. Nun, früher war ein Live-Album […] mehr…