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    The Dresden Dolls – The Dresden Dolls

    Mit so abgeschmacktem Cabaret-Absinth-„Europa zwischen den Kriegen“-Getue hat sich schon Marilyn Manson disqualifiziert. In den USA gilt es als intellektuell! Die Sängerin und Pianistin Amanda Palmer (die am Schlagzeug, mein Gott, von einem Clown mit Hut begleitet wird) kann sich den Exhibitionismus verhältnismäßig gut leisten, weil sie richtig gute Songs schreibt, eine Stimme wie Patti […] mehr…

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    The Flaming Stars – Spilled Tour Pint

    Noch ein verstörendes Plädoyer wider Gewalt. Jene Brutalität, die aus Stumpfsinn erwächst und in Pubs fast unweigerlich der Anmache folgt: „Hey mate, you spilled my pint.“ Die Flaming Stars beschreiben den Tatort, unterlegen die packende Milieu-Studie mit bedrohlich-monotonem Piano, es schreit und klatscht und trampelt, die Atmosphäre ist gefährlich aufgeladen. „Ghost Town von den Specials […] mehr…

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    Secret Machines – Now Here Is Nowhere

    Musik aus dem milchweißen Zimmer mit den kokosweißen Vorhängen, für Leute, die wissen, wie man selbst zu „Roundabout“ von Yes und „Mother Sky“ von Can ein Träumchen träumen kann. Obacht, Punks: Die Secret Machines aus New York haben alles, was ihr an Prog-Rock immer schrecklich fandet. Bloß keine Gitarren-Soli (abgesehen von einem sehr kurzen), keine […] mehr…

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    Rush – Feedback

    Zum Geburtstag was Schönes: Ihr 30-jähriges Jubiläum begehen Rush mit einem Mini-Coveralbum, das die Ursprünge der Band beleuchten und Sentimentalitäten wecken soll. The Who, The Yardbirds, Buffalo Springfield, Eddie Cochran, Cream: Die Vorlagen überraschen zunächst. Doch tatsächlich waren Rush ja zu Beginn ihrer Karriere zumindest im Selbstverständnis eine Hardrockband. Wüste Gitarrenrifis, grimmige Attitüde, schriller Gesang […] mehr…

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    Ben Kweller – On My Way

    Es sind immer wieder diese Typen, die wie Adam Sandler oder Ben Stiller aussehen, die solche Platten machen. Die Platten handeln von Typen, die in „Punch-Drunk Love“ oder „Something About Mary“ auftreten könnten, die schon in der Highschool uncool waren, Deppen beim Baseball, Trottel auf der Klassenfahrt, Mitleidsobjekt für die Mädchen, Spott-Opfer für die Jungs. […] mehr…

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    La Chicana – Tango Agazapado

    Eine Offenbarung: Mit Anleihen im Mestizo-Rock, Ausflügen in den Folk der Pampa, Kammerstreichern, exotischen Instrumenten und sogar einer Brecht-Referenz entkleidet die Band aus Buenos Aires den Tango Argentino seiner hochhackigen Attitüde. Hochspannend, wie das Genre zum Spiegel eines ganz aktuellen und zugleich vergessenen Argentiniens wird, denn ganz nebenbei treten auch noch die rauen Afro-Wurzeln des […] mehr…

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    Trans-Global Underground – Impossible Broadcasting

    Auf diversen Compilations (popdeurope, Deli, Karma Culture) tauchten in den letzten Jahren immer wieder neue und ansatzweise geniale Transglobale Tracks auf. Nun kommt endlich das neue Album der Weltenbummler Hamid Man Tu und Tim Whelan. Darauf gibt es neben global verdicktem Dub-Reggae und Asian Sounds allerhand Neues zu entdecken: extrem funkigen Hip Hop mit Tata […] mehr…

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    The Go! Team – Thunder Lightning Strike

    Hier geht die Sonne auf, fünf Mal gleichzeitig: Dieses komische Team aus Brighton ist ein Traumgebilde aus Jugend-Pfadfinder-Orchester und Instrumental-HipHop-Act, lässt Peanuts-Klavier, Detektivfilm-Bläser und Schwärme aus Blockflöten über schepperndes Big-Break-Schlagzeug schwimmen, ein unglaublicher Soundwall voller Echos und glücklich machender Drogen. Ab und zu Raps, die wie Field Recordings von einer vorgeschichtlichen Block Party klingen. Wer […] mehr…

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    Max Herre – Max Herre

    Deutscher HipHop sei nicht tot, hörte ich neulich, er sei nur an dem Punkt angekommen, an dem er sich neu definieren müsse. Wie wahr. Zu ausgelutscht kamen in den letzten Jahren die Protagonisten daher, der Ausverkauf hatte seine Spuren hinterlassen. Ausnahmen gab es nur wenige. Nun meldet sich Max Herre, betroffener Kosmopolit, Weltverbesserer in Jesus-Manier, […] mehr…

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    Mouse On Mars - Radical Connector

    Ein kluger Kommentar der Kölner zur aktuellen Lage der Popmusik mehr…

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    Prodiqy – Always Outnumbered Never Outqunned

    Das neue Video der Gruppe Rammstein schon gesehen? Dort geht es um den Kannibalen aus Rothenburg und entsprechend kontrovers her; es werden diverse Tabus brutal gebrochen, und nach dem Clip waren wir alle ganz aufgewühlt Auch The Prodigy verstanden sich mal hervorragend auf solche Effekte: Lesbische Sexspielchen, Pietrings, Kotze sowie Maden und Gewürm waren das […] mehr…

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    Guided By Voices – Half Smiles Of The Decomposed

    Vor wenigen Monaten hatte Robert Pollard noch verkündet, auch wenn er jetzt authöre, Songs zu schreiben, habe er locker genug Material, um in den nächsten 15 Jahren jeweils ein neues Guided By Voices-Album zu veröffentlichen. Und dann das: Mit „Half Smiles Of The Decomposed“ verabschiedet sich die Band, die Pollard selbst mal als Könige des […] mehr…

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    American Music Club – Love Songs For Patriots

    Der anschwellende Bombast im Hintergrund, das komische sonische Surren, die Störgeräusche, das plötzlich ausbrechende Schlagwerk, die mäandernden Melodien: alles wieder da, fast zehn Jahre nach der letzten Platte des American Music Club. Solchen Lärm hat Mark Eitzel natürlich nicht hinbekommen, und mit Elektronik wurde alles noch ärmlicher. Überzeugend war keine der Solo-Arbeiten. Natürlich ist Eitzel […] mehr…

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    Grand Drive – The Lights In This Town Are Too Many To Count

    Mit ihrem immerhin schon vierten Album könnten die ewig Vielversprechenden aus Londons Süden endlich auch dort auf Akzeptanz stoßen, wo beim Raunen der Vokabel „Alt.Country“ nicht gleich das große Gähnen einsetzt. Die Songs sind konziser, ufern seltener aus. Die Vocals der Gebrüder Wilson haben mehr Präsenz. Und mit dem Lanois-Eleven Malcolm Burn saß ein Mann […] mehr…

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    Diverse – The Late Great Daniel Johnston

    Eines dieser am Label-Reißbrett konzipierten Tribut-Alben, aber mit einem interessanten Twist: Die Originale des Originals kontrastieren mit den Coverversionen so namhafter Johnston-Bewunderer wie Tom Waits, Mercury Rev, Eels oder (Überraschung!) Beck. Wobei die rohen, rudimentären Vorlagen des Außenseiters meist die Oberhand behalten. Ausnahme: „Go“ in einer schön gravitätischen, gemeinsamen Fassung von Sparklehorse und Flaming Lips. mehr…

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    Phil Manzanera – 6pm

    Roxy Music stand für Pop-Revolution. Sie waren die Definition von Coolness, vor 30 Jahren. Heute ist Bryan Ferry nur noch ein Thema für „Cosmopolitan“, Brian Eno findet nur noch in „The Wire“ statt, Phil Manzanera gar nicht mehr. Selbst in der aktuellen „Mojo“-Liste der „Greatest Brirish Guitarists“ gönnt man ihm keine Erwähnung. Das kommt davon, […] mehr…

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    Volcano, l’m Still Excited!! – Volcano, Im Still Excited!!

    Den zweiten Platz in unserem diesmonatigen Wettbewerb belegen Volcano, I’m Still Excited!! Zwei Ausrufezeichen, also bitte. Außer Elvis Costello darf das eigentlich niemand. Interessant die schon bei Franz Ferdinand zu beobachtende Rückkehr von Melodie und Billigkeyboard in den Gitarrenrock. Tatsächlich muss man in einigen verspielten und verqueren Momenten aber eher an die großartigen Spoon denken, […] mehr…

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    Dominique – The Same You

    Am Ende noch eine Band mit einem angemessenen Namen (Vorname des Sängers) und einem tollen Album. „The Same To You“ ist bereits Dominiques zweites Album. Nach dem ersten Hören ist man erstaunt: Ja, gibt’s denn sowas! Klischeefreier deutscher (aber englischsprachiger) (Kammer-)Pop. Und auch noch aus Berlin – wo doch das Klischee in den letzten Jahren […] mehr…

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    Beep Beep – Business As Casual

    Beep Beep ist auch ein seltsamer Name für eine Band. Zumal er viel besser zum Elektronik-Projekt Broken Spindeis des The Faint-Bassisten Joel Peterson gepasst hätte, der auch bei einem Song auf „Business Casual“ mitspielt. Beep Beep scheinen aber auf den ersten Blick etwas einfacher zu stricken. Nervöser Indierock mit einer Spur Funk, ein bisschen späte […] mehr…

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    Destroyer – Your Blues

    Dein Blues: der Blues vom letzten Jahrhundert. Als man sicher sein konnte, dass die Leute noch sehr lange wissen würden, welche zwanziger Jahre die wichtigsten waren. Als es noch in den Siebzigern seltsam futuristisch klang, sich einem Mädchen als 20th Century boy anzubieten. Wären an Neujahr 2000 die Flugzeuge abgestürzt und die Atommeiler explodiert, würde […] mehr…