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    Tele – Wovon sollen wir leben

    Eine softe Welle gefühlsbejahender Popmusik gluckert derzeit über uns, zufällig oder unzufällig auf Deutsch gesungen. Ob das ein Zeichen für neuen Jugend-Biedermeier ist, lässt sich hopplahopp ebenso wenig klären wie die Einordnung in deutsche Pop-Traditionen (vgl. den Artikel im letzten Heft). Interessanterweise hat Universal nun die Freiburger Band Tele vom Tapete-Label aus Hamburg übernommen, eine […] mehr…

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    Brian Wilson – Presents: Smile

    Da ist es nun also: das genialischste, legendärste, größte, schlauste, schrägste, abgefahrenste, verrückteste, schönste, elaborierteste Album der Popgeschichte. Was war es denn jetzt eigentlich, was „Smile“ diese monolithische Aura verlieh? War es die Musik oder die Tatsache, dass diese uns nie wirklich erreichte (zumindest nicht als fertiges Album)? „Smile“, das sind vor allem die Geschichten, […] mehr…

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    Razorlight – Up All Night

    Eine Welt ohne Tee und Kuchen, ein Leben ohne Frühstücksfernsehen, ohne warmes Essen, schriftliche Entschuldigungen und kurze Ruhephasen, in denen die Ohren zu pfeifen aufhören und die Lunge endlich den ganzen Rauch ausspuckt In Razorlights Welt sind alle auf Schinkensandwich-Hustensaft-Diät, werden am Spätnachmittag von der untergehenden Sonne geweckt, bevor es umso länger wieder dunkel wird […] mehr…

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    k.d. lang – Hymns For The 49th Parallel

    Noch ein Cover-Album von k.d. lang, das weckt gemischte Gefühle. Schließlich würde man hier auch gern wieder neue Lieder hören, die ersten seit bald fünf Jahren wären das. Aber die lang ist natürlich zunächst mal eine Chansonette, die eher ihre Stimme präsentiert als ihre kompositorischen Fähigkeiten, und da mag eine solche Platte eine gute Idee […] mehr…

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    Juana Molina – Tres Cosa

    Wenn man das dritte Album von Juana Molina hört, sollte man nicht meinen, dass sie in ihrer Heimat Argentinien mal ein gefeierter Comedy-Star und eine erfolgreiche TV-Moderatorin war. Gehauchte argentinische Folksongs mit gezupfter Gitarre. Störten auf ihrem letzten Album „Segundo“, das vor kurzem erst in Deutschland erschien, die manchmal zu sehr von Stimme und Melodie […] mehr…

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    Woven Hand – Consider The Birds

    Nach dem hervorragenden „Folklore würde man sich ein neues 16 Horsepower-Album wünschen, doch stattdessen veröffentlicht Sänger David Eugene Edwards mit seinem Soloprojekt Woven Hand am laufenden Band. Im letzten Jahr noch die Ballettmusik „Blush“(teilweise eine Zweitverwertung des ersten Woven Hand-Albums), gibt’s schon das nächste Werk. War „Folklore“ von den Geistern der Carter Family, Hank Williams, […] mehr…

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    The Faint – Wet From Birth

    Als vor zwei Jahren The Faints zweites Album „Danse Macabre“ von 2001 auch hier erschien, wies es mindestens ebenso in die Zukunft wie in die Vergangenheit: Duran Duran, The Cure, New Order, Front 242 oder Bauhaus tauchten als Referenzen auf, doch genauso passte es irgendwie zum Electro-Clash, der gerade die Clubbesucher bewegte, zur Wiederkehr des […] mehr…

  • Nick Cave & The Bad Seeds Abattoir Blues/The Lyre Of Orpheus Cover

    Nick Cave & The Bad Seeds - Abattoir Blues/The Lyre Of Orpheus

    Seit Herr Cave jeden Tag zu seiner Dichterstube geht wie ein Beamter oder der junge Hemingway in Paris, ist er der produktivste aller Songschreiber, emsiger sogar als Van Morrison. Seit „No More Shall We Part“ ist der einstige Schmerzensmann nicht mehr zu bremsen. Notorisch eloquent war er stets, aber noch „The Good Son“ war dem […] mehr…

  • R.E.M. -  Around The Sun

    R.E.M. – Around The Sun

    Die Angst vor dem ersten Ton. Irgendwann muss R.E.M. doch die Inspiration ausgehen. Nach all den Jahren haben sie vielleicht keine neuen Ideen mehr. Dann sind Melodien und Verse verbraucht, man legt die neue Platte auf und findet bestenfalls einen mauen Aufguss der einstigen Magie. Wie deprimierend wäre das! Was für eine Erleichterung, „Around The […] mehr…

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    THX1138

    Drei Tage vor der DVD-Veröffentlichung seiner ersten „Star Wars“-Trilogie kommt auch Lucas‘ Regiedebüt. „THX1138“ ist der Name eines Arbeiters (Robert Duvall), der wie alle Menschen im 25. Jahrhundert über ein Implantat von einem Computer kontrolliert und zufrieden gestellt wird, bis er plötzlich echte Gefühle entwickelt. Lucas folgt mit der beklemmenden, visuell grandiosen Sci-Fi-Utopie noch seinem […] mehr…

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    Gegen die Wand

    „Ich will leben, tanzen, ticken – und nicht nur mit einem Typen, verstehst du?° Selten hat ein Film aus Deutschland so intensiv, direkt und verzweifelt den Zuschauer gepackt wie dieser. Fatih Akin hat dafür zu Recht den Goldenen Bären der Berlinale 2004 und den Deutschen Filmpreis erhalten. Die Hauptdarstellerin Sibel Kekilli brilliert in diesem Martyrium […] mehr…

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    Monster

    Unerschrocken und unsentimental erzählt Patty Jenkins die ebenso tragische wie wüste Geschichte von Aileen Wuornos, einer Prostituierten und Obdachlosen – Amerikas erste Serienkillerin. Ein Dutzend Männer hat sie ermordet, Freier, denen sie Geld und Autos abnahm, um damit ihre verzweifelte Liebe zu dem lesbischen Mädchen Selbs (Christina Ricci) zu finanzieren. Jenkins verurteilt und verteidigt deren […] mehr…

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    Die Träumer

    Eine Liebeserklärung ans Kino, die Jugend und ihre Unschuld, Erwachen und Erregung hat Beriolucci gedreht. Hier ist alles Versuchung, Verführung und ein Versprechen, das letztlich nicht erfüllt wird, also reines Kino. Ein französisches Geschwisterpaar und ein Amerikaner in Paris spielen berühmte Filmszenen nach. Wer sie nicht errät, muss mit einem erotischen Akt bezahlen. So fällt […] mehr…

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    Agnes und seine Brüder - Start: 14. 10.

    Einmal mehr sprengt Roehler jede Illusion von einfachen Beziehungen und harmonischem Familienleben. Der Sehnsucht und Schizophrenie in allen Menschen übergeordnet ist Agnes (Martin Weiß), ein todkranker Transvestit und Tänzer, der von sich, seinem egozentrischen Vater Günther (Vadim Glowna) und seinen beiden Brüdern erzählt. Werner (Herbert Knaup) ist ein Karrierepolitiker der Grünen mit Villa, entfremdeter Ehefrau […] mehr…

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    Land Of Plenty - Start: 7. 10.

    Amerika hat alles im Überfluss. Waffen, Wahnsinn, Wolkenkratzer, Patriotismus, Stolz und Idealismus, Innovationen und Rückständigkeit, Reichtum und ebenso große Armut. Die Gegensätze dieses Landes sind Legende. Und weil sie eigentlich nie wirklich zu fassen waren, bringt Wenders sie im Nachdenken über die Wurzeln und Folgen von 9/11 in zwei letztlich klischeehaften Personen zusammen. Der Vietnaminvalide […] mehr…

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    Sein Leben in meiner Gewalt

    Dies ist Sean Connerys erschütterndster Film. Er spielt einen frustrierten Polizeisergeant von Scottland Yard, der einen mutmaßlichen Vergewaltiger und Mörder verhört. Dabei setzt er den Mann physisch und psychisch unter Druck, kann ihn aber nicht zu einem Geständnis bewegen und erschlägt ihn schließlich im Affekt. Mit grandiosen Darstellern erzeugt Sidney Lumet („Hundstage“) eine schockierende paranoide […] mehr…

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    Flammend‘ Herz

    Drei alte Männer erzählen von ihrem Leben und ihrer Leidenschaft zu Tätowierungen. Schöne, heiter-tragische Dokumentation. 3,5 Sehnsüchtig (Start 21.10.) von Paul McGuigan („The Acid House“) mit Josh Hartnett, Diane Kruger: Auf der Suche nach seiner verschwundenen große Liebe entdeckt ein junger Mann ein Komplott aus Eifersucht. Mäßige Darsteller in einem faszinierend fotografierten, kühn verschachtelten Melodram, […] mehr…

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    Dodgeball – Voll auf die Nüsse - Start: 30.9.

    „Voll auf die Nüsse“ von Rawson Marshall Thurber mit Vince Vaughn, Ben Stiller: Zwei rivalisierende Fitnesstrainer hauen sich bei einer Völkerball-Variante pralle Bälle und platte Pointen unter die Gürtellinie. Klamauk für Dosenbiertrinker. 2,5 New York Taxi (Start 7.10.) von Irwin Winkler mit Kevin Kline, Ashley Judd: Lebensund Erfolgsgeschichte des Komponisten Cole Porter. Glamourös und kunstvoll […] mehr…

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    Collateral - Start: 23. 9.

    Auf der Flucht oder zumindest Getriebene sind die Charaktere bei Mann immer. Und jedesmal findet er dafür ein faszinierendes Motiv. Bei „Der letzte Mohikaner“ symbolisierte es der Wald, in „Heat“ waren es leere Räume, für „The Insider“ machte er es an Türen und Telefonen fest. „Collateral“ zeigt diesen inneren Ausdruck anhand der Straßen von Los […] mehr…

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    The Fog Of War - Start 30. 9.

    Falke. Kriegstreiber. Gefühlskalter Logiker. Robert S. McNamara ist die wohl umstrittenste Persönlichkeit der amerikanischen Geschichte. Ihm wird angelastet, den Abwurf von Brandbomben über Japan empfohlen zu haben. Er hat zur Unnachgiebigkeit in der Kuba-Krise geraten. Und er soll verantwortlich für die Eskalation des Vietnam-Konflikts sein. Errol Morris hat den scharfsinnigen Rhetoriker und Ex-Verteidigungsminster befragt und […] mehr…